Als sich ihr Freund Jens aus heiterem Himmel von Isabel trennt, fällt sie aus allen Wolken. In wenigen Tagen wollte sie eigentlich mit ihm nach Hawaii fliegen und nun das. Um sich abzulenken, lässt sie ...
Als sich ihr Freund Jens aus heiterem Himmel von Isabel trennt, fällt sie aus allen Wolken. In wenigen Tagen wollte sie eigentlich mit ihm nach Hawaii fliegen und nun das. Um sich abzulenken, lässt sie sich auf den Vorschlag ein, ihre alte Nachbarin zu ihrer Familie nach Sankt-Peter-Ording zu fahren, um dort Weihnachten zu feiern. In ihrem Spontanurlaub erlebt sie dank Meer, Salzwiesen und einer liebevollen Gastfamilie Heilung. Und dann läuft ihr auch noch der gut aussehende Nils über den Weg…
„Friesenwinterzauber“ ist der neue Roman von Tanja Janz und spielt in Sankt Peter Ording. Ich habe bisher alle Bücher von der Autorin gelesen und auch bei diesem fand ich mich in einer zauberhaften, heimeligen Wohlfühlatmosphäre wieder. An jeder Ecke wird Urlaubs- sowie behagliche Weihnachtsstimmung versprüht. Die Handlung der Geschichte ist zwar streckenweise vorhersehbar, aber bezaubernd und romantisch. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und vor allem mit der Hauptfigur konnte ich mich gut identifizieren. Der Sprachstil ist angenehm und lullt einen in eine wohlig warme Stimmung. Das Buch hat mich direkt in Weihnachsstimmung versetzt und gerne habe ich mich vom Weihnachstzauber einnehmen lassen. Jede Seite versprüht Sehnsucht nach Mee(h)r und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Wohlfühlroman zum Schmökern.
Als die Taschendiebin Neun eines Tages bei einem Diebstahl die Figur eines Hauses ergattert, ändert sich ihr Leben komplett. Denn das Haus ist in Wirklichkeit magisch und wächst auf Normalgröße an, wenn ...
Als die Taschendiebin Neun eines Tages bei einem Diebstahl die Figur eines Hauses ergattert, ändert sich ihr Leben komplett. Denn das Haus ist in Wirklichkeit magisch und wächst auf Normalgröße an, wenn man den Türklopfer bedient. In ihm wohnen ein verrückter Zauberer, ein liebevoller Troll und ein kampflustiger Löffel. Und wenn das nicht schon genug wäre, liegt auf dem Haus der Fluch einer Hexe und nur eine kann sie retten: Neun.
„Das Haus am Rande der Magie“ ist ein Kinderbuch (ab 10 Jahre) von Amy Sparkes. Aus Sicht der Figur Neun begibt sich der junge Leser auf ein magisches Abenteuer, das es in sich hat! Die Geschichte ist unglaublich liebevoll gestaltet und strotzt nur so vor Witz und Detailreichtum. Sei es das ständig verschwindende Klo, die sich verteidigende Bibliothek oder das Skelett in der Schublade – stets begegnet einem ein neues ulkiges, herzerwärmendes und fantasievolles Detail oder eine magische Situation. Sanft werden dem Leser das Thema Heimat, Familie, Freunde und Rivalität vermittelt. Der Sprachstil ist altersgerecht, angenehm und wortreich. Die Geschichte ist so toll geschrieben, dass man sie eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Die einzigartigen Figuren wachsen einem schnell ans Herz und zuletzt bleibt eigentlich nur ein Wunsch offen: Eine Fortsetzung.
Nachdem die bekannte Anwältin Natasha Winthrop in ihrem Eigenheim von einem Unbekannten überfallen wird und diesen im Kampf ums Überleben tötet, wird sie in den digitalen Medien von den einen als Heldin ...
Nachdem die bekannte Anwältin Natasha Winthrop in ihrem Eigenheim von einem Unbekannten überfallen wird und diesen im Kampf ums Überleben tötet, wird sie in den digitalen Medien von den einen als Heldin und potentielle Präsidentschaftskandidatin gehandelt, von anderen als Mörderin verschrien. Als die Polizei Ermittlungen anstellt, kommt es darüber hinaus schon bald zu Ungereimtheiten, was den Tathergang betrifft. Um zu beweisen, dass sie unschuldig ist und um herauszufinden, wer ihr einen Mord in die Schuhe schieben möchte, engagiert sie die Fallermittlerin Maggie Costello. Schon bald spitzt sich die Lage zu und Maggie Costello gerät in der Ermittlung selbst in Gefahr. Aus welcher Richtung diese kommt, ist jedoch ungewiss…
„Die Kampagne“ ist ein neuer Thriller von Sam Bourne. Ich kannte den Autor vorab nicht und war umso gespannter auf den Roman. In kurzen Kapiteln wird die Geschichte aus wechselnder Personenperspektive primär von Maggie und Natasha wiedergegeben. Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm und unterstützt den kurzweiligen Charakter des Romans. Schnell war ich an das Buch gefesselt, das hauptsächlich die Themen sexuelle Gewalt und fragwürdige Wahlkampfstrategien behandelt. Da sich die Geschichte stets sehr realitätsnah liest, bietet sie sehr viel Stoff zur Diskussion. Nach mehreren spannenden und vor allem mich absolut überraschenden Entdeckungen endet das Buch mit einem leicht offenen Ende, das Lust auf mehr macht. Ich habe mich durchweg sehr gut unterhalten und gebannt gefühlt. Darüber hinaus war die Geschichte für mich zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar. Auch, wenn ich mir insgesamt noch mehr „Thrill“-Momente gewünscht hätte, ist dies ein spannender, hochaktueller und gut gelungener Krimi für Zwischendurch.
Als die Großfamilie Blankenburg am Schwarzen Freitag 1929 ihr Vermögen an der Börse verliert und damit das Familienunternehmen der Porzellanmanufaktur vor dem Ende steht, sieht das Familienoberhaupt Aldamar ...
Als die Großfamilie Blankenburg am Schwarzen Freitag 1929 ihr Vermögen an der Börse verliert und damit das Familienunternehmen der Porzellanmanufaktur vor dem Ende steht, sieht das Familienoberhaupt Aldamar keinen anderen Ausweg, als Selbstmord zu begehen. Zurück bleiben seine Töchter Elise und Ophelie, die sich trotz Scherbenhaufen nicht aufraffen können, zusammenzuarbeiten. Zu lange schon gärt der unterschwellige Konflikt, der die Schwestern trennt, vor sich hin. Als nach und nach die Nationalsozialisten die Macht ergreifen, wirkt sich dies auch auf die Familie Blankenburg aus. Schon bald müssen sie sich entscheiden, auf wessen Seite sie stehen, um die Firma noch retten zu können.
„Die Blankenburgs“ ist ein historischer Roman von Eric Berg. Cover und Layout nach habe ich einen historischen Roman mit einer Familiensaga mit Augenmerk auf eine Porzellanmanufaktur und -herstellung sowie Schwesternstreitigkeiten erwartet. Erhalten habe ich einen politisch-historischen Roman, der Personen der verschiedenen Gesellschaftsschichten im aufkommenden Nationalsozialismus und ihre damit einhergehenden charakterlichen Veränderungen beleuchtet.
Der Roman ist in Kapitel unterteilt, in denen die Handlung aus wechselnder Perspektive der verschiedenen Figuren beschrieben wird. Leider fehlte innerhalb der Kapitel eine optische Markierung beim Wechsel der Personen, um den Lesefluss zu optimieren. Dies erschwerte mir ferner, den vorhandenen Zeitsprüngen zu folgen.
Die verschiedenen Figuren bringen viel Abwechslung in die Geschichte und sind interessant gestaltet. Zudem entwickeln sich die einzelnen Protagonisten im Verlauf, was mir sehr gut gefallen hat. Dennoch mangelt es den Figuren meiner Meinung nach an Tiefe und Darstellung ihrer Emotionen, sodass ich mich selten in sie hineinversetzen konnte. Viele Handlungsstränge lassen den Roman schnelllebig und facettenreich wirken. Allerdings kommt es leider oft zu irritierenden Abbrüchen der einzelnen Handlungsstränge, was den Roman stellenweise abgehakt und unrund wirken lässt. Interessant empfand ich dabei den Ansatz, mittels verschiedener Figuren darzustellen, warum so viele Menschen aus den verschiedensten Gründen das System der Nationalsozialisten für sich genutzt haben. Diesbezüglich hätte ich mir gewünscht, beim Lesen mehr zur Diskussion angeregt worden zu sein und mich an den einzelnen Stellen zu hinterfragen, wie ich mich selbst verhalten hätte. Hierzu kam es bei mir leider nicht. Dafür hätten (wie bereits angesprochen) die Figuren meines Achtens mehr Tiefe benötigt und die vielen verschiedenen Handlungsstränge, die zwar lebhaft und abwechslungsreich waren, zu Ende geführt werden müssen.
Den Sprachstil empfand ich als sehr angenehm, bildhaft und leichtfüßig. Die Seiten flogen nur so dahin.
Obwohl ich etwas ganz anderes erwartet habe und Klappentext und Cover für mich überhaupt nicht zum eigentlichen Inhalt passen, hat mich die Geschichte sehr gefesselt und bewegt. Insgesamt war dies für mich ein spannender Roman, den ich gerne weiterempfehle, der aufgrund kleiner Schwächen insgesamt aber zu oberflächlich verblieb, um angeregte politische Diskussionen über den Inhalt zu führen. Wer eine seichte Familiensaga mit Informationen rund um die Porzellanherstellung sucht, sucht hier jedoch vergeblich.
Aribella steht kurz vor ihrem 13. Geburtstag und lebt mit ihrem Vater in Venedig. Als Aribella eines Tages mit ihrem Freund zum Fischen aufbricht, schießen aus ihren Fingerspitzen plötzlich Flammen. Während ...
Aribella steht kurz vor ihrem 13. Geburtstag und lebt mit ihrem Vater in Venedig. Als Aribella eines Tages mit ihrem Freund zum Fischen aufbricht, schießen aus ihren Fingerspitzen plötzlich Flammen. Während ihr Vater ins Gefängnis kommt, befindet sie sich als Hexe verschrien auf der Flucht vor den Stadtwachen. Schon bald erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite und begibt sich auf ein magisches Abenteuer…
„Aribella und die Feuermaske“ von Anna Hoghton ist ein fantasievolles Kinderbuch ab 10 Jahren. Es spielt in Venedig und der Flair der Stadt wird gut wiedergegeben. Der Leser begleitet Aribella auf ihrem Abenteuer, das einige Überraschungen und spannende Situationen innehat. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, aber eher einfach gehalten. Besonders die Themen Freundschaft, Familie und Zusammenhalt werden behandelt. Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich, hätte aber noch deutlich mehr Potential gehabt, wenn insbesondere die einzelnen Figuren intensiver ausgearbeitet worden wären. Auch Aribella selbst verhält sich tendentiell eher wie eine 10-Jährige statt eine 13-Jährige. Insofern ist die Altersempfehlung aber sehr passend. Ein insgesamt magischer, kurzweiliger Lesespaß für Zwischendurch.