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Veröffentlicht am 31.01.2026

Raue Magie und leise Liebe

The Second Death of Locke
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Um Magie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die Magievolumen bereitstellt, und ein Magier, der Magie wirken kann. Grey Flynn arbeitet als solch eine Quelle mit ...

Um Magie zu wirken, müssen zwei Menschen ihre Kräfte vereinen: Eine sogenannte Quelle, die Magievolumen bereitstellt, und ein Magier, der Magie wirken kann. Grey Flynn arbeitet als solch eine Quelle mit ihrem besten Freund und Soldaten Kier zusammen. Gemeinsam aufgewachsen verbinden sie nicht nur die magischen Bande, sondern auch Geheimnisse und Erinnerungen. Seit Jahren schwer in ihn verliebt, würde Grey alles für ihn tun, doch bisher bewegen sie sich stets auf der Freundschaftsebene. Als ein verfeindetes Königreich die verschollene Erbin der untergegangenen Isle of Locke, das einstmals magische Zentrum, findet, werden sie beauftragt, diese Erbin in einer Mission zu ihrem Herrscher zu bringen. Es folgt eine mörderische Mission, bei der Grey zu schwierigen Entscheidungen gezwungen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

"The Second Death of Locke" von V. L. Bovalino ist ein Roman, in den ich erst einmal hineinfinden musste. Der Einstieg wirkte auf mich zunächst sehr komplex: Es gab viele Namen, Orte, politische Zusammenhänge und militärische Rangordnungen, die ich erst einmal sortieren musste. Nach dieser Einarbeitungszeit entpuppte sich die Geschichte dann überraschenderweise aber als deutlich weniger komplexe High Fantasy, als ich zunächst erwartet hatte.

Erzählt wird aus der dritten Person Singular, wobei man die gesamte Zeit Grey begleitete. Besonders mochte ich die immer wieder eingestreuten Rückblicke in ihre Vergangenheit, die nach und nach alle Zusammenhänge erklären. Das Magiekonzept selbst fand ich sehr interessant: eine Person dient als Quelle mit einem bestimmten Magievolumen, während eine andere diese Magie tatsächlich wirken kann. Das hatte ich vorher so noch nicht gelesen, fügte sich stimmig in die raue, harte Welt ein und trug zu einem soliden Worldbuilding bei.

Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab, hatte die Geschichte einige wirklich unvorhersehbare und spannende Twists – bei einem davon hatte ich ehrlicherweise fast einen kleinen Herzinfarkt. Das Buch hält einen nicht permanent atemlos, aber ich wollte trotzdem immer wissen, wie es weitergeht.

Das emotionale Herzstück der Geschichte war für mich ganz klar die Beziehung zwischen Kier und Grey. Ihre Bindung und Liebe empfand ich als herzzerreißend schön, ruhig, intensiv und unglaublich fesselnd. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass der Roman zwar Romantik enthält, sich aber glücklicherweise nicht auf Spice konzentriert. Die Emotionen wurden stattdessen sehr gut transportiert, was für mich deutlich nachhaltiger gewirkt hat.

Andere Figuren blieben für mich leider eher blass und teilweise austauschbar, und insgesamt hatte die Geschichte nicht ganz die Tiefe, die ich mir erhofft hatte. Trotzdem hat mich das Buch emotional abgeholt – vor allem Grey ist mir als weibliche Hauptfigur sehr ans Herz gewachsen. Obwohl ich normalerweise kein großer Fan von stark kriegerischen Romanen bin, hat mir das düstere Setting, besonders passend zur dunklen Jahreszeit, überraschend gut gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und schön zu lesen, und das Ende empfand ich als sehr harmonisch und emotional. Es hätte für mich problemlos auch als Standalone funktionieren können, auch wenn ich neugierig auf den zweiten Teil bin – in diesem wird dann wohl ein anderes Pärchen in den Fokus stellt.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Flammenherz

Lucia 1. Flüsterin der Flammen
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Lucia entdeckt auf dem Geburtstag ihrer besten Freundin, dass sie eine Feuermagierin ist. Während sie sich zunächst noch große Sorgen macht, weil diese verboten ist, kommen bald schon größere Probleme ...

Lucia entdeckt auf dem Geburtstag ihrer besten Freundin, dass sie eine Feuermagierin ist. Während sie sich zunächst noch große Sorgen macht, weil diese verboten ist, kommen bald schon größere Probleme auf sie zu: Sie wird von Nebelwesen gejagt und als ihr der gleichaltrige Finn offeriert, dass sie wegen ihrer Fähigkeiten nach Feuerland an die Akademie gehört, flieht sie mit ihm kurzerhand nach Flammaris. Dort lernt sie nicht nur, mit ihrer Magie umzugehen, sondern auch, was es mit den Nebelwesen auf sich hat.

"Lucia – Flüsterin der Flammen" ist ein magischer und spannender Reihenauftakt, der mich schnell in seine Welt gezogen hat und mir auch als erwachsene Leserin viel Freude bereitet hat.

Lucia als Hauptfigur ist mutig, aufgeweckt und trägt eine bewundernswerte innere Stärke in sich, auch wenn ich mich in manchen Situationen fragte, ob ich selbst nur halb so gefasst reagieren könnte.

Neben Lucia sind auch die Nebenfiguren mit viel Gefühl gezeichnet: Freundschaften und erste zarte Gefühle wirkten auf mich authentisch und warm. Ein absolutes Highlight war für mich Lucias kleiner Begleiter: Feuersalamander Yuki, der niedlich, frech und mein Herz im Sturm eroberte. Er stahl jeder Szene ein bisschen die Show mit seinem Hang zu Süßigkeiten und frechen Antworten. ;)

Das italienisch-sizilianisch angehauchte Setting empfand ich als atmosphärisch und stimmig, der Schreibstil war stets leicht, flüssig und sehr bildhaft. Ich las mich mühelos durch die Seiten und hatte ständig das Gefühl, mitten im Geschehen zu stehen. Flammen, Magie und kleine fantasievolle Details sorgten immer wieder für schöne Akzente. Besonders diese liebevollen Ideen machten die Geschichte für mich sehr lebendig.

Die Handlung blieb durchgehend spannend und schlug im Verlauf auch ernstere, dunklere Töne an. Der Konflikt zwischen den magischen Parteien sorgte für echte Spannung und viele offene Fragen, die mich förmlich dazu zwangen, weiterzulesen. Besonders gelungen fand ich, dass man stellenweise auch andere Perspektiven kennenlernte – das verstärkte die Bedrohung und verlieh der Geschichte zusätzliche Tiefe.

An manchen Stellen hätte ich mir jedoch emotional etwas mehr Zeit gewünscht wie z.B. beim Zurücklassen der Eltern in der nicht-magischen Welt oder beim Ankommen an neuen Orten. Auch der Alltag an der Akademie und einige Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack noch mehr Raum verdient. Der Fokus lag klar auf dem zentralen Konflikt, was zwar die Spannung hoch hielt, aber hier und da etwas erzählerisches Potenzial liegen ließ. Zudem war der Schreibstil eher einfach gehalten, was für die Zielgruppe stimmig ist, mir als erwachsener Leserin stellenweise aber etwas zu schlicht war.

Der Abschluss war dramatisch, düster und endete schließlich mit einem fiesen Cliffhanger, der unzählige Fragen offen gelassen hat.

Fazit: Trotz kleiner Schwächen hat mir dieses Buch wirklich viel Freude bereitet. Es ist eine magische, fantasievolle Geschichte voller Bilder im Kopf, Herzmomente und Spannung und sie funktioniert auch gut für erwachsene LeserInnen. Das liebevolle Layout, die kleinen Illustrationen zu Kapitelbeginn sowie die optische Gestaltung des Farbschnitts runden das Leseerlebnis dazu noch ab.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Winterliche Zeitreise in die schottischen Highlands

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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In „A Spark of Time – Treffen in den Highlands“ spitzt sich die emotionale und inhaltliche Handlung der Reihe weiter zu. Seit Monaten versucht Lilly verzweifelt, Damien von seinem immer stärker werdenden ...

In „A Spark of Time – Treffen in den Highlands“ spitzt sich die emotionale und inhaltliche Handlung der Reihe weiter zu. Seit Monaten versucht Lilly verzweifelt, Damien von seinem immer stärker werdenden Wahn zu befreien: der festen Überzeugung, dass sein totgeglaubter Vater noch ein letztes Ass im Ärmel hat und zurückkehren könnte. Während Damien sich zunehmend von sich selbst entfernt, zerbricht schließlich auch die Beziehung der beiden.

Als Collin MacLeod auftaucht und Lilly und Damien erpresst, mit ihm ins Jahr 1745 in die schottischen Highlands zu reisen, scheint sich Damiens Befürchtung plötzlich zu bestätigen: Collin droht damit, Damiens Vater zurückzuholen, wenn sie ihm nicht helfen, eine wertvolle Perle zu retten.

Kurzerhand reisen sie gemeinsam in die Vergangenheit nach Schottland. Doch in den winterlichen Highlands läuft nicht alles nach Plan, und Collin entpuppt sich als deutlich vielschichtiger, als sein grausames Auftreten zunächst vermuten ließ. Zwischen Lilly und ihm entwickelt sich eine spürbare Nähe, die für mich emotional gut nachvollziehbar war.

Für mich ist dies der bislang beste Band der Reihe. Das winterliche Highland-Setting kurz vor Weihnachten, das alte Schloss und die schottischen Bräuche haben eine wunderbar dichte Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur Lesezeit gepasst hat. Alles wirkte gut recherchiert, und gerade die Einblicke in die Kultur und Traditionen Schottlands fand ich besonders spannend. Auch die Handlung konnte mit Überraschungen punkten und war nicht immer vorhersehbar.

Erzählt wird erneut aus wechselnden Perspektiven von Lilly und Damien. Überraschenderweise blieb Damien diesmal jedoch recht blass. Obwohl er bisher mein Lieblingscharakter war, wirkte er emotional sehr durcheinander, fast an den Rand gedrängt, und viele seiner Handlungen konnte ich nur schwer nachvollziehen. Lilly hingegen hat mich positiv überrascht: Trotz der emotionalen Verwirrung und der Trennung von Damien blieb sie stark und handelte nachvollziehbar.

Collin war für mich eine der interessantesten Figuren dieses Bandes. Bis zuletzt habe ich mich gefragt, was wirklich hinter ihm steckt, wie ehrlich er ist und welche Geheimnisse er noch verbirgt. Dennoch konnte ich die Anziehung zwischen ihm und Lilly gut nachempfinden und habe ihn schnell ins Herz geschlossen, in der Hoffnung, dass er mich im nächsten Band nicht enttäuscht.

Ein kleiner, aber deutlicher Kritikpunkt: Dass alle drei Zeitreisenden völlig unbedacht Utensilien aus dem 21. Jahrhundert wie Zahnbürsten mitnehmen und dadurch fast auffliegen, wirkte auf mich schlicht unlogisch und unnötig.

Der Band endete mit einem fiesen Cliffhanger und vielen offenen Fragen, was die Vorfreude auf den nächsten Teil enorm steigert. Insgesamt ein atmosphärisch starker, emotionaler und spannender Roman mit kleinen Schwächen, der die Reihe für meinen Geschmack auf ein neues Level hebt.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

He falls first

Rival Darling
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"Rival Darling" ist eine süße, winterliche Sportsromance, die ich regelrecht weggesuchtet habe. Die Geschichte dreht sich um Violet und Reed, die auf rivalisierende Schulen gehen, und wird in wechselnden ...

"Rival Darling" ist eine süße, winterliche Sportsromance, die ich regelrecht weggesuchtet habe. Die Geschichte dreht sich um Violet und Reed, die auf rivalisierende Schulen gehen, und wird in wechselnden Kapiteln aus beiden Perspektiven erzählt, was mir besonders gut gefallen hat, da man so beiden Figuren sehr nahekommt.

Reed ist der Kapitän der Eishockeymannschaft seiner Schule und hat einen extrem schlechten Ruf, den er bewusst für sich nutzt. Schnell wird jedoch klar, dass hinter dem Bad-Boy-Image eigentlich eine absolute Green Flag steckt und ich habe ihn direkt ins Herz geschlossen. Er benutzt diese Fassade vor allem, um sich selbst zu schützen, doch Violet schlägt wie ein Blitz bei ihm ein und er verliebt sich im Prinzip sofort in sie.

Violet lebt erst seit Kurzem bei ihrem Onkel und ihrer Cousine, da ihre Mutter beruflich nach Europa musste. Dort verbringt sie nun ihr Abschlussjahr an einer neuen Schule. Nachdem sie ihren Freund Jeremy – Kapitän des Eishockeyteams ihrer Schule – dabei erwischt, wie er auf einer Party mit einer anderen rummacht, macht sie Schluss. Jeremy akzeptiert das allerdings nicht und lässt sie nicht in Ruhe. Eigentlich will sie nie wieder einen Sportler Daten, aber um Jeremy loszuwerden, geht Violet eine Fake-Dating-Vereinbarung mit Reed ein. Wie zu erwarten bleiben echte Gefühle dabei natürlich nicht aus.

Die Geschichte ist zuckersüß, perfekt für die Winterzeit und mit viel Charme und leichtem Witz geschrieben. Besonders gefallen haben mir auch die vielen Nebenfiguren, wie Violets Cousine oder Reeds Brüder, die der Story Wärme und Humor verleihen.

Kleiner Kritikpunkt: Manchmal hat mich Violet ein wenig genervt, und manches Drama hätte für meinen Geschmack nicht unbedingt sein müssen. Trotzdem war die Geschichte durchgehend sehr unterhaltsam, weshalb das für mich kaum ins Gewicht fällt.

Ich freue mich jetzt schon extrem auf die Fortsetzung - dann wird es um Reeds Zwillingsbruder gehen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Tödliche Prüfungen

The Ordeals
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In "The Ordeals" von Rachel Greenlaw begleitet man die magisch begabte Sophia, eine Illusionistin, die nichts sehnlicher will, als ihrem bisherigen Leben zu entkommen und an der berüchtigten Killmarth-Akademie ...

In "The Ordeals" von Rachel Greenlaw begleitet man die magisch begabte Sophia, eine Illusionistin, die nichts sehnlicher will, als ihrem bisherigen Leben zu entkommen und an der berüchtigten Killmarth-Akademie aufgenommen zu werden. Doch schon die Aufnahmeprüfung fordert zahlreiche Todesopfer und macht unmissverständlich klar: Killmarth ist kein Ort für Schwache und Vertrauen ist hier ein Luxus, den man sich kaum leisten kann.

An der Akademie angekommen, wird schnell deutlich, dass unter den Anwärtern ein Mörder sein Unwesen treibt, der gezielt versucht, die Konkurrenz weiter auszudünnen. Inmitten dieser düsteren, von Misstrauen geprägten Atmosphäre schließt sich Sophia mit dem Botaniker Alden zusammen. Eine Verbindung, die ihr im Nachgang emotional näher geht, als sie eigentlich zulassen möchte.

Der Roman ließ sich sehr locker und flüssig lesen und lebte besonders von seiner beklemmenden Stimmung. Die ständige Unsicherheit darüber, wer die nächsten Ordeals überlebt, und das Gefühl, keiner Figur wirklich trauen zu können, sorgten bei mir für anhaltende Spannung. Emotional hat mich die Geschichte stark gepackt, vor allem die langsam entstehende Beziehung zwischen Sophia und Alden. Das Prickeln zwischen den beiden war für mich von Anfang an spürbar, ohne dass die Liebesgeschichte jemals zu sehr in den Vordergrund rückte, was mir besonders gut gefallen hat.

Positiv hervorzuheben ist auch Sophias Werdegang innerhalb ihrer magischen Ausbildung sowie das raue, gnadenlose Setting der Akademie. Allerdings hätte ich mir stellenweise einen ausgeprägteren Weltenbau gewünscht. Gerade die Ordeals selbst wirkten für meinen Geschmack manchmal etwas zu flach und hätten konzeptionell mehr Tiefe vertragen können. Auch die Handlung erschien mir stellenweise etwas eindimensional.

Das Ende wartet mit einem bösen Cliffhanger auf und ich musste mich von einer lieb gewonnenen Figur verabschieden. "The Ordeals" macht deutlich, dass niemand sicher ist – weder moralisch noch physisch. Besonders spannend fand ich zudem Sophias Herkunft, die sich erst nach und nach offenbarte und einen weiteren interessanten Handlungsstrang eröffnet.

Trotz kleiner Schwächen hat mich der Roman positiv überrascht, da vieles nicht vorhersehbar war. Insgesamt ein spannender Auftakt mit düsterer Atmosphäre und viel Potenzial für die Fortsetzung. Ich freue mich schon jetzt sehr auf Band 2.

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