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Veröffentlicht am 13.09.2025

Magische Mondlichtgasse

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Hiyoko Kurisu entführt die Lesenden mit Der Laden in der Mondlichtgasse in eine Confiserie zwischen Menschen- und Geisterwelt, in der das geheimnisvolle Fuchswesen Kogetsu Süßigkeiten verkauft. Die Geschichte ...

Hiyoko Kurisu entführt die Lesenden mit Der Laden in der Mondlichtgasse in eine Confiserie zwischen Menschen- und Geisterwelt, in der das geheimnisvolle Fuchswesen Kogetsu Süßigkeiten verkauft. Die Geschichte besteht aus 6 Kurzgeschichten und jede kleine Episode erzählt von Menschen, die mit Sorgen, Selbstzweifeln oder Zurückhaltung kämpfen – und durch die magischen Leckereien sanft ermutigt werden, sich ihren Problemen zu stellen.

Besonders spannend fand ich die Figur Kogetsu selbst. Er wirkte von Anfang an angenehm mystisch, und es war schön, schließlich zu erfahren, warum er das tut, was er tut.

Die einzelnen Geschichten sind leicht verständlich und enthalten klare Botschaften: das kleine Glück im Alltag wahrzunehmen, offen miteinander zu sprechen oder den eigenen Wert nicht zu unterschätzen. Am meisten bewegt hat mich die Episode um den jungen Mann Koguma, dessen Selbstzweifel wohl vielen vertraut vorkommen dürften, und die Freundschaftsgeschichte von drei Mädchen, die zeigt, wie schwer es manchmal fällt, ehrlich auszusprechen, was man denkt. In fast jeder Geschichte konnte ich etwas finden, das mich zum Nachfühlen brachte – und ganz nebenbei erfährt man auch viel über japanische Kultur und Süßigkeitentraditionen.

Trotzdem blieb bei mir ein Gefühl von Oberflächlichkeit zurück. Manche Figuren wirkten etwas naiv, die Botschaften oft sehr plakativ und insgesamt hatte ich mir mehr Tiefgang erhofft. So ist das Buch zwar ein netter und kurzweiliger Lesegenuss mit hübschen Illustrationen und sympathischen Momenten, doch kein Werk, das lange nachhallt. Für Zwischendurch aber eine süße kleine Lektüre.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Das Leben leben

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Schön, weil es traurig ist oder traurig, weil es schön ist? Alison Espachs Wedding People bewegt sich genau in diesem Zwischenraum und entfaltet eine Geschichte, die ebenso tiefgründig wie berührend ist.

Im ...

Schön, weil es traurig ist oder traurig, weil es schön ist? Alison Espachs Wedding People bewegt sich genau in diesem Zwischenraum und entfaltet eine Geschichte, die ebenso tiefgründig wie berührend ist.

Im Zentrum steht Phoebe, eine Professorin und Expertin für die Literatur des 19. Jahrhunderts, deren Leben nach der Scheidung in Scherben liegt. Verzweifelt und in tiefer Depression reist sie in ein Hotel, das sie eigentlich mit ihrem Mann besuchen wollte mit der Absicht, dort ihr Leben zu beenden.

Doch der Ort ist alles andere als still: Gerade wird eine Hochzeit gefeiert, und Phoebe begegnet der Braut Lila. Ausgerechnet in ihrer Hochzeitswoche hat diese mit allem gerechnet - nur nicht mit einer Frau, die überlegt, sich an ihrer Hochzeitslocation das Leben zu nehmen. Aus dieser ungleichen Begegnung entwickelt sich eine Freundschaft, die beide verändert.

Der Autorin gelingt es, aus dieser Konstellation eine Geschichte zu formen, die niemals klischeehaft wirkt, sondern überraschend, unvorhersehbar und oft von trockenem Humor durchzogen ist. Phoebe ist eine Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt: verletzlich, scharf beobachtend und mit einer feinen ironischen Distanz zum Leben. Besonders stark empfand ich die Figurenentwicklung, die die Leser:innen auf eine Reise zwischen Abgrund und Hoffnung mitnimmt.

Mit spitzer Feder zeichnet die Autorin auch die Dynamik familiärer Zusammenkünfte, die oft mehr Leere als Nähe offenbaren. Doch gerade in dieser präzisen Beobachtung liegt ihr Können: Sie zeigt die Brüchigkeit menschlicher Beziehungen, ohne dabei in Zynismus zu verfallen.

Das Ende schließlich ist herzergreifend und hallte lange bei mir nach. Wedding People ist ein Roman, der zeigt, wie eng Schmerz und Schönheit, Verzweiflung und Hoffnung miteinander verbunden sind – und dass es sich lohnt, das Leben trotz aller Brüche weiterzuleben.

Fazit: Ein berührender, unvorhersehbarer und tiefgründiger Roman, der mit Humor und Feingefühl große Themen wie Verlust, Freundschaft und Neuanfang behandelt. Man sollte sich ein Beispiel an Phoebe nehmen und das Leben einfach leben.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Drachenliebe mit Längen

These Ancient Flames 1: Awake
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Seit Jahrzehnten sind die Drachen aus dem Land Valtherra verschwunden und seither versiegen nach und nach die magischen Kraftlinien, die die Auguren benötigen, um Magie zu wirken. Augurin Mei ist als Leibwächterin ...

Seit Jahrzehnten sind die Drachen aus dem Land Valtherra verschwunden und seither versiegen nach und nach die magischen Kraftlinien, die die Auguren benötigen, um Magie zu wirken. Augurin Mei ist als Leibwächterin des 1. Kantons zum Schutz des Fürstensohns Tat berufen und sie würde alles tun, um ihren Clan zu beschützen. Als der Fürstensohn des 3. Kantons Raven sie vor einem Angriff warnt und einen Vorschlag hat, um einen drohenden Krieg zu verhindern, steht Mei vor einem Dilemma: kann sie dem abtrünnigen Fürstensohn wirklich trauen?

Bevor ich überhaupt mit dem Lesen begonnen habe, hat mich schon die Gestaltung begeistert – der versteckte Farbschnitt war für mich eine kleine Sensation und ist mir so noch nicht begegnet.

Der Einstieg ins Buch war intensiv: viele politische Strukturen, die Kantone, das Verhältnis zwischen Auguren und normalen Menschen – all das musste ich mir erst einmal sortieren. Ich war heilfroh über die Karte im Einband, die mir wirklich Orientierung geschenkt hat. Dass die Magie über eine Art Leylinien fließt und mystisch wirkt, fand ich sehr faszinierend. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass es Zeit braucht, um in diese Welt hineinzufinden.

Mit Mei als Protagonistin habe ich mich direkt wohlgefühlt: sie ist hitzköpfig, stark, aber auch nahbar, und ihre Szenen mit Tao und später auch Raven haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Raven hingegen ist ein Charakter, der mich von Anfang an zwiespältig zurückgelassen hat: manipulativ, grausam, überheblich und trotzdem nicht ohne Faszination. Die Dynamik zwischen ihm und Mei entwickelte sich langsam, glaubwürdig und manchmal bittersüß.

Besonders stark fand ich die actionreichen Szenen, die Spannung in den Roman brachten. Auch die Idee, Mythologie mit technischem Fortschritt zu verweben, hebt das Buch für mich von anderen Fantasygeschichten ab. Manche Twists haben mich wirklich überrascht und an die Seiten gefesselt.

Gleichzeitig gab es aber auch Längen, die meinen Lesefluss gebremst haben. Manche Abschnitte der Reise wirkten auf mich eher wie ein unnötiger Umweg, manche Szenen überflüssig z.B. Kleidung einkaufen und insgesamt hätte die Geschichte für mich gut 150 Seiten kürzer und konzentrierter sein dürfen. Stellenweise war es zu viel Politik, zu viel Reisebeschreibung – während mir an anderer Stelle kleine, magische Details gefehlt haben. Auch hätte ich mir mehr Einblicke in Ravens direkte Erinnerungen gewünscht, statt immer nur von seinen Vorerfahrungen zu hören. So blieb er für mich manchmal zu distanziert.

Das Ende dagegen hatte es in sich: dramatisch, emotional, voller Wendungen und mit der richtigen Portion Schmerz und Hoffnung, die Lust auf Band 2 macht. Ob ich allerdings auf jeden Fall weiterlesen werde, weiß ich noch nicht, gerade weil mich die zähen Passagen zwischendurch doch sehr ausgebremst haben.

Fazit: "These Ancient Flames" ist für mich eine interessante Fantasygeschichte mit einer starken Heldin, einem komplexen, zwielichtigen Love-Interest und unerwarteten Twists. Es gibt Szenen, die ich absolut geliebt habe und andere, bei denen ich mir mehr Tempo gewünscht hätte. Ein Buch, das mich angesprochen, gefordert, manchmal aber auch frustriert hat.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Ein turbulenter Sommer

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Seit Jahren ersucht die 23-Jährige Maya, den 38-Jährigen Conor von sich zu überzeugen. So lange ist sie schon in ihn verliebt und doch kommt von seiner Seite immer: unser Alter liegt zu weit auseinander. ...

Seit Jahren ersucht die 23-Jährige Maya, den 38-Jährigen Conor von sich zu überzeugen. So lange ist sie schon in ihn verliebt und doch kommt von seiner Seite immer: unser Alter liegt zu weit auseinander. Als sie sich auf der Hochzeit von Mayas Bruder treffen und eine Woche lang unter einem Dach leben, will Maya eine letzte Chance nutzen, um Conor für sich zu gewinnen. Doch sind die Fronten inzwischen doch schon zu verhärtet?

Ali Hazelwood bleibt sich auch in „Problematik Summer Romance“ treu: Ein typisches Konzept, das ich unterhaltsam finde, gleichzeitig aber auch ein bisschen frustrierend. Die Hauptfiguren überzeugten mich diesmal nicht – Conor wirkte von Beginn an unsympathisch, kontrollierend und emotional blockiert, während Maya versuchte, als Erwachsene wahrgenommen zu werden, sich aber oft kindlich und bedürftig verhielt. Ihr ständiges „Betteln“ um Liebesbekundungen nervte mich, und die fadenscheinigen Ausreden bezüglich des Alters seitens Conor wirkten wenig glaubwürdig. Die Funken zwischen den beiden waren zwar spürbar, doch das ewige Hin und Her und Conors plötzlicher Sinneswandel im Verlauf des Romans war für mich schwer nachzuvollziehen.

Inhaltlich gibt es ebenfalls Kritikpunkte: Ich hatte vorab "Not in Love" nicht gelesen hat, weshalb mir Hintergrundinfos zu Mayas Bruder Eli und seiner Freundin fehlten. Ich finde es schade, dass die Reihen nicht deutlicher als fortlaufende Teile gekennzeichnet sind. Ein Punkt, für den die Autorin zwar nichts kann, der aber mein Leseerlebnis störte. Außerdem wurden sehr viele Figuren eingeführt, die nicht alle greifbar waren, was zusätzlich für Verwirrung sorgte. Auch manche Szenen wirkren auf mich unvollständig, und insgesamt empfand ich die Handlung als nicht ganz rund.

Positiv hervorheben möchte ich jedoch das Setting: Sizilien wurde herrlich sommerlich und lebendig beschrieben. Der Schreibstil mit seinem ironisch-sarkastischen Unterton traf zudem wie immer genau meinen Humor. Die beruflich starken Frauenfiguren wie bei Ali Hazelwood gewohnt gefielen mir, auch wenn sie in der Persönlichkeit im Privaten oft zu zurückhaltend bleiben. Besonders die beste Freundin von Maya, die Anwältin ist, fand ich daher spannend – ich würde mir wünschen, dass Ali Hazelwood in Zukunft auch Charaktere schreibt, die auch im Privaten selbstbewusst und fordernd auftreten.

Trotz der Kritikpunkte hatte das Buch unterhaltsame Momente, und die Autorin versteht es, Humor und Sommerfeeling zu kombinieren. Wer Hazelwoods Stil mag, wird auch hier einige schöne Lesestunden finden – auch wenn die Figuren und das dramatische Hin und Her anstrengend sein können.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Zwischen Young-Adult und ernsten Themen

The Darlington - Henry & Kate
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Inhalt: Kate hat alles verloren: ihre Familie, ihren Job, ihr Zuhause. Seit Monaten schlägt sie sich allein auf der Straße durch. Als sie eines Tages den attraktiven Henry bestiehlt, ahnt sie nicht, dass ...

Inhalt: Kate hat alles verloren: ihre Familie, ihren Job, ihr Zuhause. Seit Monaten schlägt sie sich allein auf der Straße durch. Als sie eines Tages den attraktiven Henry bestiehlt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben für immer verändern wird. Seiner Familie gehört das luxuriöseste Hotel ganz Londons - The Darlington. Das Hotel ist durch einen Skandal jedoch in Verruf geraten, und als ältester Sohn ist es Henrys Aufgabe, das gute Image wiederherzustellen. Und obwohl Henry und Kate nicht unterschiedlicher sein könnten, lädt er sie zu sich ins The Darlington ein. Dort angekommen lernt Kate nicht nur eine völlig neue Welt, sondern auch Henry besser kennen, der ungeahnte Gefühle in ihr weckt.

„The Darlington – Henry und Kate“ von Laura Kneidl las sich überraschend leicht und flüssig, wobei der bildliche Sprachstil genau die richtige Balance zwischen anschaulich und nicht überladen hielt. Die Dialoge waren gut mit Beschreibungen ausbalanciert, was den Lesefluss angenehm machte. Auch moderne Elemente wie SMS in den Text eingebaut, sorgen dafür, dass ich immer wieder weiterlesen wollte.

Die Hauptfiguren Henry und Kate wurden sympathisch und harmonisch gestaltet. Henry wirkte auf mich zwar ein bisschen naiv und überprivilegiert, aber er ist ein netter Charakter, dessen Offenheit ich in Bezug auf seine Gefühle und die Kommunikation mit Kate als erfrischend empfand. Besonders positiv fiel mir auf, dass die Beziehung zwischen den beiden ohne die typischen Fake-Missverständnisse auskam, was man in Young Adult-Romanen nicht immer sieht. Allerdings fehlten Henry für meinen Geschmack ein paar Ecken und Kanten, wodurch die Liebesgeschichte etwas vorhersehbar blieb.

Die Handlung bewegte sich stetig voran, thematisierte aber gleichzeitig ernsthafte Themen wie Machtmissbrauch und MeToo. Besonders Henrys Auseinandersetzung mit seinen Eltern war intensiv und emotional aufgeladen, wobei die Elternfiguren aufgrund ihrer Doppelmoral und des Snobismus stark negativ gezeichnet waren. Trotz dieser ernsten Aspekte blieb die Spannung eher flach – die Geschichte fesselte mich nicht unbedingt an die Seiten, überraschte jedoch durch die geschickte Einbettung von Cliffhangern und modernen Elementen.

Inhaltlich kratzte die Story stellenweise an klassischen Young Adult-Motiven, die man schon aus anderen Liebesgeschichten kennt. Trotzdem schafft es Kneidl, die Geschichte angenehm zu erzählen, sodass ich neugierig auf die Fortsetzung bleibe. Besonders positiv empfand ich, dass die Handlung nicht auf unrealistischen Machtverhältnissen oder typischen „Pretty Woman“-Szenarien aufbaute – auch wenn die Ausgangssituation definitiv kritisch betrachtet werden kann.

Fazit: „The Darlington – Henry und Kate“ ist ein gut geschriebenes, leicht zu lesendes Buch mit sympathischen Figuren und einer gelungenen Mischung aus ernsten Themen und Young Adult Romance. Wer eine tiefgründige Spannung erwartet, könnte enttäuscht sein, aber für alle, die eine charmante und flüssig erzählte Geschichte mit modernen Elementen suchen, ist es definitiv lesenswert.

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