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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2025

Spannend, aber auch ziemlich deprimierend

Himmelerdenblau
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Himmelerdenblau ist ein sehr ungewöhnlicher Thriller. Ehrlich gesagt würde ich das Buch eigentlich nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Ich finde, das passt einfach nicht. Dafür ist es nicht blutig ...

Himmelerdenblau ist ein sehr ungewöhnlicher Thriller. Ehrlich gesagt würde ich das Buch eigentlich nicht wirklich als Thriller bezeichnen. Ich finde, das passt einfach nicht. Dafür ist es nicht blutig und spannend genug. Ich bin auch noch immer nicht sicher, wie ich das Buch nun finde. Es gab wirklich gute Ansätze, aber auch einiges, was nicht mein Fall war.

Sehr interessant fand ich die Kapitel aus der Perspektive von Theo. Dieser Wechsel zwischen klaren Phasen und solchen, in denen seine Demenzerkrankung die Oberhand gewinnt, war sehr gut gemacht. Insgesamt fand ich die Erkrankung gut und glaubhaft dargestellt. Für jemanden wie mich, der selbst demenzkranke Familienangehörige hat, sind diese Kapitel allerdings manchmal ganz schön schwer zu verdauen.

Die Spannung bleibt relativ konstant und das Buch bietet viel Gelegenheit zum miträtseln. Gerade die Tatsache, dass man manche Personen nur aus Theos Sicht erlebt, sorgt für einige Rätsel. Ist diese Person wirklich so schlimm, oder ist es einfach die Demenz, die sie für Theo schlimm erscheinen lässt? Auch abseits davon gibt es genug Stoff zum Rätseln. Was sind die Beweggründe der Podcasterin Liv und vor allem die ihres Partners? Lebt Julie noch oder ist sie längst tot?

Die Auflösung hat mich sehr überrascht. Ich fand sie dahingehend wirklich gut gemacht, aber irgendwie am Ende auch ein bisschen zu drüber. Was mich auch gestört hat war die Tatsache, dass sich die Autorin teilweise etwas verzettelt. Es sind zu viele beteiligte Personen, die am Ende Raum einnehmen, obwohl sie mit der eigentlichen Geschichte nicht viel zu tun haben. Und leider ist das Buch alles in allem auch extrem deprimierend. Die Charaktere sind alle irgendwie kaputt. Sie sind alle unglückliche, gescheiterte Existenzen und die Auflösung des Falls ist einfach nur tragisch.

Tja, eine Empfehlung kann ich eigentlich nicht wirklich geben. Vielleicht für Menschen, die gerne etwas deprimierendes lesen. Für Thrillerfans ist dieses Buch meines Erachtens nach auf jeden Fall nicht geeignet.

Veröffentlicht am 03.07.2025

sehr poetisch, aber irgendwie enttäuschend

Die Geschichte des Klangs
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Dieses Buch ist quasi zweigeteilt. Im ersten Abschnitt erzählt Lionel im Tagebuch-Stil von jenem Sommer, in dem er mit David durch die Lande gezogen ist, um Volkslieder zu sammeln. Nebenbei erfahren wir ...

Dieses Buch ist quasi zweigeteilt. Im ersten Abschnitt erzählt Lionel im Tagebuch-Stil von jenem Sommer, in dem er mit David durch die Lande gezogen ist, um Volkslieder zu sammeln. Nebenbei erfahren wir auch etwas über sein Leben und seine Beziehungen nach jenem Sommer.

Die Erzählweise fand ich hier sehr poetisch und bildhaft. Lionel ist ein beeindruckender Charakter, der aber leider trotz allem etwas ungreifbar bleibt. Mir hat leider etwas die emotionale Nähe gefehlt. Außerdem fand ich die Erzählung alles in allem zu kurz und zu schnell abgehandelt. Gerade über die Reise mit David wird nur sehr wenig berichtet.

Im zweiten Abschnitt liest man in der Erzählerperspektive über Annie, die in dem neuen Haus, dass sie und ihr Mann gekauft haben, die alten Wachszylinder mit den Liedern findet und schließlich an Lionel schickt. Auch hier fand ich die Geschichte zu schnell abgehandelt. Das Ende war total abrupt. Keine Ahnung, ob das so gewollt war, aber ich hatte das Gefühl, als würde die Geschichte einfach plötzlich abbrechen.

Auch die Verbindung der beiden Charaktere ist quasi gar nicht existent. Ich hätte mir gewünscht, dass sie einander vielleicht begegnen, oder zumindest ein kurzer Briefwechsel stattfindet. Aber nichts dergleichen passiert.

Außerdem sind beide Geschichten eher deprimierend. Keine der Figuren hat ihr Happy End bekommen. Nicht wirklich zumindest. Sie erkennen vielmehr, dass sie ihr Leben vergeudet haben. Und dass soll dann die Moral des Ganzen sein? Ich hatte mir von dem Buch wirklich viel erhofft, wurde aber leider eher enttäuscht. Mehr als 3 Sterne kann ich nicht vergeben.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

sehr umfangreich, mit wunderschönen Fotos

52 kleine & große Eskapaden an der Deutschen Märchenstraße
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Dieser Wander- bzw. Reiseführer hat mich total begeistert. Er umfasst insgesamt 52 verschiedene Touren und führt entlang der Märchenstraße durch ganz Deutschland. Es gibt kurze Touren, die man innerhalb ...

Dieser Wander- bzw. Reiseführer hat mich total begeistert. Er umfasst insgesamt 52 verschiedene Touren und führt entlang der Märchenstraße durch ganz Deutschland. Es gibt kurze Touren, die man innerhalb weniger Stunden erwandern kann, aber auch Tages- oder Wochenendausflüge. Außerdem sind die Touren für Familien mit Kindern, aber auch gut für Erwachsene geeignet. Da ist wirklich für jeden etwas dabei.

Ein echtes Highlight sind die vielen, wunderschönen Fotos zu jeder Tour. Sie wecken sofort die Reiselust und man möchte am liebsten direkt dorthin und das Ganze in Natura sehen. Insgesamt fand ich die Gestaltung ganz toll gemacht. Die Einteilung ist sehr übersichtlich, sodass man entweder einfach durchblättern kann, oder aber direkt die Tour oder Region heraussuchen, die einen besonders interessiert.

Zu jedem Ort gibt es einen Text, der auf das entsprechende Märchen und die Sehenswürdigkeiten eingeht. Bei diesem merkt man sofort, dass die Autorin selbst vor Ort war und man kann förmlich ihre Begeisterung spüren. Das fand ich ganz großartig. Das Gelesene wirkt richtig lebendig. Außerdem gibt es zu jeder Tour noch eine kleine Übersicht mit den wichtigsten Infos, wie z.B. die beste Zeit, die Länge der Strecke und Dauer der Wanderung aber auch Übernachtungsmöglichkeiten. Dadurch hat man das Wichtigste gleich auf einen Blick.

Ich kann diesen Reiseführer wirklich nur aufs Wärmste empfehlen und freue mich schon sehr darauf, die ein oder andere Tour auszuprobieren.

Veröffentlicht am 16.06.2025

perfekte Mischung aus Spannung und Gefühl

Unheilige Zeiten
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Ich habe bereits die "Haunted Hunters" Trilogie von Nadine Erdmann geliebt und war darum sehr neugierig auf diese Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich gibt es ein paar Parallelen zu den Haunted ...

Ich habe bereits die "Haunted Hunters" Trilogie von Nadine Erdmann geliebt und war darum sehr neugierig auf diese Reihe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich gibt es ein paar Parallelen zu den Haunted Hunters, auch wenn die Totenbändiger in einer ganz anderen Welt spielen.

Das Setting und allein schon die Idee, dass es paranormale Geisterjäger gibt, die mit diesen Fähigkeiten geboren werden, fand ich total spannend. Auch die Merkmale und Fähigkeiten der Totenbändiger an sich und wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden, haben mich total überzeugt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Patchwork-Familie Hunt. Hier fand ich es total spannend, dass man verschiedene Blickwinkel hat. Zum einen die jugendlichen Totenbändiger, die zum ersten Mal auf eine öffentliche Schule gehen "dürfen". Dann die etwas älteren Kids, die im Polizeidienst auf Geisterjagd gehen. Und zuletzt die Eltern und das mysteriöse Institut, welches im Verlauf der Geschichte dazukommt. Durch diese parallelen Handlungsstränge bleibt die Geschichte absolut spannend und man weiß nie, was als nächstes passiert.

Auch die Mischung aus spannenden und gefühlvollen Szenen fand ich absolut gelungen. Und die Charaktere sind ebenfalls wieder ein echtes Highlight. Die gesamte Familie Hunt war mir auf Anhieb sympathisch und ich kann gar nicht sagen, welcher Charakter mein Favorit ist. Sie sind alle so unterschiedlich und ergänzen sich gerade dadurch ganz wunderbar. Der Schreibstil ist absolut fesselnd und ich war richtig traurig, als das Buch zu Ende war. Zum Glück gibt es ja noch weitere Bände.

Von mir glatte fünf Sterne und eine klare Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

schöne Idee, Umsetzung leider nicht ganz gelungen

Detektiv Ameisis. Ein fast unlösbarer Fall
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Ein Ameisenbär als Detektiv - das hat sich für mich total witzig und spannend angehört. Leider bleibt das Buch aber meiner Meinung nach hinter seinem Potenzial zurück. Es wurden einfach irgendwelche Tiere ...

Ein Ameisenbär als Detektiv - das hat sich für mich total witzig und spannend angehört. Leider bleibt das Buch aber meiner Meinung nach hinter seinem Potenzial zurück. Es wurden einfach irgendwelche Tiere genommen und quasi wie Menschen behandelt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Tiere dann auch entsprechende Fähigkeiten und Charakterzüge aufweisen. Auch den Schreibstil fand ich etwas langatmig und nicht wirklich fesselnd. Ich glaube nicht, dass Kinder im Allgemeinen von diesem Buch sehr begeistert sein werden. Mein Patenkind war es jedenfalls nicht.

Dabei ist die Handlung eigentlich sehr interessant. Es gibt einige Verwicklungen und überraschende Wendungen und die Moral der Geschichte überzeugt auf jeden Fall. Nur leider fehlt trotzdem irgendwie die Spannung.