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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2026

Sehr berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre alt und lebt mit seinem Hund Sixten in seinem Haus. Er hat immer Hunde gehabt und als er Sixten als Welpen geholt hat, wurde seine Frau Fredrika ein Jahr später dement und zog ins Pflegeheim. ...

Bo ist 89 Jahre alt und lebt mit seinem Hund Sixten in seinem Haus. Er hat immer Hunde gehabt und als er Sixten als Welpen geholt hat, wurde seine Frau Fredrika ein Jahr später dement und zog ins Pflegeheim. Jetzt lassen seine Kräfte immer mehr nach, schläft sehr viel und schafft es kaum mit dem Hund in den garten zu gehen. Er schläft auf der Küchenbank mit dem Hundekopf auf seinem Schoß. der Pflegedienst kommt viermal am Tag und geht manchmal mit dem Hund. Sein Sohn Hans, plant den Hund in eine andere Pflegstelle zu geben. Das beherrscht Bo seine Gedanken und trübt das Verhältnis zu Hans stark. Immer wieder schweifen Bos Gedanken in die Vergangenheit. Zu seinen Eltern, zu seiner Ehefrau und seinem Freund Ture, mit dem er noch regelmäßig telefoniert und der auch pflegebedürftig ist.
Das Cover und der Titel sind sehr gut gewählt. Die Handlung wird sehr gefühlvoll erzählt. Neben den Gedanken von Bo, werden auch die kurzen Berichte vom Pflegepersonal eingeblendet, die die Realität etwas anders erscheinen lassen. Als Hundeliebhaber kann ich mir den alten Mann und den Hund im Zusammenspiel sehr gut vorstellen. Eine sehr berührende Geschichte.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Die Idylle trügt

Schwarze Schuld
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Die Bezirksschornsteinfegerin Lena Becker tritt ihr neue Stelle in Jork im Alten Land an. Ihr Vorgänger Hans Moll ist kurz vor seiner Pensionierung vom Dach eines Hauses gestürzt. In diesem Haus ist kurz ...

Die Bezirksschornsteinfegerin Lena Becker tritt ihr neue Stelle in Jork im Alten Land an. Ihr Vorgänger Hans Moll ist kurz vor seiner Pensionierung vom Dach eines Hauses gestürzt. In diesem Haus ist kurz vorher der Besitzer die Treppe hinuntergestürzt und tödlich verunglückt. Er war der Onkel des Bürgermeisters Hajo von Kiesow. Der hat zur Zeit einen schweren Stand im Dorf. Er möchte ein Neubaugebiet erschließen lassen und dafür müssen Obstbäume weichen. Lena wird von den Bewohnern freundlich aufgenommen und interessiert sich schon bald für das Unglückshaus und macht eine wichtige Entdeckung. Der Polizeiobermeister Kevin Timmermann ist zwar etwas langsam im Denken, stellt aber seine eigenen Überlegungen zu den Todesfällen an und teilt sie mit Lena.

Bei dem Cover hätte ich eher eine typische Landschaft im Alten Land erwartet. Die Protagonisten werden sehr authentisch für diesen Landstrich beschrieben und gefallen mir sehr gut. Durch Lena, die dienstlich die Brandschutzverordnungen durchführen muss, lernen wir die Bewohner der kleinen Gemeinde sehr gut kennen. Leider wird daraus eine sehr persönliche Geschichte, die eher für einen Roman geeignet ist. Der Kriminalfall selbst wird es zum Ende spannend und wirkt dann etwas konstruiert.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Fasching in Meran

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig ...

Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig für Helen zur Faschingszeit einen standesgemäßen Verehrer suchen. Helen ist eine feurige Reiterin und erregt bei einer Parforcejagd gleich die Aufmerksamkeit von zwei jungen Männern. Doch einer trägt gleich mehrere Geheimnisse in sich. Die Kurärzte bekommen Verstärkung durch den jüdische Arzt Hirsch, der sich auf Seelenheilkunde spezialisiert hat. Mehrer Fälle von Scharlach beschäftigen die Ärzte. Davon sind auch die Einheimischen betroffen, die als Bedienstete für die Kurgäste arbeiten oder in den Armenvierteln und Fabriken schuften müssen.
Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben und am Ende in einem Personenregister geführt. Eine Landkarte von Meran und der umliegenden Täler gibt es gleich am Anfang und gibt einen guten Überblick. Der Schreibstil nimmt mich gleich mit in die Handlung, die interessant und auch spannend ist. Die politische Lage Südtirols zu Österreich und Italien spielte schon damals eine entscheidende Rolle und wird auch hier angesprochen. Dies ist der 1. Teil der Meran-Saga und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Eingeschworene Gemeinschaft

Wolfskälte
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Detective Inspectors Georgina Lennox und und ihr Partner Richard Steward reisen auf die einsame Insel Eilean Eadar. Die Insel vor der Westküste Schottlands hat etwas über zweihundert Einwohner und die ...

Detective Inspectors Georgina Lennox und und ihr Partner Richard Steward reisen auf die einsame Insel Eilean Eadar. Die Insel vor der Westküste Schottlands hat etwas über zweihundert Einwohner und die eingeschworene Gemeinschaft bleibt unter sich. Als der 18 jährige Alan vom Leuchtturm gestürzt ist und es nach Selbstmord aussieht, sollen die beiden Polizisten bei ihrem 5-tägigen Aufenthalt dieser Annahme nachgehen. Doch jeder der Einwohner scheint ein Geheimnis zu haben.
Das Cover ist sehr gut gewählt. Der etwas unheimliche Titel passt zur Stimmung auf der Insel. Die Handlung beginnt mit einem flotten Erzählstil, wird aber mit den zunehmenden Ermittlungen düsterer und undurchsichtiger. Die beiden Ermittler haben so ihre Probleme untereinander und ein vorheriger unglücklicher Einsatz belastet die Beziehung. Die Bewohner der Insel werden immer undurchsichtiger und wirken zum Schluss wenig glaubhaft.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Spannend

Der Kurator
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Kurz vor Weihnachten. Eine Betriebsfeier mit Wichtelgeschenken. Ein Kaffeebecher mit einem Verlobungsring als Überraschung wird zur Belustigung der Belegschaft vertauscht. Auf dem Becher steht nicht "Willst ...

Kurz vor Weihnachten. Eine Betriebsfeier mit Wichtelgeschenken. Ein Kaffeebecher mit einem Verlobungsring als Überraschung wird zur Belustigung der Belegschaft vertauscht. Auf dem Becher steht nicht "Willst Du mich heiraten" sondern »#BSC6«. und enthält zwei abgetrennte Finger. Zwei weitere Finger im Taufbecken einer Kirche und Zwei in einer Fleischerei rufen DS Washington Poe und die Analystin Tilly Bradshaw auf den Plan. Als sie die Namen der Opfer herausfinden, deren Leichen zunächst nicht auffindbar sind, ergeben sich keine Gemeinsamkeiten. In mühseliger Kleinarbeit stoßen die beiden durch einem Drachen in einem Baum und dem Inhalt einer Mülltonne auf ein verdächtiges Geschwisterpaar. Da erreicht Poe ein Anruf von einer FBI-Agentin, die wegen ihrer abstrusen Ideen strafversetzt wurde und berichtet ihm vom "Kurator"
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Poe und Tilly sind natürlich meine Favoriten. Sehr scharfsinnig mit analytischen Denken und Handeln. Der Schreibstil nimmt mich sofort mit in die interessante Handlung. Was zuerst recht lustig beginnt, wird dann immer rasanter und spannender. Dieser dritte Teil der Krimi-Serie hat sich noch einmal richtig gesteigert.

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