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Veröffentlicht am 15.08.2022

Ersehnte Fortsetzung

Worlds Apart
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Ich mochte ja schon das schlichte, cleane Design von „Worlds collide“ total gerne. „Worlds apart“ passt da perfekt dazu. Es handelt sich um den zweiten Teil einer in London angesiedelten Liebesroman-Reihe. ...

Ich mochte ja schon das schlichte, cleane Design von „Worlds collide“ total gerne. „Worlds apart“ passt da perfekt dazu. Es handelt sich um den zweiten Teil einer in London angesiedelten Liebesroman-Reihe. Die Bücher sind aber in meinen Augen unabhängig voneinander lesbar, da die Protagonisten wechseln. Trotzdem fand ich es ganz hinreißend, dass Fiona und Damien auch ihre Auftritte hatten.

Zum Inhalt: Kaycee liebt das Backen, eine Leidenschaft die sie schon als Kind mit ihrer Mutter teilte. Ihr größter Traum war schon immer ein eigenes Café. Doch nach dem Tod ihrer Mutter musste Kaycee Verantwortung übernehmen und in der Familie mithelfen. Und viel zu oft hat sie selbst dafür zurückgesteckt. Als ihre Schwester sie für die Fernsehsendung „Back that Cake“ anmeldet, scheint Kaycees Traum auf einmal wieder zum Greifen nah.

Ich mochte Kaycee bereits in „Worlds collide“ auf Anhieb, als sie „nur“ die Freundin der Protagonistin war. Ich finde sie und ihre Tätigkeit einfach deutlich nahbarer als Influencerin Fiona. Dass Kaycee nun im Rampenlicht stand hat mir richtig gut gefallen. In diesem Buch stehen vor allem die Themen Freundschaft und Familie im Fokus, verbunden mit den Erwartung und Ängsten, aber auch all der Hoffnung und Unterstützung. Das hat mir richtig gut gefallen und Kaycees Umfeld war wirklich ganz zauberhaft.

Ich hab etwas länger gebraucht um mit Leo warm zu werden, ohne genau festmachen zu können, woran das lag. Aber auch er macht eine echt tolle Entwicklung im Buch durch und die Beziehung der beiden zu verfolgen hat einfach Spaß gemacht.

Das Buch zeigt schön auch die Kehrseite des Ruhms und wie schwer ist es seine Träume zu erkennen und für sie und sich selbst einzustehen. Ich konnte die inneren Konflikte der beiden Protagonisten sehr gut nachempfinden, die Ungerechtigkeiten und Vorurteile, die vor allem Kaycee über sich ergehen lassen musste.

Insgesamt eine echt schöne Geschichte, mit toller Botschaft und zuckersüßen Nebencharakteren. 4,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Lebensgefährliches Katz-und-Maus-Spiel

Nur du und ich
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„Nur du und ich“ fasziniert schon allein mit seiner Aufmachung- das düstere Cover im starken Kontrast zum gelben Buchschnitt. Gefällt mir richtig gut und macht auf jeden Fall neugierig auf den Inhalt und ...

„Nur du und ich“ fasziniert schon allein mit seiner Aufmachung- das düstere Cover im starken Kontrast zum gelben Buchschnitt. Gefällt mir richtig gut und macht auf jeden Fall neugierig auf den Inhalt und den Psychothriller, den der Klappentext anteasert. Trotzdem hat mich der Inhalt völlig unerwartet getroffen und absolut in seinen Bann geschlagen-Chapeau.

Zum Inhalt: ein ganzes Wochenende fernab der Zivilisation und nicht den neugierigen Blicken auf den Campus ausgesetzt. Das erhoffen sich Steven und seine aktuelle Affäre Ellie, als sie raus aufs Land in das abgelegene Feriendomizil fahren. Doch irgendwas stimmt nicht, es liegt eine bedrohliche Atmosphäre in der Luft. Und schnell wird den beiden klar, dass sie nicht beide lebend aus diesem Urlaub heimkehren werden.

Der Prolog setzt quasi am Ende des Buches an und gibt dem Leser schonmal einen Vorgeschmack drauf, was ihn erwartet. Ich dachte erst, dass mir das in Kombination mit dem Klappentext die Spannung nehmen würde, weil es bereits zu viel verrät. Dem war aber überhaupt nicht so und das Buch hat es tatsächlich geschafft mich immer wieder zu überraschen und mitzureißen.

Die Haupthandlung wird abwechselnd aus der Sicht von Ellie und Steven erzählt, was vor allem den Ereignissen aus der Vergangenheit Substanz gibt, da der Leser auf die Erinnerungen der Protagonisten zurückgreifen kann. Unterbrochen wird die Handlung von Tagebucheinträgen einer unbekannten Person.

Es wird direkt von Beginn an eine bedrohliche Atmosphäre erzeugt. Gemeinsam mit den beiden Protagonisten fühlt man sich beobachtet, verfolgt von den Schatten der Vergangenheit. Die Autorin spielt hier ganz schön mit dem Leser bis sich nach und nach das gesamte Bild erschließt, was sich so ganz anders offenbart, als anfänglich erwartet.

Durch die Entwicklung der Ereignisse bleibt es die ganze Zeit über spannend, immer wieder treten neue Erkenntnisse zutage, was toll gemacht war. Dazu ist Buch einfach klasse geschrieben, entwickelt einen regelrechten Sog aus Geheimnissen und Lügen, bei dem man unbedingt dranbleiben will.

Es blieb wirklich packend bis zur letzten Seite und hat mich absolut in seinen Bann geschlagen. Klasse Psychothriller.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Die Hansen Frauen

Die Rückkehr der Kraniche
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„Die Rückkehr der Kraniche“ ist für mich der erste Roman von Autorin Romy Fölck. Ich fand das Cover einfach anziehend, fast schon ätherisch: die sich spiegelnde Landschaft, die verschleierten Farben. Das ...

„Die Rückkehr der Kraniche“ ist für mich der erste Roman von Autorin Romy Fölck. Ich fand das Cover einfach anziehend, fast schon ätherisch: die sich spiegelnde Landschaft, die verschleierten Farben. Das wirkt alles direkt stimmungsvoll und in sich friedlich. Dieses Buch klang nach Urlaub, barg aber auch eine ordentliche Prise Drama.

Zum Inhalt: als ihre Mutter aufgrund eines Herzfehlers ins Krankenhaus muss, kehrt Freya aus Berlin zurück in ihr Heimatdorf. Seitdem sie mit 18 Jahren ausgezogen ist, war sie dort nur sporadischer Besucher. Ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Grete, die geblieben ist, ein Kind gekommen und den Haushalt geschmissen hat und sich nun um die Mutter kümmert.Jetzt treffen drei Generationen von Hansen Frauen aufeinander, in der stillen Vorahnung, dass es das letzte Mal sein könnte.

Der Titel ist in diesem Buch quasi Programm, denn nicht nur arbeitet Protagonistin Grete für einen Verbund, bei den sie tagtäglich mit Vögeln zu tun hat, die gefiederten Lebewesen sind auch eine große Leidenschaft von ihr. So werden im Buch immer wieder Vogelbeobachtungen und -Gesänge geschildert. Irgendwie schafft das eine sehr ausgeglichene, ruhige Atmosphäre wenn Grete sich für ihren Job oder um den Kopf freizubekommen in der Natur aufhält. Das steht in starkem Kontrast zum Familienleben, wo immer wieder angeeckt und viel zu oft geschwiegen wird.

Zentrales Thema ist die Beziehung der Schwestern untereinander, aber auch zu den Eltern, zum Dorf in dem sie aufwuchsen, aber auch zu alltäglichen Themen wie Karriere, Geld und Familie. Die Probleme der Familie sind sehr nahbar, einfach weil es Themen sind, die jede Familie auf die eine oder andere Art beschäftigen. Jede der Hansen Frauen trägt ein Geheimnis mit sich herum, dass an Ende des Buches offenbart wird und die Beziehung belastete. Die Gewichtung dieser Geheimnisse habe ich dabei sehr ungleich empfunden, was aber für die Handlung irrelevant ist.

Prinzipiell kann man sagen, dass das Buch einen aktiven Handlungsrahmen von einer Woche umreißt, in der die Protagonistinnen versuchen, sich einander anzunähern und reinen Tisch zu machen. Es passiert also eigentlich nicht viel, trotzdem liest sich das Buch wirklich schön. Es lebt vom Innenleben der Figuren, vom Aufarbeiten alter Wunden und der Konfrontation mit sich selbst. Mit den Themen oder zumindest einem Teil davon können sich sicher viele identifizieren, was den Charme der Geschichte ausmacht.

Insgesamt ein sehr schöner Roman.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Parasit

Elternhaus
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„Elternhaus“ klang nach einem ziemlich interessanten Thriller, dessen Konzept jetzt vielleicht nicht völlig neu war, aber mit der Urangst der Menschen spielt, in den eigenen vier Wänden nicht sicher zu ...

„Elternhaus“ klang nach einem ziemlich interessanten Thriller, dessen Konzept jetzt vielleicht nicht völlig neu war, aber mit der Urangst der Menschen spielt, in den eigenen vier Wänden nicht sicher zu sein. Das Konzept hat mich, nach Lesen des Klappentextes, ein bisschen an „Parasite“ erinnert und da mir der Film damals sehr gut gefallen hat, war ich neugierig wie die Umsetzung hier wohl gelingen würde.

Zum Inhalt: Familie Winkler führt ein gut betuchtes Leben, er leitet die Familienfabrik, sie kümmert sich um die vier Kinder. Als er den nächsten Schritt tun und seine eigene Firma gründen will, zieht es die Familie nach Hamburg. Was als Neustart gedacht und von ihr als Rettungsversuch für ihre Ehe erhofft war, wird schnell zum Albtraum. Denn die alte Villa in der die Familie wohnt, scheint sie dort nicht haben zu wollen. Jedes Haus hat eine Geschichte, aber dieses scheint eine geradezu bösartige Aura zu besitzen.

Der Einstieg ins Buch ist mir an sich leicht gefallen, ich fand aber, dass es gerade da ein paar Längen hatte, bis es richtig losging. Es werden auch direkt am Anfang alle relevanten Personen in die Handlung eingeführt, sodass es ziemliche viele Namen waren, die man erstmal in Bezug zueinander setzen musste. Dafür war man im Anschluss direkt startklar für die Haupthandlung. Direkt von Beginn an, wird eine unangenehme Atmosphäre aufgebaut, was das Haus betrifft. Es wird direkt eine Art Beklemmung erzeugt, sobald Aktivitäten im Haus stattfinden. Der Täter/Eindringling ist von Beginn an für den Leser bekannt, weshalb ich beim Lesen immer wieder den Kopf über die Naivität der Familie geschüttelt habe.

Ich muss ja gestehen, dass ich die Story abseits der Thriller-Elemente sehr klischeehaft fand. Das Heimchen am Herd, die scharfe Affäre mit Dienstreisen-Alibi, die Zugehfrau. Ich weiß auch nicht wieso genau, aber irgendwie hat mir das ein bisschen das Buch verhagelt. Alles war so unglaublich vorhersehbar. Selbst der zweite Handlungsstrang mit den Rückblenden in die Vergangenheit hat nichts offenbart, was in der Gegenwart nicht schon ersichtlich gewesen wäre. Die einzige echte Spannung und Überraschung gab es für mich am Ende des Buches. Da hatte ich einen kurzen „Wow“-Moment, der an dieser Stelle aber natürlich nicht mehr weitere ausgeführt wurde, weil das Buch zu Ende war.

Den interessantesten Charakter fand ich eigentlich die Nachbarin, die für ihr Alter noch echt auf Zack war, auch wenn das die anderen handelnden Personen nicht so recht wahrhaben wollten. Zur Haushälterin hatte ich echt gemischte Gefühle, die war mir bis zum Schluss nicht wirklich geheuer. Die Familie selbst fand ich recht unspektakulär, man merkt, dass obwohl es irgendwie um sie geht, sie nur Ausstaffierung für die Handlung sind.

Das Buch hat durchaus Potential und lässt an einigen Stellen durchblicken, was hätte sein können, wenn man auf diverse Klischees und übermäßige Staffage verzichtet hätte. So kam bei mir einfach keine echte Gänsehaut-Spannung auf und das Buch erschien mir zu großen Teilen eher als Roman, denn als Thriller. Von mir daher 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Der Womanizer

Liar – Tödlicher Verrat
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Ich bin großer Fan von Lisa Jackson und habe, mit kleineren Lücken, alle ihrer Bücher gelesen. Ihr neues Buch wirbt mit Skandalen, Affären und Mord- also eigentlich alles, was es für ein packendes Buch ...

Ich bin großer Fan von Lisa Jackson und habe, mit kleineren Lücken, alle ihrer Bücher gelesen. Ihr neues Buch wirbt mit Skandalen, Affären und Mord- also eigentlich alles, was es für ein packendes Buch braucht, das neben der Mordermittlungen auch sonst noch Handlung zu bieten hat. Entsprechend neugierig war ich, was Jackson draus macht. In meinen Augen hat sie einen wendungsreichen, spannenden Thriller geschrieben, bei dem ich oft nicht wusste, wem ich eigentlich trauen kann.

Zum Inhalt: Als James Cahill- Frauenheld und Erbe eines Millionenimperiums- im Krankenhaus erwacht, weiß er nicht nur nicht, was eigentlich geschehen ist, er steht auch unter Mordverdacht. Seine Freundin Meghan ist nämlich seit seiner Einlieferung verschwunden und angeblich gab es Streit, da James ein notorischer Fremdgeher ist. James ist sich sicher, er ist nicht gewalttätig gegen Frauen, aber wo ist denn Meghan? Als ihre Schwester und James Exfreundin kommt, um nach Meghan zu suchen, ist das Chaos perfekt. Und dann passiert ein zweiter Mord.

Als Leser kommt schnell in die Geschichte und das Setting in den Cascade Mountains rein. Ein kleiner Ort, wo jeder jeden kennt und es viele offene Geheimnisse gibt. Das Buch ist ein Einzelband, sodass man kein Vorwissen für die Lektüre braucht. Es kommen allerdings viele Charaktere vor, die man erstmal in Verbindung zueinander bringen muss. Schnell wird auch klar, irgendwas läuft nicht ganz rund. Es werden immer wieder Andeutungen gemacht, meistens sogar von James selbst, der sich nach und nach erinnert. Trotzdem kriegt er nicht so recht zu fassen, warum er so ein ungutes Gefühl hat. Wenn man als Leser genau aufpasst, kann man sich aber ungefähr zusammenreimen, was passiert ist.

Ich muss gestehen, dass ich ausschließlich alle Charaktere unglaublich unsympathisch fand, allen voran James. Ich hasse diese Art von Mann, die denkt sie können alles haben und dass ist das auch noch so. Und die Frauen werfen sich ihm alle, also wirklich alle, an den Hals. Selbst sie, die es besser wissen müssten. Das hat mich irgendwann so unendlich genervt, dass ich sogar gehofft habe, James selbst würde noch zum Opfer werden, einfach nur, damit dieses Liebestrara ein Ende hat. Auf die Frauen wirft diese Situation natürlich auch kein gutes Licht, sie wirken oberflächlich, habgierig und teilweise wirklich naiv. Es gab einfach absolut keinen Sympathieträger. Als selbst die ermittelnde Polizistin signalisiert James heiß zu finden, wars für mich eigentlich vorbei. Zum Glück wurde das nicht weiterverfolgt, das wäre sonst zu viel des Guten.

Da noch weitere Morde passieren, wird die Spannung gut aufrechterhalten, auch wenn anfangs nicht ganz klar ist, wie die Opfer in Verbindung miteinander stehen. Gegen Ende konnte ich mir aber ziemlich viel zusammenreimen, weshalb die Enthüllung nicht wirklich überraschend für mich kam. Die Idee dahinter fand ich trotzdem nicht schlecht. Der Showdown war ok, wenn auch recht plump und wenig tückenreich. Die Polizei hinkte wieder mal hinterher.

Den Epilog hingegen fand ich richtig gut gemacht und bin gespannt ob er einen zweiten band anteasert oder einfach nur nochmal für einen kleinen Schocker sorgen sollte. Insgesamt war das Buch unterhaltsam zu lesen, hatte aber ein paar Längen, die nicht zur Handlung beigetragen haben. Ausnahmslos alle Sexszenen fand ich zum Beispiel absolut unnötig.
Nicht das Beste Buch, was ich von Lisa Jackson gelesen habe, aber immer noch sehr solide. Ich vergebe 3,5 Sterne.

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