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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Der Preis eines guten Lebens

Das schönste aller Leben
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Ich fand dieses Buch absolut beeindruckend. Nicht nur stark geplottet in seinen drei Handlungssträngen, die letztendlich alle eine ähnliche Geschichte, aber unter verschiedenen Gesichtspunkten, erzählen, ...

Ich fand dieses Buch absolut beeindruckend. Nicht nur stark geplottet in seinen drei Handlungssträngen, die letztendlich alle eine ähnliche Geschichte, aber unter verschiedenen Gesichtspunkten, erzählen, sondern auch feinfühlig und emotional ergreifend geschrieben. Ein Buch, das bewegt, nachdenklich und stellvertretend betroffen macht.

Die drei Kapitel aus Sicht des Banater Landes waren mir ein bisschen too much, zu abstrakt, als dass ich darin mehr gesehen hätte als den Versuch die Geschichte zu verorten und zu verankern. Dabei ist das gar nicht nötig, da die Schicksale der Frauen das bereits großartig tun. Die Themen Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit sind allseits präsent und nahbar aufbereitet.

Bei Theresias Schicksal kam mir beim Lesen die Galle hoch. Nicht nur, was das Schicksal der Frauen an sich betrifft, sondern auch der scheinheilige Anstrich der Kircheninstanz in diesem Teil der Geschichte. Da wird man doch stellvertretend wütend und ich war stellenweise regelrecht fassungslos. Für mich waren vor allem ihre Kapitel eine einzige emotionale Achterbahnfahrt.

So sehr Vio sich Schönheit für ihre Tochter wünscht, ist genau diese für Theresia ein Fluch. Und gleichzeitig rettet diese sie, zusammen mit schierem Überlebenswillen und unvorstellbarem Mut, vor einem absolut elenden Schicksal.Und auch Vios Familiengeschichte ist eine Geschichte der Aufopferung, Verlusts und steten Kampfes um eine bessere Zukunft, ein besseres Leben und das Gefühl endlich angekommen und akzeptiert zu sein,

Ich mochte die kurzen Kapitel und steten Perspektivwechsel. Die Geschichte hatten einen guten Flow, besonders Vios Gegenwart wirkt authentisch, ihre Schuld, Angst und Liebe nahbar und nachvollziehbar. Wirklich stark, hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

die Unberechenbarkeit des Lebens

Salto
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Kurt Prödel hat eine unnachahmlichen Art seine Geschichte zu erzählen, sodass ich mich selbst mitten in die Handlung versetzt fühle.

Marco ist Einerseits absolut nahbar angelegt- Schulabschluss, das ...

Kurt Prödel hat eine unnachahmlichen Art seine Geschichte zu erzählen, sodass ich mich selbst mitten in die Handlung versetzt fühle.

Marco ist Einerseits absolut nahbar angelegt- Schulabschluss, das Bangen um den eigenen Wert und Platz in der Welt, die es ihm bisher nicht leicht gemacht hat. Diese Art mit der er verliert in seiner Realität und in Details verliert und gleichzeitig aber auch immer wieder abdriftet in eine Art Gleichgültigkeit, das ist schon absolut toll gemacht.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, was sich als absoluter Glücksgriff entpuppt hat. Der Sprecher hat seine Arbeit grandios gemacht, er hat eine angenehme, ausdrucksstarke Erzählstimme, die den Figuren Leben einhaucht und die beim Zuhören einfach gute Laune macht.

Den Verlauf, den die Handlung nimmt fand ich super überraschend. Man wartet eigentlich gespannt auf einen Wendepunkt in Markos Leben, der zwar kommt, aber ganz anders als gedacht. Die Themen sind authentisch und nahbar aufbereitet und Markos Emotionen habe ich als sehr greifbar empfunden.

Ich fand dieses Buch einfach toll. Hat mich total abgeholt

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Wie sympathisch will man sein?

Alt genug
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Wann ist man eigentlich alt genug um so cool, charmant und witzig zu sein, wie Autorin Ildiko von Kürthy? Ich mochte ja schon die Romane der Autorin, aber dieses biografische Resümee zum Alter, Frausein, ...

Wann ist man eigentlich alt genug um so cool, charmant und witzig zu sein, wie Autorin Ildiko von Kürthy? Ich mochte ja schon die Romane der Autorin, aber dieses biografische Resümee zum Alter, Frausein, Freundschaften und ihrer Karriere war ja mal der Oberknaller. Jetzt will ich nicht nur sein wie sie, wenn ich mal Best Ager bin, sondern wäre auch gerne ihre Freundin. Diese Frau ist ein Rockstar.

Ich glaub ich hab noch nie bei einer Biografie so viel geheult, wie bei dieser. Erst hab ich Tränen gelacht und später vor tiefem Mitgefühl schluchzen müssen. Weil die Autorin derartig nachbar, offenherzig und ehrlich von Schwächen, Ängsten, Unsicherheiten und auch Schicksalsschlägen berichtet, hatte ich das Gefühl es mitzuerleben.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin selbst und kann as nur wärmstens empfehlen. Fühlt sich an wie Girlfriend-Talk. Und ich habe mich tatsächlich immer wieder ertappt zu erwidern „say it louder“, „you go, girl“ und „so und nicht anders“. Hab mich gesehen und verstanden gefühlt und ein bisschen so, als hätte sie dieses Buch nicht nur für sich selbst und zur Erfüllung des Verlagsvertrags geschrieben, sondern vor allem für uns leise, oft ungesehene Frauen.

ich fands nicht nur ein absolut großartiges Hörerlebnis, sondern einfach auch inhaltlich super stark. Hab nicht nicht nur unterhalten gefühlt, sondern habe was gelernt, wurde zum Nachdenken angeregt und habe mich selbst in den Anekdoten gesehen gefühlt. Wahnsinnig tolles Buch.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Etwas weit hergeholt

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und besonders die Rückblicke in den Sommer 1995 fand ich sehr stimmungsvoll, wenn auch nicht sehr hilfreich dabei, herauszufinden was auf der Insel vor sich ...

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und besonders die Rückblicke in den Sommer 1995 fand ich sehr stimmungsvoll, wenn auch nicht sehr hilfreich dabei, herauszufinden was auf der Insel vor sich geht.

Die Auswahl der Personen, die wie zufällig gemeinsam auf die Insel gelockt werden, wirkt sehr willkürlich. Auf den ersten Blick bestehen nicht zwischen allen von ihnen Verbindungen, was das ganze noch seltsamer wirken lässt.

Die Ereignisse auf der Insel wirken dann doch etwas konstruiert. Sowohl das teils sehr vertrauensselige Verhalten, als auch dass permanent jemand verloren geht und gesucht werden muss, fand ich nicht so richtig authentisch. Im Angesicht des Sturms wirkte das irgendwie unbedacht und auch ziemlich holprig in Sachen Logik.

Was ich cool fand das war dieser abgeschlagene Insel-Flair, das Thema aussterbende Inseln und generell alles rund um das raue Leben. Romy Fölck schafft es einfach eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die Insel und Geschichte lebendig werden zu lassen.

Der Kriminalfall hat mich nicht so wirklich überzeugt, das Finale wurde so dermaßen aufgebauscht, dass das nicht unbedingt mein Fall war. Und insgesamt war das Ende für mich zu sehr Happy End.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Mal was anderes

The Mailman
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Das Buch liest sich wie so ein Aktionstreifen wo ein Outsider, der mal irgendwas in Richtung Polizei/Militär oder ähnliches gemacht hat, wider willen in einen Kriminalfall involviert wird und die Sache ...

Das Buch liest sich wie so ein Aktionstreifen wo ein Outsider, der mal irgendwas in Richtung Polizei/Militär oder ähnliches gemacht hat, wider willen in einen Kriminalfall involviert wird und die Sache dann irgendwie wuppt. So ein Liam Neeson/ Gerard Butler-Streifen, falls ihr wisst was ich meine.

Das ist schon ne ziemlich wilde Gangster-Rettungsmissions-Geschichte. Also schon eher auf der abstrusen Seite der Authentizitätsskala. Das gesamte Szenario wirkt schon reichlich überzogen und unrealistisch. Was aber völlig egal ist, das die Geschichte wahnsinnig kurzweilig und unterhaltsam ist.

Die schiere geistige Überlegenheit und vor allem auch Findigkeit von Carter ist das, was der Geschichte ihren Flair verleiht.
Es gibt ein paar Rückblenden in Carters Werdegang, die ich nicht mal unbedingt gebraucht hätte. Der Typ ist einfach ne Maschine und dabei herrlich trocken unterwegs. Das Ende des Buches deutet an, dass es weitere Bände geben könnte und ich bin ehrlich: ich würds lesen.

Es ist einfach ein ziemlich rasanter, actiongeladener Thriller, bei den man besser nicht zu viel nachdenkt. Macht schon Spaß bei all der Brutalität, Verfolgungsjagden und einer eher schurkisch stumpfen Vorhersehbarkeit.

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