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Veröffentlicht am 22.04.2026

Zwischen Blut, Lügen und flackernden Gefühlen

Burning Revenge
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„Burning Revenge“ ist kein Buch, das leise anklopft. Es tritt die Tür ein und zieht einen direkt hinein in eine Welt, in der Macht mehr zählt als Moral und Vertrauen eine Währung ist, die ständig entwertet ...

„Burning Revenge“ ist kein Buch, das leise anklopft. Es tritt die Tür ein und zieht einen direkt hinein in eine Welt, in der Macht mehr zählt als Moral und Vertrauen eine Währung ist, die ständig entwertet wird.
Im Zentrum steht Eleonora, die zunächst wie jemand wirkt, der im sicheren Kokon aus Reichtum und Einfluss lebt. Doch dieser Kokon entpuppt sich schnell als Illusion. Mit dem brutalen Verlust ihrer Familie zerbricht nicht nur ihr bisheriges Leben, sondern auch ihr Blick auf die Wahrheit. Was bleibt, ist ein gefährlicher Mix aus Trauer, Wut und dem brennenden Wunsch nach Rache. Genau dieser innere Konflikt trägt die Geschichte. Man spürt, wie sie an ihren Entscheidungen wächst, aber auch, wie sie daran fast zerbricht.
Die Handlung lebt von Gegensätzen. Glanz trifft auf Grausamkeit, Loyalität auf Verrat. Der sogenannte goldene Käfig, in dem Eleonora landet, fühlt sich nie nur metaphorisch an. Er hat Gewicht. Jede Entscheidung scheint von außen gelenkt, jede Freiheit ist erkauft oder erzwungen. Und trotzdem findet sie Wege, sich nicht völlig darin zu verlieren.
Besonders spannend ist die Dynamik zwischen ihr und Dante. Nichts an ihm ist eindeutig. Mal wirkt er wie ein Verbündeter, dann wieder wie Teil des Problems. Diese Unberechenbarkeit hält die Spannung konstant hoch. Zwischen den beiden entsteht etwas, das sich nicht einfach als klassische Liebesgeschichte einordnen lässt. Es ist eher ein vorsichtiges Annähern im Schatten von Misstrauen und Gefahr.
Ein Element, das heraussticht, sind die leicht übernatürlichen Aspekte. Fähigkeiten wie das Erinnern auf besondere Weise oder das Manipulieren von Gedanken durch Drogen geben der Geschichte eine eigene Note. Das funktioniert nicht in jedem Moment gleich gut, wirkt stellenweise etwas ungewohnt, bringt aber eine interessante zusätzliche Ebene hinein.
Erzählerisch bleibt das Buch durchgehend in Bewegung. Wendungen, Geheimnisse und gebrochene Abmachungen sorgen dafür, dass man nie das Gefühl hat, sicheren Boden unter den Füßen zu haben. Genau das passt zu dieser Welt. Nichts ist stabil, alles kann kippen.
Der Schreibstil unterstützt das sehr gut. Flüssig, bildhaft, manchmal fast schon eindringlich. Besonders die kleinen Einschübe wie Nachrichten oder Tagebucheinträge geben der Geschichte mehr Tiefe und lassen sie lebendig wirken.
Was bleibt, ist ein intensiver Auftakt, der viele Fragen offen lässt und genau dadurch funktioniert. Der Cliffhanger am Ende ist nicht nur gemein, sondern auch konsequent. Man will wissen, wie es weitergeht.
Fazit:
Eine Geschichte über Rache, Kontrolle und Gefühle, die zur falschen Zeit am falschen Ort entstehen. Nicht perfekt in jedem Detail, aber stark in Atmosphäre, Figuren und Spannung. Wer Lust auf Mafia-Drama mit einem ungewöhnlichen Twist hat, wird hier definitiv hineingezogen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Zwischen Herzschlag und Schattenreich 🖤✨

Legends of Mictlan 2. Broken by Death
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Rebecca Humpert nimmt einen wieder mit zurück nach Mictlan und ich war schneller drin als gedacht. Die Geschichte zieht einen direkt hinein in diese dunkle, fast greifbare Welt, in der Liebe, Verlust und ...

Rebecca Humpert nimmt einen wieder mit zurück nach Mictlan und ich war schneller drin als gedacht. Die Geschichte zieht einen direkt hinein in diese dunkle, fast greifbare Welt, in der Liebe, Verlust und Schuld ständig miteinander ringen 🌙
Besonders stark fand ich die Dynamik zwischen Elena und Nan. Kein einfaches Hin und Her, sondern ein emotionales Tauziehen, das sich echt anfühlt. Nähe, Distanz, Zweifel… alles ist da und macht ihre Beziehung spannend und manchmal auch ziemlich schmerzhaft ❤️
Auch die Nebenfiguren stechen hervor. Alejandra hat mich überrascht, weil sie so viel mehr ist als nur „die Böse“. Und Marisol bleibt lange ein Rätsel, was die Spannung zusätzlich hochhält. Kleine Lichtblicke wie Neca lockern die düstere Stimmung zwischendurch angenehm auf ✨
Atmosphärisch hat mich das Buch wirklich gepackt. Viele Szenen sind intensiv und teilweise bedrückend, ohne je komplett hoffnungslos zu wirken. Genau diese Balance macht den Reiz aus.
Zum Ende hin ging mir manches allerdings zu schnell. Einige Entwicklungen hätten mehr Raum vertragen, und auch sprachliche Wiederholungen sind mir aufgefallen.
Trotzdem bleibt für mich eine starke Fortsetzung mit viel Gefühl, dunkler Magie und einer Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt 📖🔥

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Zwischen Loyalität, Lügen und leisen Gefühlen

Evil Elite – Der Kodex der Ehre
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Evil Elite – Der Kodex der Ehre hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Dieses Elite-Internat für die Kinder krimineller Familien ist wie ein brodelnder Topf aus Geheimnissen, Machtspielchen ...

Evil Elite – Der Kodex der Ehre hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Dieses Elite-Internat für die Kinder krimineller Familien ist wie ein brodelnder Topf aus Geheimnissen, Machtspielchen und moralischen Grauzonen. Kaum ist man drin, zieht die Geschichte einen weiter, Kapitel für Kapitel, immer mit dem Gefühl, dass gleich wieder etwas Unerwartetes passiert.

Besonders gefallen hat mir Frankie als Protagonistin. Sie wirkt stark, aber nie unnahbar, sondern eher wie jemand, der permanent versucht, zwischen Pflicht, Vergangenheit und Herz einen halbwegs geraden Weg zu finden. Ihre Entwicklung und vor allem die Dynamik mit Hector gehören für mich zu den schönsten Teilen der Geschichte. Zwischen den beiden knistert es leise, manchmal vorsichtig, manchmal chaotisch, aber immer glaubwürdig.

Auch das ganze Drumherum mit Hamlet Haven, den Ermittlungen, den vielen Geheimnissen und den moralischen Konflikten sorgt dafür, dass es nie langweilig wird. Man rätselt mit, verdächtigt gefühlt jeden einmal und sitzt öfter da und denkt: Das kann jetzt nicht wirklich passiert sein.

Im letzten Teil zieht das Tempo deutlich an, fast wie ein Zug ohne Bremse. Spannend, intensiv, aber an manchen Stellen hätte ich mir ein paar ruhigere Seiten zum Durchatmen gewünscht. Das Ende kommt recht schnell, lässt einige Fragen offen und fühlt sich ein bisschen wie ein „Fortsetzung folgt im Kopfkino“ an.

Trotz kleiner Unübersichtlichkeiten ist es eine fesselnde Dark-Academia-Story mit viel Spannung, starken Figuren und einer Atmosphäre, die einen nicht so schnell loslässt. Ein Buch, das man zuklappt und danach erstmal kurz ins Leere schaut, weil man innerlich noch in Fort Rock unterwegs ist.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Salz, Sturm und ein Abenteuer, das langsam Wellen schlägt 🌊📚

Born of Salt and Storm
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Born of Salt and Storm hat mich schon optisch abgeholt. Das Cover und der Farbschnitt sind richtig schön gestaltet und die Karte von Sturmmahr sowie das Glossar helfen enorm, um sich in dieser salzigen, ...

Born of Salt and Storm hat mich schon optisch abgeholt. Das Cover und der Farbschnitt sind richtig schön gestaltet und die Karte von Sturmmahr sowie das Glossar helfen enorm, um sich in dieser salzigen, stürmischen Welt zurechtzufinden. Man merkt schnell, dass hier viel Liebe im Worldbuilding steckt.
Der Einstieg fiel mir persönlich etwas schwer, weil die Geschichte sich Zeit nimmt und man erstmal in Tavis Welt ankommen muss. Aber ab der Mitte zieht das Buch ordentlich an wie eine aufkommende Sturmflut und plötzlich will man nur noch wissen, was hinter der alten Legende, dem Seeglas und Tavis Rolle wirklich steckt. 🌊 Tavi selbst ist keine perfekte Heldin, sondern eine junge Frau mit Vergangenheit, Zweifeln und manchmal auch fragwürdigen Entscheidungen, was sie für mich umso greifbarer macht. Eero bringt zusätzlich Spannung und ein ordentliches Maß an Herzklopfen mit, ohne dass die Romance die ganze Geschichte überlagert.
Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre. Man spürt das Meer, den Wind, die Bedrohung durch den Salzorden und die düsteren Legenden auf jeder Seite. Nebenfiguren wie Raufrost oder die Wellengeborenen sorgen zusätzlich für Neugier und Tiefe. Der Mittelteil hat kleine Längen, aber das starke Ende und der Cliffhanger machen definitiv Lust auf mehr.
Insgesamt ein gelungener Auftakt für alle, die düstere Fantasy, Meeres-Setting und Abenteuer mögen und bereit sind, sich ein bisschen Zeit zu nehmen, bis der Sturm richtig losbricht. Band 2 darf gerne bald an den Horizont segeln. 🌊✨

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Hexe, Chaos und ein Junge mit Weltuntergang im Gepäck 🖤📚

Die Hexe vom Distelschloss 1
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Die Hexe vom Distelschloss nimmt einen mit nach Edinburgh, wo Magie und Alltag ganz selbstverständlich nebeneinander existieren. Mary Blackwood lebt eigentlich ruhig vor sich hin, bis Theo in ihr Leben ...

Die Hexe vom Distelschloss nimmt einen mit nach Edinburgh, wo Magie und Alltag ganz selbstverständlich nebeneinander existieren. Mary Blackwood lebt eigentlich ruhig vor sich hin, bis Theo in ihr Leben stolpert und gleich mal das „Blut des gerechten Zorns“ und eine ordentliche Portion Chaos mitbringt. Ab da ist Schluss mit Ruhe im Hexenladen. 😄
Besonders gefallen hat mir die Dynamik zwischen Mary und Theo. Sie ist pragmatisch, leicht eigenbrötlerisch und irgendwie herzlich, während Theo noch wie ein verlorenes Kätzchen durch die Welt läuft und erstmal lernen muss, dass das Leben mehr ist als vier Wände und Angst vor der eigenen Kraft. Das Magiesystem mit den Naturgeistern fand ich richtig spannend und auch das Setting in einem modernen Edinburgh sorgt für frischen Wind im Genre.
Der erste Band fühlt sich stark wie eine Einführung an und manches geht etwas schnell, dafür macht die Reise nach Paris neugierig auf mehr. Zeichnerisch mochte ich vor allem die Naturgeister und die Atmosphäre, auch wenn ich mir bei den Hintergründen stellenweise etwas mehr Details gewünscht hätte.
Insgesamt ein schöner, magischer Start mit viel Potenzial, sympathischen Figuren und genug offenen Fragen, um direkt Lust auf Band 2 zu bekommen. ✨

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