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Veröffentlicht am 20.02.2025

Für Anfänger und echte Fans

Pokémon Handbuch: Alles über Entwicklungen
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Das Büchlein „Pokémon. Alles über Entwicklungen“ (Nelson Verlag, Januar 2025) von Katherine Andreou vermittelt auf 64 einen ersten Eindruck des Pokémon-Universums. Zusätzlich kommt mit dem Buch ein buntes ...

Das Büchlein „Pokémon. Alles über Entwicklungen“ (Nelson Verlag, Januar 2025) von Katherine Andreou vermittelt auf 64 einen ersten Eindruck des Pokémon-Universums. Zusätzlich kommt mit dem Buch ein buntes Poster, das der Mitte eingeheftet ist.
In dem Buch ist dargestellt, wie und in was sich die einzelnen Pokémons entwickeln, welche Entwicklungsstufen es gibt und warum manche gar keine Entwicklungsstufen haben. Es werden die unterschiedlichen Level und Formen beschrieben, die ein Pokémon annehmen kann und welche neuen Namen sie dann gegebenenfalls bekommen. In einem Kreis werde auf vielen Seiten unter der Überschrift „Schon gewusst?“ zusätzliche Infos vermittelt, wie zum Beispiel die geheimnisvollen Items.
Die bunte Gestaltung mit vielen Bildern und weniger Text ist perfekt für Kinder geeignet. Es macht Spaß, die farbenfrohen Kreaturen zu bestaunen und zu studieren. Ein Volltreffer für Pokémon-Fans und Einsteiger.

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Svetlana ist ‘ne Wucht

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommes „Tommi“ Mann, Anfang 30, lebt mehr schlecht als recht als Schriftsteller und haust im heruntergekommenen Wohnmobil seines Vaters. Seine Thriller-Karriere will nicht so recht in Schwung kommen, und ...

Tommes „Tommi“ Mann, Anfang 30, lebt mehr schlecht als recht als Schriftsteller und haust im heruntergekommenen Wohnmobil seines Vaters. Seine Thriller-Karriere will nicht so recht in Schwung kommen, und auch sonst mangelt es ihm an Struktur. Gut, dass es Svetlana gibt! Die kluge und pragmatische Ukrainerin sorgt nicht nur für Ordnung in seinem Chaos, sondern hat auch für jede Lebenslage eine Weisheit parat.

Tommis Vater, Hans „Leo“ Mann, hat sich aus reiner Bequemlichkeit in einer Seniorenresidenz einquartiert – nicht etwa, weil er pflegebedürftig wäre, sondern weil es sich als Einäugiger unter Blinden ganz gut leben lässt. Doch an Ruhe ist dort nicht zu denken, denn Leo mischt das Heim ordentlich auf.

Der eigentliche Stein des Anstoßes für das unfreiwillige Ermittlerduo Svetlana und Tommi ist jedoch ein kleines Mädchen mit Down-Syndrom, das sie eines Abends auf einem verlassenen Feldweg finden. Die beiden übergeben es der Polizei, doch das Kind geht ihnen nicht mehr aus dem Kopf. Svetlana, bekennender Fan von Detektivgeschichten, steckt Tommi mit ihrem Spürsinn an, und ehe sie sich versehen, sind sie mittendrin in einem echten Kriminalfall.

Svetlana ist ohne Zweifel das Herzstück des Romans: klug, warmherzig und herrlich direkt. Sie bringt nicht nur frischen Wind in Tommis Leben, sondern auch in das seines Vaters. Die Dialoge zwischen ihr und Tommi sind zum Schreien komisch, ebenso wie Tommis innere Monologe – Lachtränen garantiert!

Fazit: Kurzweilig, spannend, urkomisch und zugleich mit einem Hauch Tiefgang. Volker Klüpfel beweist, dass er auch ohne seinen langjährigen Schreibpartner Michael Kobr ein Händchen für skurrile, aber liebenswerte Charaktere und humorvolle Kriminalgeschichten hat. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Svetlana und Tommi – ein Duo, das sich definitiv einen festen Platz in meinem Bücherregal verdient hat!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Wissenschaft verständlich aufbereitet

Smart bis zum Sarg
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Bereits der Titel Smart bis zum Sarg (Edition Raetia, Dezember 2024) sorgt für ein Schmunzeln und weckt Neugier. Genau darum geht es in Barbara Plaggs Buch: Wie bleiben wir bis ins hohe Alter geistig fit? ...

Bereits der Titel Smart bis zum Sarg (Edition Raetia, Dezember 2024) sorgt für ein Schmunzeln und weckt Neugier. Genau darum geht es in Barbara Plaggs Buch: Wie bleiben wir bis ins hohe Alter geistig fit?

Die Autorin, promovierte Humanbiologin, nimmt uns auf 395 plus 9 Seiten Quellen mit auf eine spannede Reise durch unser Hirn und erklärt in verständlicher Sprache, was unser Gehirn gesund hält. Der erste Teil des Buches widmet sich dem Aufbau des Gehirns sowie den Prozessen des Denkens, Lernens und Erinnerns. Besonders spannend fand ich den Aspekt, dass Erinnerungen nicht statisch sind – sie verändern sich mit der Zeit. Auch zeigt Plagg, dass es nicht den einen Weg gibt, sich Wissen anzueignen, etwa beim Lernen von Lateinvokabeln.

Im zweiten Teil beleuchtet sie ausführlich verschiedene Faktoren, die unsere geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen: Bewegung, gesunde Ernährung, Flüssigkeitszufuhr, lebenslanges Lernen, Online-Konsum, Stress, soziale Kontakte, Schlaf, frische Luft sowie Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder die Auswirkungen von Rauchen und Alkohol.

Viele dieser Informationen sind nicht neu, doch Plagg bettet sie in einen wissenschaftlichen Kontext ein, der das Ganze greifbar macht. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Buch wissenschaftlich fundiert ist, dabei aber keineswegs trocken oder mit Fachjargon überladen. Die Autorin schafft es, komplexe Zusammenhänge unterhaltsam und allgemein verständlich aufzubereiten. Ich wusste beispipelsweise nicht, dass Nervenzellen nicht nur im Gehirn, sondern auch im Darm vorkommen. Da bekommt “Du bist, was Du isst” nochmal eine ganz neue Dimension.

Ein weiteres Highlight ist die durchdachte Gestaltung des Buches: Zahlreiche Illustrationen begleiten den Text, lockern ihn auf und helfen dabei, das Gelesene besser zu verankern. Hier wird nicht einfach nur dekoriert – die Bilder unterstützen das Verständnis.

Fazit: Ein großartiges Sachbuch für alle, die sich ohne Vorwissen mit dem Thema Gehirngesundheit beschäftigen möchten. Wissenschaftlich fundiert, aber zugänglich geschrieben – ich habe viel gelernt, manches bestätigt bekommen und werde an der einen oder anderen Stelle meine Gewohnheiten überdenken. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Superlative für Kids

Guinness World Records für Erstleser - Die besten Rekorde für Erstleser
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Das Guinness Buch der Rekorde feiert 2025 sein 70. Jubiläum. Die Sonderausgabe „Guinness World Records. Die besten Rekorde für Erstleser“, erschienen bei Ravensburger, richtet sich speziell an Kinder und ...

Das Guinness Buch der Rekorde feiert 2025 sein 70. Jubiläum. Die Sonderausgabe „Guinness World Records. Die besten Rekorde für Erstleser“, erschienen bei Ravensburger, richtet sich speziell an Kinder und präsentiert Rekorde, die an ihre Interessen und Themen angepasst sind.

Die Gestaltung ist kindgerecht und durchdacht: Farbige Kapitelhintergründe zeigen an, wo man sich befindet, und Symbole veranschaulichen, ob ein Rekord sich z. B. auf Größe, Schnelligkeit oder Alter bezieht. Die sechs Kapitel umfassen Kategorien wie Fahrzeuge, Haustiere, Weltraum, wilde Tiere, Sport und Dinosaurier. Die kurzen, leicht verständlichen Texte und beeindruckenden Bilder machen das Buch ideal für ErstleserInnen.

Besonders gelungen ist die Einbindung der Kinder: Am Ende jedes Kapitels gibt es ein Quiz und eine Challenge, um die Rekorde mit eigenen Erlebnissen und Fähigkeiten zu vergleichen. So werden die Inhalte nicht nur greifbar, sondern fördern auch das Mitmachen.

Fazit: Dieses Buch ist mehr als eine Sammlung von Rekorden es ist eine Einladung zum Entdecken und Staunen. Die Kombination aus lehrreichen Fakten, fesselnden Bildern und interaktiven Elementen macht es zu einem perfekten Geschenk für junge LeserInnen. Wer Kinder für Wissen und Superlative begeistern möchte, liegt hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Don’t judge a book by its cover

Mordscoach
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Lilli Pabst ist das Pseudonym einer Berliner Psychologin. Unter diesem Namen hat sie ihren ersten Kriminalroman „Mordscoach“ im November 2024 bei Ullstein veröffentlicht. Das Cover erinnerte mich sofort ...

Lilli Pabst ist das Pseudonym einer Berliner Psychologin. Unter diesem Namen hat sie ihren ersten Kriminalroman „Mordscoach“ im November 2024 bei Ullstein veröffentlicht. Das Cover erinnerte mich sofort an die „Achtsam Morden“-Reihe von Karsten Dusse, was meine Erwartungen an den Inhalt in eine andere Richtung lenkte. Wieder einmal wurde mir klar, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover bewerten sollte.

Zum Inhalt: Eines Tages sitzt der Psychologin Sophie Stach in ihrer Praxis eine neue Patientin gegenüber. Das Erstgespräch verläuft zunächst unspektakulär, doch beim Verabschieden enthüllt die Frau, dass sie die Geliebte von Sophies Mann ist. Halb im Affekt, halb durch einen Unfall, tötet Sophie die junge Frau und lässt die Leiche verschwinden.

Sophie vertuscht ihre Tat und übernimmt keine Verantwortung dafür. Stattdessen schildert sie ihre Eifersucht und die Umstände, die zu ihrer Handlung führten. Im Verlauf des Buches wurde mir die Protagonistin jedoch immer unsympathischer. Zwar erklärt sie ihre Taten aus psychologischer Sicht – was zu ihrer beruflichen Rolle passt – doch auch das Wissen über die psychologischen Hintergründe lässt die Tat nicht ungeschehen.

Das plötzliche Ende des Romans, das ohne wirkliche Auflösung auskommt, gefällt mir nicht. Es wirkt, als würde hier bereits ein zweiter Teil vorbereitet werden, was ich als unbefriedigend empfinde.

Wegen der Covergestaltung habe ich das Buch gedanklich immer wieder mit den Kriminalromanen von Karsten Dusse verglichen. Leider hält „Mordscoach“ diesem Vergleich nicht stand.

Der Schreibstil von Lilli Pabst ist flüssig und angenehm zu lesen. Dennoch gibt es Schwächen im Lektorat: Gelegentlich wurden die Namen der handelnden Personen vertauscht oder – wie im Klappentext – komplett verändert, was den Lesefluss stört.

Fazit: „Mordscoach“ hat interessante Ansätze, bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück. Wer ein Buch à la „Achtsam Morden“ erwartet, könnte enttäuscht sein. Der Kriminalroman biete zwar Unterhaltung, leidet aber unter unsympathischen Figuren und einem unbefriedigenden Ende. Daher 3,5 Sterne.

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