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Veröffentlicht am 05.01.2020

Der männliche Protagonist ist so ein A...! Er hat dafür gesorgt, dass ich die Liebesgeschichte nicht fühlen konnte, ich war einfach nur extrem wütend!

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Ava hat in ihrem Leben schon so einiges durchgemacht. Gerade eben hat sie wieder einmal einen extremen Tiefschlag einstecken müssen und ausgerechnet jetzt rammt sie am Flughafen so ein elender Mistkerl ...

Ava hat in ihrem Leben schon so einiges durchgemacht. Gerade eben hat sie wieder einmal einen extremen Tiefschlag einstecken müssen und ausgerechnet jetzt rammt sie am Flughafen so ein elender Mistkerl aus dem Weg zum Check-in und schnappt ihr den letzten Platz in der ersten Klasse weg! Sie treffen noch mehrmals aufeinander, sogar als der Flug ausfällt, wer ist ihr Sitznachbar in der ersten Klasse? Richtig: Mr. Mistkerl! Und den ganzen Flug über ist er weiterhin ein Mistkerl. Trotzdem kann sie ihm später im Hotel, in dem sie beide während der Zwischenlandung übernachten müssen, nicht widerstehen. Obwohl es nur für eine Nacht sein soll, nur Sex kein Gefühl. Doch in Boston läuft er ihr wieder über den Weg und will eine Affäre mit ihr. Aber kann das auf Dauer gut gehen, oder wird am Ende doch jemand verletzt, weil er Gefühle entwickelt?


Ich hasse ihn. So nette Szenen er manchmal auch hat und so süß er sein kann, ich hasse Caleb! Am Anfang hasse ich ihn, weil er so unnötig gemein, grob und einfach unglaublich fies ist. Später hasse ich ihn dafür, wie er Ava behandelt. Er reagiert zwar wütend darauf, als er erfährt wie mies sie in ihrem Leben bislang behandelt worden ist, verhält sich aber noch schlimmer.
Es gibt eine Erklärung dafür, ja, toll, aber das ändert für mich nichts an meinen Gefühlen. Ich finde er ist einfach mehr als einmal zu weit gegangen. Ich hasse ihn und ich kann ihm nicht verzeihen.

Gut, vielleicht liegt das auch an mir persönlich, weil ich mich mit Ava und den Wunden, die ihr beigebracht worden waren, so gut identifizieren kann – wobei mir niemals jemand gesagt hat, ich sei eine schöne Hülle ohne Inhalt, sondern mehr so Kommentare kamen, wie: wenn du jetzt auch noch schlank wärst, dann... – egal, auf jeden Fall kann ich nachvollziehen, wie tief sie verletzt worden war. Und ja, ich kann auch nachvollziehen, wie tief Caleb verletzt worden war, aber ich kann nicht nachvollziehen oder entschuldigen oder verzeihen, dass er mehr als einmal das Messer in dieselbe Wunde gestoßen hat, absichtlich, um Ava zu verletzen.

Ja, in Liebesromanen ist es mittlerweile häufig so, dass es ein sich lange hinziehendes hin und her gibt und diese Typen, die uns als „Bad Boys“ verkauft werden sollen, die ich aber nur als A... bezeichnen kann, sind auch gerade total „in“ aber ich finde es gibt einen Unterschied zwischen „harte Schale, weicher Kern“ und „vorsätzlich gemeines A...“. Und es ist auch etwas anderes, wenn unabsichtlich diese Wunden aufgerissen werden, aber wenn das absichtlich geschieht, dann macht mich das so wütend, dass keine nette Geste oder schöne Worte daran noch etwas ändern können.

Und ich gebe es zu: auch ich bin dem schottischen Akzent verfallen, spätestens seit der Serie Outlander, aber nicht einmal das konnte Caleb für mich noch retten.

Ava dagegen war mir sehr sympathisch. Ich mochte sie direkt und ich finde es toll, wie sehr sie sich für ihre beste Freundin engagiert und deren Hilfe aber auch anzunehmen weiß.
Was mich an ihr gestört hat, war eine Szene, in der sie Caleb Recht gegeben hat, obwohl sie meiner Meinung nach vollkommen im Recht war. Ich reagiere da mittlerweile echt allergisch drauf, wenn „sie“ im Recht ist, aber sich dann von „ihm“ oder anderen überreden lässt, dass „er“ Recht hat und alles ihre Schuld ist. Das kotzt mich echt an.

Leider kann ich nicht ins Detail gehen, was mich alles denn genau gestört hat, ich will nicht spoilern. Aber ich muss leider sagen, dass mir Caleb einfach ein zu großes A... war und zu viele Dinge gesagt und getan hat, die ich ihm nicht verzeihen kann, um die Liebesgeschichte zu fühlen oder mitzufiebern.


Fazit: Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Ich dachte es sei ein schöner Liebesroman, über zwei Menschen, die einander helfen ihre Wunden zu heilen und wieder zu vertrauen. Aber in Wirklichkeit war es ein Buch über eine zutiefst verletzte Frau, die sich auf eine Affäre mit einem A... eingelassen hat, der zwar auch tief verletzt war, aber um Ava schon auf Abstand zu halten, kein Problem damit hatte, ihre Wunden mehrmals erneut aufzureißen. Er war für mich total überzeichnet und übertrieben gemein. Ich habe Caleb dafür so sehr gehasst, dass ich die Liebesgeschichte einfach nicht mehr fühlen konnte. Ich hätte Ava am liebsten gesagt: schreib ihn ab und such dir jemand nettes!
Mich hat das Buch sowas von wütend gemacht!

Das Buch bekommt von mir leider nur 2 Sterne und die auch nur, weil ich Ava so toll fand.

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Wie immer wird es mit Sookie Stackhouse nicht langweilig

Ball der Vampire
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Achtung: Band 6 einer Reihe!

Es wird nicht langweilig für Sookie Stackhouse. Sie geht endlich mit Quinn, dem Wer-Tiger aus, hat mit eifersüchtigen Vampiren zu kämpfen, erfährt eine schreckliche Wahrheit, ...

Achtung: Band 6 einer Reihe!

Es wird nicht langweilig für Sookie Stackhouse. Sie geht endlich mit Quinn, dem Wer-Tiger aus, hat mit eifersüchtigen Vampiren zu kämpfen, erfährt eine schreckliche Wahrheit, die ihr Leben auf den Kopf stellt, muss den Haushalt ihrer verstorbenen Cousine Hadley auflösen, trifft die Vampir Königin von Louisiana, muss gegen Werwölfe kämpfen und besucht einen Vampirball.


Sookie ist glücklich mit Quinn. Es ist alles noch ganz frisch, aber es funkt und sie fühlt sich wohl mit ihm. Leider bleibt ihr der Frieden nicht lange erhalten, denn wie so oft, wird Sookie angegriffen. Quinn schafft es sie zu retten, aber schon ist sie wieder mitten drin in jede Menge Ärger.
Zudem ist ihre Cousine Hadley gestorben, die zur Vampirin geworden war und die Geliebte der Vampir Königin von Louisiana war. Auch hier erwartet sie nur Ärger. Von allen Seiten lauert Gefahr.

In New Orleans lernt Sookie eine neue Freundin kennen, Amelia, eine Hexe und Hadleys Vermieterin. Nie hätte Sookie gedacht, dass aus Amelia bald eine sehr enge, wenn nicht gar beste Freundin werden würde.

Die Vampir Königin ist echt faszinierend. Die Mischung aus übriggebliebenem Feudalsystem und Moderne ist echt gelungen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie sympathisch finde, aber interessant ist sie auf jeden Fall.

Zudem erfährt Sookie eine Wahrheit, die ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Sie tut mir da so schrecklich leid und ich hasse die andere betreffende Person aus tiefster Seele. Es verändert sich dadurch alles.

Der Vampirball, der im Titel angekündigt wurde, ist etwas ganz anderes. Da merkt man wieder die Andersartigkeit der Vampire und teilweise kommt man echt ins Staunen. Aber natürlich ist es kein friedlicher Ball – Sookie ist ja dort, also kann nur die Hölle losbrechen. Allerdings ist es total cool und spannend, was da passiert.


Fazit: In diesem Band lernt man sehr viele neue Charaktere kennen. Ich persönlich mag Quinn hier am liebsten, im nächsten Band schon weniger, deswegen versuche ich die Szenen mit ihm zu genießen.
Sookie zeigt mal wieder, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern aus härterem Holz geschnitzt ist. Ihr steht mal wieder mehrmals das Wasser bis zum Hals, aber sie neigt nicht zu kopfloser Panik, sondern schafft es sich durchzubeißen.
Die Enthüllung ist echt übel. Sie tut mir da so schrecklich leid! Dass sie das aus der Bahn wirft, kann ich wirklich verstehen.

Am Schluss wird es noch richtig spannend und man muss echt aufpassen, alles mitzubekommen.

Von mir gibt es wieder volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.01.2020

Das Buch hat definitiv etwas, aber leider driftet es manchmal ab und wird unrealistisch

Too Late
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Sloan hasst ihr Leben. Ihr Freund ist ein gewalttätiger Verbrecher, der ein Dealer-Imperium aufbauen will. Doch Sloan kann ihn nicht verlassen, sie hat nichts und niemanden, ohne ihn würde sie auf der ...

Sloan hasst ihr Leben. Ihr Freund ist ein gewalttätiger Verbrecher, der ein Dealer-Imperium aufbauen will. Doch Sloan kann ihn nicht verlassen, sie hat nichts und niemanden, ohne ihn würde sie auf der Straße stehen und ihr behinderter Bruder ebenfalls, dessen Heimplatz Asa bezahlt. Für ihn ist es Liebe, für Sloan ein Gefängnis, immer mit der Hand an der Kehle und der Gefahr im Nacken.
Doch dann lernt sie Carter kennen, der eigentlich Luke heißt und ein verdeckter Ermittler ist. Sie weiß davon nichts, aber sie merkt, dass er anders ist. Sie fühlt sich bei ihm wohl und sicher und so hat sie sich schon seit langer Zeit nicht mehr gefühlt. Aber Sloan weiß, wenn Asa etwas mitbekommt, bringt er sie beide um.


Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Sloan, Carter und Asa geschrieben.

Sloan tat mir unglaublich leid. Sie ist buchstäblich eine Gefangene. Es ist einfach schrecklich, dass ihr keine andere Wahl bleibt, als mit diesem Mistkerl zu leben. Ich muss dazu sagen, dass ich von Anfang an einen Verdacht hatte und damit auch richtig lag. Nur so viel: Asa ist offensichtlich ein Mistkerl, aber er ist noch viel böser, als man anfangs gedacht hätte.

Carter war mir auch direkt sympathisch. Der Gewissenskonflikt, in dem er sich befindet, muss echt hart sein. Einerseits will er Asa drankriegen, aber andererseits auch Sloan retten. Sein Partner will, dass er sie benutzt, um den Job zu erledigen, aber Carter will sie nicht opfern. Aber wenn er sie nicht benutzt, wie soll er dann Asa überführen? Denn nur wenn der in den Knast wandert ist Sloan in Sicherheit.

Asa ist einfach ein kranker bösartiger Mistkerl, der sich die ganze Zeit selbst etwas vorlügt. Er dichtet sich alles um, damit es in seine Sicht der Welt passt, vor allem wenn es um Sloan geht. Von seinem Frauenbild will ich gar nicht erst anfangen.


Das Buch hat definitiv etwas. Es ist spannend, man hat Mitgefühl mit Sloan und Carter und drückt ihnen die Daumen und fiebert mit ihnen mit, ob sie von Asa erwischt werden. Allerdings stellen sie sich manchmal schon echt blöd an. Als würden sie darum betteln bei langen Blickkontakten und dergleichen erwischt zu werden und das wo ihnen doch beiden so klar ist, wie gefährlich das ist und dass sie das nicht tun sollten. Gut, das kann schon mal passieren, aber eben nicht andauernd. Das nimmt dem Buch leider an Glaubwürdigkeit.

Was mich zudem gestört hat, ist die Vorhersehbarkeit der Handlung und dass der Epilog 158 Seiten lang ist und damit fast ein Drittel des Buches. Für mich ist ein Epilog nur wenige Seiten lang und schiebt noch etwas hinterher, wie ein Ausblick auf das weitere Leben oder so. So wie das hier angelegt ist, hätte es besser gepasst, das Buch in Teil 1 und Teil 2 oder ähnliches zu gliedern.

Fazit: Das Buch ist nicht schlecht. Es ist spannend, romantisch und mal etwas anderes. Die Grundstory ist zwar alt bekannt: Drogenboss ist besessen von Frau, Frau befindet sich in Notlage und kann Drogenboss, den sie hasst, nicht verlassen, Undercovercop infiltriert die Gang des Drogenbosses, verliebt sich in Frau, will sie retten und die Hölle bricht los.
Allerdings ist bei diesem Buch schön, dass Sloan kein Dummchen ist, sondern clever und gut kombiniert. Carter/Luke empfindet wirklich etwas für sie und kämpft mit zwei Facetten seiner Persönlichkeit, denn er muss sich entscheiden, was für ihn Priorität hat: Sloan oder sein Job. Was ich auch echt toll finde ist, dass man auch Asas Perspektive mitbekommt und er ist echt irre. Sonst bekommt man immer nur die Frau und den Cop zu lesen, aber nie den Drogenboss.
Leider hat das Buch aber auch seine Schwächen, wie zum Beispiel dämliche Aktionen der Protagonisten, bei denen sie quasi darum betteln erwischt und ermordet zu werden. Auch die Handlung im Epilog fand ich schwächer als die Handlung davor, zumal das Ganze noch unterteilt war in Epilog, Prolog, Epilog zum Epilog – das und die Handlung, dieses Teils waren mir zu „over the top“ und leider teils recht unrealistisch.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3,5 Sterne, weil es mich dennoch gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 03.01.2020

In meinen Augen nur etwas für junge Teenie-Leser

To all the boys I've loved before
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Wenn Lara Jean Song verliebt ist, schreibt sie, sobald sie bereit ist über diese Verliebheit hinwegzukommen einen Abschieds-Liebesbrief an den jeweiligen Jungen. Diese Briefe sind nur für sie selbst gedacht, ...

Wenn Lara Jean Song verliebt ist, schreibt sie, sobald sie bereit ist über diese Verliebheit hinwegzukommen einen Abschieds-Liebesbrief an den jeweiligen Jungen. Diese Briefe sind nur für sie selbst gedacht, sie bewahrt sie auf in der Hutbox, die ihr einst ihre Mutter geschenkt hatte. Sie packt einfach alles in diese Briefe, all ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihre Wünsche, egal wie lächerlich sie auch sein mögen. Doch dann sind die Briefe plötzlich weg und werden einer nach dem anderen zugestellt. Das sorgt dafür, dass in Lara Jeans sonst so langweiligem Leben das Chaos ausbricht.



Leider hat mich das Buch nicht gepackt. Mir war Lara Jean von Anfang an zu kindisch und unreif. Sie hat zwar auch ihre schönen Momente, aber die meiste Zeit ist sie mir persönlich zu jung. In meinen Augen ist das Buch eher etwas für jüngere Leserinnen, ab 11 Jahren. Ich wollte sie einfach nur schütteln. Und dann stolpert sie auch noch von einem Teenie-Drama ins nächste. Für mich war das Buch eine Teenie-Komödie als Buch verpackt.



Es geht weniger um die Briefe und deren Inhalt, als viel mehr, um diverse Konflikte, die zu großen Teilen lose durch die Briefen ausgelöst werden, aber nicht immer damit zu tun haben. Liebestechnisch ja, aber bei einigen Wendungen kam es mir so vor, als würden die Charaktere nicht die Wahrheit über ihre Gefühle sagen. Vor allem bei der Josh-Geschichte.



Peter war mir nie wirklich sympathisch. Ich empfand ihn als arrogant und ich wurde aus ihm lange nicht schlau.



Im Großen und Ganzen geht es um jede Menge Liebeswirrungen und eben Teenie-Drama. Ein Klischee jagt das nächste und dann sind da auch noch die Familienkonflikte.



Lara Jean war so naiv und in meinen Augen unglaubwürdig, wie auch der Großteil der Charaktere. Dann gab es in meinen Augen auch ein paar Logikbrüche, die zwar nicht riesengroß waren, mir aber aufgefallen sind.



Was ich dann so richtig nervig fand war der Konflikt kurz vor Schluss. Da haben sich alle in Kleinkinder zurückverwandelt.



Fazit: Leider war das Buch nicht meins. Es hat mich von Anfang an nicht gepackt und ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Die Charaktere waren mir alle samt zu unreif und kindisch. Ich hatte nach der Lektüre des Klappentextes eine andere Art Buch erwartet. In meinen Augen werden sämtliche Klischees einer Teenie-Komödie erfüllt, was der Story jeden Tiefgang raubt.



Von mir gibt es leider nur 1 Stern.

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Veröffentlicht am 02.01.2020

Stellenweise wirklich wunderschön, teilweise aber leider auch sehr "Teenie"

Als ob du mich liebst
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Jass will endlich etwas erleben. Sie hat eine Liste mit romantischen Dingen geschrieben und will diese nun in die Tat umsetzen. Dabei soll ihr Kale helfen, er sieht verdammt gut aus und alle schwärmen ...

Jass will endlich etwas erleben. Sie hat eine Liste mit romantischen Dingen geschrieben und will diese nun in die Tat umsetzen. Dabei soll ihr Kale helfen, er sieht verdammt gut aus und alle schwärmen für ihn. Er schuldet Jass etwas und das will sie nun mit der Liste einfordern. Allerdings stellt Kale klare Regeln auf: Es ist ein Spiel. Jass darf sich nicht in ihn verlieben und keine Lügen.
Dumm nur, dass Jass ihre Gefühle nicht kontrollieren kann und sie hat ein großes Geheimnis, dass sie Kale um jeden Preis verschweigen will.


Ich bin bei diesem Buch total zwiegespalten. Einerseits ist es so romantisch und so schön mit Jass und Kale, aber andererseits geht mir Jass immer wieder so extrem auf die Nerven, dass ich sie erwürgen könnte! Sie verhält sich oft sehr, sehr jung, eher wie 14 als wie 21 und das nervt mich leider mehr als ein Mal.

Jass ist total naiv und eine romantische Träumerin. Sie ist total in Kale verknallt und glaubt trotzdem, sie könne das mit dem „keine Gefühle“ durchziehen und es würde ihr gar nichts ausmachen, wenn er mit anderen ins Bett steigt.
Ich habe ihr großes Geheimnis ziemlich schnell erraten. Ich fand die Idee gut, aber die Art wie Jass sich in der Hinsicht entwickelt hat nervig. Zuerst wirkt sie Verantwortungsbewusst aber sobald es darum geht Kale etwas darüber zu erzählen lügt sie und lügt und lügt und lügt. Zudem wird sie auch immer verantwortungsloser und egoistischer.
Ich kann verstehen, dass das schwer ist und ich kann verstehen, warum sie nicht will, dass Kale erfährt was los ist, aber andererseits finde ich es falsch, dass sie so viel lügt. Wenn sie doch weiß, dass er darauf empfindlich reagiert und ihm verspricht „keine Lügen“, dann ist es so vorhersehbar und nervig, wenn sie eben doch lügt und es deswegen Streit gibt.
Immer wieder wirkt Jass auf mich sehr egoistisch und ich-bezogen. Es geht nur darum was sie will, nie darum, was anderen wollen oder vielleicht sogar brauchen. Ihr Geheimnis, ihre Entscheidung. Ja, aber es berührt eben auch die Leben anderer und das weigert sie sich in ihren Kopf zu lassen.

Kale macht von Anfang an einen auf „Bad Boy“, keine Gefühle, kalt wie Eis, etc. Aber man merkt schon ganz am Anfang, dass er sich nur dahinter versteckt. Es ist eine Maske und wenn er sie trägt fühlt er sich sicher. Obwohl er so tut, als wäre er nicht zu Gefühlen fähig, ist er der Erwachsene in diesem Buch. Ja, manchmal ist er auch ein Idiot, aber er nervt mich nicht so wie Jass.


Das klingt jetzt als hätte mir das Buch nicht gefallen. Das stimmt nicht, ich mochte es sehr, aber mir waren viele Konflikte zu „Teenie“. Sehr dramatisch und das nur, weil sich eine Partei benimmt, als sei sie erst 14. Wäre Jass etwas erwachsener und würde sich etwas weniger ich-bezogen benehmen, hätte das Buch in meinen Augen so viel schöner sein können. Sie hatte genügend Gelegenheiten, aber keine davon genutzt.

Die letzte Wendung am Schluss war mir persönlich zu unrealistisch und kitschig, mir war es zu viel.


Fazit: Ich bin echt zweigespalten bei diesem Buch. Einerseits ist es wirklich wunderschön und ich finde Jass und Kale zusammen ganz toll. Andererseits ging mir Jass oft mit ihrem Verhalten auf die Nerven. Sie hat sich in meinen Augen zurückentwickelt. Auf mich wirkte sie anfangs zwar naiv, aber sympathisch, erwachsen und verantwortungsbewusst. Mit fortschreitender Handlung hat sich das aber geändert. Nur das naiv ist geblieben, alles andere hat sich ins Gegenteil verkehrt. Sie war mir zwar nicht direkt unsympathisch, hat mich aber immer öfter genervt mit ihrem Verhalten. Sie wurde in meinen Augen egoistischer und ich-bezogener.
Während Anfangs Kale eher der unreifere war, war es jetzt plötzlich Jass und das ist schade. Ich mochte dafür Kale durchgehend sehr, auch wenn er manchmal ein Idiot war, aber eben nur manchmal.

Insgesamt gibt es Teile im Buch denen ich direkt, ohne nachzudenken, 5 Sterne geben würde, anderen aber leider nicht. Letztlich habe ich mich dafür entschieden, dem Buch 3 Sterne zu geben. Es ist teilweise wirklich wunderschön, aber es hat mich auch stellenweise sehr genervt.

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