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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2020

Die erste Hälfte war so gut - die zweite fiel leider stark ab

Heartbreaker
7

Gesucht: Persönlicher Puffer

„Oft mürrische, arbeitssüchtige und anspruchsvolle Führungskraft sucht kurzfristig »Puffer« für lästige äußere Ablenkungen alias Menschen. Aufdringliche Freigeister mit übertriebenen ...

Gesucht: Persönlicher Puffer

„Oft mürrische, arbeitssüchtige und anspruchsvolle Führungskraft sucht kurzfristig »Puffer« für lästige äußere Ablenkungen alias Menschen. Aufdringliche Freigeister mit übertriebenen Marotten oder genereller Überempfindlichkeit werden nicht eingestellt. Bewerber sollten rund um die Uhr verfügbar sein.
Gehalt verhandelbar. Diskretion obligatorisch.“

Wen spricht diese Stellenbeschreibung an? Also mich nicht. Aber Clover schon. Sie ist ein Freigeist, lebt ihr Leben, wie sie es will, reißt um die Welt und engagiert sich in vielen Projekten. Gerade braucht sie dringend Geld, um in ein paar Monaten nach Australien reisen zu können, dort gibt es vom Aussterben bedrohte Kängurus und das schreit geradezu nach Clover.


Sawyer ist alles andere als begeistert sich mit den Bewerbern auf die Anzeige herumschlagen zu müssen, die sein Bruder aufgegeben hat. Außerdem ist er nicht mürrisch, sondern beschäftigt!
Als aber seine Mutter wieder eine „ich werde dich verheiraten und wenn es das letzte ist, dass ich tue“-Attacke auf ihn loslässt, ist es Clover, die seine Mutter zum Rückzug zwingt. Das kommt so selten vor, dass er ihr sogar den Job anbietet, obwohl er mit jemandem wie ihr eigentlich nicht umgehen kann.
Sie beeindruckt ihn und das erschreckt ihn. Zudem fühlt er sich von ihr angezogen und das geht gar nicht. Sawyer schafft es sich vor ihr als totales A... hinzustellen und jetzt muss er sehen, wie er da wieder rauskommt.



Ich fand Clover direkt total sympathisch. Sie ist so erfrischend anders! Sie sabbert nicht bei Sawyers Anblick und sie ist auch nicht auf den Mund gefallen. Zudem mag ich ihre Art wirklich gern. Als Sawyer ihr mit einer seiner Aktionen den Boden unter den Füßen wegzieht endet das Kapitel. Das nächste beginnt mit den Worten:

„Endlich würde Clover lernen, wie man ein Spannbettlaken richtig faltet. Natürlich würde sie sich diese Fähigkeit in der Gefängniswäscherei aneignen, nachdem sie Sawyer getötet hatte.“ (Kapitel 5)

Ich musste so lachen! Ihre direkte Art ist total erfrischend und so „normal“. Ich meine, wer von uns hatte nicht schon mal Mordgelüste?

Aber obwohl Clover so taff und selbstbewusst ist, hat auch sie Ängste und Selbstzweifel. Und genau das macht sie so nahbar. Sie ist keine Überfrau oder Über-Protagonistin, bei der sofort klar ist, dass sie so perfekt ist, dass man als Leserin keine Chance hat da mitzuhalten. Clover ist das nicht. Klar wäre ich auch gern so schlagfertig, aber ansonsten ist sie einfach eine zwar ungewöhnliche aber trotzdem „sterbliche“ Frau.


Sawyer hat zwei Seiten, den normalen, netten Sawyer, den nur seine Familie zu sehen bekommt und den A...-Sawyer, der leider beim Anblick Clovers Freigang haben will. Ich finde es aber toll, wie Clover damit umgeht.

Leider schafft es das Buch aber nicht seinen unabhängigen Weg auf Dauer weiterzuverfolgen. Zwischen Mitte und Dreiviertel des Buches biegt es leider in die Klischeebahn ein und macht es sich dort gemütlich. Alles könnte natürlich sofort mit einem offenen und ehrlichen Gespräch geklärt werden, aber das geht nicht, obwohl beide doch sonst immer kein Problem damit hatten ehrlich zu sein.



Was mich mindestens genauso gestört hat war eine bestimmte Szene. Sawyer ist mal wieder ein Ober-A... und Clover ist verständlicherweise wütend. Er ist aus irrationalen Gründen wütend auf sie, bzw. ist er eher wütend auf sich selbst und redet sich ein er sei wütend auf Clover. Beide streiten und Sawyer schlägt verbal um sich. Aber nur kurze Zeit später haben sie Sex. Das ist etwas, was mich oft bei amerikanischen Filmen, Serien und Büchern stört, dass die Protagonisten sämtliche Gefühle mit Sex verarbeiten. Wut -> Sex, Angst -> Sex, Trauer -> Sex. Das nervt!



Zum Ende hin kriegt sich das Buch zwar wieder ein, aber es findet dennoch nicht zu seiner alten Stärke der ersten Hälfte zurück. Und das ist wirklich schade, weil ich so begeistert war von diesem Buch.





Fazit: Die erste Hälfte des Buches gefiel mir so extrem gut! Ich habe so viel gelacht und beiden Protagonisten die Daumen gedrückt. Ich fand das Buch so erfrischend und die Charaktere einfach toll. Leider hat es dann aber für mich seinen Weg verloren. In meinen Augen ist es falsch abgebogen und hat sich in einen typischen klischeehaften Liebesroman verwandelt. Die Protagonisten, die zu Anfang so anders waren, haben sich ebenfalls zum Negativen verändert. Das ist einfach schade. Der Witz, der mich in der ersten Hälfte so zum Lachen gebracht hat, war einfach nicht mehr da.



Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll und mich letztlich dafür entschieden, jedes Viertel einzeln zu bewerten. Das erste Viertel bekommt 5 Sterne, das zweite ebenso. Das dritte leider nur 2 Sterne, das letzte ganz knappe 3 Sterne. Insgesamt macht das 3,75 Sterne, also muss ich mich zwischen 3,5 und 4 Sternen entscheiden. Da es aber in meinen Augen den Weg aus den Klischees nicht mehr herausgefunden hat am Schluss, habe ich mich für 3,5 Sterne entschieden.

  • Einzelne Kategorien
  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 01.02.2020

Das Buch hat seine Längen, aber es lohnt sich dran zu bleiben, der Schreibstil ist richtig gut!

Das Vermächtnis unsrer Väter
0

1994: Es ist ein ganz normaler Tag auf einer kleinen schottischen Insel. Der letzte normale Tag für deren Bewohner. Denn am Abend des Tages bringt John Baird seine gesamte Familie um, seine Frau, den 10-jährigen ...

1994: Es ist ein ganz normaler Tag auf einer kleinen schottischen Insel. Der letzte normale Tag für deren Bewohner. Denn am Abend des Tages bringt John Baird seine gesamte Familie um, seine Frau, den 10-jährigen Sohn, die 1-jährige Tochter und sich selbst. Nur der 8-jährige Sohn Tommy überlebt. Niemand weiß, warum, niemand weiß, warum John das getan hat, aber alle wissen, dass die Insel nie mehr so sein würde, wie zuvor.

Tommy kehrt 20 Jahre später auf die Insel zurück und wirbelt alles durcheinander. So viele Geheimnisse und Schuldgefühle drängen an die Oberfläche und konfrontieren die Bewohner mit all dem, was sie 20 Jahre lang versuchten zu vergessen.


Der Anfang ist echt der Hammer, lest selbst: „Hätte Katrina überlebt, hätte sie hinterher gesagt, was Menschen in solchen Fällen immer sagen: dass es ein Tag gewesen sei wie jeder andere. Alles ganz normal.“ (S. 7) – Es geht noch ein bisschen weiter, aber ich kann leider nicht ewig zitieren. Ich liebe solche Anfänge. Man bekommt so viele Informationen und so viele Fragen gleichzeitig.
Anschließend lernt man die Familie kennen und merkt schon, dass irgendetwas nicht stimmt. Alle schleichen um John herum, doch warum? Ist er gewalttätig? Man erlebt den Tag aus der Sicht der Mutter, des 8-jährigen Tommy und einer Nachbarin. Es ist ein Tag wie jeder andere. Doch am nächsten Tag begleitet man den Arzt der Insel zum Haus der Familie und er findet die blutüberströmten, grausam zugerichteten Leichen. Erst eine weitere Stunde später trifft die Polizei ein und findet Tommy.
Man trauert um die Familie und mir sind die Tränen in die Augen gestiegen. Das lag an der Art des Erzählens. Man hat auf so wenigen Seiten, alle kennengelernt und mochte sie. Sie waren alle so sympathisch, dass man es gar nicht begreifen kann, dass sie jetzt einfach tot sind. Und der arme Tommy, ich will mir gar nicht vorstellen, was er durchmachen musste.
Trotzdem stellt man sich direkt ganz viele Fragen, vor allem auch die, warum ausgerechnet Tommy überlebt hat. Warum er und nicht zum Beispiel die gerade erst ein Jahr alte Schwester?

In der Gegenwart weiß man lange nicht, was man von Tommy halten soll. Ein sehr großer Teil ist aus der Sicht seines Onkels Malcom erzählt, der ihn damals bei sich aufnahm. Man erfährt, wie schwierig es für den traumatisierten Tommy war und wie schwer es für Malcom und seine Frau Heather mit ihm war. Seit Jahren gab es keinen Kontakt und plötzlich ist Tommy wieder da, ganz ohne Vorwarnung. Was will er? Was hat er die ganzen Jahre über getan? Abgesehen von Malcom wird auch aus der Sicht von Tommy erzählt und aus der der damaligen Nachbarin Fiona.

Es gibt viele Rückblenden und man erfährt Stück für Stück mehr darüber, wie das Familienleben war, was andere mitbekommen haben und Warnzeichen, die rückblickend betrachtet Warnzeichen waren, aber damals einfach übersehen oder nicht ernstgenommen wurden.

Der Schreibstil ist etwas ganz anderes. Es wird immer alles von außen erzählt, niemals aus der Ich-Perspektive. Der Erzähler weiß viel mehr als wir, verrät aber nie etwas, nur ab und an kleine Krümel. Aber weil diesen drei Charaktere, Malcom, Tommy und Fiona gefolgt wird und man deren Erinnerungen erfährt und auch Dinge, die sie erst nach dem Tod der Familie herausbekommen haben, setzt sich das Puzzle langsam zusammen.
Der zweite Teil ist ausschließlich aus Katrinas Sicht und man erfährt, wie das mit ihr und John angefangen hat und auch, dass es schon sehr früh anfing zu kriseln, vor allem wegen Johns Art.

Der dritte Teil ist dann wieder aus der Sicht der drei zuvor genannten Charaktere.

Das tolle an diesem Stil ist, dass man das Gefühl hat, alle Charaktere sehr schnell sehr gut zu kennen. Das fängt schon mit dem Anfang des Buches an. Man lernt die Familie kennen und lieben und dann sind sie plötzlich tot und das trifft einen. Ebenso wie einen später die Erinnerungen der Charaktere manchmal treffen. Sie alle fragen sich, inwieweit sie Schuld an dem haben, was geschehen ist und ob sie etwas übersehen haben, ob sie mehr hätten tun können und müssen. So wie Tommy, der sich selbst dafür hasst überlebt zu haben.

Die Auflösung fand ich sehr gut, sie war für mich stimmig, wenn auch tragisch. Denn eine Person hat damals wirklich Schuld auf sich geladen, auch wenn sie der Überzeugung war das Richtige zu tun oder sich das zumindest die letzten 20 Jahre eingeredet hat, dass das der Grund für ihre Handlungen war.
Es ist sowieso schwierig nach so einer Tragödie die Schuldfrage zu stellen. Man erfährt so viel in diesem Buch über die Hintergründe und unterschiedlichen Sichtweisen und Interpretationen, dass einem klar wird, dass diese Sache vielleicht wirklich hätte verhindert werden können, aber eben nur möglicherweise. Wenn dieses oder jenes Zeichen erkannt, oder anders interpretiert worden wäre, oder eben diese eine Person auch anders gehandelt hätte. Man fragt sich wann man hätte eingreifen müssen und können. Vielleicht schon in der Kindheit von John und Malcom, vielleicht als das erste Mal disharmonische Töne aufgefallen sind. Wann ist der richtige Zeitpunkt sich einzumischen? Kann man das überhaupt guten Gewissens oder macht man vielleicht alles noch schlimmer? Man kann es einfach nicht wissen und übrig bleibt allein die Schuld, ob nun berechtigt oder nicht.


Fazit: Dieses Buch ist wirklich richtig gut. Es ist keine leichte Kost und kein locker flockiger Roman. Es geht um ernste Themen und das auf eine, wie ich finde wirklich tolle Art. Man merkt nicht immer direkt, worum es gerade geht, aber je weiter man liest, desto klarer wird, dass alle Charaktere mit Schuldgefühlen zu kämpfen haben. Sie alle denken, sie hätten vielleicht mehr tun oder die Morde verhindern können. Tommys Rückkehr wühlt das für alle wieder auf, auch für ihn selbst, da er dieses Trauma nie verwunden hat. Die große Frage ist immer das „Warum“ und ganz am Schluss erfahren wir das „Warum“, oder zumindest was das Fass letztlich zum Überlaufen gebracht hat.
Ich liebe den Schreibstil. Ich fand das so toll! Ich bin einfach ein Fan von dieser Art des Erzählens. Ich weiß, viele mögen das nicht, aber ich schon. Ich habe dadurch oft das Gefühl, wie hier, die Charaktere besser kennenzulernen, als durch Ich-Erzähler. Ich mag diese Vorgriffe auf die Handlung und wie man zwischen Gegenwart und Vergangenheit springt, ohne den Leser zu verwirren. Man bleibt einfach dran.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, allerdings hat es seine Längen. Nicht immer ist direkt ersichtlich, warum eine Szene jetzt wichtig ist. Erst kurz vor Schluss, als die Puzzle-Teile an ihren Platz fallen, wird es einem klar.

Von mir bekommt es 4 Sterne, aber es ist wirklich heftig emotional.

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Veröffentlicht am 31.01.2020

Sehr spannend und faszinierend, aber auch unglaublich romantisch

Gilde der Jäger - Engelsblut
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Achtung: Band 3 einer Reihe!

Elena hat die Schlacht in Beijing überlebt. Doch natürlich ist damit nicht alles überstanden. Lijuan ist nicht tot, nur irgendwie zeitweise körperlos. Das macht sie aber nicht ...

Achtung: Band 3 einer Reihe!

Elena hat die Schlacht in Beijing überlebt. Doch natürlich ist damit nicht alles überstanden. Lijuan ist nicht tot, nur irgendwie zeitweise körperlos. Das macht sie aber nicht weniger gefährlich. Allerdings wissen Rafael und Elena nicht, welche Gefahr im Moment die größere ist, denn Naturkatastrophen erschüttern die gesamte Welt und die Erzengel verhalten sich alle auf beängstigende Weise anders, scheinen von einem brutalen, eiskalten Zorn vereinnahmt zu werden.
Rafael ist klar, was das bedeutet: ein Uralter erwacht. Ein Erzengel, der sich einst schlafen legte. Und einer dieser Erzengel war seine Mutter Caliane. Doch wenn sie es wirklich ist, die erwacht, wird sie als der wahnsinnige Engel erwachen, der einst den eigenen Sohn schwer verletzte, oder als die Mutter, die ihn abgöttisch liebte als er klein war? Diese Fragen machen ihm schwer zu schaffen. Und auch für Elena könnte Caliane eine große Gefahr sein. Eine menschliche Schwiegermutter kann schon schlimm genug sein, aber ein potentiell wahnsinniger Erzengel? Das kann ja heiter werden...


Elena und Rafael sind nach New York zurückgekehrt und Elena erlebt ihre geliebte Stadt endlich auch mit ihren Flügeln. Doch die New Yorker sind fasziniert von dieser Frau, die einst „nur“ eine Jägerin war und jetzt ein geschaffener Engel ist. Anders als bei den anderen Engeln, haben sie vor ihr keine Angst und das kann für Elena gefährlich werden. Ihre Engel-und Jäger-Freunde unterstützen sie und helfen ihr, sich in ihre neue Rolle einzufühlen.

Gleichzeitig muss sie sich weiter mit dem schwierigen Verhältnis zu ihrem Vater, dessen neuer Familie und ihrer Schwester Beth auseinandersetzen. Denn ihre Familie ist durch Elena in Gefahr. Sie hat viele Feinde und gerät immer wieder ins Visier von Attacken. Und wie könnte man sie und damit auch Rafael leichter verletzen, als ihre restliche Familie zu vernichten?
Davon abgesehen, ist eine ihrer neuen Schwestern eine geborene Jägerin, wie Elena und das stellt ihre Welt auf den Kopf.

New York und die ganze Welt werden erschüttert von dem Erwachen des Uralten. Dabei ist es nicht immer sicher, ob die brutalen Vorfälle in New York dem Uralten zugeschrieben werden müssen, oder ob einer der anderen Erzengel für Unfrieden sorgt.

Das Buch ist wieder richtig spannend! Bis zum Schluss weiß man beim ersten Lesen nicht, wer Freund und wer Feind ist, oder auch, wer der großere Feind ist. Elena gerät wieder in große Gefahr, aber nicht nur sie. Es wird richtig eng.

Die Beziehung zwischen Rafael und Elena ist noch immer im Wachsen. Noch immer müssen der mächtige Erzengel von New York und die ehemals sterbliche Jägerin herausfinden, wie sie miteinander leben können. Rafael ist es gewohnt, dass alles nach seinem Willen geht und Elena braucht Freiheiten. Sie müssen Kompromisse finden, aber das ist nicht immer leicht.


Fazit: Das Buch ist wieder richtig, richtig gut! Ich liebe die Reihe! Dieses Buch ist wieder auf eine andere Art genauso spannend, wie die vorherigen Bände. Es ist wieder ein neues Setting, denn Elena ist zwar zurück in New York, aber sie ist keine Sterbliche mehr. Sie muss ihr neues Leben als Engel mit ihrer Tätigkeit als Jägerin und der Elena, die sie war mit der Elena, die sie jetzt ist in Einklang bringen. Zugleich ist die Welt der Unsterblichen für Elena noch immer fast unbegreiflich in ihrer Grausamkeit und Vielschichtigkeit. Sie dachte, sie wüsste einigermaßen Bescheid, aber sie weiß noch nicht einmal einen Bruchteil.
Doch eines ist sicher: was ihr auch bevorsteht, ihr Erzengel wird immer an ihrer Seite sein, bis in den Tod.

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Leider war es nicht mein Fall

Haunted Trust - Perfekt war Gestern
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Achtung: Band 2 einer Reihe!

Grace und Logan stehen total aufeinander, aber irgendwie schaffen sie es nicht zu ihren Gefühlen zu stehen und es einfach auszusprechen. Zu groß ist die Angst vor Ablehnung, ...

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Grace und Logan stehen total aufeinander, aber irgendwie schaffen sie es nicht zu ihren Gefühlen zu stehen und es einfach auszusprechen. Zu groß ist die Angst vor Ablehnung, mit der sie sowieso im Familienkreis stark zu kämpfen haben. Beide wünschen sich ein anderes Leben, als das, dass ihre Eltern für sie geplant haben. Logan will Schauspieler werden, Grace Sängerin. Logan jagt seinem Traum hinterher, trotz aller Widerstände, doch Grace traut sich nicht, zu groß ist die Sorge ihre Familie zu verlieren.

Doch dann braucht sie dringend seine Hilfe und Logan schwört sich, dass er Grace dieses Mal für sich gewinnen wird.


Ich habe mich ehrlich gesagt mit dem Buch recht schwergetan. Die Protagonisten waren mir beide zu „jung“ in ihrem Verhalten. Mal machen sie sich total erwachsene Gedanken, im nächsten Moment verhalten sie sich wieder wie 13-jährige. Wobei ich Logan noch vernünftiger fand als Grace, die mir so oft auf die Nerven gegangen ist.
Klar tun mir beide leid, weil sie in ihrer jeweiligen Familie nur Ablehnung und Druck erfahren, aber ich konnte mit Graces ständigen Umschwüngen nicht umgehen. Mal ist sie ein stotterndes Etwas, dann schupst sie Logan wieder von sich oder rennt einfach weg. Sie hat ein Talent genau das zu sagen oder zu tun, was ihn in der Situation verletzt oder zumindest zurückstößt. Sie ist da in meinen Augen oft sehr ich-bezogen und denkt nicht darüber nach, wie etwas ankommen könnte. Zudem ist sie sehr eifersüchtig und vertraut Logan nicht, egal wie oft er ihr versucht zu beweisen, dass sie es kann.

Was mich zudem stört waren viele Kleinigkeiten, die einzeln genommen, nicht so schlimm sind, aber alle zusammen für mich zusammen mit den Protagonisten einen Cocktail ergaben, der nicht wirklich meins war.
Zum einen werden viele Markennamen genannt, es gibt Stellen, da reiht sich eine Marke an die andere. Auch bei der Beschreibung von Grace wird oft zu Markennamen gegriffen. Gut beim Shopping passt das vielleicht noch, aber mir war es einfach zu viel, dadurch wirkte Grace immer wieder, wie ein verzogenes reiches Mädchen, als wären Markenklamotten das wichtigste.
Zum anderen gibt es Stellen, die ich einfach nicht verstehe. Zum Beispiel wird einmal Graces bedrückte Miene von Logan mit den Worten beschrieben „so bekümmert, als hätte sie gerade erfahren, dass der Höhepunkt eines Schweins dreißig Minuten länger dauert als bei uns Menschen.“ Einerseits verstehe ich nicht, wie das zu ihrer Miene passen soll, wie kommt er oder in dem Fall die Autorin auf ausgerechnet diesen Vergleich? Andererseits hat der Vergleich mit der Situation, in der er angestellt wird, nichts zu tun. Wäre es eine Sex-Szene oder ein Gespräch darüber vielleicht, aber so?

Die Wendung war wieder einmal nicht mein Fall. Es war wieder eine von den Wendungen, die sich in jedem New oder Young Adult Roman findet.


Fazit: Das Buch war einfach nicht meine Welt. Ich hatte erwartet, einen besseren Zugang zu den Charakteren zu bekommen. Sie waren mir zu „jung“. Ich kann gut verstehen, wie sie nach ihrem Platz in der Welt suchen und versuchen ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Beide haben mit Komplexen zu kämpfen. Was ich dabei aber schade fand war, wie immer wieder betont wurde, dass sie in der Welt der „Reichen und Schönen“ leben. Es dreht sich viel um Geld, Markenklamotten und die „Feine Gesellschaft“. Die Probleme mit den jeweiligen Eltern nehmen auch einen großen Stellenwert in dem Buch ein. Teilweise konnte ich das nachvollziehen, teilweise konnte ich den Standpunkt der Protagonisten verstehen, doch durch die Art, wie die Konflikte abliefen, wirkten sie immer wieder, als seien sie trotzige Kinder. Was auch daran liegt, dass ihre jeweiligen Eltern scheinbar null Respekt vor ihnen haben und sie wie Kleinkinder behandeln.

Leider war das Buch nicht wirklich mein Fall. Ich wollte es wirklich mögen, aber es ging nicht. Es hat mich von Anfang an nicht wirklich gepackt. Ich habe mich mit den Protagonisten schwergetan und es gab einige Punkte, die mich gestört haben.

Von mir bekommt das Buch leider nur 1 Stern.

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Veröffentlicht am 30.01.2020

Super Anfang, aber mir wurde es viel zu viel Drama

Homerun for love
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Gerade eben noch war in Imogens Leben alles, wie sie es haben wollte: klar, geordnet, unkompliziert und ja, langweilig. Doch dann schleppt sie ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Lauren zu einem Baseballspiel ...

Gerade eben noch war in Imogens Leben alles, wie sie es haben wollte: klar, geordnet, unkompliziert und ja, langweilig. Doch dann schleppt sie ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Lauren zu einem Baseballspiel mit, das Imogen überhaupt nicht interessiert, nur weil Lauren in einen der Spieler verknallt war. Aber alles geht schief und am Ende steht nicht Lauren vor Desmond, sondern Imogen und seine Mutter macht ihr ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann: sie soll ein Jahr lang Desmonds Freundin spielen, damit er aus der negativen Presse als Playboy herauskommt und dafür bekommt Imogen das Geld, das sie dringend braucht, um ihre geliebte Dissertation durchzuziehen. Aber Imogen will sich nicht prostituieren also sind ihre Regeln klar: kein Sex und küssen, wenn dann nur in der Öffentlichkeit im Rahmen der gespielten Beziehung! Doch warum kribbelt ihr ganzer Körper dann, sobald Desmond sie auch nur ansieht?


Mich hat das Buch direkt gepackt. Die Geschichte hat mich gleich an den Seiten hängen lassen. Imogen war mir auf Anhieb sympathisch, sie ist so „normal“, einfach ein bodenständiger Mensch mit klaren Zielen im Leben. Desmond wirkt anfangs total gleichgültig, aber das ändert sich bald. Eigentlich dürften die beiden nicht zusammenpassen, tun sie aber irgendwie schon recht schnell. Es funkt und das ganze Buch ist durchzogen von witzigen Szenen und so einem gewissen Gefühl, dass mich an den Seiten hängen ließ.

Klar ist es schon irgendwie albern, dass Imogen quasi ununterbrochen rot wird, wenn das alles ist, was mich an ihr stört, dann bin ich echt zufrieden, aber dem ist leider nicht so. Es stört mich schon etwas, dass sie so leichtgläubig ist, oder anders gesagt: sie lässt sich sehr leicht verunsichern, kommt aber nie darauf, was wirklich los sein könnte.
Ich finde es toll, wie Desmond sich schon bald verhält. Er nimmt Rücksicht auf Imogen und versucht, sie für sich zu gewinnen. Nicht wegen seines Rufs, sondern weil sie die Eine sein könnte.

Es gibt natürlich jede Menge kleiner und größerer Missverständnisse und ein großes Geheimnis, dass ich vorzeitig erraten habe. Dass ich es erraten habe stört mich nicht, was mich aber nervt ist, dass es eindeutige Hinweise gibt aber weder Imogen noch Lauren zwei und zwei zusammenzählen oder auch nur auf die Idee kommen in die Richtung zu denken. Ich kann auch Desmonds verhalten das Geheimnis betreffend nicht nachvollziehen. Ja, er will das Richtige tun, aber das tut er nicht. Er riskiert alles und schützt damit jemanden, der seine Lektion niemals lernen wird, solange er sich immer um alles kümmert. Und genau das will Desmond auf keinen Fall sehen, gut man lässt ihn ja auch nicht. Aber mich regt sein Verhalten echt sowas von auf! Das sorgt für Drama ohne Ende und ich finde das so schade, weil es dieses Gefühl, dass ich anfangs hatte für mich zunehmend überlagert. Ich würde ihn so gern schütteln und sagen: hör auf so blöd zu sein!
Seine Mutter ist dabei allerdings noch schlimmer. Wirklich, ich hasse diese Frau! Ich wäre so gern ins Buch gesprungen und hätte ihr die Meinung gegeigt!
Es wird sehr viel versucht, um zu verhindern, dass man vorzeitig darauf kommt, was los sein könnte, aber gerade, weil da andauernd absichtlich Verwirrung gestreut wird, bin ich darauf gekommen.


Fazit: Das Buch fing für mich echt super an, ich war direkt drin und fand die Charaktere toll. Aber leider gibt es da dieses große Geheimnis, dass man erst Mitte des Buches erfahren soll und dem alles andere untergeordnet wird. Man soll verdächtigen und es werden jede Menge Missverständnisse angehäuft. Ich kann Desmonds Verhalten bezogen auf dieses Geheimnis absolut nicht nachvollziehen. Es wird einem zwar kurz vor Schluss eine Erklärung geliefert, aber da ist mir das ganze Drama schon viel zu viel geworden. Er müsste nur einmal den Mund auf machen und alles wäre gut, aber nein, das geht natürlich nicht und so jagt ein Drama das nächste und ich war einfach nur noch genervt. Für mich entwickelten sich die Charaktere deswegen immer mehr in Richtung Teenie – Desmond war „aber es ist doch ein Geheimnis und meine Mutter sagt ich muss und außerdem sagt sie ich sei schuld“ und Imogen „er hat Geheimnisse vor mir, aber ich will ihn trotzdem, aber er hat Geheimnisse, aber er ist so heiß!“ was beides bei mir nur noch für genervtes Stöhnen gesorgt hat. Leider, denn es war wirklich so gut am Anfang!

Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich dem Buch gebe und habe zwischen 3 und 2,5 geschwankt. Wegen des super Anfangs habe ich mich dann doch zu 3 Sternen durchgerungen. Es ist einfach schade, dass das ganze Gefühl von diesem Drama überlagert wird.

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