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Veröffentlicht am 23.05.2023

Mir waren es zu viele Klischees und Logikbrüche

Etage 13 - Es gibt kein Entkommen, und deine Zeit läuft ab
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Kate hat ein Vorstellungsgespräch. Der Job könnte für sie ein Neuanfang sein, ein Schritt in die richtige Richtung. Nach dem Verlust ihres Mannes braucht Kate dringend wieder etwas Positives in ihrem Leben.
Doch ...

Kate hat ein Vorstellungsgespräch. Der Job könnte für sie ein Neuanfang sein, ein Schritt in die richtige Richtung. Nach dem Verlust ihres Mannes braucht Kate dringend wieder etwas Positives in ihrem Leben.
Doch das Vorstellungsgespräch nimmt schon bald eine eigenartige Wendung und Kate endet als Gefangene. Mr. White stellt ihr immer wieder Fragen, Fragen mit deren Antworten er nie zufrieden zu sein scheint. Was will er von Kate? Warum hält er sie gefangen? Wie soll das alles enden?


Ich fand die Idee echt super. Ein Vorstellungsgespräch, das mit einer Entführung endet. Allerdings gab es für mich von Anfang an das Problem mit den Logiklücken.

Bereits die ganze Inszenierung ist in gewisser Weise unlogisch. Warum ein Vorstellungsgespräch vorgaukeln? Warum das Risiko eingehen, dass es x Zeugen gibt? Warum in diesem Bürokomplex? Kate wurde wochenlang beobachtet, warum sie nicht einfach aus ihrem Zuhause entführen oder von der Straße? Warum dieser Aufwand?
Man hätte schon allein diese Inszenierung etwas anders gestalten können für mehr Glaubwürdigkeit.

Ich wurde mit Kate nicht warm. Ich konnte keine Bindung mit ihr eingehen und war nicht wirklich „bei ihr“. Dazu trug auch der Verlauf des Buches bei, das sich eher wie ein Actionfilm las, als ein Thriller. Das Problem war, dass die Fluchtpläne von Kate auf mich nicht wirklich erfolgversprechend oder glaubwürdig wirkten, sehr detailliert beschrieben wurden und bei mir trotzdem keine Spannung erzeugten.
Zudem konnte ich Kates Verhalten oft nicht nachvollziehen. Es war mir zu einseitig.
Dazu kam dann noch das Drama und die Wendung, die mir leider too much war. Ich hatte schon einen Verdacht und leider hat sich dieser bewahrheitet. Von der Idee her ist es nichts Neues, aber ich fand den Umgang damit wieder sehr unlogisch.

Es gibt ein paar Situationen im Buch, die für sich genommen für einen etwas erhöhten Puls sorgten, aber an sich oft wieder zu neuen Logikbrüchen führten.


Fazit: Für mich ergab zu vieles in diesem Buch keinen wirklichen Sinn. Die Grundidee fand ich nicht schlecht, aber durch die Wendung/Enthüllung war mir auch einiges zu klischeehaft. Ich konnte Kates Verhalten oft nicht nachvollziehen und wurde nicht warm mit ihr. Mir waren es zu viele Logikbrüche auf allen Ebenen. Keiner der Charaktere war in meinen Augen wirklich glaubwürdig.

Das Ende kam mir schließlich, nachdem alles andere im Buch eher in die Länge gezogen wurde, zu abrupt. Mir fehlten hier auch der ein oder andere Zwischenschritt. Der Epilog war auch nicht wirklich meins. Warum kann ich aber nicht verraten, sonst würde ich spoilern.

Insgesamt war das Buch leider nicht meins. Der Klappentext war mega, aber das Buch selbst bestand aus zu vielen Logikbrüchen in Verbindung mit viel Drama und Charakteren, deren Handlungen nicht nachvollziehbar waren. Es tut mir echt leid, aber von mir gibt es nur 1,5 Sterne für die Idee.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Ich hatte eine andere Geschichte erwartet

A Curse Unbroken
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Gemma ist eine Hexe. Eine echte Hexe. Natürlich glauben das die wenigsten Menschen, aber es ist wahr. Sie versucht anderen mit Achtsamkeit zu einem ausgeglicheneren ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Gemma ist eine Hexe. Eine echte Hexe. Natürlich glauben das die wenigsten Menschen, aber es ist wahr. Sie versucht anderen mit Achtsamkeit zu einem ausgeglicheneren Leben zu verhelfen und teilt dabei ihr Wissen zu Mineralien und weißer Magie.
Darren ist verflucht worden und versucht alles, um den Fluch zu brechen. Das Problem: er kann nicht offen darüber reden. Ist Gemma die eine, die ihm helfen kann? Oder bringt er, indem er mit ihr Kontakt aufnimmt, am Ende auch sie in Gefahr?


Ich fand die Idee sehr interessant. Erst einmal, dass unterschiedlichste Magie überall ist und wir Menschen sie einfach nicht richtig wahrnehmen – ich mag die Vorstellung irgendwie. Gemma ist so ein Beispiel. Sie wirkt wie typisch New Age, etwas abgehoben mit ihren Kristallen und Tarotkarten, aber harmlos. Anstatt das alles aber jetzt aus einem Hinterzimmer heraus zu machen, teilt sie ihre Magie auf Social Media.

Besonders interessant fand ich die Tagebucheinträge von Darren. Da erfuhr man deutlich mehr über ihn, seine Motive und Gefühle als sonst, da das restliche Buch aus Gemmas Sicht geschrieben ist. Trotzdem hatte ich aber meine Probleme mit beiden Protagonisten.

Ivy Kazi schreibt sehr verständlich, aber langatmig. Sie erzählt viel drum herum, beschreibt sehr viel, aber dadurch zieht es sich auch. Klar lernt man Gemma und Darren kennen, aber für mich fühlte sich das sehr oberflächlich an. Es ging für mich nicht in die Tiefe.
Ähnlich war es mit der Liebesgeschichte. Ich habe sie schlicht nicht gespürt.

Dazu kamen noch ein paar – in meinen Augen – Logikbrüche. Gemma lebt ihr Hexensein öffentlich aus, redet darüber, postet auf Social Media und führt sogar bei einer Liveschalte einen kleinen Zauber aus. Trotzdem betont sie immer wieder, dass ihre Magie und die magische Welt geheim sei. Wie passt das zusammen? Ja, sie bewahrt das Geheimnis ihres Bruders, aber ihr eigenes nicht wirklich, eher im Gegenteil. Und auch andere im Buch sind da eher lax.

Die Zusammenhänge, die man am Ende erfahren hat, fand ich durchaus interessant. Aber der Fokus des Buches war anders ausgelegt, als ich das erwartet hätte. Ich habe schlicht ein anderes Buch, einen anderen Handlungsverlauf erwartet.


Fazit: Leider war das Buch nicht wirklich meins. Ich hatte einfach etwas ganz anderes erwartet. Toll fand ich die Idee, dass ihr Bruder ein Gestaltwandler ist und ich fand es auch süß, wie er und ihre beste Freundin umeinander herumgeschlichen sind. Aber andererseits zog sich das, wie auch vieles anderes im Buch sehr in die Länge.
Die Protagonisten waren mir nicht unsympathisch – ich fand Darrens Tagebucheinträge zum Beispiel sehr interessant – aber richtig packen konnten mich beide nicht. Die Liebesgeschichte war für mich nicht zu spüren.

Zudem gab es – in meinen Augen – ein paar kleine Logikbrüche. Die Zusammenhänge am Ende fand ich nicht uninteressant, aber ich hatte einfach eine andere Geschichte erwartet. Ich werde Band 2 nicht lesen.

Von mir bekommt das Buch 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.05.2023

Ich habe viel Kritik, aber ich mochte das Buch wirklich gern

Here With Me
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Überleitung zu Band 2 am Ende.

Nachdem Robyn beinahe im Dienst getötet worden wäre, beschließt sie nicht nur beruflich einen neuen Weg einzuschlagen, sondern will auch ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Überleitung zu Band 2 am Ende.

Nachdem Robyn beinahe im Dienst getötet worden wäre, beschließt sie nicht nur beruflich einen neuen Weg einzuschlagen, sondern will auch endlich ihren Vater aufsuchen. Als sie 14 war hat sie ihn zuletzt gesehen und seitdem nichts mehr von ihm gehört. Es ist alles andere als leicht, ihm gegenüberzustehen und dann muss sie auch noch ausgerechnet Lachlan Adair in die Arme laufen, dem Mann, dem sie die Schuld daran gibt, von ihrem Vater verlassen worden zu sein. Noch dazu ist er ein A… zu ihr. Doch auf dem Schloss der Adairs gibt es immer mehr Vorfälle, ein Stalker, der langsam aber sicher eskaliert. Und als das erste Blut fließt, beschließt Robyn, ebenfalls zu ermitteln.


Mir tat Robyn von Anfang an sehr leid. Ich kann ihre Gefühle bezüglich ihres Vaters und Lachlan sehr gut nachvollziehen. Natürlich steckt da viel mehr dahinter, als sie ahnt, aber das ist ja immer so. Robyns Schmerz, die Komplexe, die sie daraus entwickelt hat, das alles wird so nachvollziehbar und spürbar rübergebracht, dass man nur mit ihr mitfühlen kann.

Ihr Vater, Mac, ist einem aber trotzdem nicht unsympathisch, gerade weil er zu seinen Fehlern steht und zu Robyn. Er will sie bei sich haben und ist zum ersten Mal in ihrem Leben bereit, sie Lachlan vorzuziehen.

Lachlan dagegen kommt mit Robyn so gar nicht klar. Sie irritiert ihn, macht ihn wütend und geht ihm trotzdem nicht aus dem Kopf. Er versucht seine Familie – zu der er auch Mac zählt – zu beschützen und misstraut ihr. Aber gleichzeitig will er hinter ihre Fassade schauen und die echte Robyn kennenlernen.

Leider konnte ich schon sehr, sehr früh erraten, wer der Stalker ist. Das war mir leider alles viel zu offensichtlich. Die Ablenkungsmanöver waren zu platt und die falschen Schlussfolgerungen zu gewollt. Das fand ich etwas sehr schade, weil ich das Buch ansonsten wirklich mochte.

Ich fand es etwas gewöhnungsbedürftig, dass Robyns Kapitel aus der Ich-Perspektive geschrieben sind, aber Lachlans nicht. Das irritierte mich zu Anfang und im weiteren Verlauf habe ich mich zwar daran gewöhnt, aber empfand seine Kapitel trotzdem die ganze Zeit über als distanzierter.

Lachlan selbst hat mich mehrmals aufgeregt. Und Robyns Reaktion auf seine immer gleichen Aktionen leider irgendwann auch. Lachlan macht immer die gleichen Fehler. Er wiederholt sie mehrmals und lernt gefühlt ewig nicht daraus. Robyn reagiert darauf auch immer gleich. Sie bietet ihm sofortige Vergebung an, weil er ja eigentlich nichts dafür kann und es nur an seiner Vorgeschichte liegt. Ich hätte mir gewünscht, dass Robyn nicht immer die Vergebungsschiene gefahren wäre – das gilt auch für ihre Mutter. Sie hat mehrmals im Buch allen Grund wütend und verletzt zu sein, schiebt diese Gefühle aber immer beiseite, um zu vergeben. Ich habe damit einfach immer ein Problem.


Fazit: Insgesamt gefiel mir das Buch trotz meiner Kritikpunkte sehr gut. Ich habe es sehr gern gelesen und freue mich auch schon auf Band 2. Am Ende des Buches wurde das ja auch praktisch schon eingeleitet. Da man die Protagonistin nur aus Robyns Erzählungen kennt, und da kam sie alles andere als gut weg, bin ich gespannt, wie sich Band 2 anlassen wird.

Von mir bekommt dieses Buch ganz, ganz knappe 4 Sterne, weil es mich gepackt hat, obwohl ich einiges zu kritisieren hatte.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Ich fand das Buch sehr gut - aber ein bisschen Kritik habe ich trotzdem

Cold Case Academy – Ein mörderisches Spiel
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Triggerwarnung: Beschreibung von Tatorten, Morden und Folter.

Cassie hat eine besondere Begabung. Sie kann Menschen profilen und liegt dabei fast ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Triggerwarnung: Beschreibung von Tatorten, Morden und Folter.

Cassie hat eine besondere Begabung. Sie kann Menschen profilen und liegt dabei fast nie daneben. Sie ist ein sogenanntes Naturtalent. Als Cassie das Angebot bekommt, an die „Cold Case Academy“ zu kommen, um dort als Profilerin und zukünftige FBI-Agentin ausgebildet zu werden, sagt sie nach kurzem Zögern zu. Sie möchte helfen und sie möchte den Mörder ihrer Mutter finden.
Doch es ist nicht leicht an dieser besonderen Academy. Die anderen Studenten sind auf ihre Art besonders und nicht immer einfach und dann wird Cassie auf persönlicher Ebene in einen Fall verwickelt.


Ich fand das Buch sehr interessant und spannend. Allerdings kam ich manchmal nicht ganz mit. Stellenweise ging es zwischen den Charakteren extrem schnell von „Fast-Freundschaft“ zu „Feindschaft“ oder von „Sich-Näherkommen“ zu „mehr“ zu „vielleicht doch nicht“ zu „vielleicht doch?“. Auf dieser Ebene fand ich das Buch ab und an verwirrend.

Davon abgesehen fand ich die Idee mega, jugendliche Naturtalente, die schon als Teenager ausgebildet werden, mit ihren Begabungen umzugehen, damit sie einen zeitlichen Vorteil erhalten und helfen können. Auch das Haus, in dem sie leben, die Ausstattung für ihr Training, das ist alles total interessant.
Besonders spannend wird es natürlich, als sich die Vergangenheit meldet und Cassie in einen Fall verwickelt wird. Hier fand ich es nur ein wenig schade, dass die Herren vom FBI recht stereotyp agierten. So, wie es eben immer ist, „die“ verstehen ja gar nichts und bremsen immer nur und sagen ständig „nein“ zu allem, obwohl die andere Seite – in diesem Fall die Jugendlichen – den totalen Durchblick haben, aber man kann sich ja nicht die Blöße geben, auf Jugendliche zu hören. Das war mir etwas zu klischeehaft. Abgesehen davon mochte ich auch diesen Teil sehr.

Die Charaktere sind sehr eigen. Cassie kann ihr Profiling nicht abstellen, es ist immer „an“ und sie analysiert andauernd alle anderen. Doch denen geht es ähnlich. Mit Lia habe ich mich am schwersten getan. Sie ist ein menschlicher Lügendektor, lügt aber selbst sehr, sehr viel. Das machte sie für mich anstrengend. Auch ihre Stimmungsschwankungen halfen da nicht.
Michael und Dean sind komplett gegensätzlich, nur die Tatsache, dass sie beide etwas für Cassie übrig zu haben scheinen, verbindet sie. Das fand ich toll gemacht und nicht übertrieben.


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Manche Dinge haben mich etwas gestört, aber insgesamt fand ich es spannend und interessant. Ich habe es in einem Rutsch weggelesen und freue mich schon sehr auf Band 2.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Spannend und interessant - aber ich habe auch etwas Kritik

Plagiat
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Triggerwarnung: Gewalt, Beschreibung von gefolterten Menschen, Erwähnung von extremer Gewalt gegen Tiere.

Carla hat gerade einen persönlichen Meilenstein erreicht, als sie unsanft zurück auf den Boden ...

Triggerwarnung: Gewalt, Beschreibung von gefolterten Menschen, Erwähnung von extremer Gewalt gegen Tiere.

Carla hat gerade einen persönlichen Meilenstein erreicht, als sie unsanft zurück auf den Boden der Tatsachen gestoßen wird. Ihr Bruder hat ihr diverse kryptische Nachrichten geschickt und wird wenig später tot aufgefunden. Angeblich Suizid. Doch Carla weiß, dass er das niemals getan hätte. Doch warum sterben plötzlich immer mehr Menschen, mit denen Carla darüber gesprochen hat?
Carla ahnt nicht, dass auch sie längst in tödlicher Gefahr schwebt.


Das Buch spielt auf vielen Ebenen, man folgt vielen verschiedenen Charakteren und wechselt sehr oft den Ort. Manchmal hat mich das verwirrt, vor allem, wenn es keine Überleitung oder Vorbereitung darauf gab und man einfach in diese neue Situation geworfen wurde.

Aber die Geschichte an sich ist sehr spannend und interessant. Als Leser weiß man von Anfang an viel mehr, als Carla. Man ist dabei, wie die Kanzlerkandidatin sich mit ihren geheimnisvollen Unterstützern trifft, wie die ihr von dem „Problem“ mit ihrer Doktorarbeit erzählen und dass sie es „aus der Welt“ schaffen werden. Doch was das für Ausmaße annimmt, ist dann schon echt erschütternd.

Ich fand es etwas schade, dass man mitten hineingeworfen wurde in diese Ausgangslage. Ich persönlich hätte es interessant gefunden, schon früher einzusteigen, nämlich da, als der erste Verdacht aufkam, es könne sich um ein Plagiat – eigentlich sogar mehr als das – handeln. Ich hätte auch gern Carlas Bruder über die Schulter geschaut, wie er das überprüft und irgendwann merkt, wie groß die ganze Sache ist.

Immer mehr Sichtweisen kommen dazu, einige davon dienen nur dazu, dass man bei ihrem jeweiligen Mord dabei ist. Andere sind aus der Sicht der Tätergruppe geschrieben, für die ein Menschenleben keine Bedeutung hat.

Es ist interessant, wie alles zusammengefügt wird, Stück für Stück und wie auf einer anderen Ebene die „Bösen“ verhindern, dass dies geschieht und wieder andere, versuchen, Carla zu helfen. Die Ausmaße werden einem dabei mehr und mehr bewusst und nach dem Lesen des Buches weiß man nicht mehr, ob man jemals wieder einen Politiker ohne das Buch im Kopf ansehen kann.

Mir persönlich zog es sich ab und an ein wenig, gerade, wenn man nicht wusste, warum einem jetzt eine bestimmte Szene gezeigt wurde, die auf den ersten Blick eigentlich keine Bedeutung für den Rest des Buches hatte. Dafür ging es mir gegen Ende zu schnell, da hatte ich manchmal das Gefühl, dass eine Zwischenüberlegung oder ein Zwischenschritt fehlte.
Zudem wurde es mir stellenweise zu brutal, wenn die Folter beschrieben wurde, die jemand erlitten hatte oder wenn wie nebenbei darüber gesprochen wurde, wie furchtbar in manchen Gebieten mit Hunden umgegangen wurde. Das sind Bilder, die ich nicht in meinem Kopf haben will. Da wäre eine Warnung nett gewesen.


Fazit: Ich fand das Buch sehr spannend und interessant, stellenweise aber auch etwas verwirrend. Ab und an zog es sich durch die vielen Sichtweisen und Sprünge, da man bei einigen lange nicht wusste, wozu die eigentlich gut sein sollten.
Mit Carla wurde ich leider nicht wirklich warm. Auch die anderen Charaktere blieben auf Distanz.
Die Geschichte an sich gefiel mir sehr gut, allerdings fehlten mir zum Ende hin ein paar Zwischenschritte und -gedanken.
Mir war es manchmal auch zu brutal, gerade wenn detailliert beschrieben wurde, welche Folterwunden jemand erlitten hatte oder wenn darüber gesprochen wurde, wie brutal Tiere ermordet worden sind. Das sind Bilder, die ich nicht in meinem Kopf haben möchte. Ich wäre hier für eine Warnung dankbar gewesen.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3,5 Sterne.

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