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Veröffentlicht am 22.04.2020

Ein Wiedersehen mit Stars Hallow

Gilmore Girls. 100 Seiten
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Ich gebe zu, als ich 2005 das erste Mal mit Gilmore Girls in Berührung kam, habe ich mich nicht weiter damit beschäftigt, weil ich dachte, es geht um "Girlys", also einem Thema, das mich damals wenig interessiert ...

Ich gebe zu, als ich 2005 das erste Mal mit Gilmore Girls in Berührung kam, habe ich mich nicht weiter damit beschäftigt, weil ich dachte, es geht um "Girlys", also einem Thema, das mich damals wenig interessiert hat. Erst ca. 2010 hab ich mir nachmittags nach dem Frühdienst mal eine Folge auf dem Sender VOX angeschaut und bin dann daran hängen geblieben. Später kaufte ich mir alle 7 Staffeln auf DVD und schaute sie mir an. Zugegeben, seit dem auch nicht nochmal, wenn ich auch natürlich die 8. Staffel unbedingt schauen musste, denn ich liebe die Gilmore Girls und Stars Hollow sehr.

So ist dieses kleine Werk für mich als Fan auch ein Muss. Es ist so, als wäre man wieder in Stars Hallow und ich habe nach dem Lesen richtig Lust bekommen, die Serie nochmal anzuschauen.

Die Serie werde ich allerdings nie mehr mit den selben Augen sehen können, denn ich werde jetzt immer nach den Insidern und kleinen Fehlern, wie zum Beispiel ein Mikrofon, dass man nicht sehen sollte, oder eine Tasse, die nach einem Schnitt ihren Platz gewechselt hat, ausschau halten :)

Zudem finde ich die Hintergrundinfos zu den Schauspielern, also nicht nur zu den Charakteren, ganz toll und die ausgesuchten Dialoge aus der Serie haben mich richtig zum Lachen gebracht.

Es werden alle Bücher aufgelistet, die in der Serie Erwähnung finden, Filme und Musik (Bands oder Songtitel) werden dagegen eher kurz erwähnt und nicht so detailliert dargestellt wie die Bücher.

Die Interviews am Schluss finde ich auch sehr spannend. Dort wird die Serie mal aus einer anderen Sicht als der "Unterhaltungssicht" beleuchtet.

Ich war wirklich etwas traurig, als ich das Buch durch hatte, und dachte nur: "Ich will mehr!"


Dieses Buch hat mich zudem auf eine ganze tolle Reihe, nämlich die Reclam 100 Seiten-Reihe, aufmerksam gemacht, die aus vielen so kleinen Büchern zu einem bestimmten Thema (oder Band, Serie, Person des öffentlichen Leben etc.) besteht. Da werde ich mir noch das eine oder andere Buch von zulegen.

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Veröffentlicht am 22.04.2020

Ein Wiedersehen nach langer Zeit

Zartbitter ist das Glück
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Kat hat eine Kakaoplantage mit ihrem Mann gekauft. Sie war lange in der Welt unterwegs, hatte mit ihrem Mann verschiedene Projekte und sich dann dort niedergelassen. Nun ist ihr Mann tot und sie nimmt ...

Kat hat eine Kakaoplantage mit ihrem Mann gekauft. Sie war lange in der Welt unterwegs, hatte mit ihrem Mann verschiedene Projekte und sich dann dort niedergelassen. Nun ist ihr Mann tot und sie nimmt Kontakt zu ihren Freundinnen aus Schulzeiten auf. Sie lädt sie zu sich ein, sie können bei ihr wohnen und sie verbringen zusammen die Zeit. Trotz der über 40 Jahren, die sie kaum bis gar keinen Kontakt hatten, machen sich alle auf den Weg zu den Fidschis.

Denn alle haben ihr Leben, von dem sie Abstand wollen. Da sind die Fidschis der perfekte Ort, weit weg von zu Hause. Es ist sehr spannend zu sehen, dass alle noch das Gefüge von früher im Kopf haben (wer war mit wem am dicksten, wer war welcher Typ, wer hat welche Macken) und so auch Geschichten aus der Vergangenheit zu erfahren. Aber nicht nur die bekannten Geschichten werden erzählt, sondern auch jahrelang gehütete Geheimnisse kommen raus.

Einige Eigenschaften haben die Frauen immer noch, aber die Fidschis lässt auch andere Seiten an ihnen zum Vorschein kommen. Und auch das Schokoladenprojekt ändert nochmal das ganze Gefüge.

Interessant ist es auch etwas über die Einheimischen zu erfahren und wie die vier Neuankömmlinge damit zurecht kommen bzw. mit der Zeit sich einfügen.



Für mich ist es ein wunderschöner Freundschaftsroman, so wie ich es liebe, und bin von dem Buch ganz begeistert.

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Für jeden den perfekten Look

Anziehungskraft
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Mit diesem Buch hält man nicht nur einen Ratgeber für Mode in der Hand, sondern erfährt auch einiges über Guido selbst. Seine Leidenschaft für Stoffe, Schnitte und Mode kommt sehr gut rüber. So beinhaltet ...

Mit diesem Buch hält man nicht nur einen Ratgeber für Mode in der Hand, sondern erfährt auch einiges über Guido selbst. Seine Leidenschaft für Stoffe, Schnitte und Mode kommt sehr gut rüber. So beinhaltet es viel Inspiration, nicht nur für Mode, und bringt einem beim Lesen immer wieder zum Lächeln. Es vermittelt den Eindruck, als wäre Guido einer von uns.

Guido hat es geschafft, Basics und Fachwissen miteinander zu verbinden. Es werden genau die verschiedenen Figurtypen von Frauen erläutern, mit spannenden Geschichten zu seiner eigenen Erfahrung mit diesen, und natürlich Details, welche Kleidungsstücke zu welchen Körperteil und Anlass am besten passen.

Danach kommt ein zweites Kapitel mit dem "Fachausdrücken" der Figurtypen, in dem jeder Figurtyp nochmal kurz zusammengefasst wird. Dies ist für mich doppeltgemoppelt bzw. hätte man dies auch zusammenfügen können.

Ganz zum Schluss kommt der Hinweis, dass nicht jede Frau 100% einem Figurtyp zuzuordnen ist und es meistens Mischtypen gibt. Ich finde diesen Hinweis gut und richtig, aber es wäre schön gewesen, wenn dieser vorher erwähnt worden wäre, denn ich hab mich die ganze Zeit versucht einem Typ zuzuordnen und bin zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen.

Die zusätzliche Kapitel wie "Kleiderschrank aufräumen" oder "Stofflehre" finde ich gut ergänzend, wenn auch ersteres mir etwas zu kurz geraten schien, wenn man überlegt, dass andere ganze Bücher darüber schreiben (wobei es hier auch mehr ums Aufräumen ging, als ums Ausmisten an sich).



Das Buch ist zusätzlich ein schönes Nachschlagwerk und lohnt sich nicht nur für Modeinteressierte, sondern auch für Guido-Fans. Ich fand es eine gute Unterhaltung und freu mich auf mehr.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

Eine Sammlung von Briefen an verstorbene Persönlichkeiten

Love Letters to the Dead
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Zu Beginn des Buches wird man sofort in die Geschichte rein geschmissen und mit all den Gefühlen eines Teenagers, der einen geliebten Menschen verloren hat, konfrontiert. Es geht sofort unter die Haut. ...

Zu Beginn des Buches wird man sofort in die Geschichte rein geschmissen und mit all den Gefühlen eines Teenagers, der einen geliebten Menschen verloren hat, konfrontiert. Es geht sofort unter die Haut. Sie ist aber nicht nur am trauern, sondern hat sich auch mit Einsamkeit, mit Selbstzweifel, jeden gefallen wollen und Schuldgefühle zu plagen. Dennoch ist sie an anderen Stellen verdammt weise und nicht auf den Kopf gefallen. Generell ist das Buch mit weisen Sichten auf die Welt bespickt. Wir begleiten Laurel und ihre Freunde beim Erwachsenen werden, und begleiten sie und ihre Familie bei dem Umgang mit Trauer und Schuld.

Zu Beginn kommen mir die Briefe sehr kurz vor und auf typischer Art eines Teenagers geschrieben. Mit der Zeit werden Briefe mehr wie einen Roman. Mir fällt auch auf, dass sie manchmal in einem Brief anfängt, etwas zu berichten, und dann in einem Brief an einen anderen Adressat die Geschichte weiter erzählt, aber so, als wenn dieser alles wüsste. Was mir sehr gut gefällt ist, dass wir Leser auch über die Persönlichkeiten, an die sie schreibt, etwas erfahren. Jeder hat einen Bezug zu ihr, zu ihrer Schwester oder einem anderen Familienmitglied.


Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Es berührt und was mir besonders gut gefällt ist, dass Geschichten, auch wenn es nur Nebengeschichten sind, zu Ende erzählt werden. Auch das Cover ist einfach richtig schön.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

SMS ins Unbekannte

SMS für dich
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Zu Beginn ist Claras Trauer sehr präsent. Das macht einen düsteren Einstieg ins Buch. Clara weiß die ganze Zeit nicht, dass ihre SMSs auch jemand empfängt. Sven ist immer wieder hin und her gerissen, ob ...

Zu Beginn ist Claras Trauer sehr präsent. Das macht einen düsteren Einstieg ins Buch. Clara weiß die ganze Zeit nicht, dass ihre SMSs auch jemand empfängt. Sven ist immer wieder hin und her gerissen, ob er mehr über die Absenderin wissen möchte oder nicht.

Sehr schnell wird klar, dass Clara ihren Freund gar nicht richtig kannte. Da hab ich mich schon manchmal gefragt, ob sie in einer Scheinwelt lebte oder die roserote Brille alles etwas verzogen dargestellt hat. Dabei passt das gar nicht zu Clara.


Für mich ist es die meiste Zeit eine Erzählung zweier Geschichten und zusammen kommen sie erst sehr spät und dann geht es auch sehr schnell. Jedoch hat für mich das Buch etwas gerettet, wie am Ende erklärt wird, wie die SMSs bei Sven landen konnte.

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