Knochen, Gold und Politik
Der Schrein der KönigeEnde des 12. Jahrhunderts entsteht seitens der Kölner Erzbischofs der Wunsch nach einem prunkvollen Schrein, der die Gebeine der Heiligen Drei Könige beherbergen soll. Spoiler: Also so, wie man ihn noch ...
Ende des 12. Jahrhunderts entsteht seitens der Kölner Erzbischofs der Wunsch nach einem prunkvollen Schrein, der die Gebeine der Heiligen Drei Könige beherbergen soll. Spoiler: Also so, wie man ihn noch heute im Kölner Dom bewundern kann. Bisher lagern die Gebeine in einer Kiste. Für die Fertigstellung des neuen Schreins wird der Goldschmied Nicolaus aus Verdun beauftragt. Es wundert nicht, dass die in Kölner ansässigen Goldschmiede davon wenig begeistert sind. Nicolaus zieht jedenfalls mit seiner Familie nach Köln. Die Herstellung des Schreins wird durch neidische Kollegen, Intrigen seitens kirchlicher und weltlicher Ränkeschmiede, aber auch durch familiäre Zwistigkeiten beeinträchtigt. Das mittelalterliche Umfeld wird sehr lebendig beschrieben. Hauptsächlich natürlich im städtischen Köln, aber auch im ländlichen Umfeld sowie im Umfeld der gleichzeitig stattfindenden Kreuzzüge, die kirchlicherseits als „Pilgerfahrten“ deklariert werden. Die historischen politischen Aktivitäten werden mit einer pittoresken Beschreibung des mittelalterlichen Lebens in einer lesenswerten Familiensaga verknüpft.