Die Welt der Sagen
Das Lied des DionysosIch lese unheimlich gerne über fantastische Sagen und Legenden der alten Zeiten und nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich sehr schnell neugierig und bin froh wieder etwas in ...
Ich lese unheimlich gerne über fantastische Sagen und Legenden der alten Zeiten und nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, war ich sehr schnell neugierig und bin froh wieder etwas in die Welt der Griechen eingetaucht zu sein, denn diese Geschichte konnte mich gut unterhalten!
Der junge Krieger Phaidros rettet in Theben ein ausgesetztes Baby, von dem eine ganz eigenartige Faszination ausgeht, vor dem sicheren Tod und bringt es zum Tempel der Artemis, in dem verwaiste Kinder aufgezogen werden. Wer kann schon ahnen, dass mit dem kleinen Jungen unvergleichliches Unheil über ganz Theben, ja über der ganzen Welt aufzieht. Was hat es mit dem Findlingskind auf sich? Ist es ein Bastard oder vielleicht gar von Zeus gezeugt? Jahre später, Troja ist gefallen und die Soldaten um Phaidros rüsten die Schiffe zur Heimfahrt. Da begegnen sie auf einer Insel einem seltsam schönen Jüngling und nehmen ihn gefangen. Ihm droht nun das Los als, Sklave verkauft zu werden, – was für ein Frevel! Das Kentern des Schiffs ist erst der Beginn einer verheerenden Rache, des gedemütigten Dionysos. Über Theben breitet sich eine nie dagewesene Dürre aus. Aber noch schlimmer: Eine seltsame Macht ergreift Gemüt und Verstand der Menschen, der Wahnsinn geht um. Und doch hängt das Herz von Phaidros an dem Gott, der ihm in vielerlei Gestalt begegnet.
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zum Genre, ist bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben. Jedoch gibt es hin und wieder ein paar Längen, die sich auch sehr zähl angefühlt haben. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und ich konnte mir von ihnen ein gutes Bild machen. Es handelt sich hier um einen wirklich guten Roman, bei dem man einiges dazulernen kann und der mich von Anfang bis Ende unterhalten hat. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sternen.