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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2018

Der allgegenwärtige Kampf von Gut gegen Böse

Der Duft des Lebens
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Aviv ist ein sehr empathischer Mensch und kann sich in die Menschen einfühlen. Er wächst behütet bei seiner Adoptivmutter auf und glaubt an das Gute in der Welt.
Der Arzt Kaminski ist zwar intelligent ...

Aviv ist ein sehr empathischer Mensch und kann sich in die Menschen einfühlen. Er wächst behütet bei seiner Adoptivmutter auf und glaubt an das Gute in der Welt.
Der Arzt Kaminski ist zwar intelligent und wohlhabend, aber er kann (und will) nichts Positives empfinden und quält seine Umwelt mit Misstrauen, Neid, Häme und Bosheit. Aber er kann seine Unzulänglichkeit spüren und wünscht sich das, was scheinbar alle Menschen - außer ihm - besitzen: Eine Seele. Kaminski entwickelt ein Verfahren, um sterbenden Menschen den letzten Lebenshauch und somit ihre unsterbliche Seele zu stehlen, um sich selbst damit zu bereichern.
Aviv und Kaminski stellen den Kampf - Gut gegen Böse - dar, und es stellt sich die Frage, ob jeder Mensch mit guten Kernanlagen geboren wird und nur seine Umwelt ihn zu einem bösen Dasein beeinflussen kann. Aviv kommt am Anfang etwas unbedarft und naiv rüber, aber er entwickelt sich zu einem Mann und beginnt die geistigen Gaben, die ihm geschenkt wurden, für sich selbst und seine Liebsten zu nutzen. Kaminski bleibt während des gesamten Buches der böse, schwarze Mann, und doch fragt man sich, wie er dazu geworden ist, und ob sein Schicksal in seinen frühen Kinderjahren hätte gewandelt werden können.
Glücklicherweise hat das Buch ein Happyend, obwohl es verständlicherweise auch Verluste zu betrauern gibt.

Veröffentlicht am 15.07.2018

Auch im Alter wird es nicht einfacher

Wir sehen uns im Sommer
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Das Buch "Wir sehen uns im Sommer" ist die Fortsetzung von "Sommerfreundinnen", welches mich damals ebenfalls begeistert hat.
Die Freundinnen Rebekka, Maggan und Susanne waren zwar gut in ihren "neuen ...

Das Buch "Wir sehen uns im Sommer" ist die Fortsetzung von "Sommerfreundinnen", welches mich damals ebenfalls begeistert hat.
Die Freundinnen Rebekka, Maggan und Susanne waren zwar gut in ihren "neuen Leben" angekommen, welche von ihrer verstorbenen Freundin Sonja eingefädelt worden sind, aber nach einigen Jahren ist leider nicht mehr alles eitel Freude Sonnenschein. Erneut begeben sich die 3 Frauen auf eine weite Reise, um die Asche ihrer Freundin Sonja in allen möglichen Ländern zu verstreuen, so wie es deren Wunsch gewesen ist. So lernen sie die verstorbene Freundin noch mal ganz neu kennen, denn sie hat den Dreien diverse Briefe hinterlassen. Rebekka, Maggan und Susanne müssen dabei so manches mal über ihren eigenen Schatten springen, reflektieren ihr Leben und ihre Liebesbeziehungen und erfahren durch die erneute Trauer um Sonja, dass es sich immer wieder lohnt, um die Liebe und um die eigene Unabhängigkeit zu kämpfen.

Veröffentlicht am 24.06.2018

Zeit nehmen für dieses Buch

Der emotionale Rucksack
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Da ich ein nachtragender Mensch bin, war das Buch sehr interessant für mich. Aber die Beschäftigung mit dieser Lektüre erfordert doch etwas Zeit und Ausdauer. Die Autorin gibt wertvolle Impulse, aber ob ...

Da ich ein nachtragender Mensch bin, war das Buch sehr interessant für mich. Aber die Beschäftigung mit dieser Lektüre erfordert doch etwas Zeit und Ausdauer. Die Autorin gibt wertvolle Impulse, aber ob sich jeder aktiv damit beschäftigen kann und will, ist natürlich fraglich. Aber allein den Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen zu lernen und zu erkennen, wie und warum sich mein emotionaler Rucksack über die Jahre hinweg aufgebaut hat, war schon sehr aufschlussreich. Manche Kapitel waren "kräfteraubend" und brauchten Zeit, um sich in Kopf und Seele festzusetzen. Auf psychologische Fachbegriffe hat die Autorin - glücklicherweise - weitestgehend verzichtet. Somit steht es jedem Leser frei, sich die Impulse aus dem Buch zu holen, die für jede/n Einzelne/n hilfreich sind. Ich werde mich irgendwann bestimmt wieder mit dieser Lektüre beschäftigen.

Veröffentlicht am 22.02.2018

Langatmig und verworren

Das Vermächtnis des Künstlers
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George ist ein Parapsychologe, der angeblich mysteriöse Geschehnisse aufdeckt bzw. erklärt, dass keine Geister dahinter stecken. Er wird beauftragt, mehrere Gemälde von Kindern zu untersuchen, die ihre ...

George ist ein Parapsychologe, der angeblich mysteriöse Geschehnisse aufdeckt bzw. erklärt, dass keine Geister dahinter stecken. Er wird beauftragt, mehrere Gemälde von Kindern zu untersuchen, die ihre Besitzer scheinbar in den Wahnsinn oder sogar in den Tod getrieben haben. Auch diesmal glaubt er, eine logische Erklärung hinter diesem Geheimnis aufdecken zu können.
Er arbeitet dabei mit der Kunsthistorikerin Josephine zusammen, mit der er die letzten beiden Bilder ausfindig machen soll.
Der Klappentext und auch die Leseprobe erschienen mir vielversprechend. Doch die Charaktere im Buch kommen alle sehr unsympathisch rüber, die Geschichte ist langatmig und verwirrend, gespickt von Fremdwörtern und Nebensächlichkeiten. Seitenweise Erläuterungen, die absolut unwichtig und ermüdend sind, legen die Spannung gänzlich lahm und haben - meines Erachtens nach - überhaupt nichts mit der eigentlichen Kerngeschichte zu tun. Das Thema des Buches hätte spannend sein können, aber ich habe irgendwann nur noch quer gelesen und war manchmal sogar versucht, das Buch einfach abzubrechen. Mit viel gutem Willen bekommt es von mir gerade mal 2 Sterne.

Veröffentlicht am 09.01.2018

Glasbläserkunst

Winterengel
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Das Buch erzählt von der jungen Anna, die von ihrem verstorbenen Vater das Glasgießen erlernt hat. Die Geschichte zeigt, wie schwer es Frauen 1895 hatten, die ihren Vater, Ehemann und Ernährer verloren ...

Das Buch erzählt von der jungen Anna, die von ihrem verstorbenen Vater das Glasgießen erlernt hat. Die Geschichte zeigt, wie schwer es Frauen 1895 hatten, die ihren Vater, Ehemann und Ernährer verloren haben. Doch Anna will ihre Mutter und ihre jüngere Schwester unterstützen, wächst über sich hinaus und nimmt sogar die Herausforderung an, ihre Glasengel der Königin von England vorzustellen und zum Verkauf anzubieten. Mit John - einem englischen Diener - tritt sie ihre erste große Reise an. Viele Schwierigkeiten stehen der jungen Frau bevor, ehe sie auf Windsor Castle vorsprechen darf. Anna lernt viele unterschiedliche Menschen kennen, die ihr wohlwollend begegnen, aber einige wollen ihr leider auch schaden. Sie reift zur Frau und nimmt ihre Leben in die Hand.
Die Einblicke in die Kunst der Glasbläserei fand ich sehr interessant und hätte mich über noch mehr Details diesbezüglich gefreut. Es war auf jeden Fall eine sehr angenehme Lektüre.