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Veröffentlicht am 16.07.2018

Es tut mir leid, aber NEIN.

Tell me three things
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Viele Menschen setzten sich dafür ein, diese Welt zum Besseren zu ändern. Sie kämpfen für die Gleichberechtigung, für sexuelle Akzeptanz, gegen Rassismus und Stereotype und für die Rettung der Erde auf ...

Viele Menschen setzten sich dafür ein, diese Welt zum Besseren zu ändern. Sie kämpfen für die Gleichberechtigung, für sexuelle Akzeptanz, gegen Rassismus und Stereotype und für die Rettung der Erde auf der wir leben. Wer sich mit einem Punkt des oben genannten identifiziert, möchte ich von dem Buch „Tell me three things“ von Julie Buxbaum abraten.

Doch bevor ich darauf eingehe, warum man einen derartigen Wirbel, um ein unschuldig anmutendes Jugendbuch machen muss, möchte ich zunächst ein paar Worte über den Inhalt verlieren.


Die Protagonistin Jessie zieht nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Vater, zu dessen neuer Frau – weg aus Chicago nach LA. In der neuen Schule findet sie sich nur schwerlich zurecht, sodass sie das ungewöhnliche Angebot eines Fremden annimmt, der sie via Mail durch das Mienenfeld ihrer Schule leiten will.

Zugegeben liegt hier viel Potential: psychologische Abhängigkeit, unerklärliche Zusammenhänge oder die Frage, was passiert, wenn der Mensch, den du so sehr zu kennen glaubst, ganz anders ist als erwartet. Das alles hätte hier behandelt werden können – und bei „hätte“ ist es geblieben. Schließlich musste ich feststellen, dass es eine nicht besonders originelle Liebesgeschichte war, die eine Art heterosexuelle „Simon vs. The homo sapiens agenda“- Geschichte ohne die liebenswerten Charaktere ist. Dabei hat der Erzählstrang keinen Spannungsbogen. Willkürliche Ereignisse reihen sich aneinander, ohne dass etwas emotional oder charakterlich nachvollziehbar wäre und pseudo-tiefgründige Gespräche entspringen aus dem Nichts und kehren genau dahin zurück.

„...und fühle mich sofort wie eine peinliche Feministin“ eines der wenigen Zitate die ich unterstützen kann.

Die Protagonistin Jessie ist perfekt konstruiert um Missgunst zu kanalisieren. Von den Nebencharakteren, die auf ihrer Seite stehen, wird zunehmend suggeriert, dass sie ein wundervoller Mensch ist, leider sprechen ihre Gedanken gegen sie. Die Autorin hat hier das Ziel verfehlt, die Protagonistin zu portraitieren. So wird sie als, nicht an Designern und Luxus interessiert beschrieben, verbringt aber ihren halben Tag damit, den Luxus anderer Menschen zu beschreiben und abschätzig zu bewerten, was ein Paradoxon bildet, welches die Glaubhaftigkeit des Charakters untergraben hat. Für diesen Zweck wäre das Schreiben in der dritten Person besser geeignet gewesen, um aufzuzeigen, dass die Protagonistin zwar von Reichtum umgeben ist, ihn aber für so unwichtig erachtet, dass sie ihn nicht einmal vollends wahrnimmt

„Bestimmte Tatsachen neigen dazu, alles andere unwichtig werden zu lassen“

Was für mich das ganze Werk überschattet hat, war die, von Stereotypen geprägte, Darstellung. Zitate wie „hier sind alle blond und schlank“ (auf L.A. bezogen) sind einfach nicht tragbar. Rund 40% der Bevölkerung von LA County sind hespanische Amerikaner, nur ca. 20% der Bevölkerung sind weiß. Das Buch stellt diese Vielfallt in keinster Weise dar. (Nebenbei bemerkt sind 45% der Bevölkerung in Chicago weiß.) Ein spanisch/portugiesisch stämmiger Nachname wird einmal fallen gelassen (wobei auch hier nur der Name auf eine andere ethnische Abstammung hinweist), ansonsten liest man ausschließlich, über reiche Weiße, die einzelne arme Weiße und die ganzen Dinge, die reiche Weiße eben machen.

Ebenso äußert die Protagonistin aus der Feder von Julie Buxbaum massiv sexistische und oberflächliche Äußerungen. Auch hier lege nicht das Problem, wenn diese Darstellung an irgendeiner Stelle reflektiert werden würde. Doch dies passiert nicht. Die Menschen die sie mag und welche sich als freundlich entpuppen, stechen auch alle optisch heraus und heben sich von den „hübschen, schlanken und blonden“ Menschen ab.
Auch diverse Klischees über Bioessen und die wohlhabende Bildungsschicht, sowie den Schönheitswahn wurden so präsentiert, dass der Leser sich in Vorurteilen einkugeln konnte. An keinem Punkt, wurde man aus seiner Komfortzone gedrängt. Stattdessen durfte man sich einreden, dass hübsche, reiche Menschen wenigstens oft einen schlechten Charakter haben.

Und hier liegt mein Hauptproblem: Dieses Buch kennt seine Zielgruppe und zielt gekonnt auf die Vorstellung von gesellschaftlich „typischen“ Schwachstellen ab, die vor allem mit jungen Frauen in Verbindung gebracht werden. Dabei zeigt einem das Buch, dass Bestätigung von außen der Schlüssel zur Selbstakzeptanz ist. Es immer nur zwei Gruppen von Menschen gib. Narzisstisches verhalten berechtigt wäre. Männer werden als triebgesteurt und brustfixiert dargestellt. Hübsche Frauen sind gemein. Stereotype über Stereotype. Ich verstehe, dass Jessie in ihrer Position als Mobbingopfer viel Möglichkeit zur Identifikation bietet, für alle die, die selbst schon einmal die Erfahrung gemacht haben. Es ist so viel einfacher Groll zu hegen und das symbolische Bild, von allen die einem jemals verletzt und erniedrigt haben, durch den Schlamm zu ziehen. Aber lasst es euch von jemanden sagen, der ähnliches über Jahre erlebt hat: Hass und Vorurteile sind nicht der Weg. Hunde beißen öfters aus Angst, als aus reiner Aggressivität. Und auch wenn es das Verhalten gegenüber den Opfer in keinster Weise rechtfertigt, hilft ein derartiges Buch niemanden die Vergangenheit loszulassen – stattdessen schafft es tiefe Gräben, die Menschen voneinander entfernen.
Vielleicht noch ein positiver Punkt: Die Vielfallt, die das Buch bietet ist ein einzelner homosexueller Charakter, welcher dann aber wieder ein „schriller Vogel“ ist. Aber immerhin etwas.

Ganz anders: Die Aufforderung von Müttern gegenüber ihrer Töchter, ein paar Kilo abzunehmen, damit sie besser aussehen, stößt hier nicht auf brüskierte Zuschauer, sondern besagte Mutter, wird noch für ihre Ehrlichkeit gelobt.

Was den Schreibstil angeht bin ich gespalten.
Er war an manchen Stellen humorvoll. Die Autorin spielt gerne mit Sprache, nutz gerne kurze Sätze, bis hin zu Einwortsätzen um ihren Aussagen Nachdruck zu verleihen. Dabei finde ich allerdings Beschreibungen wie „regenbogenenfarbener Regenbogen“ leider nicht mehr witzig, sonder flach.

Als angenehm habe ich den Austausch zwischen Jessie und ihren unbekannten Helfer empfunden, wobei besonders die Betreffzeile und das Spätere "drei Dinge" Spiel, doch für einen gewissen Humor und eine Herzlichkeit sprechen, die leider nur punktuell zu finden war.

Fazit: Unter den Deckmantel der romantischen Geschichte einer jungen Frau, wurden uns veraltete und einseitige Einblicke in das Leben einer narzisstischen Egomanin gewehrt, die niemand sich zumuten sollte. Das Buch ist nicht spannend, das Ende vorhersehbar, die Charaktere nicht durchdacht und die Mühe, nach einer Szene zu suchen, die den Bechdel-Test besteht, braucht man sich nicht machen. So leid es mir tut, ich kann dieses Buch nicht empfehlen.

  • Cover
  • Gefühl
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 31.05.2018

Gab es ein Lektorat ?

Vicious Love
2

Fazit:

Sehr gemischt. Als leichte Lektüre für zwischendurch geeignet, wenn man auf diese Art von Badboy -Romanzen steht. Die Umsetzung ließ einiges zu wünschen übrig.

Das Warum:

Dieses Buch hatte ...

Fazit:

Sehr gemischt. Als leichte Lektüre für zwischendurch geeignet, wenn man auf diese Art von Badboy -Romanzen steht. Die Umsetzung ließ einiges zu wünschen übrig.

Das Warum:

Dieses Buch hatte einige Schwächen aber auch zahlreiche Stärken aufzuweißen.

Beginnen wir mit etwas Positiven. Der Plot an sich war schlüssig. Man hat die Motivation der Charaktere verstanden, welche vielleicht nicht originell waren, aber grundsätzlich stimmig und durchdacht.

Das kann ich zu den Charakteren leider nicht sagen. Emilia wird als junge, schaffende Künstlerin dargestellt, welche einen außergewöhnlichen Kleidungsstil haben soll und niemals das Wort "Scheiße" sagt.

Tatsächlich ist ihre Kleidung außergewöhnlich aber der Rest... sie flucht gefühlt aller zehn Seiten und verwendet auch Wörter wie "Scheiße". So innovativ ist sie als Künstlerin auch nicht, da sie (bis auf ein einziges Mal) nur Kirschbäume malt. Das dann auch noch als provokativ zu bezeichnen... hat niemand dieses Buch vorab gelesen?

Auch Vic war gerade am Ende total out of Character. Er hat sich plötzlich anders verhalten und sich von einer derart verletzlichen Seite gezeigt, dass ich es unglaubwürdig finde. Davor war er unterhaltsam und in seiner Rolle als reicher Badboy glaubhaft. Der Umgang mit seinem Vater, sein Verhalten als Kind, seine Art das Problem am Ende zu lösen - beide Daumen hoch. Es hatte zu den Bild gepasst, nur das Schmusekätzchenende hat dann irgendwie den Zauber zerstört.

Auch andere Charakter wichen von dem Bild ab, welches einem vermittelt werden sollte.

Positiv waren die erotischen Szenen, die waren gut geschrieben und haben sich sogar bemüht, etwas von dem Doppelten-Regenbogen- Höchstleistung- Standard abzuweichen.

Leider waren auch sprachlich ein paar unschöne Auffälligkeiten zu bemängeln. z.B. wenn dir durch die Beschreibung von dekadenter Luxuskleidung das Gefühl von Eleganz und Stil vermittelt wird und dieser jemand dann "Schmaucht" ... bitte was?

Vielleicht lag das an der Übersetzung, aber hier war jemand etwas zu motiviert, Synonyme zu finden.

Alles im allen ehr mittelmäßig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 22.05.2018

Besser, aber immer noch Luft nach Oben.

Die letzte erste Nacht
2

Diese Autorin ist in vielerlei Hinsicht an sich gewachsen. Dies ist das erste was ich anmerken möchte, nachdem ich, den für mich, zweiten Band von Bianca Iosivoni gelesen habe.


Doch von Anfang an:

Die ...

Diese Autorin ist in vielerlei Hinsicht an sich gewachsen. Dies ist das erste was ich anmerken möchte, nachdem ich, den für mich, zweiten Band von Bianca Iosivoni gelesen habe.


Doch von Anfang an:

Die Story.
Es gab genug Raum, damit die Charaktere sich in der Haupthandlung entwickeln konnten, das Erzähltempo ist angenehm.
Die Grundgeschichte aber, hatte für mich den Fokus falsch gelegt. Schon nach der Kurzbeschreibung des Buches war mir klar - wer etwas mit dem Tot ihres Bruders zu tun hatte. Schon hundert Seiten später, lag mein Geld auf dem Tatsächlichen Plottwist . Soweit so gut. Nur leider beschäftigt sich fast das ganze Buch mit Tats Suche nach der Wahrheit, die zugegeben eher eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger glücklichen Zufällen ist. Es war klar, dass es ein Happy End gibt, sodass mein Leseantrieb darin bestand heraus zu finden, wie du jemanden aufrichtig Lieben kannst, der so viel Leid in dein Leben gebracht hat. Leider wird das mit ein paar Seiten abgespeist. Hier liegt meiner Meinung nach aber die Goldgrube für wahre Emotionen und Spannung.

Die Charaktere.
Ich merkte das man versucht diverse Charaktere einzubringen. Gerade die Erwähnung von Homosexuellen empfinde ich schon mal als guter Anfang (auch wenn alle anderen Charaktere weiß und schlank sind... außer ein Latino- aber ein Anfang.) Hier sehe ich noch Steigerungspotential.
Zumindest bei den Persönlichkeiten ist eine breite Vielzahl vertreten. Es lässt mich manchmal ein wenig stutzen, das diese Charaktere Freunde sind, aber das nur am Rand. Viel wichtiger sind hier die Hauptcharaktere. Die wirken erstmal sehr speziell, handeln, nach Mustern, die zu den Charakteren passen, das war sehr gut... solange sie Singel waren.
Sobald ein Paar sich gefunden hat, werden sie irgendwie zu seiner streichelnden, weichgewaschenen grauen Masse.
Wobei immer wieder Charaktere durch einen eigenen Sprechstil auffallen, was mir dann wieder sehr gut gefallen hat.

Schreibstil.
Der ist solide. Man bekommt ein gutes Gefühl für Bewegungen, dass kann die Autorin.
Man lernt die Charaktere, zumindest zu Beginn, nicht durch übertriebene Selbstreflektion kennen, sondern durch Gespräche und Interaktionen. Das empfand ich als angenehm, vor allem, da es in der Vergangenheit einige geschwollene Monologe über die eigene Person gab.
Die zahlreichen inneren Monologe über das eigene Wesen und warum man so ist wie man nunmal ist, kommen erst später im Buch und haben den Erflog vom Anfang geschmälert. Es beraubt einem der Freude Charaktere selbst kennen zu lernen. Man bekommt ein vorgefertigtes Bild mit Begründung.
Es ist gut verständlich, oft sogar unterhaltsam, aber nicht wirklich fesselnd.

Technisches/ Handwerk.
Die Recherche hat mir hier ein bisschen den Magen umgekehrt.
Während man gemerkt hat, das wenigstens zum Thema Totenflecke ein paar Auskünfte herangezogen wurden, waren andere Themen er halbherzig nachgeschlagen worden.
Das Thema Drogen... Man hätte sich wenigstens die Mühe machen können, sich zu informieren was sie denn da einwirft. Selbst wenn der Charakter es nicht weiß, wäre es ratsam ein klares Schema von Symptomen abzuarbeiten. So war es für mich einfach nur unglaubwürdig. Noch schlimmer wurde es kombiniert mit dem Verhalten der Charaktere. Eine kurze Befragung von Google, hätte gezeigt, dass Erbrechen zu keiner Verbesserung der Symptome führt. Natürlich könnte es ein Symptom sein, aber es geht einem dadurch nicht besser. So wie die Situation beschrieben war, war der Wirkstoff schon im System, da kann man brechen wie man will. Und dann lassen diese angeblich Erwachsenen ihre Freundin alleine? Nachdem sie eingeschlafen ist? mit unbekannten Drogen?

Ähnlich bei dem Herzfehler. Hier bitte mal konkret werden. Wenn Tate schon Anatomiekurse besucht, dann könnte man sich ja wenigstens eine nicht operativ behandelbare, angeborene Herzkrankheit heraussuchen. Es wirkte ein bisschen faul. Als wäre der Autorin aufgefallen, dass es ein wenig grausam wäre. Aber so- volle Tragik bei nur halb so viel Schuld.

Positiv hervorheben möchte ich noch die Selbstbestimmte Sexualität der Charaktere.
Gerade die Frauen waren in diesem Buch gut dabei.

Fazit.
Eher einfach, aber bis jetzt das beste Buch, was ich von der Autorin gelesen habe.
Die Recherche ist mangelhaft, und die Lovestory eher eine Schnitzeljagd, als eine Geschichte über das tatsächliche kultivieren von Liebe gegen alle Umstände. Es gibt tiefe Einblicke in das Leben der Charaktere.

  • Cover
  • Figuren
  • Gefühl
  • Dramaturgie
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 28.03.2018

Nachvollziehbarer Zwiespalt!

Zorn und Morgenröte
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Oft hat man ja da Problem, das die Probleme der Charaktere keine wirklichen Probleme sind und mit einen Gespräch gelöst werden können.
Aber nicht hier!

Ich kann wirklich nachvollziehen wo der Hase ...

Oft hat man ja da Problem, das die Probleme der Charaktere keine wirklichen Probleme sind und mit einen Gespräch gelöst werden können.
Aber nicht hier!

Ich kann wirklich nachvollziehen wo der Hase im Pfeffer liegt und das ist eine wirklich angenehme Überraschung.

Der Schreibstil ist sehr schön, die Story fliegt nur so dahin und ich kann es wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 26.03.2018

Wo ist der Plot?

Save Me
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Zunächst ist die Recherchearbeit hervorzuheben rund um den Bewerbungsprozess in Oxford, das war wirklich informativ und wirkte glaubhaft .
Aber der Rest...
Ich hatte eindeutig falsche Erwartungen an dieses ...


Zunächst ist die Recherchearbeit hervorzuheben rund um den Bewerbungsprozess in Oxford, das war wirklich informativ und wirkte glaubhaft .
Aber der Rest...
Ich hatte eindeutig falsche Erwartungen an dieses Buch. Es handelt sich hier um eine reine Lovestory. Eine Nebenstory ist kaum existent, wenn man von der ständigen Erwähnung der Universität Oxford absieht. Es war ganz niedlich, aber eben wieder einmal nicht mehr. Dieses Buch hält nicht wirklich irgendwelche Überraschungen parat. Es bedient die Klischees vom jungen, fleißigen, aufstrebenden, ehrlichen Arbeitermädchen und der ach so arroganten, verwöhnten High Society (mit den strengen Eltern und dem Erwartungsdruck inclusive).

Der Schreibstil ist solide, gut verständlich, dreht sich aber ständig im Kreis und kommt selten auf den Punkt. Auch findet man hier und da kleine Fehler, wie wechselnde Anreden, die vermeidbar gewesen wären, aber nicht der Weltuntergang sind.

Die Charaktere waren auch nicht übel, aber ziemlich eindimensional. Keiner von beiden hat etwas nennenswertes mitzuteilen.

ABER! Die Romantischen Szenen waren wirklich gut geschrieben. Gerade die Erotikszenen haben mich positiv überrascht. Die waren wirklich gut zu lesen, waren zwar auch stark idealisiert, aber ansonsten eine gute Leistung.

Das Ende wirkte so ein bisschen aus der Luft gegriffen. Da alles so schön harmonisch war musste man eben ein bisschen schlechte Laune verbreiten, damit es noch eine Fristsetzung gibt. Das Ende hätte man schon vorab ein bisschen einarbeiten können, das hätte vielleicht auch ein bisschen emotionale tiefe Gebracht.