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Veröffentlicht am 21.03.2021

Charlotte und Tom II

Das Geheimnis der Themse
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Seit Jahren bin ich Fan von Susanne Goga, ich habe all ihre Bücher gelesen, bisher hat sie mich noch nicht enttäuscht, so auch diesmal nicht. Beste Unterhaltung im viktorianischen London!

Das Cover ist ...

Seit Jahren bin ich Fan von Susanne Goga, ich habe all ihre Bücher gelesen, bisher hat sie mich noch nicht enttäuscht, so auch diesmal nicht. Beste Unterhaltung im viktorianischen London!

Das Cover ist sehr stilvoll gestaltet und gibt einen wunderbaren Einblick in den Haupthandlungsort: London. Wir sehen die Themse mit der Westminster Bridge und dem Big Ben im Hintergrund, an der Promenade steht eine Frau, welche dem Betrachter den Rücken zuwendet. Der Klappentext verrät dem Leser, dass die Geschichte 1894 beginnt und das zwei Jahre nach der Hochzeit von Charlotte und Tom vergangen sind. Tom und Charlotte kennen die Leser von Susanne Goga bereits aus dem Buch „Der verbotene Fluss“. Bereits damals hatte ich beide Figuren sehr liebgewonnen und wollte nun natürlich wissen, wie es den beiden in der Zwischenzeit ergangen ist und welches Abenteuer sie diesmal erwartet.

In „Das Geheimnis der Themse“ geht es um London, ein spannendes Buchprojekt, um Geheimbünde und Magie, um das alte Ägypten und um ungewollte Kinderlosigkeit. Neben Charlotte und Tom gibt es eine dritte Hauptfigur, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, den kleinen Alfie. Alfie ist Strandsucher und sucht an der Themse nach Strandgut, welches angespült worden ist. Er haust in einer kleinen Hütte unter den ärmlichsten Bedingungen.

Der Roman wird chronologisch erzählt, es gibt einen Prolog und einen Epilog. Der Schreibstil von Susanne Goga ist wie gewohnt mitreißend und einnehmend. Man taucht bereits nach wenigen Seiten tief in das Geschehen ein. Die vielen Dialoge und Beschreibungen wechseln sich ab und ein hoher Lesefluss entsteht. Zudem wird der Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man als Leser einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren bekommt.

Auch in diesem Roman ist der Anteil der magischen bzw. mystischen Elemente recht hoch. Für mich blieb leider bis zum Schluss das Motiv nicht vollkommen klar, welches der Geheimbund der Töchter der Isis ausübt. Dies ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Aber vielleicht bin ich auch zu rational und wissenschaftlich, dass ich für Magie, Geheimbünde, Rituale oder ähnliches nicht empfänglich bin.

Nichts destotrotz hat der Roman mich bis zur letzten Seite gefesselt und ich konnte das Buch zum Schluss kaum aus der Hand legen. Man taucht in eine Geschichte ein, die eine Mischung aus historischem mit mystischen Elementen bespickten Spannungsroman ist.

Am Ende des Romans gibt die Autorin ihre Quellen an, ebenso findet sich in der Innenklappe eine alte Karte von London mit der Themse als Mittelpunkt.

Den Roman kann ich vor allen Dingen London-Liebhaber empfehlen, aber natürlich auch allen die gerne einen spannenden historischen Roman lesen möchten.

Charlotte und Tom auf einer mystischen und spannenden Reise durch London am Ende des 19. Jahrhunderts. Klare Leseempfehlung

9/10 P.

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Veröffentlicht am 16.03.2021

Die Bremer "Zeit"

Das Erbe der Altendiecks
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Mit dem Roman „Das Erbe der Altendiecks“ ist dem Autor ein herausragender historischer Roman gelungen, welcher mir über viele Stunden sehr viel Freude bereitet hat. Das Cover zeigt sich in einer Mischung ...

Mit dem Roman „Das Erbe der Altendiecks“ ist dem Autor ein herausragender historischer Roman gelungen, welcher mir über viele Stunden sehr viel Freude bereitet hat. Das Cover zeigt sich in einer Mischung aus Farbe und schwarz-weiß und zeigt den Marktplatz von Bremen in der Zeit von ca. 1864 bis 1893. Der Klappentext gibt wesentliche Anhaltspunkte der Handlung an und vermag dem Leser die Geschichte „schmackhaft“ zu machen. Als wesentlicher Hauptprotagonist tritt dabei die Uhrmacher Tochter Gesche Altendieck in Erscheinung. Sie gibt dem Roman den „roten Faden“ einer Entwicklung von einer mit unbändigem Willen ausgestatteten Tochter eines Bremer Uhrmachers hin zu einer „Familienpatriarchin“, welche auch in späteren Jahren noch ihr Lebenswerk stets zu „verteidigen“ weiß, ohne dabei den Sinn für die „Sache“ aus den Augen zu verlieren. Sie überzeugt mit ihrem Willen, ihrer persönlichen Stärke und der Leidenschaft zur Uhrmacherei, ihrer eigentlich größten Liebe. Sie steht für das Sinnbild einer Dynastie die trotz Schicksals- und Rückschlägen die stürmischsten Zeiten zu überstehen. Als erwähnenswerte bedeutsame Nebenfiguren treten Gesches Großvater Nicolaus, ihr Vater Johann Christian, ihr Bruder Friedrich, ihr Ehemann Andreas Niehus sowie ihr Sohn Nicolaus Niehus in Erscheinung. Nicolaus Niehus spielt dabei in der späteren Entwicklung des Romans eine entscheidende Rolle. Er schafft es bestimmte nicht mehr für möglich gehaltene „Grunddogmen“ der Familiendynastie zu überwinden und die Uhrmacherfamilie in die nächste Generation mit neuen Herausforderungen zu führen. Dabei muss er einige Hindernisse überwinden.
Die Spannung der Erzählung lebt von den dramatischen politischen Umständen in Bremen sowie von der teilweisen unbarmherzigen Uhrmacherkonkurrenz untereinander. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und zeitlich aufeinanderfolgend. Der Roman spielt in einer Zeitepoche von 1766 bis 1833 und ist in vier Abschnitte aufgegliedert. Sehr hilfreich ist dabei, dass vor Beginn jedes Abschnittes der handelnde Familienstammbaum der Protagonisten aufgezeichnet ist. Des Weiteren glänzt der Roman mit einem Glossar historischer Personen, einem Verzeichnis über die Begriffe der Uhrmacherkunst sowie einem allgemeinen Verzeichnis historisch verwendeter Begriffe aus der damaligen Zeit. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, historisch bewandert und mit einer sehr detailtreuen bildhaften Sprache versehen. Eine Besonderheit der Erzählung ist die enge Verbindung der „Uhrmachergeschichte“ mit der historischen Entwicklung der Stadt Bremen aus dieser Zeit. Man hat als Leser oft den Eindruck die Hauptprotagonistin Gesche symbolisiert die Stadt Bremen und verleiht dem ganzen einen historisch sehr tiefgründigen, mitreißenden und fleißigen Kern. Als Zielgruppe des Romans kommen sowohl Männer als auch Frauen aller Altersgruppen in Betracht. Das Fazit des Romans ist durch und durch positiv. Neben den schönen bildhaften Darstellungen über das mittelalterliche Bremen haben mich die Detailtreue der Uhrherstellung fasziniert. Der Autor hat sehr viel Arbeit in die Recherche über das Uhrmachen der damaligen Zeit gesteckt. Dies hat sich mehr als gelohnt, da der Leser so sehr detailgenau und wissenserweiternd in das Uhrmacherhandwerk hineintauchen kann. Des Weiteren wird der Leser auf eine historische Reise genommen in eine Zeit, in der große Veränderungen ihren Lauf genommen haben. Ich hoffe in Zukunft noch weitere historische Romane von Hendrik Lambertus lesen zu dürfen.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Pageturner, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite

Kinder ihrer Zeit
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Besondere Zeiten erfordern besondere Bücher. Perfekte Lektüre für mich in diesen Zeiten!

Seit Jahren bin ich schon Fan von Claire Winter, ihre Bücher sind immer superspannend, toll geschrieben und hervorragend ...

Besondere Zeiten erfordern besondere Bücher. Perfekte Lektüre für mich in diesen Zeiten!

Seit Jahren bin ich schon Fan von Claire Winter, ihre Bücher sind immer superspannend, toll geschrieben und hervorragend recherchiert. Jetzt während meiner Genesungsphase brauchte ich einfach ein Buch, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite vollständig fesselte. Claire Winter hat mich auch diesmal nicht enttäuscht.

Das Cover finde ich ganz schön, es zeigt die Berliner Mauer im Bau und Gebäude in Schwarz-weiß, nur eine Frau und ein Mann im Vordergrund sind in bunt abgebildet. Der Klappentext ist gut gewählt, man kann sich die Zerrissenheit und die Dramatik gut vorstellen.

Berlin in den 50er Jahren bietet so einiges an Potential, welches die Autorin gut umsetzt. Die Klauen des Kalten Krieges greifen nach den Menschen in Ost- und West-Berlin. Auch nicht so geschichtlich bewanderte Leser, wissen wohl von der geteilten Stadt und dem Mauerbau.

Emma und Alice sind zwei wunderbare Protagonistinnen, welche einen schweren Weg gehen. Sie treffen sich nach zwölf Jahren wieder, glaubten zwischenzeitlich, die andere sei tot. Die Schwestern haben sich unterschiedlich entwickelt, während die eine in West-Berlin bei der Mutter aufwächst, muss die andere ihren Platz in Ost-Berlin finden und verbringt ihre Jugendjahre in verschiedenen Kinderheimen. Die beiden verbindet etwas und dennoch trennt sie auch das eine oder andere. Werden die beiden es schaffen einen gemeinsamen Weg zu gehen?

Max und Julius sind die Männer in West und Ost. Sie stehen den beiden Frauen zur Seite. Die Liebe macht die gesamte Situation noch schwieriger, als sie ohnehin schon ist, oder ist es doch nur Freundschaft? Alle vier Figuren agieren absolut überzeugend in einem Strudel aus Spionage, Intrigen, Lügen und Halbwahrheiten.

West-Berlin war zur Zeit der 50er Jahre die Hochburg der Geheimdienste, genau dies wollte die Stasi und Russland, die immer noch viel Macht in der DDR hatten, nicht hinnehmen. Man lernt in diesem Roman sehr viel über die Verstrickungen. Von der KgU hatte ich vor dem Roman noch nicht gehört. Die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit war mir gänzlich neu, mit diesem Roman konnte ich diese Bildungslücke schließen.

Der Aufbau des Romans ist weitestgehend stringent. Lediglich der Prolog nimmt einen Teil der Handlung vorweg, wobei nicht klar ist wer die handelnden Personen sind. Der Roman wird aus insgesamt zehn Perspektiven erzählt. Der Name findet sich immer vor dem jeweiligen Abschnitt, oft ist auch eine Zeit- und / oder Ortsangabe dem Abschnitt vorangestellt, sodass man sich als Leser sehr gut orientieren kann.

Der Schreibstil der Autorin entwickelte sich für mich mal wieder wie ein Sog, einmal angefangen kann man das Buch kaum aus der Hand legen. So ist das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen. Die Spannung des Romans ist an Ende regelrecht greifbar, ganz großes Kino. Einfach sehr gut gemacht!

Der Roman verfügt über eine Karte in der vorderen und hinteren Umschlagklappe. Am Ende des Buches findet sich noch ein Kapitel mit der Überschrift „Wahrheit und Fiktion“ in dem die Autorin noch einmal einiges sehr gut erklärt.

Diesen Roman lege ich allen Leserinnen und Lesern ans Herz, die sich gerne mit der deutschen Zeitgeschichte beschäftigen oder auch solchen, die einfach einen spannenden Roman lesen wollen.

Ein wunderbarer Roman, dem ich sehr, sehr viele Leser wünsche und freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin. Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.03.2021

Eine Frau in der Männerwelt

Die Dirigentin
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Mit der Dirigentin wird ein sehr interessantes Thema der Musikgeschichte aufgegriffen. Beruhend auf einer in größten Teilen wahren Begebenheit erzählt Maria Peters die Lebensgeschichte der amerikanischen ...

Mit der Dirigentin wird ein sehr interessantes Thema der Musikgeschichte aufgegriffen. Beruhend auf einer in größten Teilen wahren Begebenheit erzählt Maria Peters die Lebensgeschichte der amerikanischen Dirigentin Antonia Brico, welche trotz vieler Hindernisse an ihrem „Lebenstraum“ festhält. Das Cover ist in Farbe gestaltet und zeigt eine Szene aus einem Orchester mit mehreren Musikern. Im Vordergrund erkennt man eine Frau mit einem Dirigentenstab, welche mit der Rückansicht auf dem Bild zu sehen ist. Der Klappentext ist sehr informativ und gibt den wesentlichen Inhalt der Geschichte gut wieder. Die Hauptprotagonistin Antonia Brico arbeitet als Logenschließerin in einem New Yorker Konzertsaal und lebt ihren Traum Dirigentin zu werden. Sie schlägt dabei einen steinharten Weg aus Standesdünkeln, Vorurteilen, männlicher Dominanz und persönlicher Enttäuschungen ein. Trotz aller Widerstände und einer ganz persönlichen Entscheidung geht sie ihren Weg konsequent bis zum Schluss. Sie ist die treibende Kraft des Romans und der Autorin ist eine sehr überzeugende starke weibliche Persönlichkeit gelungen. Als wesentliche Nebendarsteller treten in der Geschichte der Musiker (die Musikerin Robin) sowie der Konzertveranstalter Frank Thomsen (ihre große Liebe) in Erscheinung. Der Musiker und Clubbesitzer Robin gibt der Geschichte eine interessante Note und verleiht durch den Rollentausch der zwei Geschlechter in einem „Körper“ der Geschichte eine gewisse Aktualität der heutigen Zeit (Diverses Geschlecht). Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind keine wesentlichen Zeitsprünge vorhanden. Die Geschichte spielt in den 20er und 30er Jahren in New York und Europa und ist somit historisch für die Leser sehr gut einordbar. Der Schreibstil ist sehr aus der persönlichen Ich-Perspektive geschrieben, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Daraus entstehen meiner Meinung nach leichte Inhaltssprünge in der Story, welche das Leseerlebnis geschmälert haben.

Der Schreibstil ist flüssig und durch die Übersetzung gut gelungen. Was mich persönlich am meisten an der Geschichte gestört hat war das stereotypisch bösartige Verhalten der anderen Nebenprotagonisten der Geschichte. Ob Pianolehrer, Konzertveranstalter oder Dirigenten sind diese alle sehr arrogant und sexistisch dargestellt. Auch wenn die Musikbranche vielleicht heute noch darunter zu leiden hat, war mir dieser Aspekt zu plastisch und plump skizziert. Als Zielgruppe des Romans kommen wegen der typischen Antihelden bzw. der „männerdominierten Musikgesellschaft“ tendenziell Frauen aller Altersgruppen in Betracht. Als Fazit der Geschichte kann ich festhalten, dass Maria Peters ein interessantes gesellschaftliches Thema zur Sprache gebracht hat, welches jedoch an manchen Stellen mir ein wenig zu stereotypisch dargestellt wird. Ich hätte den männlichen Widersachern mehr charakterlichen und persönlichen Tiefgang gewünscht. Des Weiteren fand ich den zweiten Lebensteil der Dirigentin (auch wenn es historisch korrekt dargestellt wurde) als kurze abschließende Beschreibung im Nachwort als zu abgehakt dargestellt. Als Roman für zwischendurch ist die Geschichte aber durchaus vernünftig gestaltet.

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Veröffentlicht am 17.02.2021

Von Müttern und Töchtern

Belmonte
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Belmonte eine deutsch-italienische Familiengeschichte konnte mich auf ganzer Länge überzeugen, auch wenn mich das Ende ein klein wenig sprachlos zurückgelassen hat.
Das Cover ist gut gewählt, es versprüht ...

Belmonte eine deutsch-italienische Familiengeschichte konnte mich auf ganzer Länge überzeugen, auch wenn mich das Ende ein klein wenig sprachlos zurückgelassen hat.
Das Cover ist gut gewählt, es versprüht Urlaubsfeeling pur. Am liebsten würde man sich mit auf die Vespa setzen und eine kleine Tour machen. Der Klappentext ist recht ausführlich, dennoch gibt er nicht zu viel Preis. Der Roman spielt hauptsächlich in Italien, einige Szenen aber auch im Allgäu. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal 1944 aus der Sicht von Franca, der Großmutter und dann aus der Sicht von Simona in der Gegenwart. Die Kapitel wechseln sich gekonnt ab, sodass man sich mit beiden Frauen auf eine Zeitreise begibt. Der Autorin ist es gut gelungen Francas Lebensbeichte in Form von aufgenommenen Kassetten an ihre Enkelin in die Geschichte der Gegenwart einzubetten.
Themen des Romans sind neben der italienischen Großfamilie, das Verhältnis zwischen Italien und Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, aber auch die Gastarbeiter in Deutschland. Zweifellos steht aber das Verhältnis von Müttern zu ihren Töchtern, bzw. Großmüttern zu ihren Enkelinnen im Vordergrund.
Franca und Simona sind zwei starke eigenwillige Frauen, die ihren Weg gehen und dennoch nach den Wurzeln und dem Sinn suchen. Die Männer in diesem Roman kommen alle nicht sonderlich gut weg, aber ein Kuckuckskind anzuerkennen oder mit nur einem Arm aus dem Krieg gekommen zu sein, sind auch hohe Hürden, die man erst einmal nehmen muss. Und wie so oft bringt die Liebe alles durcheinander und macht das Ganze dann hoch kompliziert. Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen, er war in der Genesungsphase eine willkommene Abwechslung. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, die vielen guten Dialoge mit den italienischen Ausdrücken passen gut zur Story. Zeitangaben erleichtern es dem Leser sich in dem Buch zurecht zu finden, ebenso ist jedem Kapitel der Name der erzählenden Figur vorangestellt.
Das Ende des Romans hat mich überrascht und wie bereits gesagt ein wenig sprachlos zurückgelassen. Mit dieser Erklärung bzw. Beichte hätte ich im Lebtag nicht gerechnet und ich weiß nicht was ich an Francas Stelle getan hätte. Eine sehr komplizierte Situation.
Ich empfehle diesen Roman allen, die gerne etwas tiefer in die deutsch-italienischen Beziehungen eintauchen möchten und sich für Familiengeschichten begeistern können.
Ich bedanke mich bei NetGalleyDE und dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

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