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Veröffentlicht am 15.09.2016

Lebe dein Leben!

Sommer in St. Ives
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„Wege entstehen, indem man sich traut, sie zu gehen.“ (Zitat aus: „Sommer in St. Ives“) Diesen wunderschönen Satz auf der letzten Seite dieses Buches, wollte ich euch nicht vorenthalten, denn er drückt ...

„Wege entstehen, indem man sich traut, sie zu gehen.“ (Zitat aus: „Sommer in St. Ives“) Diesen wunderschönen Satz auf der letzten Seite dieses Buches, wollte ich euch nicht vorenthalten, denn er drückt für mich sehr gut die Botschaft aus, den die Autorin uns mit auf den Weg geben möchte.
Auch wenn dieser Roman, in erster Linie ein wunderschöner Sommerroman ist, der einfach Spaß macht, so wird doch eine Botschaft transportiert. Die Botschaft, dass man an sich selber glauben soll und das jeder seinen Weg gehen sollte und nicht den Weg den uns andere aufdrängen, die Konventionen oder Umstände von uns abverlangen. Wir alle haben ein Recht darauf, dass wir daran arbeiten dürfen unsere Träume zu erfüllen.
Angesprochen hatte mich dieses Buch, durch das sehr schöne Cover, dass für mich Lebensfreude und Sommerfeeling versprüht. Dazu diese sehr angenehmen Farben, überhaupt nicht knallig oder überladen, sehr einladend. Der Plot ist schnell erzählt, die Großmutter lädt ihre ganze Familie mehrere Wochen nach St. Ives ein und eröffnet ihnen dort, dass sie nur ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes wieder heiraten möchte. Die Familie ist entsetzt; Meinungsverschiedenheiten, Offenbarungen, Beichten folgen, das Leben der gesamten Familie wird auf den Kopf gestellt.
Auch hier haben wir verschiedene Zeitebenen, denn es wird erzählt, wieso die Großmutter dazu kommt „so überstürzt“ zu heiraten, denn die Liebe zu ihrem Bräutigam ist „älter“ als die Liebe zu ihrem verstorbenen Mann.
Dadurch das die Oma ihre „Lebensbeichte“ ablegt, kommen alle Mitglieder der Familie zum Nachdenken und sprechen das aus, was ihnen schon lange auf der Seele brennt, sie aber nicht wussten, wie sie es den Anderen beibringen sollten.
Der Roman steuert stringent auf die Hochzeit zu, kleinere Vorkommnisse erhöhen zwischendurch immer wieder die Spannung. Die Protagonisten sind gut gezeichnet, besonders Lola, Lynda und Luca mischen mit ihren „Zickerreien“ und Wortwitz die Story auf. Es macht einfach Spaß diesen Roman zu lesen, mache Szenen sind lustig, andere ein wenig peinlich und andere zeigen einfach nur mal wieder den Wahnsinn in einer Familie, in der es nicht immer harmonisch zugeht.
Fazit: Dieser Roman ist in erster Linie ein lebhafter und humorvoller Familienroman, der von einer passend dosierten Liebesgeschichte begleitet wird.
Eine Leseempfehlung gibt es für alle, die gerne Familiengeschichten lesen und dazu Spaß beim Lesen haben wollen. Denn dieser Roman zaubert das eine oder andere Lächeln auf das Gesicht. Dazu der tolle Wortwitz und Humor, das tolle Setting und die gefühlvolle Liebesgeschichte, sowie die bewegende Botschaft und der Sommerurlaub im Kopf ist nahezu perfekt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wer ist mein Vater?

Das Mohnblütenjahr
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Es gibt Bücher, die ziehen mich von der ersten Seiten an in ihren Bann, Corina Bomann ist dies mit „Das Mohnblütenjahr“ gelungen. Ich weiß nicht wieso, aber ich war irgendwie direkt drin in der Geschichte. ...

Es gibt Bücher, die ziehen mich von der ersten Seiten an in ihren Bann, Corina Bomann ist dies mit „Das Mohnblütenjahr“ gelungen. Ich weiß nicht wieso, aber ich war irgendwie direkt drin in der Geschichte. Nicole, die Protagonisten, war mir direkt sympathisch und ich habe mit ihr und ihrem ungeborenen Kind gebangt und gehofft.
Genau dies ist eine unglaubliche Stärke von Corina Bomann, dass sie es schafft ihren Figuren so unglaublich viel Persönlichkeit zu geben, dass man sich mit den Figuren identifizieren kann. Die Autorin erfindet keine Figuren, die nicht lebensnahm wären, es sind Menschen wie du und ich und genau das macht ihre Bücher glaube ich so erfolgreich.
Eine weitere Stärke ist zweifellos der Schreibstil, flüssig wie eh und je zu lesen, eine gefühlvolle Achterbahn, ohne jemals ins kitschige Jargon auszuweichen. Dazu die, meiner Meinung nach, richtige Mischung aus Dialogen und erzählenden Passagen. Wer regelmäßig meine Rezensionen verfolgt, der weiß, dass ich Bücher auf zwei Zeitebenen liebe. „Das Mohnblütenjahr“ hat natürlich auch wieder zwei Zeitebenen, die einer Schnitzeljagd in der Gegenwart gleichen. Immer wieder werden Nicole von ihrer Mutter Bilder und Informationen zugespielt, die Nicole erzählen, was ihre Mutter damals als junge Austauschlehrerin in Frankreich erlebt hat. Eine wundervolle Zeitreise, die Vergangenheit und Gegenwart kunstvoll verbindet.
Die beiden Zeitebenen sind gut ineinander verwoben und laufen stetig auf den Höhepunkt zu. Es wird zu keiner Zeit langweilig und man möchte auf beiden Zeitebenen immer wissen wie es weitergeht, sodass man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen möchte. Ich habe das Buch in drei Tagen verschlungen, wenn ich nicht so viel „um die Ohren“ gehabt hätte, hätte ich es sehr wahrscheinlich in einer noch kürzeren Zeit geschafft.
Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zu dem Roman, nicht kitschig und dennoch ein klein wenig romantisch, denn auch in diesem Roman ist klar: „Nur die Liebe zählt“.
Mein Fazit lautet: Bitte unbedingt lesen! Genau das richtige Buch für den Urlaub auf Balkonien, in den Bergen, an der See oder einfach nur für so zwischendurch. Sicherlich ist das Buch für Frauen geschrieben worden und sie sind auch meiner Meinung nach die primäre Zielgruppe. Aber dann wisst ihre Männer ja, was ihr euren Frauen schenken könnt, gell?
Ein ganz wundervolles Buch, was von mir absolute Punktzahl bekommt und dem ich ganz viele Leserinnen wünsche. Ich freue mich jetzt schon auf den neuen Roman von Corina Bonmann, der ist nach diesem Buch zur endgültigen Pflichtlektüre geworden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Familie und Karriere?

Rosenblütenträume
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Bei diesem Buch sprach mich sofort das schöne und meiner Meinung nach geschmackvolle Cover an. Es ist vielleicht ein bisschen kitschig, aber die Farben und besonders die Radierung haben es mir angetan. ...

Bei diesem Buch sprach mich sofort das schöne und meiner Meinung nach geschmackvolle Cover an. Es ist vielleicht ein bisschen kitschig, aber die Farben und besonders die Radierung haben es mir angetan. Als ich dann den Klappentext las, wusste ich, dass ich dieses Buch lesen wollte. Ich habe es die gesamte Zeit gerne gelesen und habe den Plot als sehr interessant wahrgenommen. Zugegebener Maßen habe ich ein Faible fürs Organisieren und habe auch ein gutes wirtschaftliches Verständnis, denn gerade am Anfang geht es doch sehr um Unternehmensstrukturen und betriebswirtschaftliche Abläufe.
Wer sich für diese Themen nicht so interessiert, wird eine Durststrecke durchmachen, bevor es auch um die „menschliche“ Seite der Personen geht. Es agieren für so einen Roman recht viele Figuren, dennoch haben sie alle Anteil an der Story und tragen ihren Teil dazu bei, dass das Buch rund wirkt.
Es dreht sich viel um den Re-Launch der Marke Farrell, um Marketingkampagnen und Finanzierungskonzepte. Ich persönlich fand diesen Einblick sehr interessant und habe nicht gedacht, dass es so aufwendig ist.
Der Machtkampf zwischen Bianca, der neuen Managerin und Athina Farrell ist sehr gut und überzeugend geschildert. Aber am meisten hat mich beeindruck, wie Penny Vincenzi den Spagat zwischen Familie und erfolgreichem Job von Bianca, der Protagonisten, aufzeichnet.
Den Schreibstil der Autorin habe ich als angenehm empfunden, auch wenn einige Szenewechsel doch sehr plötzlich kamen und fast genauso schnell wieder verschwanden. So kann es sein, dass fünf Zeilen über eine Nebenfigur eingestreut werden, bevor das Setting erneut wechselt.
Insgesamt ist der Roman logisch und stringent aufgebaut, alles läuft auf das große Ziel der Erneuerung der Marke Farrell hin.
Der Roman ist für alle Leser, die sich gerne etwas intensiver mit dem Plot auseinandersetzen und auch vor betriebswirtschaftlichen Themen und Kosmetik nicht zurück scheuen.

Fazit: Wer mit den Themen (BWL und Make-up) etwas anfangen kann, sollte Bianca auf jeden Fall begleiten, wer sich nur für das Thema „berufstätige Mütter“ interessiert, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen. Leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Uta Teil 2

Die Kathedrale der Ewigkeit
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Mir hat auch der zweite Teil der Trilogie um Uta von Naumburg wieder sehr gut gefallen, die „Beinertschwestern“, wie sie sich selber nennen, haben wieder einen richtigen Historienschmöker geschrieben. ...

Mir hat auch der zweite Teil der Trilogie um Uta von Naumburg wieder sehr gut gefallen, die „Beinertschwestern“, wie sie sich selber nennen, haben wieder einen richtigen Historienschmöker geschrieben. Als Leser gelangt man wieder sofort in die Geschichte, Uta ist einem wieder so nah wie in „Die Herrin der Kathedrale“, es ist so als wäre man nie aus Naumburg weg gewesen.
Das Cover knüpft wunderbar an den ersten Band an, sodass es einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat, welches rein optisch schon ein Vorteil ist. In den Innenklappen des Taschenbuches befinden sich zwei Karten: (vorne) Das salische Reich um 1040 und (hinten) Bildprogramm in Utas Naumburger Kathedrale. Ein Inhaltsverzeichnis, das Vorwort, das Personenverzeichnis, ein Nachwort und ein Glossar runden den ersten positiven Eindruck ab. Gerade das Nachwort fand ich sehr interessant und informativ.
Die Geschichte ist gut und spannend erzählt. Dieses Buch hat alles was das Herz von Lesern historischer Romane begehrt: ein lebhaftes historisches (soweit ich dies beurteilen kann) Fundament, das uns ganz selbstverständlich ins 11 Jahrhundert entführt, eine Geschichte gespickt mit Intrigen, Freundschaft und Liebe. Aber auch ein Mord muss aufgeklärt werden, sodass auch die Fans von historischen Kriminalromanen auf ihre Kosten kommen.
Wer die Angst hegt, dass man merkt, welchen Teil der Eine und welchen der andere Zwilling geschrieben hat, so kann ich nur sagen, ich habe es nicht bemerkt. Für mich war dieses Buch wie aus einem Guss, auch wenn es zwei Autorinnen hat.
Die Konstruktion des Romans ist wohl durchdacht und steuert stringent auf den Höhepunkt zu, sicherlich sind einige Passagen ausführlicher erzählt als andere, aber auch sie habe ich mit großem Interesse gelesen, da sie ihre Berechtigung haben und zu einem gelungen Gesamteindruck beitragen.
Die Hauptfiguren kennen wir ja bereits aus „Die Herrin der Kathedrale“, sie sind dieselben und dennoch habe ich das Gefühl gehabt, dass sie sich in ihrem Charakter gefestigt und sich weiterentwickelt haben.
Ich kann dieses Buch nur allen Lesern von historischen Romanen empfehlen. Allerdings empfehle ich allen, die „Die Herrin der Kathedrale“ noch nicht gelesen zu haben, dies zu tun. Sicherlich kann man dieses Buch auch ohne das Vorwissen von Teil 1 lesen, mehr Spaß macht es aber definitiv wenn man Teil 1 schon gelesen hat. So bleibt mir nur eines, vergnügliche Lesestunden mit Uta zu wünschen.
P. S.: Teil 3 der Trilogie „Der Sünderchor“ erscheint im September als TB bei Dromer Knaur.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine Reise ins Unbekannte

Die Schmetterlingsinsel
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Meine Meinung:
Für mich gibt es Bücher, die mich direkt vom ersten (oder auch zweiten) Augenblick in ihren Bann ziehen. Weil ich ein Buch für eine Bekannte gesucht habe, ist mir dieses wieder in die Hände ...

Meine Meinung:
Für mich gibt es Bücher, die mich direkt vom ersten (oder auch zweiten) Augenblick in ihren Bann ziehen. Weil ich ein Buch für eine Bekannte gesucht habe, ist mir dieses wieder in die Hände gefallen und ich wusste sofort, dass ist jetzt mein Buch. Alleine schon das Cover ist so geheimnisumwoben und romantisch, dass ich mich gerne von Corina Bomann entführen lassen wollte.
Geschichten die auf zwei Zeitebenen spielen sind mittlerweile meine heimliche Leidenschaft, ich finde es spannend auf „Schnitzeljagd“ mit den Protagonisten zu gehen und eine neue unbekannte Welt zu erkunden.
Hier kam direkt noch hinzu, dass mir Diana, die Hauptfigur, sofort sympathisch war. Sie ist eine mutige starke Frau, die ihr Leben selbst bestimmt und sich nicht anderen Menschen ausliefert. Als ihr Mann sie dann hintergeht, zieht sie die Konsequenzen und bleibt ihren Werten und Vorstellungen treu. Aber auch Grace und Victoria sind Figuren mit denen man sich identifizieren kann, zwei junge Frauen die eine komplett neue Welt entdecken, die so fern und exotisch ist, wie man es sich nur vorstellen kann.
Natürlich kommt auch die Liebe auf beiden Zeitebenen nicht zu kurz, dabei wirkt es zu keinster Zeit kitschig oder überladen. Die romantischen Elemente sind wohl dosiert und lösen in dem Leser ein Wohlgefühl aus.
Der Schreibstil von Corina Bomann ist angenehm zu lesen, erzählende bzw. beschreibende Passagen wechseln sich mit vielen, oft spritzigen Dialogen ab. Besonders einfühlsam und authentisch habe ich die Tagebuchpassagen bzw. Briefpassagen empfunden. Vor meinem geistigen Auge wurde eine Szene lebendig, in die ich am liebsten direkt eingetaucht wäre.
Als Leser will man natürlich wissen warum Grace und Vitoria sich entzweit haben, was innerhalb der Familie vorgefallen ist und was der Auslöser für all das war. Diana möchte man am liebsten unterstützen und ihr helfen das Geheimnis der Familie zu lüften.
Der Aufbau des Romans ist gut gewählt. Langweilig wird es eigentlich nicht und die verschiedenen Erzählperspektiven machen es interessant und abwechslungsreich. Die Lösung des Rätsels war für mich nachvollziehbar und stringent von der Autorin zu Ende erzählt. Auf eine falsche Fährte wird hier niemand so recht gelockt, dies würde vielleicht die Spannung mehr erhöhen, aber auch so ist der Roman in einem „Rutsch“ gelesen.
Ich empfehle diesen Roman allen Lesern die gerne Familiensagas auf zwei Zeitebenen lesen. Auch gerne solchen Lesern, die sich an dieses Genre herantrauen wollen, denn dieser Roman greift z.B. nicht auf all zu viel Hintergrundwissen, wie z.B. historische Ereignisse zurück und wenn, werden sie erklärt, so das ein Nachschlagen in den gängigen Lexika oder Enzyklopädien nicht nötig ist.