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Veröffentlicht am 27.03.2026

Der Mann, der wirklich liebte

Der Mann, der wirklich liebte
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In diesem Tatsachenroman erzählt Hera Lind die unfassbare, aber wahre Geschichte von Michael Röhrdanz und seiner großen Liebe Angela. Von einer Sekunde auf die andere wird ihr gemeinsames Leben zertrümmert: ...

In diesem Tatsachenroman erzählt Hera Lind die unfassbare, aber wahre Geschichte von Michael Röhrdanz und seiner großen Liebe Angela. Von einer Sekunde auf die andere wird ihr gemeinsames Leben zertrümmert: Angela erleidet einen schweren Hirnschlag. Die Diagnose ist ein Albtraum – das Locked-in-Syndrom. Angela ist in ihrem eigenen Körper gefangen; sie bekommt alles mit, kann sehen und hören, ist aber vollkommen gelähmt. Michael steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens: Aufgeben oder Kämpfen? Er entscheidet sich für den Kampf und pflegt seine Frau über Jahre hinweg mit einer Hingabe, die sprachlos macht.

Schreibstil
Hera Lind schreibt, wie man es von ihr kennt: hochemotional, nah am Geschehen und doch mit dem nötigen Respekt vor der Realität. Sie lässt Michael Röhrdanz selbst zu Wort kommen, sodass man als Leser das Gefühl hat, direkt neben ihm am Krankenbett zu sitzen. Der Schreibstil ist flüssig und packend, schafft es aber gleichzeitig, die medizinische Schwere des Locked-in-Syndroms verständlich und greifbar zu machen, ohne dabei reißerisch zu wirken.

Die Personen
Michael Röhrdanz: Er ist der Inbegriff von Loyalität. Seine Charakterstärke und seine unerschütterliche Geduld sind tief beeindruckend. Man leidet mit ihm, wenn er gegen Behörden kämpft, und man freut sich über jedes noch so kleine Signal von Angela.

Angela: Obwohl sie sich nicht bewegen kann, wird sie durch Michaels Erzählungen als starke, präsente Persönlichkeit spürbar. Ihre Kraft, in dieser ausweglosen Lage nicht den Lebensmut zu verlieren, ist das eigentliche Herzstück des Buches.

Fazit
„Der Mann, der wirklich liebte“ ist kein einfaches Buch für zwischendurch, sondern eine Lektion in Sachen Menschlichkeit. Es zeigt uns, was das Versprechen „in guten wie in schlechten Tagen“ wirklich bedeutet. Wer eine Geschichte sucht, die den Glauben an die wahre Liebe stärkt und zeigt, wozu ein Mensch aus tiefster Zuneigung fähig ist, kommt an diesem Werk nicht vorbei. Absolut empfehlenswert und tief berührend!

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Licht und Schatten

Blankenese - Zwei Familien
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„Blankenese: Licht und Schatten“ ist der erste Teil der fesselnden Blankenese-Saga von Michaela Grünig. Wir befinden uns im Hamburg des Jahres 1919: Die traditionsreiche Reederei der Familie Casparius ...

„Blankenese: Licht und Schatten“ ist der erste Teil der fesselnden Blankenese-Saga von Michaela Grünig. Wir befinden uns im Hamburg des Jahres 1919: Die traditionsreiche Reederei der Familie Casparius ist durch den Krieg und die politischen Turbulenzen schwer angeschlagen. Der Sohn der Familie, John, soll das Unternehmen retten und dafür standesgemäß und reich heiraten. Doch die Pläne geraten ins Wanken: Die Verlobung wird gelöst, da bekannt wird, dass John jüdische Vorfahren hat. In dieser aufgewühlten Zeit trifft er auf Leni Hansen – eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen. Die beiden verlieben sich, ohne zu ahnen, dass ihre Familien seit Generationen schicksalhaft miteinander verwoben sind.
​Meine Meinung:
Ich bin jedes Mal aufs Neue vom Erzählstil von Michaela Grünig begeistert. Sie schafft es mit ihren Beschreibungen meisterhaft, dass man sich als Leser direkt nach Blankenese versetzt fühlt. Besonders beeindruckt hat mich, wie einfühlsam sie die Kontraste der damaligen sozialen Schichten thematisiert. Es wird sehr deutlich, wie Herkunft Träume entweder ersticken oder befeuern kann – ein Thema, das die Autorin sehr tiefgründig aufgreift.
​Das Zusammenspiel der Protagonisten ist hervorragend gelungen. Die Charaktere wirken lebendig und ihre Konflikte sind absolut greifbar. Die Mischung aus Historie, Familiendrama und großen Gefühlen hat mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.
​Fazit:
Ein großartiger Serienauftakt, der definitiv Lust auf die Fortsetzung macht! Wer historische Romane mit Tiefgang und starkem Lokalkolorit liebt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Der Duft des Strandhafers

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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„Der Duft des Strandhafers“ ist der zweite Teil der wunderbaren Serie Die Bücherfrauen von Listland von Gabrielle Engelmann. In diesem Band kehrt die Journalistin Anna nach Listland zurück, um Fenja Lorenzen ...

„Der Duft des Strandhafers“ ist der zweite Teil der wunderbaren Serie Die Bücherfrauen von Listland von Gabrielle Engelmann. In diesem Band kehrt die Journalistin Anna nach Listland zurück, um Fenja Lorenzen bei der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester Martje zu helfen. Die Spuren führen Anna schließlich auf die Nachbarinsel Amrum. Doch schnell wird klar: Fenja scheint Anna nicht die ganze Wahrheit verraten zu haben, was die Suche zusätzlich erschwert.

Dieser Roman lädt förmlich zum Abschalten und Verweilen ein. Gabrielle Engelmann ist es auch in diesem Band wieder hervorragend gelungen, die besondere Atmosphäre der Inseln einzufangen. Man spürt beim Lesen fast den Wind und das Salz in der Luft.
​Die Handlung ist sehr flüssig geschrieben – die Geschichte schreitet voran, ohne dabei gehetzt zu wirken. Besonders die Protagonistinnen Anna und Fenja sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre Entwicklung und die Interaktionen machen den Roman für mich sehr authentisch und greifbar.

Für mich war dieses Buch ein echter Wohlfühlroman. Auch wenn manche Wendungen für mich ein wenig vorhersehbar waren, tat das der Freude beim Lesen keinen Abbruch. Es war ein absoluter Lesegenuss und die perfekte Lektüre, um dem Alltag zu entfliehen.

​Ein Muss für alle Fans von Nordsee-Geschichten und herzerwärmenden Familiengeheimnissen!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Das Flüstern der Gezeiten

Der Milchhof – Das Flüstern der Gezeiten
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Dies ist der zweite Band, "Der Milchhof-Saga".
1920, nach dem Krieg versuchen Lina und ihre Tochtermit allen Kräften, die Molkerei vor dem finanziellen Aus zu bewahren. Um den Milchhof zu retten heiratetet ...

Dies ist der zweite Band, "Der Milchhof-Saga".
1920, nach dem Krieg versuchen Lina und ihre Tochtermit allen Kräften, die Molkerei vor dem finanziellen Aus zu bewahren. Um den Milchhof zu retten heiratetet Lina, den wesentlich älteren, aber wohlhabenden Bankier. Doch schon bald wird die Macht der Nationalsozialisten immer größer und dem Milchhof stehen schwere Zeiten bevor.
Der Schreibstil ist wie von Regine Kölpin bekannt sehr flüssig zu lesen und vor allem sehr bildlich. Auch bringt der Roman viel Tiefgang mit und zeigt wie hart das Leben, besonders für die ländliche Bevölkerung war. Aber auch Themen wie Inflation, die Technisierung der Landwirtschaft und die Rolle der Frau wird mit eingearbeitet.
Lina und Alea sind zwei sehr starke Persönlichkeiten aber auch die Nebenfiguren bringen ihre Ecken und Kanten mit ein, was die Dynamik auf dem Milchhof sehr lebendig macht.
Eine mehr als gelungene Fortsetzung, die zu dem auch noch neugierig auf den nächsten Teil macht.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Mein Leben in deinem

Mein Leben in deinem
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Zwei völlig verschiedene Frauen treffen in London zufällig aufeinander.
Sam, Sam ist eine bodenständige Frau, sie schlägt sich mit Geldsorgen, einem anstrengenden Job und einem depressiven Ehemann herum.
Nisha ...

Zwei völlig verschiedene Frauen treffen in London zufällig aufeinander.
Sam, Sam ist eine bodenständige Frau, sie schlägt sich mit Geldsorgen, einem anstrengenden Job und einem depressiven Ehemann herum.
Nisha ist das komplette Gegenteil, sie ist wohl habend und arrogant, sie ist das Luxusleben gewöhnt, doch ihr Mann setzt sie von jetzt auf gleich vor die Tür.
Der Schreibstil von Jojo Moyes ist wie gewohnt flüssig und nahbar. Allerdings find ich den Roman zeitweiße sehr langatmig.
Aber trotz zeitweiße komödiantischen Züge, spart das Buch nicht mit ernsten Theen wie Depressionen und Verlust der Identität.
Die Charaktere besonders Nisha sind vielschichtig.
Sie macht eine sehr beeindruckende Wendung durch.
Mich hat die Freundschaft der Frauen und die Unterstützung umeinander sehr bewegt.
Jojo Moyes nutzt die Verwechslungsgeschichte, um gesellschaftliche unterscheiden aufzuzeigen.
Für mich war dieser Roman zu Beginn nicht Moyes-Typisch, dennoch ist er absolut lesenswert.

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