Spannende Aufarbeitung von Nazi-Verbrechen
Zurück unter MördernIn dem Buch „Zurück unter Mördern“ gibt es zwei Zeitlinien. Zum einen in 1950, wo Henry Mahler als Privatdetektiv angeheuert wird um Beweise zu finden, dass Oswalds Lassallys Familienvermögen von den Nazis ...
In dem Buch „Zurück unter Mördern“ gibt es zwei Zeitlinien. Zum einen in 1950, wo Henry Mahler als Privatdetektiv angeheuert wird um Beweise zu finden, dass Oswalds Lassallys Familienvermögen von den Nazis beschlagnahmt wurde.
In der zweiten Zeitlinien begleiten wir Oswald Lassally durch die Zeit ab 1931, wie er unter den Nazis gelitten hat, über seine Auswanderung bis hin zu seiner Rückkehr 1950 nach Deutschland.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Über die Zeit vor und während des 2. Weltkrieges habe ich bereits viel gelesen, trotzdem ist es immer wieder schrecklich, was den Juden damals angetan wurde.
Sehr interessant fand ich die Geschichte um Henry Mahler, der selbst im Krieg schreckliches erlebt hat und über den Verbleib seiner Ehefrau bei seiner Rückkehr nichts mehr rausfinden kann. Er taucht in seinen Ermittlungen in den Sumpf der Nachkriegszeit ein, wo noch viele Nazis ein neues Leben aufgebaut haben, seine Wut und das Unverständnis wird toll beschrieben.
Einzig der plötzliche Schluss hat mir nicht ganz so gut gefallen. Es gibt zwar noch einen Epilog und auch ein Nachwort des Autors, trotzdem hätte ich mir das Ende etwas „runder“ gewünscht.
Ich vergebe 4 Sterne.