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EngelAnni

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2021

Spannender Roman zum Widerstand, mit zu viel Liebe

Das Buch der verschollenen Namen
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In dem Buch "Das Buch der verchollenen Namen" von Kristin Harmel geht es um Eva und ihre Mutter, die 1942 in ein kleines Dörfchen flüchten, nachdem ihr Vater als Jude verhaftet wurde.
Eva schließt sich ...

In dem Buch "Das Buch der verchollenen Namen" von Kristin Harmel geht es um Eva und ihre Mutter, die 1942 in ein kleines Dörfchen flüchten, nachdem ihr Vater als Jude verhaftet wurde.
Eva schließt sich dem Widerstand an und fälscht Dokumente, mit denen Juden, Widerstandskämpfer und vor allem Kinder in die Schweiz geschleust werden. In dieser Zeit begegnet sie auch Rémy, der ebenfalls dem Widerstand angehört und ihr beim fälschen der Dokumente hilft.
Um die wahren Identitäten der Kinder festzuhalten, entwickeln Eva und Rémy einen Code, mit dem sie die neuen und alten Namen der Kinder verschlüsselt aufschreiben können, in dem Buch der verschollenen Namen.

Die Geschichte von Eva fängt im Jahr 2005 an, wo sie in einem Zeitungsartikel das Buch sieht, welches sie auf ihrer Reise, bzw. Flucht vor den Nazis zurück lassen musste.
Dann folgen wir Eva in das Jahr 1942, wo die Geschichte ihren Anfang nimmt.
Mir gefallen Geschichten mit zwei Zeitsträngen sehr gut und ich war auch gleich gefesselt von der Eva.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, allerdings hat die Geschichte in 20025 einige Schwächen. Eva erzählt ihrem Sohn nicht, warum sie plötzlich diesem Buch hinterherreisen muss, das ist mir einfach zu kurz abgehandelt.
Außerdem entwickelt sich das Buch zum Schluss leider nur zu einer Liebesgeschichte, ich hätte gerne mehr über die Namen in dem Buch erfahren, wie ging es mit diesem Kindern weiter?
Aufgrund dieser "Schwächen" ziehe ich einen Stern ab.
Dafür spreche ich ein großes Lob für das Cover aus. Auf dem Cover hält eine Frau das Buch der verschollen Namen in der Hand, das tolle ist aber der Buchrücken, der diesem alten Buch nachempfunden ist.

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Veröffentlicht am 18.09.2021

Zu wenig Hintergrundgeschichte, zu viel Liebe

Glückskinder
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Ich habe "Glückskinder" zum Geburtstag geschenkt bekommen. Lt Klappentext ist es ein Buch, was ich mir auch selbst gekauft hätte.

Lt Klapentext werden sich die Münchnerin Toni und die ehemalige KZ-Insassin ...

Ich habe "Glückskinder" zum Geburtstag geschenkt bekommen. Lt Klappentext ist es ein Buch, was ich mir auch selbst gekauft hätte.

Lt Klapentext werden sich die Münchnerin Toni und die ehemalige KZ-Insassin Griet begegnen. Zuerst mögen sie sich nicht, dies soll sich aber im Laufe der Geschichte ändern. Außerdem soll es um die harten Nachkriegsjahre gehen, in denen die Münchner Bevölkerung kaum etwas zu essen hat und der Handel auf dem Schwarzmarkt floriert.

Die Hintergrundgeschichte, in der das harte Leben im Nachkriegsdeutschland beschrieben wird, gefällt mir sehr gut. Ich habe bisher hauptsächlich Bücher gelesen, die mit Kriegsende auch zu Ende waren. Deswegen habe ich mich gefreut, etwas mehr über die harten Jahre bis 1948 zu erfahren.

Die Autorin gibt einen gute Eindruck in die Entbehrungen, die die Hauptfiguren erleiden müssen und es ist auch spannend geschildert, wie der Handel auf dem Schwarzmarkt entsteht.

Leider gerät diese Geschichte etwas in den Hintergrund, da die seichten Liebesgeschichten in den Vordergrund gerückt werden. Diese Geschichten passen eher in einen "schmalzigen" Liebesroman, aber nicht richtig in den historischen Kontext. Es läuft alles ein bisschen zu glatt und gipfelt darin, dass ein früherer Nazianhänger eine polnische Jüdin heiratet.

Ich kann daher leider nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 11.09.2021

Eine unbeliebte Frau

Eine unbeliebte Frau
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In dem Buch spielen zwei Morde eine Rolle. Der Selbstmord von Staatsanwalt Hardenbach wird gleich als erstes erwähnt, findet dann aber erst mal eine untergeordnete Rolle in der Geschichte. Der zweite Selbstmord ...

In dem Buch spielen zwei Morde eine Rolle. Der Selbstmord von Staatsanwalt Hardenbach wird gleich als erstes erwähnt, findet dann aber erst mal eine untergeordnete Rolle in der Geschichte. Der zweite Selbstmord von Isabel Kersten wird schnell als Mord entdeckt und daher auch bevorzugt bearbeitet, zumal der Selbstmord an eine übergeordnete Stelle abgegeben werden muss.

Gleich hier am Anfang wo die Morgen geschildert werden, lernen wir die beiden Hauptfiguren kenne. Zum einen ist da Kriminalhauptkommisar Oliver von Bodenstein. Wir lernen ihn kennen, als er seine Frau zu Flughafen bringen möchte, da sie für längere Zeit auf eine Filmexpedition ins Ausland geht.
Er wird angerufen von seiner neuer Kollegen Pia Kirchhoff. Pia hat sich gerade von ihrem Mann getrennt, hat sich einen Hof mit zwei Pferden gekauft und hat nach einigen Jahren ohne Arbeit an der Seite ihres Mannes wieder ihre ursprüngliche Arbeit bei der Polizei aufgenommen.
Beide machen auf mich einen sehr sympathischen Eindruck, was sich auch im Laufes des Buches nicht ändert. Was mir an den beiden Hauptfiguren besonders gefällt, dass zwar auf ihr Privatleben eingegangen wird, aber sie haben nicht übertriebene Probleme. Oft haben in Thrillern oder Krimis die Kommissare arge Probleme, wie einen Todesfall, Alkoholprobleme oder schwierige Trennungen. Das finde ich immer übertrieben, so freut es mich, dass Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff „nur normale“ Probleme haben, wie gerade vom Mann getrennt oder Sehnsucht nach der Frau.

Beide werden zum Schauplatz des Selbstmordes von Staatsanwalt Hardenbach gerufen. Allerdings wird ihnen der Fall von der nächsthöheren Stelle abgenommen, worüber von Bodenstein nicht traurig ist. Außerdem werden die beiden zu einem weiteren Selbstmord gerufen. Eine junge Frau hat sich angeblich von einem Turm gestürzt. Schnell wird jedoch klar, dass es sich nicht um Selbstmord handelt und hier beginnen die Ermittlungen.

Im Zuge der Nachforschungen tauchen eine Menge Personen auf, die aber jederzeit gut und logisch in die Geschichte eingeführt werden.
Als erstes lernen wir den Mann von Isabel kennen, er führt mit zwei weiteren Personen eine Pferdeklinik. Hier trifft von Bodenstein unerwartet seine Jugendliebe Inka Hansen wieder. Nach der Tierklinik werden die Ermittler auf einen Pferdehof aufmerksam, der von dem Ehepaar Kampmann geführt wird. Hier wird so langsam klar, dass Isabel absolut nicht der Engel war, nachdem sie ausgesehen hat. Sie war nur auf ihr Wohlbefinden aus und wie sie möglichst schnell an viel Geld kommen kann.
Daraufhin tauchen immer mehr Verdächte auf, auch der Besitzer des Pferdehofs Hans Peter Jagoda gerät in das Visier der Ermittler.
Allerdings erzählt jeder seine eigene Lügengeschichte, so dass es etwas dauert, bis Kirchhoff und von Bodenstein die Zusammenhänge erkennen. Es wird im Laufe der Geschichte auch immer verworrender, es tauchen immer mehr Tatmotive auf, die aber nach und nach wieder entkräftigt werden.
Dadurch dass immer neue Motive auftauchen, war ich sehr gespannt, wie es weitergeht. Ich wollte immer schnell weiterlesen. Das hat mir gut gefallen.
Zum Schluss wird es noch etwas undurchsichtig. Es werden neben dem Mord an Isabel Kersten noch einige andere Verbrechen wie Drogenschmuggel oder Börsenbetrug aufgedeckt.
Ich habe den Eindruck, dass Nele Neuhaus in ihren ersten Roman möglichst viel reinpacken wollte, dann aber etwas den Faden verliert. Die Auflösung verrate ich Euch natürlich nicht, aber so „gewöhnlich“ hätte sie nicht erwartet.

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Veröffentlicht am 07.09.2021

zu viel Kitsch, zu viel Sex

Someone like you
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Der Anfang das Buch mir sehr gut gefallen, es fing wie ein schöner Liebesroman an. Der Schreibstil gefällt mir gut und ich bin gut in das Buch rein gekommen. Die ersten Seiten waren schnell gelesen.

Leider ...

Der Anfang das Buch mir sehr gut gefallen, es fing wie ein schöner Liebesroman an. Der Schreibstil gefällt mir gut und ich bin gut in das Buch rein gekommen. Die ersten Seiten waren schnell gelesen.

Leider hat das Buch in ungefähr der Mitte total nachgelassen. Es gab keine Handlung mehr, sondern die beiden Haupfiguren wurden nur noch beim Sex beschrieben. Diese Schildungen sind sehr ausführlich und detailiert beschrieben. Das war mir einfach zu viel.

Zum Schluss hin endet das Buch extremst kitschig. Mir einem guten Ausgang und ein bisschen Kitsch hatte ich ja gerechnet, aber das war mir zu viel,. Ich fand es auch etwas überzogen.

Zudem gefällt mir das Cover des Buches nicht, es sieht aus, wie so viele andere Cover zur Zeit. Im Buchladen hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen.

Daher kann ich nur zwei Sterne vergeben und die sind auch nur für den Anfang des Buches.

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Veröffentlicht am 31.08.2021

Tolle Geschichte, aber ein kitschiges Ende

Die Frauen von New York - Glanz der Freiheit
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New York 1942, mitten im Krieg. Wir begleiten Lily auf ihrer Zeit durch diese schwere Zeit. Sie hat die Möglichkeit Chefköchin in einem der besten Restaurants der Stadt zu werden.
Mir gefällt die Geschichte ...

New York 1942, mitten im Krieg. Wir begleiten Lily auf ihrer Zeit durch diese schwere Zeit. Sie hat die Möglichkeit Chefköchin in einem der besten Restaurants der Stadt zu werden.
Mir gefällt die Geschichte sehr gut, sie gibt einen Einblick in das Leben während des zweiten Weltkrieges in Amerika. Hierüber habe ich bisher sehr wenig gelesen. Die Geschichte gibt einen tollen Arbeitsalltag, den die Frauen so langsam übernehmen müssen, da die Männer in den Krieg eingezogen werden. Sie gibt aber auch einen Einblick in das Gesellschaftliche Leben der oberen Schicht, die sich zum Teil gar nicht für den Krieg interessiert.
Zwischendurch hat das Buch einige Längen, denn es wir die Zeit bis zum Kriegsende Beschrieben, da passiert nicht auf allen Seiten viel.
Und das Ende gefällt mir nicht wirklich, das ist mir ein bisschen zu kitschig, deswegen vergebe ich nur 4 Sterne. Es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.

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