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Veröffentlicht am 15.11.2025

Klassismus in China

Schwanentage
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Yu Ling ist arm aufgewachsen, der Vater ist früh an Krebs verstorben und in ihrer Vergangenheit gibt es eine schwierige Geschichte, die sowohl in Bezug auf Beziehungen als auch beruflich ein Handicap für ...

Yu Ling ist arm aufgewachsen, der Vater ist früh an Krebs verstorben und in ihrer Vergangenheit gibt es eine schwierige Geschichte, die sowohl in Bezug auf Beziehungen als auch beruflich ein Handicap für sie war. Nun arbeitet sie seit einigen Jahren hingebungsvoll als Kindermädchen des 7-jährigen Kuan Kuan, eines durchaus liebenswürdigen, aber verwöhnten Sohnes einer sehr reichen Familie. Der Vater des Jungen hat eine hohe regierungsnahe Position inne, ebenso wie sein Schwiegervater, während die Mutter sich als Künstlerin selbst verwirklichen will und für ihren Sohn nicht viel übrig hat.

Nun hat Yu Ling gemeinsam mit ihrem Freund Dhongu geplant, den kleinen Kuan Kuan zu entführen, um Lösegeld von der Familie zu erpressen. So eine richtige Entführung ist es aber von Anfang an nicht so wirklich, dazu liegt ihr der Kleine viel zu sehr am Herzen und so inszeniert sie mit ihm erst einmal einen schönen Ausflug ins Freie samt feinem Grill-Barbecue. Am Weg fällt dem Kleinen, der gewohnt ist, dass ihm jeder Wunsch erfüllt wird, auch noch ein Transporter mit Gänsen auf, die er für Schwäne hält und von denen er unbedingt einen haben will und auch kriegt. Währenddessen wird klar, dass das mit der Entführung eh nicht so recht was werden kann, da der Vater des Jungen verhaftet wurde und die Mutter verschwunden ist und auch sonst von den entfernteren Verwandten keiner erreichbar ist. Also kehrt Yu Ling, nach einigen Umwegen, mit dem Jungen erst einmal wieder ins Haus ihrer Dienstgeber zurück, wo die Gans im Garten einquartiert wird, Kuan Kuan dort ein Zelt aufbaut und Yu Ling entdecken muss, dass Dhongu sich mit ihren Ersparnissen aus dem Staub gemacht hat.

Dieses Buch zeigt die enormen Klassenunterschiede, die es offensichtlich auch im modernen China gibt, klar auf: während die Reichen - von denen wohl viele korrupt sind oder dies zumindest von den Ärmeren angenommen wird - sich jeden erdenklichen Luxus leisten können, arbeiten viele Ärmere fast ununterbrochen und können sich damit auch nach Jahren harter Arbeit nichts aufbauen.

Durch die Entführung des Jungen, aber vor allem dadurch, dass dessen Familie auf einmal in gröberen Problemen steckt, kehrt sich das Glück auf einmal um, zumindest kurzfristig, wie Yu Ling durchaus zufrieden bemerkt, immerhin wurde sie von ihrer Dienstherrin oft ziemlich respektlos behandelt: "Yu Ling dachte an die Hausherrin, Qin Wen. Inzwischen musste sie erfahren haben, dass man erst ihren Vater und dann ihren Mann verhaftet hatte. Ihre Schönwetterfreunde hielten sich in dieser Situation gewiss auf Distanz. Jetzt ist sie auf der Flucht, ganz allein, und weiß nicht, wohin, dachte Yu Ling, während ich gemütlich in der Sonne sitze und Grillspieße futtere." (S. 26)

Auch sonst geht es viel um Klassenunterschiede und weise Betrachtungen dazu, wie zum Beispiel auch diese Zitate zeigen:

"Es hieß, die Armen liebten es zu träumen, doch das stimmte nicht; Träume gehörten zu den Privilegien der Reichen, und die Welt sorgte auf alle erdenkliche Arten dafür, ihnen diese Träume vorzuenthalten." (S. 75)

"Sich mit den technischen Gimmicks dieses Haushalts auszukennen, war für ihre Zukunft wenig hilfreich, es war höchstens ein Grund mehr, sich zu quälen. Genau deshalb war es grausam, Kindermädchen oder Chauffeur zu sein: Man tauchte in einen völlig anderen Lebensstil ein, wurde davon in gewisser Weise geprägt, aber zurück in seinem alten Leben, würde man damit so lächerlich wirken wie ein ausgebauter Einbaubackofen. Es blieb dir nichts übrig, als dich in dein früheres Selbst zurückzuverwandeln. Aber ging das überhaupt?" (S. 103)

Damit ist es insgesamt ein sehr kluges und wichtiges Buch, das dazu anregt, sich über Klassismus, Privilegien und die eigene Position in der Gesellschaft - nicht nur in China - Gedanken zu machen. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn es inhaltlich in einigem ganz anders war, als im Klappentext angekündigt wurde, und ich auch aus dem Ende nicht ganz schlau geworden bin.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Rekonstruktionsversuch eines Lebens anhand weniger Quellen

Fräulein Hedwig
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"Fräulein Hedwig" war die Großtante von Christoph Poschenrieder. Selbst ist der Autor 1964 geboren, während sie nur bis zu den 1940er-Jahren lebte - persönlich hat er sie also nicht mehr kennen gelernt. ...

"Fräulein Hedwig" war die Großtante von Christoph Poschenrieder. Selbst ist der Autor 1964 geboren, während sie nur bis zu den 1940er-Jahren lebte - persönlich hat er sie also nicht mehr kennen gelernt. Hedwig hatte eine Schwester Marie, und zwei Brüder, einer von letzteren der Großvater des Autors. Marie wiederum hat sich viel um die ältere, psychisch erkrankte Schwester gekümmert, und nach deren Tod damit begonnen, die Familiengeschichte aufzuschreiben - ein Vorhaben, das unvollendet geblieben ist.

Basierend auf Maries Notizen und eigenen Quellenforschungen versucht der Autor nun, in diesem Buch das Leben seiner Großtante Hedwig nachzuzeichnen. Wir finden Auszüge aus ihren Krankenakten, Bittbriefe der Mutter an das Staatsministerium um finanzielle Unterstützung nach dem frühen Tod des Familienvaters, Briefe von anderen Familienangehörigen und eben Maries unvollendete Familiengeschichte. Sehr sorgfältig und behutsam legt der Autor diese Quellen offen und nimmt dazu Stellung, was wir wissen können, was wir vermuten können und was im Dunkeln bleibt.

So entsteht das Bild einer sehr intelligenten, aber auch sensiblen, eher introvertierten jungen Frau, für die schon früh die damals so verbreitete ausschließliche Rolle der Gattin und Mutter nicht so recht zu passen schien, die musikalisch interessiert war und gerne Musikerin geworden wäre, als Mädchen auch nicht studieren durfte, und von ihrer Mutter gedrängt wurde, Lehrerin zu werden. Eine besondere Berufung zu dieser Tätigkeit scheint Hedwig vermutlich nicht verspürt zu haben und es muss für sie herausfordernd, überwältigend und zugleich einsam gewesen sein, als in der Stadt Aufgewachsene erst einmal am Land als Hilfslehrerin für über 40 Kinder in einem Raum zuständig zu sein. So bricht auch in ihren 20ern zum ersten Mal klar sichtbar ihre bipolare Erkrankung aus, sie muss immer längere Krankenstände nehmen und Zeit in Kliniken verbringen. Ein "Fräulein" wird sie ihr Leben lang bleiben, denn sie heiratet nie.

Dem guten sozialen Status der Familie ist es zu verdanken, dass man sich in den Kliniken erstmal sehr um sie bemüht, sie hat auch ein geräumiges Einzelzimmer, es gibt schöne Parklandschaften zum Spazieren-Gehen und die Familie weiß Hedwig dort erst einmal gut versorgt, auch wenn sie sich Sorgen macht. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass in späteren Jahren die Gefahr, die im Dritten Reich von diesen Kliniken ausging, als menschenverachtendes Gedankengut schon längst weit verbreitet war, von den Verwandten nicht gesehen wurde.

Insgesamt ist das Buch ein interessantes Porträt einer intelligenten Frau, die viel Potential gehabt hätte, das sie unter den gegebenen Umständen nicht leben konnte. Ich habe es sehr gerne gelesen, vor allem mit dem Fokus auf "Was können wir wissen?" und "Wie können wir uns anhand spärlicher Quellen ein Bild von einer verstorbenen Verwandten zu machen versuchen?".

Wer sich hier aber einen spannend geschriebenen Roman erwartet, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Es ist eben sehr nah an den Quellen erzählt und diese Quellen sind spärlich, das reicht insgesamt für einen großen Spannungsbogen oder viel Unterhaltungswert nicht aus. Es ist ein stilles, ruhiges Buch, das zum Nachdenken anregt, aber auch aufzeigt, wie viele weiße Löcher in einer Geschichte bleiben, wenn jemand schon länger tot ist und es nicht mehr viele erhaltene Quellen gibt.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Tiefgründigkeit versteckt hinter Langatmigkeit

Was wir wissen können
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Die Bewertung dieses Buches fällt mir sehr schwer und ich denke seit Wochen darüber nach. Insgesamt habe ich mich dazu entschieden, dem Buch 3 Sterne zu geben, doch das ist eine Durchschnittswertung, die ...

Die Bewertung dieses Buches fällt mir sehr schwer und ich denke seit Wochen darüber nach. Insgesamt habe ich mich dazu entschieden, dem Buch 3 Sterne zu geben, doch das ist eine Durchschnittswertung, die diesem Buch insgesamt auch kaum gerecht wird.

Bevor ich näher auf den Inhalt eingehe, erkläre ich deshalb, wie ich diese 3 Sterne ergeben. Es sind der Durchschnitt aus:

1 Stern für das unglaublich langweilige Leseerlebnis, das ich bei diesem Buch über weite Strecken hatte. Da werden ewig lang im ersten Teil ein viktorianisch anmutendes Abendessen mit unzähligen Charakteren und über das ganze Buch verteilt diverse Sexeskapaden einer Protagonistin, die zur weiteren Handlung nach meiner Ansicht nur wenig beitragen, geschildert. Ich lese viel und habe mich schon lange nicht mehr dermaßen durch ein Buch gequält und gelangweilt. Ohne begleitende Leserunde hätte ich die Lektüre sicherlich abgebrochen.

Allerdings bin ich schon auch froh, sie nicht abgebrochen zu haben, denn ich vergebe außerdem:

5 Sterne für die Tiefgründigkeit, die in diesem Buch versteckt ist. An der Oberfläche ist oben beschriebene Langatmigkeit, die zu diesem in weiten Teilen mühsamen Leseerlebnis führen kann, das ich beschrieben habe. Doch dahinter gibt es so viel mehr an versteckten Ebenen und Botschaften, die clever konstruiert sind, auch nach Wochen noch zum tiefgehenderen Nachdenken anregen und wegen denen man das Buch durchaus noch öfter lesen könnte, um noch mehr davon zu entdecken (wenn es denn nicht an der Oberfläche so langweilig wäre - ihr merkt meine Ambivalenz):

Da ist zum einen das Titelthema "Was wir wissen können". Wir befinden uns in der ersten Erzählebene des Buches im Jahr 2119 in einer dystopischen Zukunft, die durch viele kleine Details liebevoll beschrieben wird: der Klimawandel ist weit fortgeschritten, zusätzlich gab es im 21. Jahrhundert noch einige schreckliche Kriege, sodass es nur mehr etwa halb so viele Menschen gibt wie jetzt. Kontinentaleuropa ist von Russland besetzt, die USA sind keine Demokratie mehr, Großbritannien ist noch einigermaßen frei, aber überflutet. Die gute Botschaft: Universitäten und Wissenschaftler gibt es nach wie vor, auch in den Geisteswissenschaften, auch wenn diese weniger Ansehen genießen als die Naturwissenschaften und deren Wissenschaftler etwa nur jeden zweiten Tag die KI nützen dürfen, und sich auch mit eher untalentierten und unambitionierten Studierenden rumplagen müssen.

Vor diesem Hintergrund sucht der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe gemeinsam mit seiner Frau Rose nach einem verschollenen Gedicht, dem "Sonettenkranz für Vivien", das der berühmte Dichter Francis Blundy, der zu unserer jetzigen Zeit lebte und wirkte, für seine geliebte Frau Vivien verfasst und bei einem legendären Abendessen vorgetragen haben soll. Leider ist dieses Gedicht verschollen, es finden sich nur Referenzen darauf. Dabei könnte es uns vielleicht beim Verständnis der damaligen Zeit und bei dem, was man vielleicht damals schon hätte ahnen oder wissen können (über den Klimawandel? Über die Zukunft?) helfen? Und was können wir überhaupt über die Vergangenheit wissen, anhand der bruchstückhaften Quellen, die wir finden und interpretieren können? Was war wirklich und was scheint nur so und war möglicherweise ganz anders? Und welchen Quellen und Erzählerinnen und Erzählern können wir überhaupt wie sehr vertrauen?

Das ist, neben der interessanten dystopischen Zukunft, ein wiederum sehr spannendes Hintergrundthema, das sich nach und nach immer stärker zeigt, je weiter man mit der Lektüre dieses Buches kommt, die langatmigen Schilderungen des Abendessens durchsteht, und sich auf das Buch einlässt. Das letzte Drittel des Buches ist dann auch noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive geschildert, die noch einmal ein neues Licht auf die Vergangenheit wirft und damit sehr zum Nachdenken anregt.

Insgesamt ist es ein tiefgründiges und interessantes Buch, das aber den Leserinnen und Lesern aufgrund der Langatmigkeit einiges abverlangt. Dennoch kann ich genau diese dem Autor nicht zum Vorwurf machen, denn vielleicht wollte er uns dabei spiegeln, wie es Geisteswissenschaftlern und Geisteswissenschaftlerinnen gehen kann, die sich durch einen Haufen scheinbar banales und uninteressant wirkendes Quellenmaterial wühlen müssen, um dann hoffentlich ein paar Erkenntnisperlen zu finden.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Solide Unterhaltung mit Fantasy-Elementen

Unbeugsam wie die See
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Besonders angesprochen hat mich bei diesem Buch das schöne Cover und dass ich insbesondere über den Vorgängerband der Autorin, "Die Unbändigen" schon viel Gutes gehört hatte.

Dieses Buch erzählt in wechselnden ...

Besonders angesprochen hat mich bei diesem Buch das schöne Cover und dass ich insbesondere über den Vorgängerband der Autorin, "Die Unbändigen" schon viel Gutes gehört hatte.

Dieses Buch erzählt in wechselnden Erzählsträngen Ausschnitte aus dem Leben von zwei Schwesterpaaren zu verschiedenen Zeiten. Da gibt es die Zwillinge Mary und Eliza, die um 1800 aus Großbritannien nach Australien verschifft und dabei getrennt werden. Dann Lucy im Jahr 2019, deren Schwester Jess verschwunden ist. Jess wiederum lernen wir in der Vergangenheit kennen und erfahren mehr über ihre Geschichte.

Das Buch hat märchenhafte, mystische bis fantastische Elemente, da werden etwa Frauen plötzlich zu Meerjungfrauen. Das muss man mögen in so einem Buch. Ansonsten ist es solide Unterhaltung. Ich wurde mit den Figuren nicht sonderlich warm und habe auch die Sprache nicht sehr besonders gefunden, vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich sonst viele Bücher lese, die eher zur höherwertigen Literatur zählen, was dieses Buch nicht leisten können muss.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Inspirierendes Buch für eine positive Lebenseinstellung

Glimmer
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Der Heilpraktiker und Hypnosetherapeut Bernhard Tewes stellt mit "Glimmer" einen Ansatz vor, der dem weit verbreiteten Fokus auf negative "Trigger" etwas Positives und Heilsames entgegensetzt. Anschaulich ...

Der Heilpraktiker und Hypnosetherapeut Bernhard Tewes stellt mit "Glimmer" einen Ansatz vor, der dem weit verbreiteten Fokus auf negative "Trigger" etwas Positives und Heilsames entgegensetzt. Anschaulich erklärt er anhand von Fallbeispielen, wie viele Menschen dadurch, dass sie in ihrem Leben ihre Aufmerksamkeit auf Negatives, etwa ständig auf Katastrophennachrichten oder auf ihre eigenen Unzulänglichkeiten, richten, ihr eigenes Unglück verstärken. Dabei gibt es an jedem Tag und in jedem Leben viele kleine Glücksmomente wahrzunehmen oder auch aktiv herzustellen, mit uns selbst und in der Begegnung mit anderen. Wir können bewusst wählen, wie wir unsere Morgenroutinen gestalten, wie wir uns mit wohltuender Musik umgeben, nährende Beziehungen zu anderen und eine inspirierende Umgebung für uns kreieren.

Sehr interessant war für mich zum Beispiel, über den Ansatz der "Low-stake-Kreativität" zu lesen: schon kleine kreative Tätigkeiten ohne Druck oder Anspruch, z.B. das Dekorieren eines Raumes oder das Kochen einer Speise, können durch die Freude am Schaffen und Gestalten viel Glück in unser Leben bringen, Stress reduzieren und Entspannung fördern, jenseits von Leistungsdruck und Bewertung.

Geschrieben ist das Buch sehr praxisnah und zugänglich: der Autor erzählt offen und ehrlich aus seinem eigenen Leben und seinen früheren Suchtproblemen sowie auch davon, wie er diese überwunden hat, Hypnosetherapeut wurde und mit welchen Methoden und Übungen er nun seine Klientinnen und Klienten unterstützt. Am Ende jedes Kapitels finden sich praktische Übungen, um die "Glimmer"-Momente im eigenen Leben zu fördern, z.B. drei Menschen ein ehrliches Kompliment zu machen, den Gesprächspartner als die interessanteste Person der Welt zu betrachten und wirklich aufmerksam zuzuhören, Dankbarkeit zu üben, die eigenen Werte zu reflektieren, einen schönen Moment der Vergangenheit innerlich nochmal zu erleben ("Revivikation" genannt) oder auch sich bewusst mit wohltuender Musik und angenehmen Berührungen (mit sich selbst oder im Konsens mit anderen Personen, z.B. auf Kuschelpartys) auseinanderzusetzen.

Insgesamt ist es ein schön gestaltetes, leicht lesbares und inspirierendes Buch, das wie ein Licht in einer Zeit der Krisen und Sorgen wirkt und das ich allen an Psychologie, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung Interessierten auf jeden Fall empfehlen kann.

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