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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2021

Für Fans der Staubchronik unverzichtbar!

Animants Welt
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Dieses Buch ist eine Collage aus Kurzgeschichten, Briefen und Notizen der Autorin. Es behandelt die Entstehungsgeschichte und inhaltlich die bisher nicht näher beleuchteten Bereiche des Buches „Animant ...

Dieses Buch ist eine Collage aus Kurzgeschichten, Briefen und Notizen der Autorin. Es behandelt die Entstehungsgeschichte und inhaltlich die bisher nicht näher beleuchteten Bereiche des Buches „Animant Crumbs Staubchronik“. Was man erfährt ist vielfältig. So taucht man in Kurzgeschichten in das Leben von Nebencharakteren, wie Rachel ein, erfährt, dass Animant und Thomas einige Hürden überwinden müssen, bis sie heiraten können und kann nachlesen, weshalb sich Thomas damals nach 3 Monaten doch endlich wieder bei Animant gemeldet hat.

Die Kurzgeschichten und Briefe haben mir sehr gut gefallen. Alle erweitern die bereits vorhandene Welt um einen spannenden Bereich. Besonders die Geschichte, welche aus Elisas Sicht geschrieben ist, hat mir einen ganz neuen Blickwinkel auf ihren Charakter gegeben. Ich muss zugeben, dass ich sie im originalen Buch absolut nicht mochte. Nach dieser Geschichte kann ich definitiv mehr Verständnis für sie aufbringen.

Auch die Illustrationen im Buch sind wunderschön und sorgen dafür, dass es durchgehend Spaß macht, durch die Seiten zu blättern. Besonders die Charakterbilder hauchen einigen der Personen Leben ein.

Im Buch sind zusätzlich Notizen der Autorin darüber, wie sie auf bestimmte Charaktere gekommen ist, oder wie ihre Recherchearbeit verlief. Grundsätzlich waren diese zwar interessant, meiner Meinung nach aber oft viel zu kurz. Es wurden interessante Fakten angesprochen, aber selten weiter ausgeführt. Immerhin hat die Autorin aber auch angesprochen, dass sie sich einige historische Freiheiten genommen hat. In meiner Rezension zum originalen Buch hatte ich ja darauf hingewiesen, dass es hier Unstimmigkeiten gab. Einige von diesen wurden hier angesprochen und aufgeklärt, andere jedoch nicht. Dies war auch einer der Punkte, wo ich mir noch mehr Informationen gewünscht hätte.

Für Fans von „Animant Crumbs Staubchronik“ ist dieses Begleitbuch eigentlich fast unverzichtbar. Es verleiht der Welt und den Charakteren mehr Tiefe und gibt interessante Hintergrundinformationen. Allerdings hätte ich mir davon doch eine Menge mehr gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2021

Charaktere und Handlung konnten nicht überzeugen

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Nachdem Landon am Ende des ersten Buches nach Kalifornien gezogen ist, um eine Therapie zu beginnen, versuchen er und Shay ihre Beziehung dennoch am Laufen zu halten. Nach einem traumatischen Ereignis ...

Nachdem Landon am Ende des ersten Buches nach Kalifornien gezogen ist, um eine Therapie zu beginnen, versuchen er und Shay ihre Beziehung dennoch am Laufen zu halten. Nach einem traumatischen Ereignis bricht Landon jedoch zusammen. Ihre Beziehung wird immer problematischer, bis sie sich schließlich trennen. Etwa zehn Jahre später sehen sich die beiden auf der Party ihres gemeinsamen Freundes wieder und die Gefühle flammen wieder auf.

Der Anfang des Buches zog sich etwas und teilweise dachte ich, dass man vieles besser noch ins erste Buch hätte integrieren sollen. Meiner Meinung nach hätte dies einen dramatischeren Effekt gehabt, aber das ist eher meine persönliche Präferenz. Es fiel mir allerdings deutlich auf, dass das Ende des Buches sehr gehetzt wirkte. Es wäre zumindest besser gewesen, hier eine Balance zu finden.

An mehreren Stellen der Geschichte dachte ich mir, dass das Buch besser als Thriller über einen Stalker funktionieren würde, als als Liebesroman. Landons Ignoranz für Shays Grenzen war sehr unangenehm zu lesen. Sie betont mehrfach, dass sie nichts mit ihm anfangen will und er sie in Ruhe lassen soll, was er als Anlass nimmt, an ihrer Arbeitsstelle aufzutauchen, wo sie ihm nicht entkommen kann. Ebenso unangenehm habe ich es empfunden, dass alle anderen Charaktere Landon darin auch noch ermutigt haben, sogar Shays eigene Familie. Getreu dem Motto: ‚Sie sagt Nein aber meint Ja‘. Meiner Meinung nach müssen Bücher endlich aufhören, so eine Haltung zu vertreten.

Abgesehen davon dümpelt die Geschichte ziemlich vor sich hin. Es werden beinahe keine der vielen offenen Fragen aus Band 1 geklärt, stattdessen werden neue Handlungsstränge begonnen und dann ebenso nicht zu Ende geführt, oder einfach im off beendet, weil sie für die Autorin nicht mehr relevant waren. Dies ist einer der Gründe, warum das Ende des Buches auf mich teilweise einen gehetzten Eindruck gemacht hat. In diesem Zusammenhang wurde viel Handlung und innere Veränderungen der Charaktere einfach nur erzählt und nicht gezeigt, wodurch oft kein wirkliches Gefühl beim Lesen aufkam.

Durch das fehlende Zeigen von Gefühlen und Handlungen fiel es mir schwer, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. In Landons Fall kam noch dazu, dass er mir, durch seine eben beschriebenen Handlungen, restlos unsympathisch geworden ist. Dies hat dazu geführt, dass es mir schwer fiel das Interesse an der Geschichte aufrecht zu halten, da das Buch so stark auf die Charaktere fokussiert ist.

Besonders störend habe ich jedoch empfunden, wie in dem Buch mit den Nebencharakteren umgegangen wurde. Diese schienen nämlich, bis auf wenige Ausnahmen, völlig unwichtig zu sein und kommen nur vor, um die Geschichte voranzutreiben. Nebencharaktere aus dem ersten Buch werden nicht mehr erwähnt und wie eben erwähnt die offenen Fragen zu ihnen nicht beantwortet. Aber auch wenn sie in diesem Buch vorkommen erhalten sie manchmal die gleiche Behandlung. Zu Beginn wohnt Shay etwa mit Tracey zusammen und sie ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Nach dem Zeitsprung wird sie jedoch mit keiner Silbe erwähnt, als hätte sie niemals existiert.

Besonders traurig habe ich Situationen empfunden, die für mich persönlich ein negatives Licht auf „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ geworfen haben. In diesem Buch werden Shay und Eleanor als beste Freundinnen dargestellt, während ich in diesem Buch eher das Gefühl bekommen habe, dass diese Freundschaft enorm einseitig war und Eleanor praktisch nichts über Shays Leben weiß.

Leider konnte „Wie die Stille vor dem Fall – zweites Buch“ die Dilogie um Shay und Landon nicht retten, auch wenn ich dies sehr gehofft hatte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2021

Distanzierte Charaktere

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Hat man Teil 1 der Chances-Reihe gelesen, so weiß man bereits wo dieser Band endet und auch der Klappentext des Buches verrät es eigentlich schon. Der interessantere Punkt der Geschichte ist aber eigentlich, ...

Hat man Teil 1 der Chances-Reihe gelesen, so weiß man bereits wo dieser Band endet und auch der Klappentext des Buches verrät es eigentlich schon. Der interessantere Punkt der Geschichte ist aber eigentlich, wie es dazu kommt.

Shay und Landon hassen sich bereits, seit sie jung waren. Auf einer Party kommt es betrunken zu einer Wette, wer von beiden den anderen schneller dazu bringen kann, sich zu verlieben. Landon will es zwar zunächst nicht wahrhaben, doch Shay hilft ihm dabei, glücklich zu werden. Dennoch wird Landon immer wieder von Selbstzweifeln geplagt, denn er glaubt nicht, dass er Shay etwas zurückgeben kann.

Es fiel mir tatsächlich schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Diese war an sich nicht schlecht und ich glaube es lag hauptsächlich an den Charakteren, aber wirklich fesseln konnte sie mich eben auch nicht. Es gibt gerade gegen Ende viele Situationen, die unglaubwürdig wirken und einfach nur die Handlung vorantreiben sollen. Ebenso werden öfter Dinge aufgebauscht, dann aber nicht wieder aufgegriffen. Auch dies geschieht hauptsächlich gegen Ende, weshalb ich hier keine Beispiele geben kann, ohne zu viel zu verraten. Die letzten paar Seiten und damit die Konklusion des Buches wirkt meiner Meinung nach auch extrem gehetzt.

Es gibt Stellen im Buch, in denen meiner Meinung nach, die Grenze zur Romantisierung von Leid und Depression überschritten wurde. Am ersten Teil der Reihe habe ich sehr geschätzt, dass er gezeigt hat, dass man trotz Leid, oder psychischen Erkrankungen liebenswert sein kann. Hier geht dies jedoch meines Erachtens nach zu weit, indem eher gezeigt wird, dass Leid und Depressionen einen zu einer interessanteren Person machen würden und etwas tolles, wunderschönes sind. Ich sehe dies als sehr kritisch an und habe mich stark daran gestört.

Leider konnte ich mich mit den Charakteren einfach nicht anfreunden. Shay und Landon waren mir im ersten Teil der Reihe schon nicht sympathisch. Interessanterweise hatte ich bei beiden das Gefühl, dass sie sich in diesem Buch komplett anders verhalten als zuvor. Bei Landon wurde indirekt erklärt, wieso dies so ist, jedoch fand ich es in Shays Fall teilweise etwas seltsam. Gerade sie blieb für mich lange Zeit über nicht einschätzbar und distanziert. Ich konnte einfach nicht viel mit ihr anfangen, weshalb ich die Abschnitte, die aus ihrer Sicht geschrieben sind, nicht ganz so gerne gelesen habe.

Es gibt häufiger Verhalten von Nebencharakteren, welches mir unverständlich erschien. Vor allem Shays Eltern und Monica verhalten sich gegen Ende öfter seltsam, was auch nicht weiter ausgeführt wird. Dies hängt auch mit den für mich unglaubwürdigen Situationen zusammen, die oft genau daraus entstehen. Ich hatte oft das Gefühl, die Autorin setzt voraus, dass ich einfach akzeptiere, dass sich ein Charakter jetzt gerade so verhält, obwohl es sich einfach anfühlte, als ob dies nur dazu diente, die Geschichte in die gewünschte Richtung zu lenken.

Insgesamt konnte mich dieses Buch leider nicht besonders überzeugen und ich hoffe sehr, dass Teil 2 besser wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2021

Muss man gelesen haben!

Wie du erfolgreich wirst, ohne die Gefühle von Männern zu verletzen
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Passend zum Weltfrauentag hat der Mentor Verlag diesen satirischen Ratgeber für Frauen, die Karriere machen wollen, herausgebracht. Von der richtigen Kleidung beim Bewerbungsgespräch, übers Gaslighting ...

Passend zum Weltfrauentag hat der Mentor Verlag diesen satirischen Ratgeber für Frauen, die Karriere machen wollen, herausgebracht. Von der richtigen Kleidung beim Bewerbungsgespräch, übers Gaslighting für Anfänger bis hin zum Thema „Wie du dich sexuell belästigen lässt, ohne deiner Karriere zu schaden“ ist alles vorhanden, was man als Frau heute im Büro an Wissen benötigt. Mit kurzen Texten, lustigen Illustrationen und kleinen Comics zeigt die Autorin in diesem Buch, was Frauen auch heute noch in der Arbeitswelt für sexistische Tücken erwarten kann.
Obwohl das ganze Buch sehr humorvoll gehalten ist, konnte ich gar nicht anders, als öfter mal schwer zu schlucken. Was hier thematisiert wird, ist oft einfach zu wahr. Wenn das Buch einem vor Augen führt, was man alles im Büro nicht anziehen sollte (eigentlich ist alles entweder zu sexy, zu spießig oder sonst wie nicht angebracht), wie man sprechen sollte (nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief bitte) und natürlich, wie man richtig das Ego von Männern vor alles stellt, dann weiß man nicht immer, ob das eher zum Lachen oder zum Weinen ist.
Besonders interessant fand ich die vielen Vergleiche, wie die gleichen Sätze bei Männern und Frauen unterschiedlich wahrgenommen werden. Während Männern dabei positive Eigenschaften unterstellt werden, wird Frauen vieles deutlich negativer ausgelegt. Dies ist ein Phänomen, welches mir im Alltag oft genug auffällt.
Auch wenn die meisten Themen spezifisch aufzeigen, wie es Frauen schwer gemacht wird, Karriere zu machen, gibt es auch einige Abschnitte, in denen sich die Autorin grundlegend über die herrschende Bürokultur lustig macht. Worüber man mit Kollegen reden kann, wird genauso abgehandelt, wie Tipps, um permanent beschäftigt zu wirken.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass dieses Buch großartig ist! Es zeigt Probleme auf, die definitiv in die Vergangenheit gehören und schafft es dabei, zum Lachen zu bringen!

Fazit:
Du bist eine Frau, die Karriere machen will? Du kennst eine Frau, die Karriere machen will? Du arbeitest mit Frauen zusammen? Wenn eine dieser Antworten auf dich zutrifft, dann brauchst du dieses Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2021

Wunderschöne Geschichte

Sternenglut. Prinzessin der Nacht
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„Sternenglut – Prinzessin der Nacht“ spielt eine lange Zeit vor „Sternenfeuer – Kaiserin der Drachen“ und erzählt die Geschichte der ersten Sternentochter Rin. Da die Sonne verglüht und die Erde stirbt ...

„Sternenglut – Prinzessin der Nacht“ spielt eine lange Zeit vor „Sternenfeuer – Kaiserin der Drachen“ und erzählt die Geschichte der ersten Sternentochter Rin. Da die Sonne verglüht und die Erde stirbt versuchen die Drachenbewahrer Midlands ein Ritual an einem Säugling, um ihm magische Fähigkeiten zu geben. Doch während Rin aufwächst scheint es, als ob das Ritual missglückt sei: Rin sieht zwar deutlich anders aus als die Menschen in Midland, aber ihre magischen Fähigkeiten können durch nichts geweckt werden. Verzweifelt macht sich Rin auf den Weg zu einer mystischen Höhle. Begleitet wird sie von ihrem besten Freund, dem Prinzen Huoyan, dem gegenüber sie heimlich Gefühle hegt.
Wer, so wie ich, die Welt von „Sternenfeuer“ mochte, wird auch an diesem Buch viel Freude haben. Mir hat es gut gefallen, die Anfänge der Sternentöchter mitzuerleben und einige Geheimnisse aufzudecken. Das Buch ist eher schmal und schnell durchgelesen und die erzählte Geschichte ist perfekt dafür. Ich hatte nie das Gefühl, dass Szenen gehetzt waren, oder dass sich Beziehungen zu schnell entwickeln. Das Tempo der Geschichte war ideal!
Erzählt wird das ganze aus der Sicht von Ri und dem dritten Protagonisten, Darius. Mir hat dies gut gefallen, da man so sehr unterschiedliche Sichtweisen auf die Geschichte hatte. Darius und Ri haben sehr unterschiedliche Ansichten zu den Problemen der Welt, aber auch zu Ri als Person. Es war interessant, dies mitzuverfolgen. Wie auch im ersten Buch gibt es zu Beginn eine kurze Übersicht darüber, wie die Charaktere ausgesprochen werden. Auch wenn ich mir wieder sicher bin, dass ich diese vermutlich trotzdem falsch ausspreche, finde ich die kulturellen Einflüsse hier hervorragend.
Leider fiel mir von Anfang an eher negativ auf, dass viele Gefühle im Buch eher erzählt werden, aber wenig gezeigt. Immer wieder reden Ri oder Darius darüber wie sie sich fühlen, aber so wirklich sehen konnte ich davon wenig. Irgendwie hat das dafür gesorgt, dass ich schwer mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Ich kam mir eher wie eine entfernte Beobachterin vor, was ich manchmal ein wenig schade fand.
Interessant war für mich dagegen, dass mir das Liebesdreieck in diesem Buch ausgesprochen gut gefallen hat. Normalerweise mag ich es ja gar nicht, wenn so etwas vorkommt, aber hier hat es die Autorin geschafft, dieses so innovativ zu schreiben, dass ich es richtig gut fand.
Fazit:
„Sternenglut – Prinzessin der Nacht“ hat sich für mich angefühlt, wie wenn mir jemand ein schönes Märchen erzählen würde: zwar mit gewisser emotionaler Distanz, aber dennoch zum Träumen einladend. Fans von „Sternenfeuer“ werden an diesem Buch definitiv ihre Freude haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere