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Veröffentlicht am 30.06.2026

Leider kein überzeugendes Buch trotz des Schreibstils

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen. Ich mag das helle Cover mit den goldenen Rosen, die sich über den Buchschnitt ziehen. Das passt durchaus recht gut zum Inhalt der Geschichte und macht ...

Die Gestaltung des Buches ist durchaus gelungen. Ich mag das helle Cover mit den goldenen Rosen, die sich über den Buchschnitt ziehen. Das passt durchaus recht gut zum Inhalt der Geschichte und macht sich auch gut im Regal.

Die Geschichte fand ich ebenfalls sehr vielversprechend: Die Rosenkriege in England wurden durch die Fae-Königin Moryen entschieden, die seitdem über die Insel herrscht. Jedes Jahr treten nun Menschen aus dem ganzen Reich vor die Königin und schließen einen sogenannten Rose-Bargain. Die Königin gewährt den Bürgern einen Wunsch, doch diese müssen mit den Folgen davon leben. Im Jahr 1848 entscheidet sich nun der Thronprinz Bram, dass er eine der adeligen Frauen aus dem Reich seiner Mutter heiraten will. Ivy Benton will unbedingt gewinnen, durch das seltsame Verhalten ihrer älteren Schwester und deren plötzliches Verschwinden ist ihre Familie in Ungnade gefallen und nur Ivy kann verhindern, dass sie alles verlieren. Völlig überraschend schafft sie es unter die sechs Favoritinnen des Prinzen und darf zusammen mit den anderen Mädchen in den Palast ziehen. Doch der Wettstreit wird sehr schnell blutiger Ernst und Ivys einzige Chance zu gewinnen ist ausgerechnet der Bruder des Kronprinzen, Prinz Emmett.

Ich mochte die Idee und das Setting der Geschichte direkt richtig gerne und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung, allerdings konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Das liegt auch ein bisschen an dem Schreibstil, bei dem ich eine gewisse Zeit brauchte, um mich an ihn zu gewöhnen. Als ich allerdings dann an diesem Punkt war, konnte mich die Geschichte mit den recht kurzen Kapiteln, die größtenteils aus Ivys Sicht geschrieben sind, aber auch andere Charaktere zu Wort kommen lassen, durchaus fesseln.

Ehrlich gesagt war es auch vor allem die Art, wie das Buch geschrieben ist, die dafür gesorgt hat, dass ich es recht schnell durchlesen konnte. Leider konnte mich weder die Geschichte noch die Charaktere so richtig von sich überzeugen, dabei hat beides viel Potenzial. Ich wollte Ivy wirklich unbedingt mögen, aber ich hatte damit ehrlich gesagt meine Schwierigkeiten. Ich konnte nie wirklich einschätzen, was mich ab einem gewissen Zeitpunkt zunehmend frustriert hat. Natürlich muss eine Protagonistin nicht ab der ersten Seite ausrechenbar oder komplett durchschaubar sein, sie darf mich gerne sogar überraschen, aber ich brauche zumindest ab einem gewissen Zeitpunkt das Gefühl, jemanden einschätzen zu können, zu wissen, wie seine moralischen Vorstellungen sind und er oder sie auf bestimmte Situationen reagiert. Das hatte ich bei Ivy nie. Sie entscheidet sich bei dem Wettbewerb um die Hand des Kronprinzen mitzumachen, weil sie ihrer Familie helfen will und nimmt dafür in Kauf, niemals heiraten zu können, wenn sie verliert. Das hätte ich noch verstehen können, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass ihr ihre Familie besonders am Herzen gelegen hätte oder sie sowieso nicht hätte heiraten wollen, aber beides scheint nicht wirklich zuzutreffen. Sie sagt immer wieder, wie wichtig ihr ihre Schwester ist, aber ich hatte nie so wirklich das Gefühl, dass das zutrifft und dass sie ihr ihre Handlungen immer wieder vorwirft. Es ist zwar deutlich, dass sie wenig Chancen hat, in ihrer Saison jemanden zum Heiraten zu finden, weil ihre Familie nahezu aus der Gesellschaft ausgestoßen ist, aber ihre Entscheidung, alles auf eine Karte zu setzen, kam mir dennoch ein bisschen kurz gedacht vor. Auch die beiden Prinzen konnte ich nie so wirklich greifen. Emmetts Planung und die Gründe, warum er ausgerechnet Ivy dafür braucht, konnte ich noch halbwegs nachvollziehen, wie schnell er ihr aber vertraut, nicht. Sie kennen einander nicht und ihr erstes Treffen war auch nicht gerade positiv, trotzdem weiht er sie recht früh in alles ein, obwohl das für beide gefährlich werden könnte. Hier hätte ich es viel glaubwürdiger gefunden, wenn er nur die halbe Wahrheit erzählt hätte und sie nach und nach alles erfahren hätte. Bram war für mich ebenfalls vor allem ein Name und ich hatte Schwierigkeiten, ihn als Person greifen zu können. Ironischerweise fiel es mir bei den anderen Kandidatinnen, die alle ebenfalls in einem Kapitel ihre Sicht auf die Dinge erklären konnten, deutlich leichter. Ich mochte die meisten von ihnen wirklich gerne und habe nicht selten gedacht, dass eine der anderen Frauen vielleicht eine bessere Protagonistin als Ivy wäre.

Mit der Story hatte ich ebenfalls so meine Probleme, obwohl ich die grundsätzliche Idee wirklich gut fand. Es beginnt schon damit, dass man nahezu ohne Anlaufzeit in die Geschichte geworfen wird und ich dadurch so meine Probleme hatte, die Welt und ihre Regeln zu verstehen. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich verstanden habe, wie die Rose Bargains aussehen und welche Konsequenzen sie haben können. Das ist an sich nicht so schlimm, aber konnte die Welt dadurch bis zum Ende nicht komplett greifen, was es schwierig gemacht hat, die Entscheidungen von Personen in ihrer Gänze verstehen zu können. Die Herausforderungen, die die Königin an die zukünftigen Prinzessinnen stellt, fand ich eigentlich ziemlich spannend, aber ich habe ihren Sinn nicht immer verstehen können. Wenn klar gewesen wäre, dass jede Prüfung darauf ausgelegt ist, eine wichtige Eigenschaft einer zukünftigen Herrscherin zu testen, hätte ich es noch verstehen können, so wirkte es, wie vieles, was die Königin tut willkürlich.

Alles in allem hatte die Geschichte wirklich viel Potenzial, aber die Umsetzung gefiel mir leider nicht wirklich. Während der Schreibstil noch dafür gesorgt hat, dass ich das Buch recht schnell durchgelesen habe, konnten mich weder die Protagonisten noch die Story wirklich überzeugen. Es wäre vielleicht sinnvoll gewesen, eine der anderen Kandidatinnen als Hauptfigur zu verwenden, weil ich deren Hintergrundgeschichten zum Teil deutlich spannender fand als die von Ivy.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Mitreißender Jugendthriller mit schwierigen Charakteren

Dead Girls Don't Dance
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich schön. Sowohl das Cover in den eher dunklen, gedeckten Farben, die die Atmosphäre des Waldes gut einfangen als auch der wirklich hübsche Farbschnitt, der sich wirklich ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich schön. Sowohl das Cover in den eher dunklen, gedeckten Farben, die die Atmosphäre des Waldes gut einfangen als auch der wirklich hübsche Farbschnitt, der sich wirklich wunderschön im Regal machen würde.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Ein Jahr ist es her, dass Addie Blackwood ihrer Schwester im Streit die schlimmsten Dinge an den Kopf geworfen hat und diese kurze Zeit später tot am Fuße einer Klippe aufgefunden wurde. Die Polizei hat ihren Tod als Unfall deklariert, aber Addie ist sich sicher, dass Fiona gestoßen wurde und für die Tat niemand anderes als Thatcher Montgomery, der reiche Nachbarssohn in Frage kommt. Unermüdlich hat sie das ganze Jahr über versucht, die Polizei von seiner Schuld zu überzeugen, jedoch ohne Erfolg, jetzt sind die Montgomerys allerdings zurück, um ihren Sommer wie immer als Nachbarn von Addie zu verbringen. Sie sieht endlich ihre Chance, zu beweisen, dass Thatcher ihre Schwester getötet hat, doch bevor sie mit ihm sprechen kann, wird er an genau der gleichen Stelle tot aufgefunden wie Fiona und Addie ist die Hauptverdächtige. Zusammen mit Thatchers Cousin Seth, mit dem sie eine komplizierte Beziehung verbindet, versucht sie, ihre Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu überführen, doch dieser ist näher, als erwartet.

Ich lese wirklich gerne Jugendthriller und habe mich deswegen auch auf diesen gefreut, so ganz überzeugen konnte er mich allerdings nicht. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Dieser ist unglaublich fesselnd und mitreißend. Durch die leichte Art, die Geschichte zu erzählen, habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und bin nur so durch die Seiten geflogen.

Ein größeres Problem hatte ich hingegen mit den Charakteren. Ich konnte Addies Schmerz verstehen, zumal sie mit Gewissensbissen zu kämpfen hat, weil sie sich in den letzten Stunden im Leben ihrer Schwester mit dieser gestritten hat. Allerdings fand ich es schwierig, mit ihren Ausbrüchen klarzukommen. Sie handelt wirklich oft extrem irrational, redet aber mit niemandem offen über ihre Gefühle, was mich ab einem gewissen Punkt wahnsinnig gemacht hat. Ich kann sogar verstehen, dass sie niemandem traut und konstant Angst hat, sich dem Mörder ihrer Schwester gegenüber zu sehen. Allerdings handelt sie mir oft zu rigoros, sie muss ja niemandem alles erzählen, aber schon der kleinste Punkt reicht aus, damit sie an den Menschen in ihrem Umfeld zweifelt und ich fand es krass, wie schnell sie andere ausschließt, nur um selbst auf keinen Fall wieder verletzt zu werden. Dadurch fand ich sie manchmal schon fast unberechenbar und hatte wirklich Probleme, sie richtig kennenzulernen. Ich mochte sie durchaus, aber hatte das Gefühl, dass sie den Leser ähnlich wie die Personen um sie herum auf Abstand hält. Man lernt so auch die anderen Charaktere nur durch ihre Augen kennen und vertraut ihnen ebenso wenig, wie Addie es tut. Dabei hatte ich oft das Gefühl, deren Charakter deutlich besser einschätzen zu können als ihren und konnte mir manchmal nur vor den Kopf schlagen, wenn sie wieder die Motive von jemandem in Frage stellt, dem sie ganz offensichtlich sehr wichtig ist.

Die Story fand ich im Großen und Ganzen wirklich vielversprechend, weil ich wirklich unbedingt wissen wollte, was genau mit Fiona und Thatcher passiert ist. Allerdings fand ich, dass Addie sich sehr schnell auf Verdächtige festgelegt hatte, ohne wirklich ermittelt zu haben. Ich wäre gerne mehr dabei gewesen, wie sie unabhängig von der Montgomery-Familie mit Personen darüber spricht, was passiert sein könnte, stattdessen schließt sie direkt aus, dass sich hier ein möglicher Täter verbirgt und selbst als deutlich wird, dass es wohl nicht Thatcher war, überdenkt sie ihre Verdächtigungen nicht wirklich. Das war mir manchmal dann doch ein bisschen zu engstirnig und kurz gedacht, zumal Fiona ja auch ein Leben außerhalb ihrer Familie und der direkten Nachbarschaft hatte.

Alles in allem ist das Buch unglaublich kurzweilig und mitreißend, sodass ich es in kürzester Zeit durchgelesen habe und es mich dabei auch gut unterhalten hat. Allerdings bin ich mit den Charakteren, vor allem mit Addie, nicht so richtig warm geworden und fand auch die Art der Ermittlungen nicht immer so richtig nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Vielversprechende Geschichte, die noch Luft nach oben hat

Masked by Nightfall
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Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne. Die Darstellung von Jax und Elodie passt perfekt zu meiner Vorstellung von ihnen und zu der Beziehung, die sie miteinander haben. Außerdem mag die Verwendung ...

Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne. Die Darstellung von Jax und Elodie passt perfekt zu meiner Vorstellung von ihnen und zu der Beziehung, die sie miteinander haben. Außerdem mag die Verwendung der eher gedeckten Farben, die die Stimmung der Geschichte ziemlich gut einfangen.

Diese hat mich direkt gereizt: Als ihre Mutter krank wird, bleibt Elodie Havare nichts anderes übrig, als sich freiwillig für die Ausbildung zur Soldatin zu melden, um Geld für einen Heiler zu beschaffen. Die sogenannte Auslese ist gefährlich, brutal und nicht selten tödlich. Elodie rechnet nicht damit, so lange durchhalten zu können, um wirklich Schattensoldatin am gefürchteten Bruch, der Grenze zum Reich der gefallenen Götter, zu werden. Doch sie hat die Rechnung ohne Jax Elder gemacht, der jeden Versuch zunichte macht, unsichtbar zu bleiben, als er ihr als Partner zugewiesen wird. Elodie weiß nicht, ob sie dem selbstsicheren Mann vertrauen kann, schließlich kämpft jeder alleine um sein Überleben und Elodie hat ein Geheimnis, das sie ihm auf keinen Fall anvertrauen kann.

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, um richtig in die Geschichte zu finden, obwohl ich mich darauf gefreut habe, sie zu lesen. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Vielmehr ist dieser wirklich gut, unaufgeregt und trotzdem auf eine ruhige Art fesselnd, bei der ich ab einem gewissen Zeitpunkt im Buch gar nicht gemerkt habe, wie schnell ich es durchgelesen habe.

Die Geschichte als solche braucht ein bisschen, um mich so richtig zu fesseln, das fand ich im Nachhinein aber nachvollziehbar, weil sie sich Zeit nimmt, um die Welt und die Charaktere kennenzulernen und man nicht direkt mitten in die Handlung geworfen wird. Ich mochte, dass man den Raum bekommt, sich erst einmal zurechtzufinden, bevor so viel passiert, sodass man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. Dadurch hat man auch Zeit, Elodie als Person kennenzulernen, bevor sie in einem Wettbewerb um Leben und Tod eintritt, um Geld für ihre Familie zu besorgen. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, sie nicht so richtig zu kennen. Es ist klar, dass sie etwas verbirgt und ich hatte eine ungefähre Idee, was das sein könnte, aber sie wirkt selbst dem Leser gegenüber immer ein bisschen zu sehr auf der Hut. Das bedeutet nicht, dass ich sie nicht mochte, ich habe sie vielmehr fast schon widerwillig ins Herz geschlossen, auch wenn ich manchmal meine Augen über ihr Misstrauen gegen alle und jeden verdreht habe. Ich konnte verstehen, dass sie ihre Gründe hat, keine Freundschaften schließen zu wollen, aber spätestens als Jax sie durch seine Art in den Fokus der anderen Anwärter gerückt hat, hätte sie zumindest eine Allianz überlegen können. Vielleicht habe ich ihre Handlungen auch nicht immer verstehen können, weil ich Jax nahezu ab der ersten Seite wirklich gerne mochte. Mir war auch bei ihm klar, dass er nicht immer ganz ehrlich ist, aber man merkt dennoch, wie wichtig ihm seine Freunde sind. Selbst wenn Elodie ihn immer wieder wegstößt und er sie kaum kennt, ist er dennoch immer da, wenn sie ihn braucht und er erwartet gar nicht, dass sie ihm alle ihre Geheimnisse anvertraut.
Von der Welt der Geschichte fehlt mir noch ein bisschen die Vorstellung, vielleicht weil man bisher vor allem das Ausbildungslager und die Baracken kennt, während die Außenwelt ein bisschen schwammig bleibt. Ich bin mir aber fast sicher, dass sich das im nächsten Band der Reihe ändern wird und ich freue mich schon darauf, tiefer in die Welt und ihre Geschichte eintauchen zu können.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen und es war trotz der vielen Seiten wirklich sehr kurzweilig, was nicht zuletzt an dem tollen Schreibstil liegt. Elodie hat es mir manchmal ein bisschen schwer gemacht, sie richtig kennenzulernen, aber ich freue mich dennoch darauf, die Reihe weiterzulesen, zumal der Cliffhanger echt fies ist.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Gelungener Abschluss der Reihe

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die Bände im Regal zu präsentieren und dieses Buch stellt keine Ausnahme dar, sondern passt vielmehr perfekt ...

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, die Bände im Regal zu präsentieren und dieses Buch stellt keine Ausnahme dar, sondern passt vielmehr perfekt zu den anderen.

Die Story geht genau da weiter, wo der letzte Teil aufgehört hat und füllt die letzten Lücken in der Geschichte von Josie: Jahrelang war sie auf der Flucht vor ihrem Ruhm als Kinderstar und den raffgierigen Menschen um sie herum, die nur ihr Geld oder ihren Namen wollten. Doch als ihre alten Freundinnen auf Harbour Bridge ihre Hilfe brauchen, kehrt Josie von den Toten zurück, um ihnen beizustehen. Dabei trifft sie auch wieder Andrea, den sie schon als Teenager lieben gelernt hat und den sie nie vergessen konnte. Doch Josie kann die dunklen Schatten der Vergangenheit nicht abschütteln und lässt Andrea in Italien zurück, um erneut Zeit mit ihren Freundinnen auf Harbour Bridge zu verbringen. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen, um vielleicht noch eine letzte Chance mit ihrer großen Liebe zu haben und endlich wieder sie selbst zu sein.

Der Schreibstil von Kristina Moninger ist wirklich richtig gut und das habe ich auch bei diesem Buch wieder gemerkt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe kaum gemerkt, wie die Zeit vergangen ist, weil sie so leicht und mitreißend schreibt. Allerdings hätte ich mir zu Beginn dieses Buches tatsächlich eine kleine Zusammenfassung der anderen Teile gewünscht. Ich habe zwar alle gelesen, aber selbst Lees Geschichte ist schon ein bisschen her und es hätte mir nochmal einen aktuellen Stand gegeben, zumal ich zu Beginn ein wenig verwirrt war, wo genau wir uns gerade befinden und ob es die aktuelle Situation ist oder eine aus der Vergangenheit. Als ich mich aber ein bisschen mehr eingefunden hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Das liegt auch daran, dass ich mich unglaublich gefreut habe, endlich zu sehen, was Josie in ihrer Zeit ohne ihre Freundinnen erlebt hat und was genau sie dazu bewogen hat, abzutauchen. Natürlich kannte man schon einen Teil der Gründe, aber ich hatte in den ersten Teilen der Reihe immer das Gefühl, dass sie mehr eine Figur war, die ein wichtiger Teil der Geschichten der anderen Mädchen war, aber mir als Person immer ein bisschen fernblieb. Zum Glück hat es gar nicht lange gedauert, bis ich Josie ebenso wie die anderen in mein Herz geschlossen habe. Ich hatte großes Mitleid mit ihr, weil sie nie jemanden hatte, dem sie wichtig genug war, dass er sich wirklich für sie einsetzt, bis sie auf die Insel kommt und Menschen kennenlernt, denen ihr Ruhm nicht wichtig ist, sondern denen sie als Person etwas bedeutet. Ich mochte es, zu sehen, wie sie so langsam wieder eine Person wird, die sich nicht weiter versteckt und Angst hat, enttarnt zu werden. Ich habe es richtig genossen, alle Frauen zusammen zu erleben, weil sie endlich die Möglichkeit dazu haben, Zeit miteinander zu verbringen und sich als Erwachsene neu kennenzulernen.

Alles in allem habe ich diesen letzten Teil der Reihe ebenso genossen, wie die anderen, vielleicht sogar mehr, weil man alle Charaktere noch einmal wieder treffen konnte und dadurch sehen konnte, wie sehr sie alle in der Zeit gewachsen sind. Ich fand Josies Geschichte stellte einen gelungenen Abschluss dar, den ich unglaublich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Spannende Idee, die braucht, um in Fahrt zu kommen

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag das Cover mit dem abgebildeten Raben inmitten der Blumen, weil man erst im Laufe des Buches dessen Bedeutung versteht und die gesamte Gestaltung ...

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag das Cover mit dem abgebildeten Raben inmitten der Blumen, weil man erst im Laufe des Buches dessen Bedeutung versteht und die gesamte Gestaltung die Stimmung des Buches wirklich gut einfängt. Mein Highlight ist aber tolle Farbschnitt, der sich wirklich hervorragend im Regal machen wird und das Buch zu etwas Besonderem macht.

Die Geschichte fand ich ebenfalls vielversprechend: Lilians Leben steht seit ihrer Geburt unter dem Eindruck, dass sie die Tochter eines Dämons ist und ihr deswegen nicht getraut werden kann. Sie wächst in dem Orden zur Dämonenbekämpfung auf und muss jeden Tag ihre Menschlichkeit beweisen, während sie in ihren magischen Fähigkeiten unterwiesen wird. Kurz vor ihrem 25. Geburtstag wird sich gegen ihre Hinrichtung entschieden und sie darf als Dämonenjägerin arbeiten. Direkt bei ihrem ersten Einsatz werden sie und ihr bester Freund Jupiter von einem Dämon in die Enge getrieben und Lilian stirbt. Außer sich vor Trauer und der Möglichkeit beraubt, dass seine Freundschaft zu ihr mehr wird, lässt sich Jupiter auf einen Deal mit dem Teufel ein, um sie wiederzubeleben. Doch dafür muss er sich zukünftig den Körper mit Lucifer teilen und er ahnt nicht, welche Pläne dieser in der Welt der Sterblichen verfolgt.

Ich fand die Idee des Buches vom Teufel, der sich den Körper mit einem Sterblichen teilt und dadurch in der Welt der Lebenden wandelt, wirklich spannend, zumal Jupiter und Lucifer auch parallel existieren und sich beide für Lilian interessieren. Dennoch konnte mich das Buch lange nicht so richtig fesseln, das liegt vielleicht auch zum Teil an dem Schreibstil. Dieser ist zwar wirklich gut, aber ich habe einiges an Zeit gebraucht, um mich an ihn gewöhnen zu können.

Das liegt auch daran, dass es drei verschiedene Sichtweisen von Lilian, Jupiter und Lucifer gibt. Ich fand es durchaus gut, weil man dadurch die Charaktere besser verstehen konnte, aber ich habe wirklich lange gebraucht, um diese Unterscheidung zwischen Lucifer und Jupiter zu verstehen, weil zwar deutlich ist, dass sie sich als Personen unterscheiden, aber dadurch dass sie sich einen Körper teilen und auch in Gedanken kommunizieren können, war es aus Lilians Sicht manchmal schwer zu erkennen, welche Persönlichkeitsaspekte gerade im Vordergrund stehen. Vielleicht lag es auch ein bisschen daran, dass ich Probleme hatte, Jupiters Gefühle zu fassen, obwohl er in einem Teil der Story der einzige Protagonist ist, der handeln kann. Mein Problem mit den Charakteren war wahrscheinlich vor allem, dass es schon sehr etablierte Beziehungen zwischen den Charakteren gibt, bei denen ich manchmal so meine Schwierigkeiten hatte, sie zu durchblicken. Jupiter und Lilian sind zunächst einmal beste Freunde und haben schon einiges miteinander erlebt, auch wenn sie ihren romantischen Gefühlen noch nicht nachgegeben haben. Dadurch, dass sie aber schon einiges zusammen durchgemacht haben, habe ich ein bisschen gebraucht, um einen Zugang zu ihrer Beziehung zu finden. Ich hatte immer das Gefühl, ein bisschen außen vor zu sein, gerade weil sie schon so vertraut miteinander waren, ich sie aber noch nicht wirklich kannte. Das ändert sich erst ein bisschen, als Lucifer Teil dieser Gleichung wird und sie plötzlich nicht mehr alles übereinander wissen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, endlich beide ein bisschen mehr kennenlernen zu können und auch in die Geschichte eintauchen zu können.

Obwohl ich die Idee und auch das Setting in Edinburgh wirklich gelungen fand, konnte mich die Story lange nicht so richtig fesseln. Ich habe die Story trotzdem gerne gelesen, mir fehlte aber ein bisschen der Sog, unbedingt weiterlesen zu wollen, sodass ich länger für das Buch gebraucht habe, als normalerweise bei Fantasy-Büchern.

Alles in allem mochte ich die grundsätzliche Idee und den Schreibstil des Buches, aber es konnte mich nicht komplett überzeugen. Erst zum Ende hin konnte es mich so richtig fesseln, sodass ich aus Interesse vermutlich auch den zweiten Teil lesen wollen würde, auch weil ich nach anfänglichen Schwierigkeiten die Charaktere durchaus mochte.

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