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Veröffentlicht am 27.03.2026

Unterhaltsames Jugendbuch

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1)
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Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich bin eigentlich kein großer Fan davon, Charaktere auf Covern zu sehen, aber hier hat mich das nicht gestört. Das liegt vor allem daran, dass das Cover dadurch perfekt ...

Das Cover gefällt mir richtig gut. Ich bin eigentlich kein großer Fan davon, Charaktere auf Covern zu sehen, aber hier hat mich das nicht gestört. Das liegt vor allem daran, dass das Cover dadurch perfekt den Vibe der Geschichte einfängt und gleichzeitig eine gute Idee von den Charakteren gibt, ohne die eigene Fantasie einschränken zu müssen.

Die Story fand ich ebenso vielversprechend: Vin hat in ihrem Leben schon viele magische Schulen hinter sich und als sie von ihrer aktuellen fliegt, weil sie versehentlich einen Klassenraum in Brand gesteckt hat. Als letzten Ausweg bleibt nur noch das Internat Last Hope für magische Unruhestifter, wo alle Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, die durch das Raster der Gesellschaft fallen. Obwohl ihre Mitschüler nett zu sein scheinen, hat sie dennoch nicht das Gefühl, dazu zu gehören, schließlich sind ihre Kräfte komplett unberechenbar. Doch als das Internat in Gefahr gerät, müssen sie alle zusammenhalten, um die Schule zu retten.

Ich war mir nicht ganz sicher, was ich von der Geschichte erwarten sollte, weil ich in letzter Zeit einige Jugendbücher gelesen habe, die mich nicht so richtig überzeugen konnten, dies war hier aber zum Glück anders. Das liegt auch daran, dass der Schreibstil wirklich gut ist: Leicht und locker, dabei aber dennoch mitreißend. Ich habe die Geschichte in kürzester Zeit durchlesen können, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht.

Dabei ist die Idee einer magischen Schule ja keineswegs neu, aber dass es hier um Schüler mit allerlei verschiedenen Kräften und vor allem um welche geht, die sonst überall durchs Raster gefallen sind, macht es dann doch besonders. Ich war ein bisschen unsicher, was ich mir unter den Unruhestiftern vorstellen soll, aber sie sind keineswegs alle kriminell oder bösartig, sondern vielmehr missverstanden oder haben ihre eigenen Kräfte nicht unter Kontrolle. Ich mochte es deswegen umso mehr, zu sehen, dass sie in Last Hope von der Direktorin und den anderen Lehrern immer wieder ermutigt und aufgebaut werden, sich selbst und ihren Kräften zu vertrauen. Ich mochte es, wie immer wieder betont wird, dass die Schülerinnen und Schüler keine schlechten Menschen sind, nur weil sie nicht in das System passen, weil es bestimmt vielen Kindern und Jugendlichen hilft, diese Worte zu hören und sei es nur in einem Buch.

Die Charaktere des Buches mochte ich ebenfalls wirklich gerne, auch wenn ich bei Vin ein wenig gebraucht habe, um mit ihr warm zu werden. Das liegt aber daran, dass sie immer wieder hin und her geschickt wird und sich auch nicht auf ihre Eltern verlassen kann, sodass sie niemandem mehr vertraut. Deswegen braucht sie einfach ein bisschen, um sich ihren Mitschülern und auch den Lesern zu öffnen. Ich habe sie trotzdem schnell ins Herz geschlossen, weil sie alles versucht, um nicht immer wieder weggeschickt zu werden und doch immer wieder scheitert, weil sie ihre eigenen Kräfte nicht versteht und sich auch niemand wirklich Mühe gibt, es zu tun. Ich war so froh, dass ihre neuen Mitschüler sie mehr oder weniger gezwungen haben, Zeit mit ihnen zu verbringen und aus ihrem Schneckenhaus herauszuholen. Allgemein gefiel mir die Dynamik der Freunde wirklich gut, sie alle sind nicht immer einfach, aber setzen sich für die Menschen um sich herum ein, besonders wenn sie ihnen wichtig sind. Ich mochte es unglaublich gerne, zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler der Last Hope zusammenwachsen und mehr und mehr Sicherheit in sich selbst bekommen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich gerne gelesen. Es gefiel mir vor allem, dass immer betont wurde, dass nur weil man anders ist, das nichts Schlechtes sein muss, sondern man einfach andere Stärken hat und dass man, wenn man auf seine Freunde vertraut, alles ein bisschen leichter ist.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Perfekter Abschluss der Reihe

The Darlington - Logan & Rose
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Spoiler für alle, die die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen haben

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe und dieses Buch stellt keine Ausnahme dar. Ich mag, wie perfekt die Farben zueinander ...

Spoiler für alle, die die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen haben

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe und dieses Buch stellt keine Ausnahme dar. Ich mag, wie perfekt die Farben zueinander passen, sich aber so klar unterscheiden, dass man immer weiß, um welches Buch es sich gerade handelt. Die edle und aufwendige Gestaltung passt einfach perfekt zu der gesamten Reihe und sie macht sich hervorragend im Regal.

Auf diese Geschichte habe ich mich schon die ganze Zeit gefreut: Rose‘ Job als Küchenhilfe im The Darlington soll eigentlich nur ein Sprungbrett sein, schließlich will sie eine ausgezeichnete Kochschule in Plymouth besuchen und danach Sterneköchin werden. Doch am liebsten würde sie möglichst wenig Zeit in dem Hotel und rund um die Besitzer verbringen. Doch dann übernimmt ausgerechnet Logan Darlington, der verstoßene Sohn der Familie, die Rolle als Küchenchef und er ist derjenige, mit dem Rose eine unvergessliche Nacht verbracht hat und den sie seither nicht vergessen kann. Ihm scheint es ähnlich zu gehen. Eigentlich ist er nur im The Darlington, um Beweise gegen seinen Vater zu sammeln, doch als er Rose wieder trifft, hat er plötzlich einen Grund zu bleiben. Gemeinsam versuchen sie belastende Beweise zu finden und kommen sich dabei erneut näher, doch Rose kann sich auf keinen Fall auf einen Darlington einlassen.

Ich wollte die ganze Zeit die Geschichte von Rose und Logan gefreut, zumal er nie wusste, wie nah seine Traumfrau ihm die ganze Zeit war. Wäre er nur einmal mit seinen Brüdern und deren Freundinnen in den Pub gegangen, hätte er sie möglicherweise schon viel früher getroffen. Genau deswegen war die Erwartung an dieses Buch hoch, was es aber zum Glück vollumfänglich erfüllen konnte. Das liegt auch daran, dass Laura Kneidl einfach eine besondere Art, eine Geschichte zu erzählen. Ich hatte überhaupt keine Anlaufschwierigkeiten mit diesem Buch und konnte direkt in die Geschichte eintauchen, was natürlich auch daran liegt, dass man viele der Charaktere schon kennt und deswegen schon ein Gefühl für die Story hat. Dadurch konnte ich einfach durch die Geschichte fliegen, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht, während die Story dennoch den Raum bekommt, die sie verdient.

Die Geschichte als solche war für mich nicht unbedingt überraschend, viele der Sachen habe ich schon in den letzten Büchern vermutet, aber das hat mich kein bisschen gestört, weil es vor allem darum ging, die Geschichte von Logan und Rose zu erfahren und endlich Beweise für Richard Darlingtons Schuld zu finden. Beides funktioniert perfekt miteinander, auch wenn schon die ganze Zeit klar ist, dass Logan und Rose noch immer an die gemeinsame Nacht denken und ihre Zusammenarbeit nur dazu führt, dass es beiden immer klarer wird.

Ich mochte sowohl Rose als auch Logan schon aus den ersten beiden Teilen und habe mich gefreut, jetzt besser verstehen zu können, warum sie sich in manchen Situationen vor allem gegenüber Henry und Ethan verhalten hat. Ich fand es extrem bewundernswert, wie viel Zeit und Arbeit sie sowohl in die Erfüllung ihres Traums vom Besuch einer Kochschule als auch das Finden von Beweisen von Richards Schuld steckt. Dass sie davon auf keinen Fall von einem Mann, vor allem nicht von einem Darlington, ablenken lassen will, konnte ich gut verstehen. Deswegen mochte ich, dass Logan ihr immer den Raum gibt, sich an Grenzen hält und dennoch seine Gefühle klar kommuniziert. Ich habe ihn dadurch nur noch mehr in mein Herz geschossen und richtig daraufhin gefiebert, wenn Rose sich ihren Gefühlen und ihm endlich öffnet.

Alles in allem habe ich den Abschluss der Reihe sehr genossen. Rose und Logan haben es noch einmal deutlich mehr in mein Herz geschafft, als ich erwartet hätte und ich habe das Buch nahezu verschlungen. Ich mochte, wie alle losen Fäden am Ende zusammengeführt werden und das Ende der Reihe ist einfach perfekt gelungen.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Tolles Setting, aber wenig Tiefe

Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me
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Das Cover des Buches mag ich richtig gerne. Die Darstellung eines Sonnenuntergangs und dem Farbverlauf von Dunkelblau zu hellem Pink sieht einfach toll aus. Ein schönes kleines Detail, das einem erst beim ...

Das Cover des Buches mag ich richtig gerne. Die Darstellung eines Sonnenuntergangs und dem Farbverlauf von Dunkelblau zu hellem Pink sieht einfach toll aus. Ein schönes kleines Detail, das einem erst beim Lesen des Buches auffällt, sind die kleinen Vögel, die eine besondere Bedeutung für die WG-Mädels haben, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie blau sind.

Die Story fand ich sehr vielversprechend: Nach dem Tod ihrer Mutter tut Olive alles, um ihr nahe zu sein und zieht deswegen nach Nashville, wo ihre Mutter einst ihre Leidenschaft für Kunst entdeckte. Olive hofft, ihre Trauer mit Hilfe mit dem Schreiben von Songs verarbeiten zu können, doch der Neustart in Nashville gestaltet sich schwierig. Doch dann lernt sie an einem Abend Drew kennen, der ähnlich schreckliche Tage hinter sich hat und mit dem sie in einer Nacht alles vergessen kann. Doch als sie endlich eine neue WG findet, stellt sich heraus, dass Drew ausgerechnet Teil der verfeindeten Jungs-WG aus dem gleichen Haus ist, die sie immer wieder mit Streichen und Streitereien nerven. Ihre neuen Mitbewohnerinnen dürfen auf keinen Fall erfahren, wie gut sie sich mit ihm verstanden hat und wie groß die Chemie noch immer zwischen ihnen ist. Doch dann bietet er ihr an, ihr dabei zu helfen, ihre Songs zu schreiben und sie kommen sich dabei näher, als erwartet.

Ich habe mich auf die Geschichte gefreut, weil ich das Setting in Nashville interessant fand und ich gespannt darauf war, Olive bei ihrer Songwriting-Reise begleiten zu können. Leider konnte mich das Buch nicht so richtig fesseln. Das liegt auch ein bisschen am Schreibstil. Der ist auf keinen Fall schlecht und lässt sich angenehm lesen, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich so richtig in die Geschichte eintauchen konnte.

Das lag auch an den Charakteren. Ich mochte sowohl Olive und Drew als auch ihre Freunde wirklich gerne, aber ich hatte das Gefühl, sie richtig kennenzulernen. Das liegt vielleicht auch daran, dass man Olive in der schlimmsten Zeit ihres Lebens kennenlernt und sie dadurch vor allem zu Beginn oft ein bisschen wie betäubt wirkt. Ich konnte ihre Trauer komplett verstehen und fand es super mutig, dass sie nach Nashville geht, um herauszufinden, was ihre Leidenschaft ist. Ich hatte aber irgendwie nie so richtig das Gefühl, dass sie so richtig weiß, was ihre Leidenschaft ist. Ich kann verstehen, dass sie versucht, ihre Trauer zu verarbeiten, aber es wirkte ein bisschen willkürlich, dass sie dafür Songwriting gewählt hat und nicht wie etwas, das sie schon immer machen wollte. Es wäre wahrscheinlich sinnvoll gewesen, wenn man Olive schon vor dem Tod ihrer Mutter hätte erleben können oder es Freunde gegeben hätte, die einen Einblick in ihren Charakter gegeben hätten. Bei Drew hatte ich die meiste Zeit des Buches das Gefühl, ihn besser verstehen zu können, aber den Konflikt mit Olive fand ich komplett absurd, weil er nicht dazu passt, wie er sich vorher verhalten hat. Man hätte für die Glaubwürdigkeit seines Charakters gewisse Verhaltensweisen zumindest andeuten müssen, so aber kommt der Bruch zwischen den beiden nahezu aus dem Nichts.

Alles in allem mochte ich das Gefühl und das Setting des Buches wirklich gerne, aber ich hatte nie das Gefühl, die Charaktere wirklich kennenlernen zu können. Sie blieben einfach oberflächlich, wodurch auch ihre Konflikte ein bisschen konstruiert wirken.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Leider nicht so spannend wie erhofft

Liars all around me
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Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut. Ich mag weder die Kombination aus Lila und Rot noch die dargestellten silbernen Bänder, die alles zu verbinden scheinen, aber auf den ersten Blick eher wie ...

Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut. Ich mag weder die Kombination aus Lila und Rot noch die dargestellten silbernen Bänder, die alles zu verbinden scheinen, aber auf den ersten Blick eher wie Stricknadeln aussehen. Es passt grundsätzlich ins Genre, aber es ist dennoch sehr nichtssagend und ich hätte es vermutlich in der Buchhandlung glatt übersehen.

Da fand ich die Story schon vielversprechender: Ryle weiß ganz genau, dass er in seinem kleinen Heimatort keinen guten Ruf hat und sich zahlreiche Gerüchte um seine angebliche kriminelle Vergangenheit ranken. Doch dass ihn die Musterschülerin Avery nach einer Waffe fragt, geht dann doch zu weit und er weist sie bestimmt ab. Doch dann wird wenige Tage später ausgerechnet Averys Erzfeindin Sheila erschossen im Leuchtturm aufgefunden und für Ryle steht fest, dass sie etwas damit zu tun haben muss. Er stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie geht zur Polizei oder beweist ihm in einer Woche, dass sie nichts mit dem Tod von Sheila zu tun hat. Widerwillig versuchen sie zusammen herauszufinden, was genau passiert ist und kommen sich dabei näher, als erwartet. Doch nicht allen gefällt die neue Verbundenheit zwischen der Musterschülerin und dem Bad Boy und der Mörder ist ihnen näher als gedacht.

Ich habe mich darauf gefreut, mal wieder einen Jugendkrimi lesen zu können, der mich so richtig fesselt. Das konnte das Buch zumindest teilweise erfüllen. Der Schreibstil ist auf jeden Fall gelungen und hat es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geschafft, mich komplett in die Geschichte zu ziehen. Ich habe das Buch vor allem deswegen in kürzester Zeit durchlesen können.

Die Story als solche konnte mich leider nicht ganz so überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass ich schon sehr früh, eine recht genaue Vorstellung davon hatte, was im Verlaufe des Buches passieren wird und bis auf wenige Punkte lag ich damit auch richtig. Das kann natürlich immer passieren, aber ich fand vieles einfach sehr vorhersehbar und offensichtlich. Auch wenn es ein Jugendkrimi ist, brauche ich ein paar Überraschungselemente, damit mich die Story so richtig mitreißt und das passiert ehrlich gesagt erst zum Ende hin.

Die Charaktere mochte ich dabei eigentlich ziemlich gerne. Es wird schnell klar, dass beide mehr sind als man zunächst erwartet. Ryle macht sich gar nicht die Mühe, den Menschen um ihn herum zu beweisen, dass er anders ist, als die Gerüche vermuten lassen, sondern nutzt es manchmal einfach, um in Ruhe gelassen zu werden, während man bei Avery schnell merk, wie sehr sie unter dem Druck, perfekt zu sein, leidet. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden richtig gerne und fand es spannend, zu sehen, wie sie lernen, einander zu akzeptieren und letztlich zu vertrauen. Vor allem die Beziehung zwischen den beiden hat dafür gesorgt, dass ich das Buch so schnell durchgelesen habe. Dadurch, dass die beiden aber so sehr in den Vordergrund treten, war es manchmal ein wenig schwierig, andere Charaktere wahrzunehmen und ein Gefühl für sie bekommen zu können. Ich mochte zwar durchaus andere Personen in dem Buch, vor allem Ryles Vater und seinen Bruder, aber ich habe zum Teil ein wenig gebraucht, um sie einschätzen zu können.

Alles in allem mochte ich das Buch recht gerne, vor allem weil der Schreibstil es erlaubt, die Geschichte super schnell durchlesen zu können und komplett in sie einzutauchen. Allerdings hatte ich ziemlich schnell eine recht genaue Vorstellung davon, was passiert sein könnte, sodass der Reiz nach einem vielversprechenden Start ein bisschen weg war. Dennoch mochte die Charaktere und würde einen möglichen weiteren Teil schon alleine deswegen lesen wollen, weil das Ende doch ein bisschen offen bleibt.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Qualitativ hochwertiges Malbuch in gewöhnungsbedürftigem Stil

Cozy Coloring Disney - Cuties
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Das Cover des Coloring-Buches mit Tassilo gefällt mir richtig gut, weil es zum einen ein niedliches Motiv ist und zum anderen, weil es schön aufzeigt, wie man die verschiedenen Bilder ausmalen kann.

Die ...

Das Cover des Coloring-Buches mit Tassilo gefällt mir richtig gut, weil es zum einen ein niedliches Motiv ist und zum anderen, weil es schön aufzeigt, wie man die verschiedenen Bilder ausmalen kann.

Die 40 Ausmalseiten des Buches bieten eine breite Vielfalt von Disney Charakteren: Von Elsa über Vaiana zu Raya und Cruella de Vil. Durch die einseitige Bedruckung hat man die Möglichkeit mit den verschiedensten Stiften zu arbeiten und mit einem Blatt hinter der Seite das Durchdrücken zu verhindern.
Die Qualität des Buches ist wirklich gut. Es fühlt sich durch den recht festen Einband und die dicken Seiten wirklich hochwertig an. Dadurch hat man auch weniger Probleme mit dem Durchbluten der Farben, selbst wenn man Alkoholmarker und Acrylstifte verwendet.

Ich mochte zudem, dass das Buch wirklich eine recht große Auswahl an verschiedenen Ausmalbildern liefert. Es gibt nicht nur die typischen Prinzessinnen, wie Anna und Elsa, sondern auch Bösewichte, wie Gaston oder Cruella de Vil und die Monster der Monster-AG.

Allerdings gefiel mir der Stil der Zeichnungen bei den meisten Bildern nicht so richtig, zumal das Cover keine gute Repräsentation für sie liefert. Ich bin es aus anderen Coloring-Büchern gewohnt, dass die Charaktere in einer bestimmten Szene dargestellt sind und eben nicht immer direkt den Ausmalenden anschauen. Hier sind die Charaktere sehr oft in ihren typischen Umgebungen dargestellt, was dazu führt, dass sich alle Bilder in ihrer Komposition sehr ähneln. Auch die Charaktere sind oft nicht im typischen Disney-Stil gezeichnet, sondern niedlicher dargestellt. Es gibt bestimmt Menschen, die diesen Stil bevorzugen, aber ich hätte es schöner gefunden, wenn man die Charaktere so sieht, wie man sie auch aus den entsprechenden Filmen oder Serien kennt. Zudem sind bei so gut wie allen Bildern schon Teile ‚ausgemalt‘. Zwar sind es nur Teile, die schwarz sind, aber vor allem bei den Haaren von Pocahontas oder Tiana oder dem Kleid von Cruella hat man dann nur noch eine geringe Gestaltungsmöglichkeit. Ich verstehe, dass es vermutlich dazu beitragen soll, dass die Charaktere leichter zu erkennen sind, aber ich mag es meistens deutlich lieber, wenn ich mehr Freiheiten beim Ausmalen habe, auch um Muster oder Schatten kreieren zu können.

Alles in allem mag ich die Idee eines Disney-Coloring-Buches deutlich lieber als die Umsetzung hier. Dabei mag ich die Qualität wirklich gerne, aber der Stil ist nicht so richtig meins, was ich bei dem Cover so nicht erwartet hätte. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Szenen natürlicher und sich vom Aufbau mehr unterschieden hätten.

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