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Veröffentlicht am 17.09.2020

Guter Start. Schlechtes Ende. Interessante Thematik

Der Schattenmörder
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Nach langen fünfundzwanzig Jahren kehrt Paul in seine Heimatstadt zurück. Der Grund ist, dass seine Mutter im Hospiz im Sterben liegt. Als er seine Mutter im Hospiz besucht, warnt seine Mutter ihn, dass ...

Nach langen fünfundzwanzig Jahren kehrt Paul in seine Heimatstadt zurück. Der Grund ist, dass seine Mutter im Hospiz im Sterben liegt. Als er seine Mutter im Hospiz besucht, warnt seine Mutter ihn, dass jemand in ihrem Haus gewesen sei. Paul begibt sich zum Haus und findet auf dem Dachboden zahlreiche blutige Handabdrücke. Hat das was mit seinem ehemaligen Freund Charlie zu tun, der nach einem Mord spurlos aus der Stadt verschwand? Nach und nach passieren immer mehr seltsame Ereignisse. Paul fühlt sich, als würde jemand ihn verfolgen. Dabei fragt er sich, was wirklich damals mit Charlie passiert ist und ob er hinter den mysteriösen Sachen steckt.

Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen und fand die beklemmende und düstere Atmosphäre, die kontinuierlich hervorscheint, gut. Dazu fügt der Autor ein Hauch von Mystik und ich war total im Buch drin. Die drei verschiedenen Leseperspektiven (Paul Gegenwart, Vergangenheit und Detective Amanda) sorgen für eine gute Abwechslung in der Story. An Seite von Paul wird man mit den verschiedenen seltsamen Geschehnissen in der kleinen Stadt konfrontiert und diese sorgen für ein gutes Leseabenteuer mit einem guten Anteil an Gruselszenen. Neben der ganzen Handlung greift der Autor das Thema des luziden Träumens auf. Wer mit dieser hochinteressanten Thematik sich noch nicht auseinandergesetzt hat, der sollte es tun. Auf jeden Fall wird dieses Fachgebiet zum Mittelpunkt und es wird authentisch und interessant dargestellt. Leider sind mir einige negative Aspekte am Buch aufgefallen. Zum einen fand ich, dass die Charaktere insbesondere Amanda auf mich recht distanziert wirkten – nicht greifbar. Irgendwie ist das schade, weil ich mir von Amanda viel mehr erhofft habe. Zum anderen empfand ich, dass der Schluss des Romans recht abrupt endete und der Hauch an Mystik, der am Anfang des Buches aufkam, blitzartig verschwunden ist. Außerdem sind mir einfach zu viele Fragen offengeblieben. Und das ärgert mich in diesem Moment sehr, weil ich gerne die Antworten darauf erhalten wollte.

Schlussendlich kann ich sagen, dass der Roman „Der Schattenmörder“ so gut angefangen hat und zum Schluss sich abrupt verschlechtert hat. Auch wenn eine spannende Story vorliegt, habe ich mich sehr über das Ende geärgert. Das Ende hätte man besser gestalten können!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Gelungenes Debüt einer Dark Romance Reihe

The Princess and the Beast - Dunkles Spiel
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In „Princess and the Beast“ begegnen wir zwei Protagonisten, die in ihrer eigenen Welt dominieren. Katherine ist aufgrund des Todes ihrer Eltern bei ihrem Onkel aufgewachsen. Doch nach verschiedenen Lebensansichten ...

In „Princess and the Beast“ begegnen wir zwei Protagonisten, die in ihrer eigenen Welt dominieren. Katherine ist aufgrund des Todes ihrer Eltern bei ihrem Onkel aufgewachsen. Doch nach verschiedenen Lebensansichten zwischen den Beiden, dreht ihr wohlhabender Onkel den Geldhahn zu. Auf der Suche nach einem neuen Job stoßt sie auf eine Bar, die dem Hunter, den berücksichtigten Gangster der New Yorker Unterwelt gehört. Obwohl ihr bewusst ist, dass Enzo alias Hunter hochgefährlich ist, hat sie das Bedürfnis in seiner Nähe zu sein. Aber was macht sie mit John und warum fühlt sie sich auch zu Aleks, Hunters rechter Hand angezogen? Drogen, Sex, Machtkämpfe und Gewalt werden zum Thema.

Nachdem ich mich in das Dark Romance Genre gewagt habe, bin ich auf „Princess and the Beauty“ von Sally Dark gestoßen und war gespannt was mich erwarten wird. Der erste Band dreht sich größtenteils um die zwei Protagonisten, Kat und Hunter, die einzigartige Charaktereigenschaften aufweisen. Kats Art finde ich bewundernswert. Sie ist eine freche, jedoch charakterstarke und selbstbewusste Person, die ihr Ziel immer im Auge hat und sich in keiner Weise kommandieren lässt. Wäre da nicht ihre Vorliebe für gefährliche Männer… Auf der anderen Seite begegnen wir Enzo alias Hunter. Hunter ist eine recht düstere Person, der sich alles nimmt, was er möchte – dominant halt. Dennoch weist Hunter, wie Kat, eine unsichere Seite auf, die nach und nach im Buch zum Vorschein kommt. So fand ich die Entwicklung von Hunter und Kat im Buch gut und authentisch. Nebenbei nimmt Hunters rechte Hand Aleks eine wichtige Rolle im Buch ein, der der Handlung gute Spannung verleiht. Somit erhält man eine tolle Möglichkeit, die Handlung aus der Perspektive der drei Charaktere zu verfolgen. Jeder Charakter verfolgt ein anderes Ziel und das macht das Buch spannend. Natürlich fiebert man im Buch gut mit, und stellt sich die Frage: Wie wird Kat vorgehen? Für wen wird sie sich entscheiden? Fragen über Fragen, die beantworten werden müssen!
Die Autorin weist einen guten und flüssigen Schreibstil auf. Jedoch habe ich mich mit der Länge der Kapitel schwergefallen, da ich eher bevorzuge, kurze und schnelle Kapitel zu lesen. Auf jeden Fall war die Geschichte im Ganzen spannend und ich bin auf den Folgeband gespannt, da die Autorin den ersten Band mit einem netten Cliffhanger beendet.

Zusammengefasst ein gelungenes Debüt mit einer spannenden Story, gut ausgearbeiteten Charakteren und einem Cliffhanger, der neugierig auf den zweiten Band macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2020

Glaubst du an den Pepper-Man?

Pepper-Man
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In Pepper-Man lernen wir die Geschichte der verstorbenen Cassandra Tipp kennen. Cassandra war eine erfolgreiche Autorin, verschwand jedoch spurlos. Ihre Kinder Janus und Penelope finden nach ihrem Verschwinden ...

In Pepper-Man lernen wir die Geschichte der verstorbenen Cassandra Tipp kennen. Cassandra war eine erfolgreiche Autorin, verschwand jedoch spurlos. Ihre Kinder Janus und Penelope finden nach ihrem Verschwinden ein Buch, indem Cassandra ihnen alles erzählt. Dabei stoßen sie beim Lesen auf eine Gestalt namens „Pepper-Man“, einem Wesen aus dem Wald, das Cassandra beschützt hat. Dabei erfahren wir mehr über ihr Leben mit Pepper-Man. Blutige Nächte, magische Geschenke, Feen und Kinder, die im Wald verloren gingen, werden zum Thema. Alles hört sich sehr surreal an. Doch kann man Cassandras Geschichte glauben? Oder ist alles frei erfunden?

Auch wenn Cassandra auf den ersten Seiten ihre Kinder anspricht, fühlt man sich trotzdem in einer mysteriösen Art und Weise von ihr angesprochen. Das ganze Setting und die ganze Atmosphäre wirkt auf den ersten Blick sehr erdrückend und trist. Als Leser wird man somit vor eine Entscheidung gestellt: Kann man Cassandra glauben oder glaubt man die Geschichte eines Arztes, namens Dr. Martin, der in Bruchstücken seine Diagnose darlegt? Es werden auf jeden Fall die Grenzen zwischen Realität und Fiktion gesprengt. Abseits von Cassandras Erzählungen über die fiktive Welt und Pepper-Man, erhält man einen Einblick in Cassandras Jugend- und Erwachsenzeit. Diese Erzählungen sind recht brutal, da Themen wie Depressionen, Abneigung, Zurückweisung und Missbrauch zum Thema werden. Aus diesem Grund würde ich an dieser Stelle für das gesamte Buch eine Trigger-Warnung aussprechen. So kann Cassandra einem Leidtun. Niemand wünscht sich ein derartiges Leben, wie es die Protagonistin erleben musste. Deswegen waren ihre ganzen recht ungewöhnlichen Handlungsweisen nachvollziehbar. Für den Inhalt kann ich auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen, da die Autorin Camilla Bruce mit diesem Buch ein wirklich einzigartiges Werk geschrieben hat. Dennoch habe ich mich mit dem Schreibstil schwergetan. So glaube ich aber, dass vielen Lesern der Schreibstil gefallen wird.

Ich kann nur sagen, dass der Horrorroman „Pepper-Man“ ein besonderes Buch ist, welches mit einer düsteren Stimmung und einer grausamen Handlung den Leser am Ende liegen lässt. Der Interpretationsraum erweist sich in diesem Buch als sehr groß, da man teilweise auch über seine Vorstellungskraft hinausgehen muss. Auch wenn ich Probleme mit dem Schreibstil hatte, bin ich sehr froh, diese Lektüre gelesen zu haben. PS. Denkt an die Trigger-Warnung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2020

Schuldig oder unschuldig?

Spiele
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Schuldig oder doch unschuldig? Als 11-Jähriger ermordet Robert Lindström in einem Wutanfall seinen besten Freund Max. Doch aufgrund seines Alters kam es zu keiner Verurteilung und Robert erinnert sich ...

Schuldig oder doch unschuldig? Als 11-Jähriger ermordet Robert Lindström in einem Wutanfall seinen besten Freund Max. Doch aufgrund seines Alters kam es zu keiner Verurteilung und Robert erinnert sich an die Tat nicht. Mit seinem Geheimnis lebt der nun ältere Robert zurückgezogen in einem kleinen Apartment. Eines Tages wird Robert von einer Journalistin namens Lexa kontaktiert, die sich zur Aufgabe genommen hat, ein Buch über Robert und den Fall zu schreiben. Sie glaubt an Roberts Unschuld. Parallel dazu wird eine Leiche eines jungen Mädchen im Wald gefunden. Dabei handelt es sich um denselben Vorort, indem auch Robert wohnt. Kommissar Carl Edson nimmt die Ermittlungen auf und seltsame Zufälle sorgen dafür, dass Robert irgendetwas mit der Sache zu tun haben scheint.

Den ersten Band um Hauptkommissar Carl Edson habe ich nicht gelesen, kam aber super auf den ersten Seiten zurecht. Schon von Anfang an, hat mir der Erzählstil sehr gefallen. Zum einen wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive aus der Sicht von Robert geschildert. Dadurch hat man das Gefühl, dass man hautnah an der Handlung sich befindet. Zum anderen verläuft der Erzählstil bei Carl Edson, Lexa und weiteren aus der Er/Sie-Perspektive. Einen derartig guten Schreibstil habe ich schon seit langem nicht mehr wahrgenommen. Abseits des Haupthandlungsstrangs erhalten wir Einblicke in die Vergangenheit, in der wir mehr über Roberts und Max Kindheit erfahren. Das hat mir gut gefallen, weil man Details über Roberts grausame Kindheit erfährt. Aus diesem Grund konnte man seine recht komische Verhaltensweise zu anderen Menschen verstehen, sodass mir Robert irgendwann leidtat.
Der Fall spitzte sich immer mehr zu, weil man immer mehr erfahren hat. Gut fand ich, dass der Hauptkommissar Carl Edson eine sehr konservative Umgangsart im Sozialgefüge hat. Natürlich kann man damit erklären, dass er im Präsidium nicht beliebt ist. Dennoch ist seine Art effektiv. Teilweise hat mich die Bezeichnung des Thrillers hier gestört. Ich glaube hier würde eher das Genre des (brutalen) Kriminalromans besser am Platz sein. Dabei handelt es sich aber nur um eine persönliche Meinung!

Schließlich kann ich sagen, dass „Spiele“ ein wunderbares Buch ist, welches einen hervorragenden Schreibstil neben einer tollen Spannung aufweist. Wer gerne vielschichtige Fälle mag, sollte sich das Buch zulegen.

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Veröffentlicht am 12.09.2020

Gute Fortsetzung um Lazlo und Sarai

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
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Die Protagonistin Sarai ist die Muse der Albträume. Ihre Gabe ist es die Bewohner der Stadt Weep mit ihren schlimmsten Ängsten zu quälen. Dabei ist sie sich sicher, dass sie die tiefsten Abgründe der Menschheit ...

Die Protagonistin Sarai ist die Muse der Albträume. Ihre Gabe ist es die Bewohner der Stadt Weep mit ihren schlimmsten Ängsten zu quälen. Dabei ist sie sich sicher, dass sie die tiefsten Abgründe der Menschheit kennt. Doch damit liegt sie falsch. Wie aus dem Nichts befindet sich die Protagonistin Sarai in einem Albtraum. Das Schlimme daran ist: Sie kann aus diesem grausamen Traum nicht aufwachen. Doch das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ihre Liebe Lazlo , ihr Leben und alle Bewohner des kleinen Städtchen Weep auf dem Spiel steht.

Beim Lesen des ganzen Buches habe ich einen ganz großen Fehler gemacht, da ich den Vorgänger nicht gelesen habe. Folglich habe ich mir schnell die Vorgänger der Reihe besorgt, damit ich den gesamten Kontext verstehen kann. So habe ich das getan und nochmal das Buch angefangen. Nachdem der Vorband der Reihe, die Geschichte mit einem Cliffhanger zurücklässt, war ich gespannt wie der Handlungsstrang sich nun weiterentwickeln wird. Im Ganzen finde ich die geschaffene Fantasywelt durch die Autorin sehr gelungen. Sie wird bildhaft und detailliert beschrieben, sodass man sich zum Beispiel die Zitadelle und/oder Wege besser vorstellen kann. Die beiden Hauptcharaktere Sarai und Lazlo waren sehr sympathisch und ich fand, dass sie sich gut ergänzt haben. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass im Buch, im Vergleich zu den Vorgängern, handlungstechnisch wenig passiert ist. Deswegen hat sich meines Erachtens nach, der Hauptteil der Handlung recht lange gezogen.

Im Ganzen ist dieses Buch eine gute, aber nicht perfekte Fortsetzung einer Fantasyreihe. Zum Schluss blieben mir doch ein wenig Fragen offen, sodass ich mir erhoffe, dass man bald noch viel mehr erfahren wird.

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