Romance, die zum träumen und schmunzeln verführt.
Taste of Royalty - Ein Prinz zum VerliebenWas, wenn aus einem lukrativen Jobangebot plötzlich mehr wird?
„Taste of Royalty - Ein Prinz zum Verlieben“ ist eine locker-leichte Romance, die von einer Liebe erzählt, die mit Täuschungen begonnen und ...
Was, wenn aus einem lukrativen Jobangebot plötzlich mehr wird?
„Taste of Royalty - Ein Prinz zum Verlieben“ ist eine locker-leichte Romance, die von einer Liebe erzählt, die mit Täuschungen begonnen und doch das Potenzial hat, sich zu etwas Echtem zu entwickeln. Aber Lügen und Missverständnisse drohen, alles zu zerstören, was plötzlich so gut klang, sich so perfekt anfühlte. Denn nicht nur Geheimnisse und ungesagte Worte stehen zwischen dem Prinzen und seiner neuen Assistentin, auch Aneas Vorgesetzten – in seinem Stolz verletzt – missfällt diese innige Entwicklung und er holt zu einem Vergeltungsschlag aus.
Lilly Autumn trifft wie üblich den Ton, schreibt modern, vorstellbar und manchmal amüsant, sodass sich die Geschichte schnell lesen lässt. Während die Handlung ausgewogen zwischen Vorhersehbarkeit und Überraschungen pendelt, abwechselnd von ernsten Augenblicken zu unterhaltsamen Begebenheiten schwankt, lernen sich Anea und Hendrik näher kennen. Beide Protagonisten wurden mit Hintergrund gezeichnet, was Gedanken und Reaktionen samt ihren Unsicherheiten authentisch und echt wirken lässt.
Anea, die endlich eine Chance bekommt, sich in ihrer Tätigkeit als Reporterin zu beweisen, trat von Anfang an wie eine Frau auf, die weiß, was sie kann und will. Dennoch fühlt sie sich aufgrund ihrer Herkunft in Schloss Helsingborg und im Angesicht der charismatischen, verspielten Avancen des Royals gehemmt. Aber für ihre Beförderung und die Aussicht darauf, ihrer Familie bald mehr Unterstützung zusichern zu können, hält sie sich aufrecht, ergreift die Initiative und setzt wie jeher Prioritäten, sobald es um die geht, die sie liebt. Auch der augenscheinliche Skandalprinz – Schrägstrich Frauenheld – entpuppt sich rasch als sozial engagiert, aufmerksam und intelligent. Was hinter seinem Verhalten steckt, das ihm jetzt sogar seinen Titel kosten könnte, regt zu Spekulationen an. Denn seine öffentlichen, provokanten Fauxpas basieren ebenso auf Kalkül wie das Angebot, welches er seiner schönen Assistentin nach einer verhängnisvollen – oder schicksalhaften – Nacht unterbreitet…
Abgesehen von diesen beiden spickt Lilly ihre royale Romance mit Figuren, die der Storyline zuträglich sind, neue Sichtweisen bringen oder aber auch deutliche Antipathie auslösen. Da wäre Margrit de Witt-Anderson, die Königinmutter – gewitzt, pflichtbewusst und zugleich liebevoll. Astrid – Aneas jüngere, nicht auf den Mund gefallene Schwester – und Magnus. Sein herablassendes, selbst überschätzendes Verhalten wirkt sich merklich auf seine (mangelnde) Objektivität und Führungsqualität aus und entspringt leider keiner Fiktion.
Während Charaktere, Setting und Verlauf gut zur Geltung gebracht wurden, konnte ich die aufwallenden, ernsteren Gefühle zwischen Hendrik und Anea nicht vollends spüren, was an der knapp bemessenen Zeitspanne liegt, in der die Handlung spielt. Dennoch hat „Taste of Royalty“ Spaß gemacht, hält Raum für Konflikte und Wendungen, Familie, Romantik und explizite Szenen bereit.
Zuletzt möchte ich die unterschiedlich starken Erwähnungen einzelner wichtiger Themen hervorheben:
Da wären Hendriks Gefühle, die von den Außen geschürten Selbstzweifeln und Minderwertigkeitskomplexen sprechen; Aneas Mutter, die ihre negativen Erfahrungen und die daraus resultierenden Ängste auf ihre Tochter projiziert; die Königin, die sich seit Jahren für etwas geißelt, dass sich ihrer Kontrolle entzog, und natürlich die Presse, die lebendige Wesen bewusst verzerrt darstellt und die Privatsphäre missachtet – alles für die Quote. Auch der Rich-x-Poor-Trope, damit verbundene Empfindungen und vermeintliche Vorurteile wurden authentisch eingebunden, wie auch patricharische Ansichten und Verhaltensweisen im Arbeitsleben.
Friendly-Reminder: Wir kennen die Menschen, die in Schlagzeilen auftauchen, nicht und haben kein Recht, über diese zu urteilen! Nicht alles, was schwarz auf weiß festgehalten wurde, entspricht der Wahrheit.