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Veröffentlicht am 10.07.2025

RomCom zum Wohlfühlen und Mitfiebern

Skates & Sparks: Spicy Hockey Romance
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Nova Sparks steckt nach einem persönlichen Drama in einer handfesten Schreibblockade. Da die Autorin dringend Erfolge und Geld braucht, wagt sie sich an ein neues Genre – um eine authentische Geschichte ...

Nova Sparks steckt nach einem persönlichen Drama in einer handfesten Schreibblockade. Da die Autorin dringend Erfolge und Geld braucht, wagt sie sich an ein neues Genre – um eine authentische Geschichte konzipieren zu können, kommt sie weder um Recherchearbeit noch um ein Gespräch mit einem Eishockeyspieler herum – und der unhöfliche, verschlossene Goalie hat nichts Besseres zu tun, als Novas Zeit zu verschwenden. Aber nicht mit ihr! Kurz entschlossen wird der Finne zur Vorlage für den Male-Character ihrer neuen Romance. Dass eingefleischte Fans den Spieler der NHL sofort erkennen, war jedoch nicht geplant …

Tero Nieminen hasst es, von ReporterInnen belagert zu werden und überhaupt mehr als notwendig über sich selbst Preis geben zu müssen. Dass er nach seinem missglückten Täuschungsversuch nun die Rache der feurigen Autorin spüren muss, indem er die dümmliche Hauptrolle in einer Sportsromance mimt, passt ihm also gar nicht. Doch sein Konfrontationsversuch endet mit einer angedichteten Verlobten und einer überglücklichen Mutter. Und da ihm seine Familie über alles geht, macht er Nova ein Angebot …

Als die „Fast-Fremde“ immer öfter dafür sorgt, dass Tero sich entspannt und die grimmige Mine verschwindet, seine Mutter ihre Schwiegertochter mit offenen Armen empfängt und sich Nova langsam fallen lassen kann, ist die Grenze zwischen „echt“ und „gespielt“ längst verschwommen. Und sowohl Nieminen als auch Sparks sind von ihrer sich intensivierenden Verbindung, dem realen Kribbeln und der wachsenden Zuneigung verunsichert – denn beide wurden bereits enttäuscht und verraten …

Was war das witzig!
„𝐒𝐤𝐚𝐭𝐞𝐬 & 𝐒𝐩𝐚𝐫𝐤𝐬“ ist Teil 4 und für mich der beste Band der Reihe über die „𝗕𝗼𝘀𝘁𝗼𝗻 𝗕𝗮𝗱𝗴𝗲𝗿𝘀“. Saskia Louis schafft es jedes Mal, mit ihrem locker-leichten, lebendigen Stil und den nahbaren Geschichten zu unterhalten, zum Lachen und Mitfiebern zu bringen.
Da aus wechselnder Perspektive erzählt wird, bekommen wir einen guten Eindruck der beiden Hauptfiguren, ihrer (Lebens)Umstände und ihrer Unterschiede – wo Nova auf Sport verzichtet und Schokolade liebt, kurvig und laut, witzig und chaotisch, keine freie Fläche vor ihren Notizen sicher ist, lebt Tero für Eishockey und das Training. Geordnet, ruhig und am liebsten mit heruntergezogenen Mundwinkeln. Diese kontroversen Typen prallen aneinander, ecken an, bieten uns reichlich amüsanten Stoff, Konflikte und saftig-spritzige Schlagabtausche. Aber auch Verletzlichkeit, romantische Seufz-Augenblicke und explizite Momente.
Wie gewohnt greift Saskia auch ernste Punkte auf – wie bspw. Frauen, denen der mit Talent und eigener Kraft erarbeitete Erfolg abgesprochen wird, die Presse, die in die Privatsphäre eindringt, und Liebe, die weit über Äußerlichkeiten und Ruhm hinausgeht.

Abgesehen von der Beziehung und der charakterlichen wie romantischen Entwicklung schuf Louis eine wunderbare Rahmenhandlung mit diversen (bekannten) Figuren. Zudem kommt „Skates & Sparks“ ohne Längen und aufgesetztes Drama aus, aber nicht ohne menschliche Fehler und Zweifel, Unzulänglichkeiten und alltägliche Probleme. Vor allem Booklovers werden durch Nova und ihre Leidenschaft etliche Berührungspunkte innerhalb der humorvollen Wohlfühl-Story finden.

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Veröffentlicht am 10.07.2025

Trotz Kritik eine rührende Story

Written on my heart
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„𝐖𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐨𝐧 𝐦𝐲 𝐇𝐞𝐚𝐫𝐭“ ist ein New Adult-Roman von Cole Gibson und erzählt die Geschichte von einer verlorenen, in ihrem Urvertrauen erschütterten jungen Frau und einem Tattoo-Künstler, der schon früh ...



„𝐖𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐨𝐧 𝐦𝐲 𝐇𝐞𝐚𝐫𝐭“ ist ein New Adult-Roman von Cole Gibson und erzählt die Geschichte von einer verlorenen, in ihrem Urvertrauen erschütterten jungen Frau und einem Tattoo-Künstler, der schon früh gezwungen war, sein eigenes Leben auf Eis zu legen und Verantwortung für seine Familie zu übernehmen.
Beide kämpfen mit seelischen Wunden, tiefen Narben und der Angst, nicht genug zu sein.

Als die lebensfrohe Emily ihre neue Kollegin in ein Tattoostudio schleppt, damit sich diese ein Cover-up stechen lassen kann, um vergangene Fehler von der Haut zu löschen, ahnt die Barista nicht, dass der Name ihres Ex-Freundes Ashlyns kleinstes Problem ist. Denn nachdem die angehende Schriftstellerin aus dem Haus ihrer Kindheit geflohen ist, ist ihre aktuelle Bleibe kaum besser als die Nächte im Auto. Perspektivlos, pleite und noch immer beherrscht von der Stimme ihres Stiefvaters, heimgesucht von Flashbacks, führt Ash außerhalb ihres Jobs ein einsames, müdes und hungriges Leben. Dass ausgerechnet die Begegnung mit dem unfreundlichen, aber durchaus ansehnlichen und talentierten Lane Garrett Gefühle in ihr weckt, die Ashlyn fremd sind, jene von zu Hause und Sicherheit, löst weitaus mehr aus als nur Überforderung …

Seit dem Verlust seines Vaters hat Lane es sich zur Aufgabe gemacht, für seine Mutter und seine Schwester zu sorgen. Doch vor zehn Jahren geschah dem sonst so beherrschten Mittzwanziger ein Ausrutscher, der für immer eine gewichtige Rolle in seinem arbeitsintensiven Alltag spielen wird. Als er der neuen Freundin von Em begegnet, so zierlich, so schüchtern, ist ihm sofort klar: Diese Frau wird Probleme machen – Probleme, die seine Überzeugungen und Mauern gefährden könnten …

„𝘞𝘦𝘯𝘯 𝘮𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯 𝘍𝘦𝘶𝘦𝘳 𝘦𝘳𝘴𝘵 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘭 𝘦𝘯𝘵𝘧𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘵, 𝘪𝘴𝘵 𝘥𝘢𝘳𝘶𝘯𝘵𝘦𝘳 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵𝘴 𝘮𝘦𝘩𝘳, 𝘸𝘪𝘦 𝘦𝘴 𝘸𝘢𝘳.“

Zuerst: Ich habe diesen Roman in kürzester Zeit durchgesuchtet, was einerseits an Gibsons leicht lesbarem, aber detailreichem Stil lag, andererseits an Ashs bewegenden Hintergründen und ihrer gegenwärtigen, unsicheren Situation. Hin und wieder blitzen Mut und Stärke auf, doch viel zu oft ist die Erschöpfung der Lyrikerin, ihre Angst, regelrecht erdrückend. Erst mit Hank und Emily an ihrer Seite, durch Hilfe aus unerwarteter Richtung und der sich langsam einschleichenden Entspannung blüht Ashlyn auf – bis aus „nur für eine Nacht“ mehr wird, ihre Vergangenheit sie überrennt und die kleine, heimelige Blase zu platzen droht. Ash – die sich der Gewissheit, irreparabel kaputt und ungenügend zu sein, nicht verwehren kann – flieht. Vielleicht zum ersten Mal vor dem Glück …
Lanes Geheimnis war für die LeserInnen keine Überraschung, doch Ashs Reaktion, die unweigerlich dahinterkommen wird, hält die Neugier aufrecht. Der Tätowierer, der zwar unnahbar und harsch wirkt, jedoch keinesfalls ein Bad Boy ist, sondern verantwortungsbewusst, beschützend und fürsorglich, schafft es, nach und nach zu seiner neuen Mieterin durchzudringen. Dabei darf er nie vergessen, dass mehr als nur sein eigenes fragiles Herz auf dem Spiel steht. Und dass er sie loslassen muss, wenn sie geht.

»(…) 𝘸𝘢𝘴 𝘮𝘢𝘤𝘩𝘦 𝘪𝘤𝘩, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘤𝘩 𝘪𝘩𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘨𝘦𝘴𝘵𝘦𝘩𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘴 𝘳𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘢𝘶𝘴?« (...)
»𝘋𝘢𝘯𝘯 𝘮𝘶𝘴𝘴𝘵 𝘥𝘶 𝘴𝘵𝘢𝘳𝘬 𝘨𝘦𝘯𝘶𝘨 𝘴𝘦𝘪𝘯, 𝘶𝘮 𝘴𝘪𝘦 𝘭𝘰𝘴𝘻𝘶𝘭𝘢𝘴𝘴𝘦𝘯.«

Da aus wechselnder Perspektive erzählt wird, werden die Situationen beider nachvollziehbar beleuchtet. Aus anfänglicher Distanz entwickelt sich eine sachte Freundschaft; Anziehung und Verlangen – Empfindungen, die über Körperliches hinausgehen. Diese Annäherung war – wenn auch rasch – insgesamt gut ausgearbeitet, hält warmherzige, gefühlvolle Momente bereit, Witz und Spice. Aussagen, die nahe gehen. Auch relevante Nebenfiguren waren ausreichend integriert.
Jedoch empfand ich einige Verhaltensweisen als sprunghaft und, für das jeweilige Alter und die tragischen Erfahrungen, unpassend. Teilweise agiert Ash bspw. impulsiv, ohne etwas zu hinterfragen, gefangen im Selbstmitleid. Zudem hatte ich den Eindruck, dass sich manche Gedankengänge und Informationen wiederholen.
Ein wenig mehr Zeit – für wirkliches Kennenlernen und Verstehen, um Entscheidungen und Worte abzuwägen – hätte der Handlung definitiv nicht geschadet.
Hervorzuheben ist, dass die Autorin authentisch zeigt, welche nachhaltigen Folgen psychischer Missbrauch mit sich bringt, und gleichzeitig eine bittersüße Liebesgeschichte erzählt, die für Ash & Lane sowie für uns Höhen und Tiefen bereithält.

Manchmal braucht es nur einen einzigen Menschen, der darum bittet, man möge allen Widrigkeiten zum Trotz bleiben.
Und man bleibt.
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→ Neuauflage, erstmals 2018 erschienen

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Tragische Idee, nicht optimal umgesetzt.

Bis mein Herz wieder schlägt
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Mit fünf Jahren stirbt Emery Wilson das erste von vielen Malen.
Aufgrund einer seltenen und unerforschten (fiktiven) Erkrankung reicht ein kleiner Schockmoment, um ihr Herz zum Stillstand zu zwingen. Statt ...

Mit fünf Jahren stirbt Emery Wilson das erste von vielen Malen.
Aufgrund einer seltenen und unerforschten (fiktiven) Erkrankung reicht ein kleiner Schockmoment, um ihr Herz zum Stillstand zu zwingen. Statt nichts zu sehen oder zu fühlen, landet Em in einer aus ihren Erinnerungen erschaffenen Zwischenwelt – bei Nick.
Nick, ein Geist, ein Wegbegleiter.
Während sie ihr Leben in der Realität auf Sparflamme führt, sie die Fürsorge ihrer Familie, die Erwartungen des Erwachsenwerdens, die Pflichten und der Gedanke, eine Last zu sein, zu erdrücken drohen, weigert sich Emery, Pläne zu schmieden, an die Zukunft zu denken und ernste Beziehungen einzugehen, immer die Angst im Nacken, jederzeit sterben – endgültig sterben – zu können. Je älter sie wird und je öfter sie in Nicks Reich tritt, zu dem Mann, der in ihr Dinge auslöst, die sie nie für möglich gehalten hätte, umso häufiger ertappt sich Em dabei, wie sie sich nach diesen friedlichen Auszeiten sehnt.
Doch eines Tages muss sich die Mittvierzigerin entscheiden, auch wenn es sie innerlich zerreißt. Wählt sie das Leben, echt und ohne Fluchtweg, oder das Sterben auf Raten für eine Liebe, die niemals sein kann?

»𝗗𝗮𝘀 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗳𝗮𝗶𝗿. 𝗗𝗲𝗿 𝗧𝗼𝗱 𝘂𝗲𝗯𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻𝘀 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁.«

Becky Hunter schrieb einen Roman über die Endlichkeit des Seins, über das Leben, das uns allen eines Tages durch die Finger rinnt, über Schicksale, die unfairer nicht sein können, und die verschiedenen Arten der Liebe.

Erzählt wird in einem einfachen, dafür klaren Ton, der, wie auch der sprunghafte Verlauf, eine Distanz aufrechterhält, die es schwer macht, die Geschehnisse zu greifen und wahrhaftig mitzuleiden. Auch der charakterliche Stillstand der Protagonistin, die den Großteil der Handlung trotzig und unreflektiert – authentisch in anbetracht ihrer Lage? – wirkt, trug nicht zu anhaltender Sympathie bei.
Da viele Jahre in dieser Geschichte vergehen, bleibt weder Zeit zum Ankommen noch für die nötige Tiefe – wir sind hauptsächlich Teil von den Momenten kurz bevor Emerys Herz aussetzt und von den darauffolgenden Begegnungen mit Nick, die nicht selten von purer Verzweiflung erfüllt waren. Diese, dem Aufbau bedingte, „Oberflächlichkeit“ – die nicht nur Emery als Figur betrifft, sondern auch die „romantischen“ Verbindungen und die Zwischenwelt, wenn diese auch malerische Akzente erhielt – verschluckte mMn eine Vielzahl von Gefühlen. Zugleich zeigt die Autorin aber, wie gehemmt und zögernd die Protagonistin angesichts der Unberechenbarkeit ihrer Erkrankung ist. Wie zwanghaft sie versucht, im Moment zu leben, nichts zu verpassen, sich nicht festzulegen. Am Ende nichts bedauern zu müssen.

Erst später verweilen wir hier und da länger, um Details bzw. Veränderungen aus Ems Leben und ihrem Umfeld zu erhaschen. Die realitätsnahen Probleme von Familie und FreundInnen geben dem Roman zu einem gewissen Grad etwas Handfestes, etwas, womit es sich identifizieren lässt. Vor allem die Rollen von Amber und Robin, Bonnie und Colin sowie Emerys Eltern und Nicks Hintergründe umrahmen das hier geschilderte Schicksal und bereichern die Storyline. Welche der Geschichten, die hier zu finden sind, die tragischste ist? Müsst ihr selbst herausfinden!
Hatte die Idee des Ortes, der sich zwischen Leben und Tod befand, etwas Tröstendes, gar Mystisches, und boten Nicks und Emerys Gespräche einiges an Input, über den es sich lohnt, nachzudenken, einiges an Dramatik und Schmerz, empfand ich manch impulsive Reaktion nicht ganz stimmig. Und doch war diese einmalige Verbindung bittersüß.
Mit fortschreitendem Verlauf wird die Monotonie immer häufiger von Spannung durchbrochen, von kleinen Toden, die mitfiebern lassen, echten Verlusten und (Selbst)Erkenntnissen, die treffen und aufwühlen. Gerade das letzte Viertel verursachte mir mehrfach Gänsehaut – und Herzschmerz. 💔

Unerwartete, ergreifende Ereignisse, Loslassen und Lebenstragik, Melancholie und ein zarter Hauch Hoffnung, die Erinnerung daran, jetzt zu leben und zu lieben, voller Überzeugung und nicht zu warten – all das und noch mehr findet ihr hier.

„𝐁𝐢𝐬 𝐦𝐞𝐢𝐧 𝐇𝐞𝐫𝐳 𝐰𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐞𝐠𝐭“ war nicht das emotionsgeladene Highlight, das ich mir gewünscht habe, und ist doch ein Buch, das nachklingt.
Lebe. Jetzt. Denn jede Sekunde kann unsere letzte sein.

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Veröffentlicht am 04.07.2025

Feurige Romantasy in einem eiskalten Reich.

Blazing Hearts - Das Schicksal der Drachen
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„Blazing Hearts – Das Schicksal der Drachen“ ist die neue Romantasy von B. E. Pfeiffer, in der wir dem Höhepunkt einer jahrhundertealten Fehde beiwohnen dürfen.
Perfide Intrigen, erzwungene Bündnisse und ...

„Blazing Hearts – Das Schicksal der Drachen“ ist die neue Romantasy von B. E. Pfeiffer, in der wir dem Höhepunkt einer jahrhundertealten Fehde beiwohnen dürfen.
Perfide Intrigen, erzwungene Bündnisse und eine Prinzessin – hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Herz.

Als Alaric – König der Drachenformwandler – beschließt, das verfeindete Volk der Fae um Unterstützung im Kampf gegen die Gorgonen zu ersuchen, ist dem Weißen Drachen bewusst, dass er Solaris – Herrscherin des Sonnenhofes – etwas anbieten muss, das schwerer wiegt als magische Edelsteine. Etwas, das ihn und sein Volk verwundbar werden lässt … Gemeinsam mit seinem General und engstem Vertrauten macht er der hochnäsigen Königin ein Angebot.
Lyneria – jüngste der drei Fae-Prinzessinnen – kann weder die Enttäuschung noch die Bestürzung über den Beschluss ihrer Mutter verbergen. Doch wie jeder weiß: Die Mondgeborene-Tochter ist ersetzbar. Und so muss die kühne Kriegerin – als Braut und Spionin – ihrer warmen, blühenden Heimat den Rücken kehren, ihre Schwestern und Vorbehalte hinter sich lassen und gemeinsam mit Kethan und Alaric in den kalten Schattenkontinent reisen.
Die erste Lüge der Drachenwandler wird schnell enthüllt – und statt Respekt und einem Leben, wie es einer Königin gebührt, fristet Lyneria einsame Tage in der Fremde. Bis ein unerwarteter Angriff dafür sorgt, dass ihre Träume wahr werden – und nicht nur ihre …
Während Bürde und Verantwortung Alarics Eismauern daran hindern, zu schmelzen, bringen Lyns Aufrichtigkeit, ihre Sanftmut und ihre Stärke Kethans Vorurteile rasch ins Wanken...

Pfeiffer lässt uns das Geschehen aus drei Perspektiven verfolgen – so lernen wir die Königin und ihren Gemahl sowie dessen Vertrauten, ihre Hoffnungen und versteckten Intentionen kennen, gehen Geheimnissen auf den Grund, sind Teil von ihrer Überraschung, von langsam bröckelnder Distanz, von Unruhen im Reich und dem Zwiespalt, der alle drei zerreißt. Denn Lyneria bringt in den komplett unterschiedlichen Drachen – trotz jedweder Versuche, sie auszusperren – etwas zum Klingen, verändert mehr als nur deren Meinung über das Fae-Volk. Dass über all den zarten Entwicklungen, dem Zueinander- und sich selbst finden eine unberechenbare Bedrohung zischt, die stetig tiefer in das Zentrum der Wandler vordringt, zu nah ist und Opfer fordert, Angst schürt, hält das gesamte Schattenreich in Aufregung – und Vorsicht. Aber manchmal ist alle Vorsicht, jede Vorkehrungsmaßnahme nicht genug, wenn der Feind aus unerwarteter Richtung kommt.

Prinzipiell bleibt nur zu sagen, dass die Autorin erneut eine schlüssige Geschichte konzipiert hat, in der Twists und Romantik, explizite Szenen und viel Gefühl nicht zu kurz kommen. Im temporeichen Verlauf finden sich ausreichend integrierte Nebenfiguren und Details über die verfeindeten Gattungen samt der geschaffenen Welt. Vor allem die Gegebenheiten der Drachen – in deren Mitte sich die LeserInnen hauptsächlich befinden – wurden griffig ausgearbeitet. Die Tropes „Love-Triangle“ und „Why-Choose“ fügen sich wunderbar in die Dynamik der Protagonisten, die mit Liebe und Sorgfalt gezeichnet wurden. Auch charakterlich findet eine deutliche Entwicklung statt, was in Kombination mit nicht vorhersehbaren Ereignissen, einem gewissen royalem Flair und der Vorahnung von Verrat an die Handlung fesselt.

Wer nach einer Spicy-Fantasy, einer seichten Lovestory und nach einer kämpferischen Frau sucht; wer sich nur zu gerne in die Arme zweier Männer fallen lassen will, der sollte die magische Drachen-Romantasy „Blazing Hearts“ sofort in den Warenkorb werfen.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

INTERESSANTES THEMA, UMMANTELT VON EINER AUSSCHWEIFENDEN, ÜBERLADENEN STORYLINE

Hello Stranger
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Kennt ihr das, wenn ein zu viel das Interesse schmälert?
So ging es mir in „Hello Stranger“ – aber von vorn …

Acht Jahre ist es her, seitdem sich Sadie gegen ein Medizinstudium – und somit gegen ihren ...

Kennt ihr das, wenn ein zu viel das Interesse schmälert?
So ging es mir in „Hello Stranger“ – aber von vorn …

Acht Jahre ist es her, seitdem sich Sadie gegen ein Medizinstudium – und somit gegen ihren Vater – entschieden und den Weg einer Künstlerin – jenen, den auch ihre Mutter einst mit Leidenschaft ging – eingeschlagen hat. Mittlerweile hält sich die junge Frau mit Porträtmalerei und dem Geplänkel mit ihrer besten Freundin gerade so über Wasser, vermeidet peinlich genau jeden nicht notwendigen Kontakt mit ihrer Familie und versucht ihr Glück regelmäßig bei verschiedenen Talentwettbewerben ‐ erfolglos. Bis jetzt. Denn nun hat es Sadie Montgomery endlich geschafft und zählt zu den 20 FinalistInnen des prestigeträchtigsten Porträtwettbewerbs des ganzen Landes. Ihre große Chance! In sechs Wochen muss sie ein Kunstwerk einreichen, dass das Beste ist, was je aus ihrem Pinsel floss …
Doch binnen eines Wimpernschlags ändert sich das Leben der Endzwanzigerin auf drastische Weise und plötzlich ist alles Talent nicht genug …

„Hello Stranger“ beschäftigt sich mit der »erworbenen apperzeptiven Prosopagnosie« – mit einer Erkrankung, von der ungefähr 2 Prozent der Weltbevölkerung betroffen sind und die bekannter ist unter „Gesichtsblindheit“. Dies war auch der Grund, wieso ich den Roman von Katherine Center unbedingt lesen wollte.
Erzählt wird einzig aus der Sicht von Sadie, sodass wir nicht nur Teil von ihrer gegenwärtigen Überforderung, der Verzweiflung und ihrer Angst sind, der mit jedem Tag weiter schwindenden Hoffnung auf eine (schnelle) Genesung, sondern auch innerhalb des Verlaufs etliche Informationen aus ihrer – einsamen, von Trauer durchzogenen – Vergangenheit zusammentragen können. Dass der anstehende Wettbewerb für die Zukunft der Protagonistin – ihre finanzielle Unabhängigkeit und ihre Karriere – ungemein wichtig, sie jedoch nicht mehr in der Lage ist, Porträts zu schaffen, erhöht Sadies inneren Druck. Jeder Schritt außerhalb ihrer Wohnung – tief erschrocken von Fragmenten, wo einst Mimik war, Sicherheit, Orientierung – wird von Gefühlen der Ohnmacht und Unsicherheit begleitet, bringt die Künstlerin an emotionale Grenzen. Und genau jetzt, als Sadie am verletzlichsten ist, sucht sie das Unheil ihrer Jugendjahre heim. Zudem kratzt der zwielichtige Nachbarstyp an ihren Nerven, Peanut braucht dringend Hilfe und Sue? Die steckt in einem ganz eigenen Abenteuer …

War der Beginn vielversprechend, aufgrund des lockeren Stils, etlicher herzerwärmender, skurriler Momente und der mitschwingenden (Selbst-)Ironie unterhaltsam, Sadies Beeinträchtigung interessant, verlor sich die anfängliche Euphorie in vielerlei Hinsicht stetig. Denn nach und nach kommt so einiges zusammen, dass die Gesichtsblindheit und den Umgang mit dieser kontinuierlich in den Hintergrund drängt.
Sadie, auf ihre Art durchaus sympathisch, rebellisch und darauf geeicht, mit Humor auf Niederlagen zu reagieren, verliert mehrfach binnen zwei Sätzen jeden frischen Tatendrang und neuerlichen Schub Selbstbewusstsein. Nur, um sich in etlichen, schier endlosen, irrelevanten Monologen und (wiederholenden) Überlegungen zu verlieren. Dieser Umstand ging mir ebenso rasch auf die Nerven wie die Masse an Konflikten und Missverständnissen. Ein Schritt vor, drei zurück – und das in einer Tour.
▪︎Seiten überblättern, ohne etwas zu verpassen? Ist hier problemlos und oft möglich.
▪︎Den Fokus verlieren, weil ein Gedankenstrom auf den nächsten, ein Drama auf das andere folgt? Ja! Einfach ja.
▪︎Parkers Sticheleien und Auftritte sollten vermutlich als Spannungskomponente fungieren, waren aber unnötig und too much.
▪︎Das distanzierte Vater-Tochter-Verhältnis erhielt zwar eine Basis, das „klärende Gespräch“ empfand ich jedoch als zu einfach/plötzlich – aber am Ende wird eben alles gut, oder?
▪︎Ebenfalls weist der Plot Schwächen und Unstimmigkeiten auf. Ob dies auch der Fall gewesen wäre, wenn sich die Autorin auf eine gute Ausarbeitung von nur ein, zwei Punkten konzentriert hätte?

Aber es gab auch Positives:
▪︎Die romantische Entwicklung bspw.: Vorhersehbar? Auf jeden Fall. Amüsant? Definitiv. Gerade die ernsten Gespräche und der spritzige Schlagabtausch mit Joe sorgten für einige Schmunzler. Das sich verändernde Verhältnis zwischen ihm und Sadie war insgesamt schön zu verfolgen.
▪︎Peanut: Weil Hunde die besseren Menschen sind.
▪︎Center greift „Trauer“ und den individuellen Umgang mit dieser authentisch auf. Manche Verluste tun auch Jahrzehnte später noch weh, und das ist vollkommen ok.
▪︎Der medizinische Aspekt wurde u. A. mithilfe von Dr. Nicole, in Kombination mit Sadies Empfindungen und den bildhaften, teilweise sehr emotionalen Schilderungen vorstellbar dargelegt.
Montgomerys Erfahrungen regen zusätzlich zum Nachdenken an: Denn wenn optische Attraktivität, die wir hauptsächlich in Gesichtern suchen, nicht erkennbar ist, müssten wir unser Gegenüber aufgrund von Taten, Können und Verhalten bewerten. Eine spannende Betrachtungsweise, oder?

Insgesamt schafft „Hello Stranger“ ohne Frage Aufmerksamkeit für Prosopagnosie und die ‚Sichtweise' Betroffener, bietet zeitgleich aber eine vollkommen überladene Storyline. Zwischen ausschweifenden Gedankenkreisen und etlichen Längen finden sich jedoch auch romantische Augenblicke, tiefgehende Überlegungen, Schmerz und eine an sich selbst zweifelnde Frau, die nicht bereit ist, aufzugeben – allen Widrigkeiten des Lebens zum Trotz.

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