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Veröffentlicht am 29.12.2023

Cosy-Story inkl. Humor

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Mit dem gewählten Titel zieht EmilyHenry wahrscheinlich zahlreiche Bücherfreunde magisch an und enttäuscht auch inhaltlich nicht.
„𝐁𝐨𝐨𝐤 𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫𝐬: 𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐭 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧“ ist ebenso leicht ...



Mit dem gewählten Titel zieht

EmilyHenry wahrscheinlich zahlreiche Bücherfreunde magisch an und enttäuscht auch inhaltlich nicht.
„𝐁𝐨𝐨𝐤 𝐋𝐨𝐯𝐞𝐫𝐬: 𝐃𝐢𝐞 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐭 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧“ ist ebenso leicht wie humorvoll und doch gespickt mit emotionalen Themen. Verlust(schmerz) und bedingungslose Selbstaufopferung, Zweifel und Loslassen sind nur einige der Dinge, mit denen sich die Charaktere auseinandersetzen müssen.

„𝙴𝚜 𝚒𝚜𝚝 𝚗𝚞𝚛 𝚜𝚘, 𝚠𝚎𝚗𝚗 𝚎𝚒𝚗𝚎𝚖 𝚍𝚊𝚜 𝙷𝚎𝚛𝚣 𝚠𝚒𝚛𝚔𝚕𝚒𝚌𝚑 𝚎𝚒𝚗𝚖𝚊𝚕 𝚒𝚗 𝟷𝟶𝟶𝟶 𝚂𝚝ü𝚌𝚔𝚎 𝚣𝚎𝚛𝚜𝚙𝚛𝚞𝚗𝚐𝚎𝚗 𝚒𝚜𝚝, 𝚒𝚜𝚝 𝚎𝚒𝚗 𝙰𝚗𝚛𝚞𝚏 𝚠𝚒𝚎 𝚍𝚒𝚎𝚜𝚎𝚛 𝚐𝚊𝚛 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝𝚜. 𝚅𝚒𝚎𝚕𝚕𝚎𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚔𝚗𝚎𝚒𝚏𝚝 𝚎𝚜 𝚎𝚒𝚗 𝚠𝚎𝚗𝚒𝚐 𝚒𝚖 𝙷𝚎𝚛𝚣𝚎𝚗 𝚘𝚍𝚎𝚛 𝚎𝚜 𝚖𝚊𝚌𝚑𝚝 𝚎𝚒𝚗 𝚙𝚊𝚊𝚛 𝚔𝚗𝚊𝚌𝚔𝚎𝚗𝚍𝚎 𝙽𝚎𝚋𝚎𝚗𝚐𝚎𝚛ä𝚞𝚜𝚌𝚑𝚎, 𝚊𝚋𝚎𝚛 𝚋𝚛𝚒𝚌𝚑𝚝 𝚗𝚒𝚌𝚑𝚝.“

Nora, Großstädterin mit Leib und Seele, in Verlagskreisen als knallhart und bissig geltend, ist für ihre Schützlinge immer erreichbar. Doch oberste Priorität hat und hatte seit jeher Libby. So kann die Literaturagentin auch jetzt deren Wunsch, ein paar Wochen, nur zu zweit, in Sunshine Falls zu verbringen, nicht abschlagen. Immerhin ist dies die Chance, der geschwisterlichen Beziehung wieder mehr Tiefe zu geben.
Auf alle Kleinstadt-Klischees gefasst, rechnete Nora mit allem, nur nicht damit, gerade Charlie, den Lektor, mit dem es vor zwei Jahren zu einer unangenehmen Begegnung kam, wiederzusehen.
Während sich schon bald zeigt, dass beide gar nicht so verschieden sind, zwischen ihnen deutlich mehr als nur Sympathie knistert, schallen bei Stephens die Alarmglocken — denn der typische Plott eines Liebesromans kann in der Realität kein gutes Ende finden …

Vor allem die ersten Kapitel fand ich sehr unterhaltsam, doch auch im Verlauf tauchen regelmäßig skurrile Szenen, witzige Dialoge und Sticheleien auf. Getoppt mit eigenwilligem Kleinstadt-Charme, interessanten Figuren und der wechselhaften Atmosphäre ist diese

RomCom eine Empfehlung wert.
Nora ist beeindruckend, intelligent und tough, selbstlos in ihrem Engagement als Agentin und in ihrer Liebe zu Libby. Diese steht über allem, deren Wohl über ihrem eigenen Glück. Dabei wirft Libbys Art – schwankend zwischen locker-heiter und Distanz – Fragen auf, schürt das Misstrauen ihrer großen Schwester. Letztendlich überraschen Libbys Enthüllungen, Pläne und Intentionen und geben das Bild auf eine erwachsene Frau frei.
Die Beziehung zwischen den Schwestern war dicht, echt und innig, in Noras Sorgen, ihrer Zuneigung fand ich mich regelmäßig wieder. Auch Charlie, seine Gründe für den Heimataufenthalt, seine Bedenken bekommen Raum, zugleich schafft es der attraktive Lektor, dass Nora sich öffnet, sich an ihre eigenen Träume erinnert und somit für die LeserInnen nahbar wird … Diese drei wurden mit Tiefe und Hintergründen gezeichnet, dennoch sind die Nebenfiguren ausreichend in der Storyline integriert.

Die Liebe zum geschriebenen Wort blitzt rege zwischen den Zeilen auf, entlockt Lächelmomente, während die romantische Entwicklung für Wärme und Prickeln, die Innere für Wachstum und Einsicht sorgt. Die malerische Gemütlichkeit von Sunshine Falls steht im Kontrast zu den ernsten Themen, denen sich die Autorin angenommen hat, hin und wieder gab es Längen, doch etliche Fragen, die einer Antwort bedarfen, der authentisch-moderne Erzählstil und viel Gefühl halten die Neugier konstant aufrecht.
Ohne viel Drama, dafür mit der einzig logischen Lösung geht „ #BookLovers “, und somit eine Geschichte, die mehr als eine Art der Liebe bereithält, zu Ende.
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Veröffentlicht am 18.12.2023

Unglaublich bewegende Poesie.

Das L(i)eben, das wir nie leb(t)en
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„𝐃𝐚𝐬 𝐋(𝐢)𝐞𝐛𝐞𝐧, 𝐝𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐫 𝐧𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐛(𝐭)𝐞𝐧.“ – diesen wunderschönen Titel trägt der neue Poesie-Band von Yana Svelush, der nicht nur äußerlich glänzt, sondern auch im Inneren mit besonderen Details, kleinen Zeichnungen, ...

„𝐃𝐚𝐬 𝐋(𝐢)𝐞𝐛𝐞𝐧, 𝐝𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐫 𝐧𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐛(𝐭)𝐞𝐧.“ – diesen wunderschönen Titel trägt der neue Poesie-Band von Yana Svelush, der nicht nur äußerlich glänzt, sondern auch im Inneren mit besonderen Details, kleinen Zeichnungen, einem passenden Buchsatz und Platz für eigene Gedanken aufwartet. Während der Inhalt dazu verführt, sich selbst zu reflektieren, wird das Schmuckstück mit thematisch passenden lyrischen Texten anderer Schreibenden abgerundet.
Unter dem Motto „𝙶𝚎𝚑𝚎𝚗 𝚘𝚍𝚎𝚛 𝙱𝚕𝚎𝚒𝚋𝚎𝚗“ finden sich poetische Gedanken, ein stetes Abwägen, Für und Wider. Zeilen, die von halten und loslassen erzählen, von der (Selbst-)Liebe und ihren Nuancen, dem Verlangen und der Flüchtigkeit.
Gezeichnet wurden Szenarien, die nachts quälen, Entscheidungen, die schmerzlich warten, Empfindungen – nur zu bekannte. Eine Mischung aus verständnisvollem Feingefühl und treffsicherer Härte.
Geschickt hat Yana die Bedeutung von Worten und Sätzen variiert, Facetten hervorgehoben, durchdringend Melancholie und Wehmut auf die Seiten gebannt, tiefe Wahrheiten, die so verzweifelt sind, dass sie weh tun (müssen). Aber inmitten der Schwere schwebt die Hoffnung, die Freude, das Gute – denn »𝚉𝚞𝚖 𝙻𝚒𝚎𝚋𝚎𝚗 𝚋𝚛𝚊𝚞𝚌𝚑𝚎𝚗 𝚠𝚒𝚛 𝚔𝚎𝚒𝚗 𝙶𝚎𝚐𝚎𝚗ü𝚋𝚎𝚛.«
So tröstlich, nicht wahr?
Die sorgsam aufgemachten Texte schenken Möglichkeiten, den (Frei-)Raum, um uns wiederzufinden, treffen die schrecklichsten Stellen. Lassen es zu, zu fühlen.
Dieses Buch ist mit so viel Leidenschaft und Sehnsucht geschrieben wurden, gedankenvoll und schlicht bewegend.

„𝐃𝐚𝐬 𝐋(𝐢)𝐞𝐛𝐞𝐧, 𝐝𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐫 𝐧𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐛(𝐭)𝐞𝐧“ heilt und/oder reißt Wunden auf — bescherte mir Gänsehaut und Tränen.
𝙻𝚒𝚎𝚋𝚎𝚗 𝚞𝚗𝚍 𝙻𝚎𝚋𝚎𝚗 𝚕𝚒𝚎𝚐𝚎𝚗 𝚐𝚊𝚗𝚣 𝚗𝚊𝚑 𝚋𝚎𝚒𝚎𝚒𝚗𝚊𝚗𝚍𝚎𝚛.

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Veröffentlicht am 03.12.2023

Nett, aber inhaltlich kein Highlight.

The dreams that we forgot
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„The dreams that we forgot“ : Friends-to-Lovers meet Second-Chance inkl. Smalltown-Vibes und Christmas-Feeling.


Vor zehn Jahren verließ Victoria plötzlich das Städtchen Tipsy Oaks. Und damit auch ihren ...

„The dreams that we forgot“ : Friends-to-Lovers meet Second-Chance inkl. Smalltown-Vibes und Christmas-Feeling.


Vor zehn Jahren verließ Victoria plötzlich das Städtchen Tipsy Oaks. Und damit auch ihren besten Freund. Ohne ein Wort.
Ein dringend benötigtes Dokument führt sie zurück auf die Isle of Wight, gerade in der unberechenbaren Winterzeit kurz vor Weihnachten.
Natürlich gibt ihr treues Gefährt den Geist auf.
Natürlich ist es ausgerechnet Lukas Campbell, der den Schaden beheben soll.
Und natürlich ist es ein Schneesturm, der ihren Aufenthalt in »Englands romantischstem Dorf« verlängert und droht, ihren Wunsch, am 24. Dezember eine neue Stelle anzutreten, zum platzen zu bringen …

Mein erstes Buch von J. D. Summer lässt mich zwiespältig zurück. Einerseits fand ich Idee und Setting, die Protagonisten selbst samt den unterhaltsamen Nebenfiguren gelungen. Romantik, Humor und Spice waren stimmig in die winterliche Handlung integriert, so manch schmerzliche Aussage, Sehnsucht und Reue verursachten Gänsehaut. Andererseits fielen mir Fehler auf, die nervige Häufigkeit des Wortes »F*ck« und Wiederholungen – bzgl. Wortwahl und Informationen. Meiner persönlichen Auffassung nach, waren manch Reaktionen nicht den Ereignissen angemessen, der Kfz-Mechaniker wirkte zu keiner Zeit distanziert oder wütend, die zweite Chance, wenn auch mit anfänglichen Widerwillen und zarten Zweifeln, bekam schnell ihre Gelegenheit. Das Zusammenspiel zwischen den ehemaligen Freunden, ihr Umgang war - trotz der theoretisch bestehenden Konflikte - maximal „einfach“. Weniger Ausschweifungen, dafür mehr Feuer hätten die Geschichte, die eigentlich viel Spielraum für eine Fülle an unterschiedlichsten Emotionen lässt, um ein Vielfaches aufregender und authentischer gestaltet.

Dennoch hält die unfreiwillige Auszeit in Tipsy Oaks für die angehende Ärztin Heimeligkeit und das Gefühl, „nach Hause zu kommen“ bereit, ausgelöst durch Menschen, von denen sie nie vergessen wurde. Die Frage »Was wäre gewesen, wenn ...« übertönt Vics Erinnerungen an den letzten Heiligabend, während Lukes Nähe und ungeahnte Offenbarungen ihre Entscheidung, die nächste Fähre aufs Festland zu nehmen, mehrfach ins Wanken bringen.
„The dreams that we forgot“ ist sehr detailreich und locker, trotz einer wehmütigen Grundstimmung, sarkastisch und amüsant geschrieben. Da aus wechselnder Perspektive erzählt wird, bekommt auch Luke ausreichend Kontur. Summer spart sich den Bad-Boy und zeichnete einen feinfühligen Mann, der seine beste Freundin, seine erste Liebe ebenso wenig vergessen konnte, wie sein gebrochenes Herz, und doch irgendwie weitermachen musste – nun ist es die Angst davor, seine beste Freundin noch einmal zu verlieren, die ihn Dinge, vergangene wie gegenwärtige, verschweigen lässt.

Ob die beiden jetzt, nach all der verlorenen Zeit, den ungesagten Worten, trotz der verschiedenen Leben, die sie führen, zueinanderfinden und den einzigen Traum, der je wirklich von Bedeutung war, miteinander erfüllen können? Lest selbst.

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Veröffentlicht am 03.12.2023

Definitiv keine 0815-New Adult.

Dry my Tears
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„Dry my Tears“ ist Band 2 der New Adult Serie um die Ambrose-Brothers, kann eigenständig gelesen werden, weckt jedoch mit Sicherheit die Lust Nathan und Amy in „Be my Heartbeat“ genauer kennenzulernen.

Tess ...

„Dry my Tears“ ist Band 2 der New Adult Serie um die Ambrose-Brothers, kann eigenständig gelesen werden, weckt jedoch mit Sicherheit die Lust Nathan und Amy in „Be my Heartbeat“ genauer kennenzulernen.

Tess und Jack – seit ihrer ersten Begegnung sind die beiden wie Feuer und Wasser. Immer für konfliktreiche Diskussionen zu haben.
Ein Unglück auf einer Ölplattform führt dazu, dass Jack sein arbeitsreiches Leben neu ordnen, sich umstellen muss. Und dafür eine Bleibe benötigt. Perfekt, dass Tess gerade ein Zimmer freihat, denkt zumindest Nathan, und schneller als gedacht, heißt ihr neuer Mitbewohner Jack ‐ wortkarg, unfreundlich und distanziert wie eh und je.
Mehr als einmal kollidieren Interessen und Überzeugungen … aber auch die Gefühle.

Christina Ellis erzählt in einem authentischen, modernen und lockeren Ton, kombiniert gekonnt den Ernst, der den aufgegriffenen Themen und Baustellen der verschiedenen Charaktere inne liegt, mit Humor und Gefühl. Während Jack hart arbeitet, um seine Familie, die nur aus seinen vier Geschwistern besteht, bestmöglich zu unterstützen, wenig von Freizeit und Emotionen hält, engagiert sich Tess mit Leidenschaft für den Umwelt- und Tierschutz, ist offen und fürsorglich. Doch hinter der betont gelassenen Fassade rotieren die Gedanken um ein Studium, das ihr nichts gibt; schwelt, seit einem tragischen Ereignis, Schuld. Geschürt durch ihre eigene Familie.
Feinfühlig und nachvollziehbar beschreibt die Autorin die traumatische Situation, aus der Jack nur knapp entkommen ist, seinen Kampf inkl. der psychischen wie physischen Folgen. Der Weg, raus aus dem Selbstmitleid, raus aus den selbst erbauten Mauern ist ein langer und umso beeindruckender war jeder kleine Erfolg.
Aber auch Tess, ihre Probleme, der Umgang mit diesen gingen nah, ließen sich greifen. Weckten Zorn auf ihre Eltern, auf ihre Schwester.

Langsam und doch nicht ohne Knalleffekte, Wortgefechte und Missverständnisse kommt sich die Zweck-WG näher, hilft sich gegenseitig und lernt einander wirklich kennen. Es warten Humor und Romantik, Szenen, die zum Lachen bringen, zum Seufzen.
Drumherum wird u. A. die Umweltverschmutzung aufgegriffen, Tess Passion hierfür fließt unaufdringlich in den Verlauf, in dem die Autorin zeigt, dass Aufklärung ebenso wichtig ist, wie Aktionismus.
Neue Hintergrundinformationen über die familiären Umstände der Ambrose-Brüder schaffen zu diesen noch mehr Nähe, temporeiche Entwicklungen samt besorgniserregenden Situationen erzeugen Spannung. Und plötzlich scheint es, als bliebe Jack keine andere Wahl, als sich, mit dem tiefliegendem Trauma im Gepäck, erneut der Gefahr auszusetzen, die ihn beinahe das Leben kostete …

Durch viele Ereignisse, Hürden und sensible Themen, einem greifbaren inneren Wachstum beider Protagonisten, witzigen Schlagabtausch und dem gewissen »Mehr«, welches aus dieser Mitbewohnerschaft entsteht, gelang Ellis auch mit „Dry my Tears“ eine abwechslungsreiche und bewegende, ebenso melancholische wie unterhaltsame Geschichte. Charakterlich treffen wir zahlreiche Figuren, lernen neue kennen, begegnen bekannten wieder, erhaschen einen Eindruck von Amys Befinden und ihrer innigen Beziehung zu Nathan, die wohlige Schauer auslöst.
Doch wir bekommen auch einen Ausblick auf das, was in Band drei kommt: ein verzweifeltes Geheimnis!

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Veröffentlicht am 17.11.2023

Drei Sterne, weil es noch schlechter geht.

Sexy Rich Vampires - Blutige Versuchung
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„Sxy Rich Vampires“ – klang nach heißen Bltsaugern, Dekadenz und Gefahren.
EnemiesToLovers meets FakeDating, herrschaftlich-märchenhaft trifft auf Dunkelheit. …

„20 Chicken McNuggets zum Schleuderpreis“ ...

„Sxy Rich Vampires“ – klang nach heißen Bltsaugern, Dekadenz und Gefahren.
EnemiesToLovers meets FakeDating, herrschaftlich-märchenhaft trifft auf Dunkelheit. …

„20 Chicken McNuggets zum Schleuderpreis“ klingt, oberflächlich betrachtet, ja auch gut. Ist es übrigens nicht.
Obwohl 2023 die Vampire zurückkamen, gab es doch nur sehr wenige Storys, vor allem aus Publikumsverlagen, die mich wirklich überzeugen konnten – Spoiler „Bl*tige Versuchung“ gehört nicht dazu.

Meine Güte — die erste Hälfte ist von fragwürdigen, nicht nachvollziehbaren und unrealistischen Reaktionen wie Entscheidungen, von Naivität geprägt. Thea sieht und erfährt Dinge, unglaublicher, grausamer Natur, und — hinterfragt nichts, keine Zeit für Skepsis oder den eigenen, naturgegebenen Überlebensinstinkt. Nein, die junge Frau glaubt sofort, fügt sich und — passt auf, passt auf! — spürt augenblicklich eine Anziehung, ebenso wie Julian. Eine langsame Annäherung, eine greifbare emotionale Entwicklung blieb aus, dafür stolpert man öfter über „Jungfrau“ und den unbändigen Willen der zwanzig Jährigen, diese durch einen altertümlichen Vampir zu verlieren. Julians Ausdrucksweise war seinem Dasein und Stand angemessen, und damit schenkte die Autorin der Geschichte zumindest einen Hauch Ernsthaftigkeit.
Der komplette erste Teil der, nennen wir es einfach „Handlung“, drehte sich im Kreis, streifte sämtliche Teenie-Klischees, war unglaubwürdig und bot nichts Neues. In der zweiten Hälfte nahm das Tempo zumindest etwas Fahrt auf, brachte actionreiche, gefühlvolle und spannende Momente hervor, Fragen, die einer Antwort bedurften und eine Atmosphäre, in der Mystik und Verlangen knisterte. Der bildhafte, lockere Stil von Geneva Lee konnte mich jedoch, trotz der Einfachheit, ebenso überzeugen, wie die hier schlummernde Idee und so werde ich mir ältere Bücher der Autorin genauer anschauen.

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