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Franziska19

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2021

Für immer - oder doch nicht?

Biss zur Mittagsstunde (Bella und Edward 2)
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Bellas Traum scheint wahr geworden zu sein - sie ist mit Edward Cullen zusammen. Doch dann gewinnt seine Leidenschaft seine Oberhand und er kann seine Natur nur mit Mühe zügeln. Dies zeigt ihm auf, dass ...

Bellas Traum scheint wahr geworden zu sein - sie ist mit Edward Cullen zusammen. Doch dann gewinnt seine Leidenschaft seine Oberhand und er kann seine Natur nur mit Mühe zügeln. Dies zeigt ihm auf, dass Bella in seiner Nähe nie wirklich sicher sein kann. Und er trennt sich von ihr.
Für Bella bricht damit ihre Welt zusammen. Sie kann kaum noch am Alltag teilnehmen. Während alle weiter am Leben teilnehmen, steht ihre Welt still. Dann kommt Jacob zu ihr und schrittweise lässt sie ihn in ihr Leben und bekommt ihren Lebensmut zurück. Wird sie noch eine zweite Liebe finden oder wird sie für immer an Edward als ihrer einzigen Liebe festhalten?

Mir hat der erste Band um Ella und Edward sehr gefallen. Leider fand ich den zweiten Teil bei Weitem nicht so stark wie den ersten Teil. Vor allem den ersten Abschnitt des Buches fand ich sehr langatmig, bevor es dann wieder etwas lebhafter um Bella wird. Und der letzte Teil um Edward war mir auch zu dramatisch, sodass das Buch ingsesamt ein etwas eher inszinierten Charakter für mich bekommt. Ingsesamt ist die Geschichte um Bella jedoch immer noch lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 02.04.2021

Seelische Tiefs verstehen und überwinden

Depression und Burnout loswerden
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Das Buch ist ein guter Ratgeber, wenn man für sich selbst auf seelische Entdeckungsreise gehen und sich etwas gutes Tun möchte.
Zunächst wird unterschieden, welche Symptome eher auf ein Burnout schließen ...

Das Buch ist ein guter Ratgeber, wenn man für sich selbst auf seelische Entdeckungsreise gehen und sich etwas gutes Tun möchte.
Zunächst wird unterschieden, welche Symptome eher auf ein Burnout schließen lassen und welche Symptome für Depressionen oder depressive Verstimmungen schließen lassen. Im zweiten Teil wird dann relativ ausführlich dargestellt, welche Ursachen zu Burnout und Depressionen führen können. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass eine Bandbreite von möglichen Ursachen dargestellt wird und so die seelischen Beschwerden nicht nur eindimensional betrachtet werden. Abschließend werden dann noch Tipps & Tricks aufgeführt, die zur Überwindung der individuellen Krisen und Tiefs beitragen können. Vor allem die Strategien zur Überwindung von negativen Glaubenssätzen fand ich interessant.

Das Buch ist in einem sehr flüssigen Schreibstil verfasst, was dazu beiträgt, dass psychosoziale Schieflagen, deren Ursachen, Symptome aber auch tiefreichende und auf den ersten Blick wenige zu erkennende Auswirkungen auch für Laien verständlich werden. Das Buch gibt Anregungen wie man individuell auf eigene Stimmungen, Schwankungen oder auch Tieflagen reagieren kann, um sich selbst besser zu verstehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Spannung pur – aber anders als gewohnt

Ostseefalle
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Pia ist wieder im Einsatz – und das in ihrem sechzehnten Fall beim K1 in Lübeck. In einem alten Bauernhaus wird ein Totenschädel gefunden. Als sich die neuen Besitzer des Hauses in der Umgebung erkundigen ...

Pia ist wieder im Einsatz – und das in ihrem sechzehnten Fall beim K1 in Lübeck. In einem alten Bauernhaus wird ein Totenschädel gefunden. Als sich die neuen Besitzer des Hauses in der Umgebung erkundigen wird ihnen bewusst, dass es sich um den Schädel eines vor zehn Jahren verschwundenen und nie gefundenen Mädchens handeln könnte. Deswegen informieren sie die Polizei über ihren Fund, sodass Pia in die Ermittlungen einbezogen wird. Da es sich zunächst aber um einen möglicherweisen Cold-Case handelt, soll sie die Ermittlungen zunächst allein leiten. Einerseits freut Pia sich sehr, dass sie zum ersten Mal einen eigenen Fall von ihrem Vorgesetzten Manfred Rist zugesprochen bekommen hat. Andererseits bekommt sie aber kaum Unterstützung bei den Ermittlungen, sodass sie quasi wieder einmal auf sich allein gestellt ist. Und womit niemand gerechnet hat, läuft Pia damit direkt in eine gezielt geplante Falle….

Zu Beginn der Handlung ist der Leser wieder direkt im Geschehen: Pia bekommt einen neuen Fall und stürzt sich voller Eifer in die Nachforschungen. Nebenbei kümmert sie sich liebevoll um ihren Sohn Felix. Und auch Marten Unruh scheint wieder vermehrt in Pias Leben Platz zu finden. Er möchte sogar einen erneuten Vaterschaftstest durchführen, um zu überprüfen, ob Felix nicht doch sein Sohn ist. Geschickt werden auch hier von der Autorin Zweifel gesät, da aus Hinnerks Sicht Felix ganz anders zu sein scheint als er selbst.
Doch nach ca. einem drittel wird die ganze Handlung von der gestellten Falle in Anspruch genommen. So geraten die weiteren Handlungsoptionen wie die Beziehung von Pia und Marten, der offene Vaterschaftstest und der Cold Case zunächst ziemlich in den Hintergrund der Handlung. Allerdings ist die Spannung über den weiteren Verbleib von Pia kaum auszuhalten, sodass die Lesezeit nur so dahinfliegt. Zum Schluss werden die Fälle meiner Meinung nach gut miteinander verknüpft und es entsteht eine logische Erklärung. Allerdings erscheint mir das Motiv des Täters eher konstruiert und wenig nachvollziehbar.

Ich bin schlussendlich sehr zerrissen: Einerseits ist das Buch wie immer: tolle Spannung, verschiedene verdächtige Charaktere, verzwickte Geschichte und die Seitenstränge aus Pias Privatleben. Andererseits erscheint das Buch aber eher wie eine Zwischengeschichte zu einem weiteren Band, da viele Fragen offen bleiben und das Buch damit ganz anders endet als alle anderen Bücher: es ist diesmal nämlich kein abgeschlossener Fall, sondern bildet ein offenes Ende bei dem die Frage im Raum steht, ob Pia wohl je wieder ein normales Leben haben wird und weiter in Lübeck ermitteln kann.

Als Pia-Fan ist dieses Buch aber trotzdem ein MUSS.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Hart an der Grenze

Der Heimweg
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Ich habe bisher alle Fitzek-Bücher gelesen, man kann mich also schon als eine Art Fitzek-Fan bezeichnen. Jedes Jahr freue ich mich in der Winterzeit auf den neuen Thriller und auf Lesestunden voll beklemmender ...

Ich habe bisher alle Fitzek-Bücher gelesen, man kann mich also schon als eine Art Fitzek-Fan bezeichnen. Jedes Jahr freue ich mich in der Winterzeit auf den neuen Thriller und auf Lesestunden voll beklemmender Spannung - und zum Glück immer nachvollziehbaren Erklärungen und einem meist halbwegs guten Ende.

So habe ich mich auch auf "den Heimweg" gefreut. Das Thema hat mich sehr angesprochen, gerade in Corona-Zeiten hört man ja immer wieder davon, dass die Gewaltdelikte in der Familie in zahlenmäßig in die Höhe schnellen, aufgrund der Aktualität fand ich es deswegen gut, dass Sebastian Fitzek sich vorab schon mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.

Die Handlung des Buches umreist nur einen einzigen Abend bzw. einer Nacht - aber in dieser Nacht passiert so einiges.
Es geht um Klara, die einen letzten Selbstmordversuch unternimmt. Sie leidet unter der Gewalt ihres Ehemannes und wird von einem Serienmörder bedroht, der sie am nächsten morgen umbringen wird, wenn sie bis dahin nicht ihren Ehemann umgebracht hat - eine ziemliche Zwickmühle. Auf dem Weg zu ihrem Vorhaben telefoniert sie mit Jules, der einen Freund am Begleittelefon vertritt. Er versucht Klara von ihrem Selbstmordversuch abzubringen, bekommt aber zunehmend selbst Probleme, da anscheinend auch er nicht alleine zu Hause ist, sondern nocj jemand anderes....

Dieser neue Thriller hat alles, was die Handschrift des Autors prägt: interessante Charaktere, verwirrende Verstrickungen und Wendungen, einen unglaublichen Spannungsbogen und die gewohnten fiesen Cliffhänger am Ende jedes Kapitels. Allerdings waren die Schilderungen der Gewalterfahrungen, die Klara erleiden musste, hart an der Grenze des aushaltbaren. Zwischendurch musste ich das Buch für ein paar Tage aus der Hand legen, weil ich das gelesene erstmal verdauen musste.
Im Schlusswort geht der Autor darauf ein und schildert seine These, die diesem Buch zugrunde liegt: Gewalt offenbart den Charakter des Menschen, weil sie einen unmittelbar zum Handeln zwingt.
Dadurch erscheint die unvorstellbare Gewalt irgendwie logischer, dennoch hoffe ich sehr, dass sie fiktion bleibt und kein Mensch solch abscheuliche Brutalität erleiden muss.

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Veröffentlicht am 11.12.2020

Ganz anders und irgendwie besonders

Die Bücherdiebin
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"Die Bücherdiebin" beschreibt das Leben des jungen Mädchens Liesel Memminger, welches mit zehn Jahren in eine Pflegefamilie gegeben wird. Auf der Fahrt zu dieser Familie stirbt ihr kleiner Bruder. Das ...

"Die Bücherdiebin" beschreibt das Leben des jungen Mädchens Liesel Memminger, welches mit zehn Jahren in eine Pflegefamilie gegeben wird. Auf der Fahrt zu dieser Familie stirbt ihr kleiner Bruder. Das ist die erste Begegnung Liesels mit dem Tod. Noch ein paar Mal wird sie ihm begegenen, aber immer nur als Außenstehende, nicht als Beteiligte.
Der Tod ist es auch, der dem Leser von Liesels Leben berichtet. Wie sie Vertrauen zu ihrem Pflegevater findet, über die komisch-verschrobene-liebevolle Art ihrer Pflegemutter, über ihren Jugendfreund Rudi, den sie doch so gerne geküsst hätte, über das Fortschreiten das Nationalsozialismus, über die Judenverfolgungen, die Veränderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und den "Alltag" während des Krieges, über Hunger, die Notwendigkeit des Stehlens, und letztendlich die Macht der Worte.

Ich habe zu Beginn den Aufbau des Buches erst überhaupt nicht verstanden und es braucht ein wenig Geduld sich auf den Schreibstil einzulassen. Wenn es dem Leser aber gelingt, dann ist es ein absolut empfehlenswertes Buch, welches im ganz kleinen Rahmen über die Grausamkeiten des 2. Weltkrieges berichtet.

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