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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2026

Kein Mainstream

The Icebound Kingdom
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The Icebound Kingdom von Juno Reeves ist so ein Buch, das man aufschlägt und sofort merkt: Das hier läuft nicht nach Standard‑Romantasy‑Formel. Die Welt fühlt sich an wie ein Wintermärchen, das jemand ...

The Icebound Kingdom von Juno Reeves ist so ein Buch, das man aufschlägt und sofort merkt: Das hier läuft nicht nach Standard‑Romantasy‑Formel. Die Welt fühlt sich an wie ein Wintermärchen, das jemand mit einem dunkleren, erwachseneren Pinsel nachgezeichnet hat. Calispino, dieses Dorf im ewigen Eis, wirkt wie ein Ort, an dem jede Entscheidung Konsequenzen hat...das darf auch unsere Protagonistin am eigenen Leib erfahren.

Izra ist keine klassische Heldin, die zufällig in ein Abenteuer stolpert. Sie ist verletzt, und vor allem sehr unterschätzt. Als Yolando, der windgeborene Halbbruder des Dunklen Fürsten, ihr einen Deal anbietet, kippt die Geschichte in ein Spiel aus Täuschung, Macht und Anziehung. Nichts ist eindeutig, niemand ist wirklich vertrauenswürdig, und genau das macht es sehr interessant.

Intimität und Vertrauen werden zum zentralen Thema. Kontrolle und Einvernehmlichkeit sind ein Teil von Izras Identität und sie darf sich entwickeln und lernen, dass nichts ihr falsch ist.

The Icebound Kingdom ist kein Buch für Leser die es glattgebügelt mögen. Es ist für alle, die Lust auf etwas Unkonventionelles haben, auf eine Romantasy, die mutig genug ist, Grenzen zu verschieben und dabei trotzdem emotional zu bleiben. Wer genau das sucht, wird hier definitiv fündig, auch wenn das Ende nicht unbedingt endgültig scheint.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

3,5/5 Für mich leider etwas schwach

Oxen. Interregnum
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Es war ein schönes Gefühl, Niels Oxen und Co. wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten, doch dieses Mal bin ich zwiegespalten. Jensen beherrscht sein Handwerk ohne Frage und sein Schreibstil mag ich ...

Es war ein schönes Gefühl, Niels Oxen und Co. wieder bei ihren Ermittlungen zu begleiten, doch dieses Mal bin ich zwiegespalten. Jensen beherrscht sein Handwerk ohne Frage und sein Schreibstil mag ich sehr, doch die Geschichte selbst konnte mich nicht ganz abholen.

Der Erzählton war sehr ruhig, wodurch mir die typischen Thriller-Elemente und der gewohnte Nervenkitzel fehlten. Das führte leider zu einigen Längen. Zudem ist dieser Band definitiv nichts für Quereinsteiger: Ohne Vorwissen aus den Vorgängern wird es an vielen Stellen verwirrend.

Für mich insgesamt ein schwächerer Teil der Reihe. Atmosphärisch gut, aber leider mit zu wenig Drive.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Game Changers Reihe: der Name ist Programm

Heated Rivalry
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Ich habe schon früher M/M Romance gelesen, aber dieses Buch hat alles verändert. Seitdem lebe ich quasi im „Cottage“! Anders kann ich es gar nicht ausdrücken.

​Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich anfangen ...

Ich habe schon früher M/M Romance gelesen, aber dieses Buch hat alles verändert. Seitdem lebe ich quasi im „Cottage“! Anders kann ich es gar nicht ausdrücken.

​Eigentlich weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Es ist nicht der Schreibstil, der mich umgehauen hat, obwohl er schon flüssig ist. Es ist auch nicht der gottlose Smut wobei ich zugeben muss, dass ich gestaunt und vielleicht sogar das eine oder andere gelernt habe.

Es ist das, was dazwischen liegt.

Es ist die heimliche Sehnsucht, die gestohlenen Blicke und die flüchtigen Momente über all die Jahre hinweg. Jahre! Es ist das zerbrechliche Glück, das sich die beiden am Rande ihrer Karrieren erkämpfen. Und es sind die Augenblicke, in denen beide erkennen, dass zwischen ihnen so viel mehr existiert als nur verbotener S*x zwischen Rivalen.

Rozanov und Hollander sind für mich das, was ich Liebe nenne. Die Geduld zu warten, zu hoffen, sich zu arrangieren. Gleichzeitig ist es unfassbar aufwühlend, genau diese Zurückhaltung mitzuerleben. Weil es so tiefgreifend unfair ist.

Aber wie Mama Hollander sagt:
»Wir haben ein Problem, also lösen wir es!« Und ich kann The Long Game kaum abwarten.

Oh wie ich dieses Buch Liebe! Rachel Reid, danke dafür.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Dunkle Geheimnisse und Vintage Vibes

Society of Death. Von Rache verführt
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Society of Death wirft seine Leserinnen mitten hinein ins Jahr 1875, in eine Welt voller gesellschaftlicher Schranken, geheimer Bruderschaften und tödlicher Intrigen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die ...

Society of Death wirft seine Leserinnen mitten hinein ins Jahr 1875, in eine Welt voller gesellschaftlicher Schranken, geheimer Bruderschaften und tödlicher Intrigen. Im Zentrum stehen zwei Figuren, die kaum unterschiedlicher sein könnten und deren Ungleichgewicht das Buch zugleich reizvoll und frustrierend macht.

Kommen wir zu Victoria. Eine ​Frau gegen die Welt. Ihr Traum, Medizin zu studieren, prallt an den Mauern einer Zeit ab, die Frauen lieber schweigen sieht. Doch sie trotzt, kämpft, forscht und trägt die emotionale Seite der Geschichte. Als ihr Bruder stirbt, ist ihre Entschlossenheit das Rätsel um seinen Tod zu lösen der Motor des Romans und hat mich trotz meiner Peobleme mit dem männlichen Charakter dran bleiben lassen.

Denn Emery ist… schwierig. Für die Anerkennung einer zweifelhaften Bruderschaft unterzieht er sich Ritualen, die mehr nach Selbstverleugnung als nach Charakterstärke klingen. Sein fehlendes Rückgrat machte ihn schwer erträglich, und dennoch nimmt sein Erzählstrang enorm viel Raum ein.

​Und während Emery immer tiefer in die Bruderschaft abrutscht, beginnt Victoria, genau diese Strukturen zu hinterfragen und zu durchleuchten. Beide bewegen sich auf denselben Abgrund zu, aber seltsam aneinander vorbei.
Ihre Verbindung blieb für mich blass und machte es mir schwer, die romantische Komponente ernst zu nehmen.

Trotzdem hat das Buch etwas Seltsames, das einen festhält. Dunkle Geheimnisse, ein Mord, eine moralisch fragwürdige Bruderschaft und der verträumte, leicht vintage angehauchte Schreibstil macht das Ganze überraschend atmosphärisch. Man liest weiter, weil man Antworten braucht und wissen will, wie tief diese Schatten wirklich reichen. Und genau das macht Society of Death spannender, als man anfangs erwartet.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Crazy, unerwartet, gut

Pen Pal
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Eines vorab: Die meisten haben Recht! Vergesst den Klappentext. Er lässt uns etwas völlig anderes vermuten, also lasst euch davon nicht lenken oder erst recht, nur um am Ende wo ganz anders zu landen. ...

Eines vorab: Die meisten haben Recht! Vergesst den Klappentext. Er lässt uns etwas völlig anderes vermuten, also lasst euch davon nicht lenken oder erst recht, nur um am Ende wo ganz anders zu landen. Mehr kann und will ich eigentlich gar nicht verraten, denn durch dieses Buch muss man einfach selbst durch.

Hier ist mein Fazit:
Der Grusel (später im Buch): 5 Sterne. Es gab Momente, da hatte ich richtig Gänsehaut.
Der Plot-Twist: Mindestens 4 Sterne. Damit habe ich so nicht gerechnet.
Der Spice: 3 Sterne. Es gab ordentlich „Bums und Wums“ und für mich war es am Ende fast ein bisschen zu viel des Guten. Aber schwamm drüber, das Gesamtpaket stimmt.

Es war eine interessante Reise durch alle Hürden, aber ich bereue nichts. Wer es düster mag, viel Spice verträgt und sich auf einen Mix aus Paranormal-Thriller und Dark Romance einlassen will (das am Ende doch irgendwie aus der Reihe tanzt): Tut es.

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