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Frosch31

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2022

Erschreckend

Denk ich an Kiew
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Der Klappentext und die Leseprobe haben mich in keinster Weise auf das vorbereitet was ich dann wirklich zu lesen bekommen habe.
Ein schönes Cover mit den Weiten der Kornfelder der Ukraine und ein Klappentext ...

Der Klappentext und die Leseprobe haben mich in keinster Weise auf das vorbereitet was ich dann wirklich zu lesen bekommen habe.
Ein schönes Cover mit den Weiten der Kornfelder der Ukraine und ein Klappentext der einen kurzweiligen Roman über eine Kindheit in der Ukraine der 1930er Jahre versprach. Bekommen habe ich ein Buch, das sich ein Thriller-Autor nicht besser hätte ausdenken können. Absolut erschreckend und leider wahr.
Ich dachte ich wüsste viel, da ich geschichtlich sehr interessiert bin; ich wusste auch von den "Hungermorden" von Stalin, aber eine deratige Geschichte in Form eines Romans so hautnah mitzuerleben hat mich aufgrund des realitätsnahen Erzählstils der Autorin sehr berührt und betroffen gemacht. Es ist definitiv ein Buch das noch lange in mir nachhallen wird.

Die Autorin erzählt zum einen die bewegende Geschichte von Katja, die in der Ukraine aufwächst, die Schreckensherrschaft von Stalin in der Ukraine überlebt und dann in die USA emigriert. Zum anderen erzählt sie aber auch die Geschichte von Cassie, der Enkeltochter von Katja. Im Vordergrund der Geschichte wird aber das Leben von Katja sehr emotional dargestellt, das Leben von Cassie hingegen etwas oberflächlich.

Alles in allem ist es ein mehr als lesenswertes Buch was ich jedem der etwas geschichtlich interessiert ist nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 17.08.2022

Der Tod kommt gar nicht leise

Holly im Himmel
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Das Buch hat mit seinem schön gestalteten Cover und dem interessant klingenden Klappentext sowohl das Interesse von mir als auch das meiner Enkeltochter geweckt. Versucht es doch Kindern das schwierige ...

Das Buch hat mit seinem schön gestalteten Cover und dem interessant klingenden Klappentext sowohl das Interesse von mir als auch das meiner Enkeltochter geweckt. Versucht es doch Kindern das schwierige Thema des Todes zu erklären. Leider bleibt es meist bei dem Versuch.
Holly, die Hauptprotagonistin, läuft nach einem Streit mit der Mutter auf die Straße und wird dort von einem Lieferwagen überfahren und verstirbt. Nach ihrem Tod kommt sie in den Himmel und "erlebt" dort mit ihrer neu gefundenen Freundin Frida richtige Abenteuer; sie kehren sogar zur Erde zurück um Hollys Familie zu besuchen. Dem Tod wird durch diese Abenteuerhandlungen mit teilweise verstördend dargestellten Engeln eine gewisse Leichtigkeit mit wenig Tiefe verliehen. Es kommt irgendwie das Gefühl auf, dass nicht nur das Leben, sondern auch der Tod ein Spaß ist.

Die Geschichte kommt definitiv nicht so rüber wie ich es mir erwartet hatte und ich werde meiner Enkeltochter dieses Buch erst einmal nicht zum lesen geben zumal zusätzlich der Schreibstil etwas holprig ist.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Skandinavisch düster

Das Haus der stummen Toten
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Es war für mich das erste Buch der Autorin, aber sowohl das minimalistische Cover als auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin schreibt ...

Es war für mich das erste Buch der Autorin, aber sowohl das minimalistische Cover als auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin schreibt sehr flüssig und ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen, da immer eine gewisse Spannung aufgebaut war die man ungern durch ein Leseunterbrechung brechen wollte.
Der Hauptteil des Buches spielt in der Gegenwart, doch müssen immer wieder kleine Ausflüge in die Vergangenheit unternommen werden welche aber dazu dienen verschiedene Handlungen der Protagonisten nachvollziehen zu können - für mich sehr gut gelöst da alles in sich schlüssig bleibt.
Die Geschichte hat alles was in einen guten Krimi gehört: Mord, Spannung, Psychologie und die für Skandinavienkrimis typische Düsternis aber alles glaubwürdig.

Das Ende des Buches hat mich sehr überrascht - ist aber mehr als gelungen; es war in dieser Art in keinster Weise vorhersehbar.

Es ist ein Skandinavienkrimi - immer ein bisschen mysteriös und düster und wer diese Art Krimis liebt wird nicht an diesem vorbeikommen. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.03.2022

Nicht nur ein Krimi

Ein Giro in Triest
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Das Buch wird als Krimi deklariert, aber es ist viel mehr.
Einen Tag bevor das Thronfolgerpaar in Sarajevo ermordert wird und der 1. Weltkrieg damit seinen Anfang nimmt wird ein junger Kriminalkommissar ...

Das Buch wird als Krimi deklariert, aber es ist viel mehr.
Einen Tag bevor das Thronfolgerpaar in Sarajevo ermordert wird und der 1. Weltkrieg damit seinen Anfang nimmt wird ein junger Kriminalkommissar zu einem Mord gerufen; oder war es vielleicht doch ein Selbstmord? Das gilt es zu ergründen. Bei dem ermittelnden Kommissar handelt es sich um einen jungen Deutsch-Italiener im Dienste der k. und k.-Monarchie der mit seinen Eltern und der jüngeren Schwester von der Metropole Wien in das beschauliche Triest gezogen ist und dort seine ersten Ermittlungen als junger Ispettore anstellt. Dabei schwimmt er mit seinen neuen und innovativen Ideen/Ermittlungsansätzen oftmals gegen den Strom. Sowohl gegenüber seinen Vorgesetzten als auch seinem Elternhaus. Am revolutionärsten aber ist, dass er seiner Leidenschaft dem Radfahren fröhnt und an einem Radrennen teilnehmen möchte - eine wahrlich unanständige Sache in der damaligen Zeit. Bei seinen Ermittlungen zu dem Mord/Selbstmord deckt er Komplotte und Machenschaften bis in die höchsten Kreise auf.
Das Buch ist schön flüssig geschrieben wobei man wunderbar in die damalige Zeit eintauchen kann da es auch das Alltagsleben der damaligen Zeit anschaulich wiedergibt.
Der Schluss hat mich etwas verwundert, passt aber wunderbar zu dem Buch und wird hier nicht verrraten.

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Veröffentlicht am 24.02.2022

Seedrachenabenteuer

Sea Monsters – Ungeheuer weckt man nicht (Sea Monsters 1)
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Schon das wunderschön gestaltete Cover verspricht einen tollen Lesegenuss für die kleinen Leser; und da es sich ja um die kleinen Erstleser handelt sind noch ein paar schöne Bilder illustriert. ...

Schon das wunderschön gestaltete Cover verspricht einen tollen Lesegenuss für die kleinen Leser; und da es sich ja um die kleinen Erstleser handelt sind noch ein paar schöne Bilder illustriert. Genau in der richtigen Menge um sich das gelesene noch leichter vorstellen zu können. Die Geschichte des kleinen Finn der auf einer Insel lebt und aufgrund einen Schwimmunfalls Angst vor dem Wasser hat wird kindgerecht erzählt. Als eine neue Mitschülerin auf die Insel zieht muss diese eine Mutprobe ablegen. Diese Mutprobe hat allerdings Folgen für die gesamte Insel. Unbeabsichtigt wecken die Kinder einen Seedrachen welcher das Leben auf der Insel durcheinanderwirbelt. Einzig Finn freundet sich mit dem Drachen an. Mit Hilfe der Vorfahren der Kinder, einem kauzigen Kapitän und den Inselbewohnern gelingt es dennoch die Insel zu retten.
Es geht um Abenteuer, Angstüberwindung, Zusammenhalt und das Gute in der Welt. Die Kapitel sind schön kurz gehalten udn lassen sich schön flüssig lesen.

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