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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2022

Spannender Krimi mit wahrem Hintergrund

Raue Havel
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Dieser mittlerweile 6. Band um Toni Sanftleben hat mir außerordentlich gut gefallen. Der flüssige Schreibstil mit den gekonnten Sprüngen aus der Gegenwart in die Vergangenheit nach dem zweiten Weltkrieg ...

Dieser mittlerweile 6. Band um Toni Sanftleben hat mir außerordentlich gut gefallen. Der flüssige Schreibstil mit den gekonnten Sprüngen aus der Gegenwart in die Vergangenheit nach dem zweiten Weltkrieg fesselte mich von Anfang an. Ein scheinbar zufälliger Mord stürzt Toni gemeinsam mit Kollege Phong in aufregende und gefährliche Recherchen, bei denen auch die Angehörigen in Gefahr geraten. Intrigen, Geheimdienste, infiltrierte Behörden machen die Ermittlungen nicht gerade einfach. Am Schluss des Buches werden aber alle vorher ausgelegten Fäden wieder zu einem großen und ganzen Bild verwoben.


Da Tim Pieper hier wahre Begebenheiten aus den Nachkriegsjahren verarbeitet hat, werde ich mir bestimmt noch die Gedenkstätte in Potsdam ansehen und mich mit dem Wissen aus diesem Buch dort ein wenig gruseln...

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Hier hat ein jeder sein Päckchen zu tragen...

Niederrheinische Glut
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Ich kenne zwar den ersten Teil noch nicht, kam aber trotzdem gut in die Geschichte hinein. Die sehr eigenwillige, zum Teil extrem launische und unkonzentrierte Johanna und ihr durch den Tod seines Vaters ...

Ich kenne zwar den ersten Teil noch nicht, kam aber trotzdem gut in die Geschichte hinein. Die sehr eigenwillige, zum Teil extrem launische und unkonzentrierte Johanna und ihr durch den Tod seines Vaters etwas traumatisierter Partner Axel sollen gemeinsam die Entführung des alten, unsympathischen Herrn Bredenscheid lösen. Als Leser erfährt man schon im Prolog, dass der Ursprung der Entführung in der Vergangenheit liegt, das Ermittlerteam dagegen tappt lange im Dunkeln.

Herrlich schmunzeln musste ich über die Nebenfigur Justin, dessen einziger Lebensinhalt daraus zu bestehen scheint, seiner Freundin Geschenke zu machen. Die Sprache dieses 21jährigen und auch das eigentlich noch pubertierende Verhalten der Beiden war herrlich zu lesen.

Insgesamt kam dieser Krimi ohne große Brutalität und Grausamkeiten aus, sieht man mal von der Vergangenheit im Kinderheim ab, die mich doch ganz schön entsetzt hat. Somit hatte ich auch wenig Mitgefühl mit dem entführten Herrn...

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Die Familiensaga geht genauso wundervoll weiter wie der erste Teil!

Zeiten der Sehnsucht
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Ich habe beide Bände direkt nacheinander gelesen, weshalb ich besonders tief in die Geschichte eingetaucht bin. Waren mir die Geschwister Antonia, Carla und Leo (okay, der weniger) schon beim ersten Band ...

Ich habe beide Bände direkt nacheinander gelesen, weshalb ich besonders tief in die Geschichte eingetaucht bin. Waren mir die Geschwister Antonia, Carla und Leo (okay, der weniger) schon beim ersten Band ans Herz gewachsen, habe ich hier deren Werdegang wieder mit Begeisterung verfolgt. Erzählt wird auch immer mehr von deren Kindern, die ebenfalls versuchen, sich in ihrem Leben zu behaupten.
Der Bürgerkrieg machte damals das Leben auf Mallorca nicht leicht, viele Menschen auf dem Land konnten sich kaum das tägliche Essen leisten. Importe waren so gut wie unmöglich und die Nazis machten sich auch langsam auf der Insel breit. So mussten sich sowohl Carla und Franzisco als auch Leo und Alba überlegen, ob sie mit den Deutschen zusammenarbeiten oder alles verlieren.
Antonia dagegen geht es auf Kuba relativ gut, nachdem sie und Federico sich dem Trust widersetzt hatten und auch ihre vier Kinder leiden keine Not.
Ohne jetzt zuviel von der Geschichte zu verraten, kann ich nur sagen, das Lesen lohnt sich! Es gibt immer wieder spannende Augenblicke, traurige Stellen aber auch glückliche Momente und die Protagonisten sind so wunderbar beschrieben, dass man sich beim Lesen gut hineinfühlen kann.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Schöner Auftakt

Zeiten des Wandels
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Ein sehr schön geschriebenes Buch über eine Weinbauernfamilie aus Mallorca in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Familie Delgado hat vier Kinder, deren weiterer Lebensweg hier geschildert wird. Die älteste ...

Ein sehr schön geschriebenes Buch über eine Weinbauernfamilie aus Mallorca in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg. Familie Delgado hat vier Kinder, deren weiterer Lebensweg hier geschildert wird. Die älteste Tochter Antonia wandert mit ihrem frisch angetrauten Mann Mateo und vier Weinstöcken nach Kuba aus, um dort Wein anzubauen. Der älteste Sohn möchte lieber Fischer als Weinbauer werden, die zweite Tochter Carla unterstützt die Eltern als Arbeiterin in einer Schuhfabrik. Nur der jüngste Sohn Leo würde allzu gern in die Fußstapfen seiner Eltern treten, die allerdings nach einigen schweren Jahren vom Weinbau auf Aprikosen und Mandeln umschwenken.

Im Laufe des Buches werden nun die Wege der vier Kinder geschildert, die leider nicht für alle gut verlaufen. Sowohl auf Kuba als auch auf Mallorca liegen Freud und Leid immer sehr dicht beieinander.

Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen, da sie flüssig geschrieben ist und einige interessante Charaktere hat. Auch habe ich so ganz nebenbei mein geschichtliches Wissen ergänzt, was beim Lesen natürlich immer sehr angenehm ist.

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Bewegende Geschichte

Zwischen zwei Welten
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In diesen Roman, der 1844 in Schlesien beginnt, bin ich nicht sofort eingestiegen. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich an den zum Teil sehr blumigen und manchmal umständlichen Stil zu gewöhnen. Dann ...

In diesen Roman, der 1844 in Schlesien beginnt, bin ich nicht sofort eingestiegen. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich an den zum Teil sehr blumigen und manchmal umständlichen Stil zu gewöhnen. Dann hat es mich aber voll gepackt und ich war hellauf begeistert von der jungen Elise mit ihrer tollen Hündin und Stute. Die Beschreibungen vom Umgang der drei miteinander hat mich fasziniert. Aber auch sonst hat mir Elise sehr gut gefallen, da sie im Umgang mit ihren Mitmenschen egal welchen Standes sehr oft den richtigen Ton getroffen hat.

Gefallen hat mir auch die alte Tante Auguste, die mit ihrer unnachahmlichen Art viel zum Lesevergnügen beigetragen hat.

Am Ende des Buches bleibt noch einiges offen, was ich eigentlich nicht so gerne mag, aber trotzdem musste ich hier 5 Sterne vergeben, weil die Geschichte einfach schön war. Da muss ich halt auf den zweiten Teil warten...

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