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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2020

Träume

Miss Bensons Reise
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Margery Benson hatte mal einen Lebenstraum: als ihr Vater ihr als Kind von dem goldenen Käfer in Neukaledonien ein Bild in einem Buch gezeigt hatte, wollte sie den Käfer unbedingt in der Realität sehen. ...

Margery Benson hatte mal einen Lebenstraum: als ihr Vater ihr als Kind von dem goldenen Käfer in Neukaledonien ein Bild in einem Buch gezeigt hatte, wollte sie den Käfer unbedingt in der Realität sehen. Doch das Leben kam dazwischen und dieser Kindheitstraum geriet erstmal viele Jahre in Vergessenheit. Bis er sich wieder in den Vordergrund drängt und Margery sich auf den Weg macht. Als Assistentin begleitet sie ausgerechnet Enid Pretty - auf den ersten Blick könnte kaum eine unpassender sein. So die Ausgangslage. Rachel Joyce konnte mich auch mit ihrem neuen Buch wieder einmal fesseln und auf eine abenteuerliche Reise mit starken Frauengestalten schicken. Das Gefühlsspektrum reichte von Trauer und Trauma hin zu Forscherdrang und Freundschaft und schickt uns auf eine tolle Reise ins Jahr 1950. Neben einer tollen Geschichte auch wieder ein wunderbarer Schreibstil.

Veröffentlicht am 19.12.2020

Unendlich

Unendlich funkenhell
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Amy Evans ist 17 Jahre alt und lebt seit dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrer Tante in London. Da sie früher schon öfter bei der Tante war, kennt sie ihre beste Freundin Jill schon länger und ...

Amy Evans ist 17 Jahre alt und lebt seit dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrer Tante in London. Da sie früher schon öfter bei der Tante war, kennt sie ihre beste Freundin Jill schon länger und nun gehen sie auch gemeinsam auf die Saint Michael Schule, eine Schule, die sich die Mutter eigentlich nicht leisten kann, aber die die Tante bezahlt. Auf einem Schulausflug auf die Tower Bridge stößt sie mit dem geheimnisvollen Louis zusammen und dabei stieben wortwörtlich die Funken, zumindest Amy sieht diese. Doch der Junge reagiert eher abweisend und unfreundlich. Doch was Amy bei dieser Begegnung gesehen hat vor ihrem inneren Auge, das hat sie doch schon mal gezeichnet. Überhaupt scheinen ihre Zeichnungen, die sie wie aus einem inneren Drang heraus zeichnet, eine tiefere Bedeutung zu haben. Schon bald lernt sie in der Schule auch Nathan kennen, der größte Konkurrent von Louis. Das erste Drittel des Buches zog sich meiner Meinung nach zu sehr und alles wies auf eine klassische Dreierbeziehung hin. Doch das besserte sich später zum Glück und es gab ein paar Überraschungen.

Veröffentlicht am 18.12.2020

Abschluss

Shadow Tales - Die dunkle Seite der Sonne
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Fortsetzung und Abschluss der Dilogie um Lelani. Wenn man bei dieser Reihe die Ansprüche nicht zu hoch setzt, dann ist das Buch durchaus unterhaltsam und rasch zu lesen. Allerdings war mir persönlich die ...

Fortsetzung und Abschluss der Dilogie um Lelani. Wenn man bei dieser Reihe die Ansprüche nicht zu hoch setzt, dann ist das Buch durchaus unterhaltsam und rasch zu lesen. Allerdings war mir persönlich die Protagonistin oftmals einfach zu naiv und die Geschichte auch zu vorhersehbar. Wer noch nicht so viele Bücher aus dem Genre gelesen hat, wird sich sicherlich besser unterhalten fühlen. Das Ende gefiel mir auch nicht so gut, aber nun ja, auch da gehen die Ansichten auseinander. Nicht schlecht, aber da ist definitiv noch Luft nach oben.

Veröffentlicht am 18.12.2020

Tolle Fortsetzung

Stormsong
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Während der erste Band aus der Sicht von Miles geschrieben wurde, wird dieser nun aus der Perspektive seiner Schwester, Dame Grace Hensley geschrieben. Seit dem Ende des letzten Bandes ist noch nicht viel ...

Während der erste Band aus der Sicht von Miles geschrieben wurde, wird dieser nun aus der Perspektive seiner Schwester, Dame Grace Hensley geschrieben. Seit dem Ende des letzten Bandes ist noch nicht viel Zeit vergangen. Grace ist eine so genannte "Sturmsängerin", was jedoch nur die anderen Sturmsänger wissen. Aeland wird von schlimmen Winterstürmen heimgesucht. Außerdem ist die Ätherenergie nach der Aktion von ihr und Miles weggefallen und die Menschen leiden Not; warum der Äther nicht mehr da ist, ist jedoch nicht allgemein bekannt. Ich brauchte ein wenig, um mich wieder einzulesen und mich zu erinnern, vor allem wegen des Perspektivwechsels, aber dann hat mich die Geschichte wieder ganz in ihren Bann gezogen. Wir erfahren hier mehr über die Amarenthine und auch über den vergangenen Krieg und über die Regierung von Aeland. Es gibt auch einige neue Charaktere, allen voran Avia Jessup, die "rasende Reporterin". C.L. Polk hat mich wieder in ihre winterliche Welt versetzt, deren Funktionsweise ich nun auch besser verstehen konnte. Das Ende, ja, das Ende ist - wie bei Teil 1 - ein gewisser Abschluss oder eher "Öffner" für die Fortsetzung, denn es hört wieder an so einem spannenden Punkt auf. Tolle Welt, interessante Geschichte.

Veröffentlicht am 17.12.2020

Emotional

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Ein sehr emotionaler Auftaktband, der sich mit einer Kinderklinik zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt, eine aufregende und neue Zeit für Krankenhäuser. Der Beginn ist schon sehr traurig. Nachdem ...

Ein sehr emotionaler Auftaktband, der sich mit einer Kinderklinik zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt, eine aufregende und neue Zeit für Krankenhäuser. Der Beginn ist schon sehr traurig. Nachdem erst so schön der sechte Geburtstag von Marlene gefeiert wird, stirbt die Mutter bereits ein paar Stunden später und Marlene und ihre kleine Schwester Emma sind Waisen. Sie fliehen in die Hauptstadt Berlin, um dem Waisenhaus zu entkommen, was jedoch nicht gelingt, wie wir aus der Rückschau erfahren. Dann gibt es einen großen Zeitsprung und die beiden Schwestern dürfen ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwestern in der Klinik Weißensee beginnen. Welch aufregende Zeiten! Nicht nur für Marlene und Emma, sondern auch für uns als Leser, die hier gute Einblicke in die Ausbildung und die Funktionsweise der Klinik erhalten. Aber auch über die Rolle der Frau und die allgemeine politische Situation erfährt man hier - gut eingebunden in das Romangeschehen - so einiges. Ich fand es gut, dass die beiden Schwestern so unterschiedlich sind und habe immer mitgefiebert, ein wenig mehr noch mit Marlene, die eindeutig im Mittelpunkt steht. Toller Schreibstil, tolle Geschichte - ich freue mich schon auf die Fortsetzung.