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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2017

Mord auf Amrum

Küstenmorde
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In einer stürmischen Herbstnacht wird ein Mann brutal ermordert; erhängt am Quermarkenfeuer. Als die Polizei seine Frau benachrichtigen möchte, wird auch sie ermordet aufgefunden.
Kommissar John Benthien ...

In einer stürmischen Herbstnacht wird ein Mann brutal ermordert; erhängt am Quermarkenfeuer. Als die Polizei seine Frau benachrichtigen möchte, wird auch sie ermordet aufgefunden.
Kommissar John Benthien übernimmt die Ermittlungen. Er lebt auf Sylt oder aber in Flensburg bei seinem Vater, kennt sich auf den Inseln also gut aus. Schon bald gibt es einen ersten Kreis an Verdächtigen, doch so einfach sind die Ermittlungen nicht. Am Ende gibt es dann noch weitere Überraschungen.
Ein guter Inselkrimi mit viel Nordseeflair, eine gute Einführung in ein neues Ermittlerteam, das mein Interesse auf die weiteren Bände geweckt hat.

Veröffentlicht am 07.07.2017

Gute Jugendfantasy

Chosen 1: Die Bestimmte
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Emma kennt ihren Vater nicht und ihre Mutter bringt ihr schon früh bei, anderen Menschen nicht zu trauen und ihre Gabe zu verbergen, vor allen. Emma ist eine Emotionentaucherin, was bedeutet, dass sie ...

Emma kennt ihren Vater nicht und ihre Mutter bringt ihr schon früh bei, anderen Menschen nicht zu trauen und ihre Gabe zu verbergen, vor allen. Emma ist eine Emotionentaucherin, was bedeutet, dass sie die Gefühle anderer Menschen spüren kann. Doch dann geschieht etwas Tragisches und in der Folgezeit wird ihr Leben komplett umgekrempelt. Auf einmal taucht ihr Vater auf und nimmt sie mit nach Irland, wo sie auf eine Schule mit angeblich Hochbegabten geht, doch das sind auch alles Schüler mit besonderen Begabungen.
Doch kann sie ihrem Vater trauen? Und was ist mit Aidan, der bei ihrem Vater statt bei seinen Eltern lebt? Doch das allein ist nicht genug, denn es gibt Spannungen und Anfeindungen zwischen zwei rivalisierenden Gruppen.

Dieses Buch scheint die Leser zu teilen, entweder man mag es, oder eben nicht. Mir gefiel das Buch, das sicherlich auch eine Liebesgeschichte beinhaltet, doch nicht nur und diese steht auch nicht ständig im Mittelpunkt. Hier geht es um unterschiedliche Grundeinstellungen, um den Gebrauch bzw. Missbrauch von Macht und besonders der letzte Teil ist sehr actionreich. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.
Ein guter Schreibstil und interessante Protagonisten runden die Geschichte ab.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Moralisch nicht immer ganz einwandfrei

Ich bin die Nacht
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Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; ...

Francis Ackerman junior ist ein Serienkiller, der bisher noch nicht gefasst wurde. Denn er wurde seit seiner Kindheit dazu ausgebildet. Wer macht so etwas und warum? Für Ackerman ist es immer ein Spiel; er gibt seinen Opfer aber entweder die sprichwörtliche Wahl zwischen „Pest und Cholera“ oder aber er stellt Aufgaben, von denen er sich sicher ist, dass seine Opfer sie nicht schaffen werden. Denn er betont immer wieder, dass er noch nie verloren hat.
Der Leser erfährt dies aus der Perspektive Ackermans, vorher jedoch gibt es einen Einblick in die Sicht der zukünftigen Opfer.
Die zweite Hauptperspektive ist die von Marcus William, einem ehemaligen Polizisten, der eine Farm von seiner Tante geerbt hat und schon an seinem ersten Abend in Asherton in eine Schlägerei gerät, weil er die Tochter des Sheriffs verteidigt.
Bald schlägt Ackerman in Asherton zu und William wird in die Ereignisse verwickelt.

Eine Buch, das brutal ist, mit vielen Morden an Unschuldigen, das spannende Einsichten in die Perspektive eines Serienmörders bietet und das oftmals Moralvorstellungen beinhaltet, die den meinen nicht entsprechen. Manchmal war es mir zu "amerikanisch". Aber auch ein Buch, dass es schafft, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, zum Nachdenken anregt und in dem bis zum Ende viel passiert, manch eine Wendung erahnbar, andere zumindest für mich nicht in dem Ausmaße vorhersehbar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.07.2017

Trifft nicht meine Erwartungen

Liebe wird überschätzt
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In acht Kurzgeschichten erzählt uns die Autorin Valeria Parrella Geschichten über die Liebe oder das Fehlen der Liebe, ganz unterschiedliche Arten werden hier aufgegriffen.
Eine schöne Idee und die erste ...

In acht Kurzgeschichten erzählt uns die Autorin Valeria Parrella Geschichten über die Liebe oder das Fehlen der Liebe, ganz unterschiedliche Arten werden hier aufgegriffen.
Eine schöne Idee und die erste Geschichte über eine Familie, in der nicht alles so ist, wie es scheint und es sich dann auch noch ganz überraschend entwickelt, weil die Familienmitglieder mehr von den anderen wissen als erst gedacht.
Die Geschichte über den Gefangenen fand ich sehr philosophisch und zum Nachdenken anregend.
In weiteren Geschichten geht es unter anderem um eine Nonne oder aber um eine Frau, die lernt, wie man richtig guten Fisch erkennt (diese Geschichte gefiel mir persönlich überhaupt nicht).
Zwei der Geschichten konnten mich überzeugen, die anderen sind nicht hängengeblieben und haben mich zum Teil sogar gelangweilt, weil sie für Kurzgeschichten nicht prägnant genug waren.

Veröffentlicht am 04.07.2017

Guter Elsass-Krimi

Elsässer Versuchungen
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Major Jules Gabin ist Leiter der Gendarmerie von Rebenheim, einem beschaulichen Ort im Elsaß mit schönen Fachwerkhäusern und viel Gastronomie. Nun hat sich dazu noch der (ehemals) berühmt Schauspieler ...

Major Jules Gabin ist Leiter der Gendarmerie von Rebenheim, einem beschaulichen Ort im Elsaß mit schönen Fachwerkhäusern und viel Gastronomie. Nun hat sich dazu noch der (ehemals) berühmt Schauspieler Rocca dazu entschieden, sich seinen Alterswohnsitz in der Heimat zu suchen.
Alles könnte so schön sein, wenn da nicht die Leiche eines deutschen Geologen wäre, die im Rhein gefunden wurde. Die Untersuchungen soll eigentlich die Police Nationale übernehmen, aber Jules Gabin erhält einen Anruf vom Präfekten persönlich, sich um die Lösung des Falles zu kümmern. Schnell kommt er dahinter, dass der Tote auf der Suche nach Rheingold war. Ist er deshalb getötet worden? Oder steckt mehr dahinter?

Ein toller Regionalkrimi mit viel Elsass-Flair, gewürzt mit französischen Begriffen, die die Sehnsucht noch verstärken. Liebevoll ausgearbeitete Protagonisten bis hin zu den Nebenrollen wie dem Storch Gaston oder der Pensionswirtin, die ihren ehemaligen Mieter Gabin immer noch mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgt. Der rote Faden zieht sich durch das Buch, welches angenehme Lesestunden bietet.