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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2017

Digby-Chaos

Digby #01
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Zoes Eltern haben sich getrennt und sie zieht mit ihrer Mutter in eine Kleinstadt. Dort ist vor ungefähr einem Monat eine Jugendliche verschwunden und vor vielen Jahren ist schon mal ein Mädchen verschwunden, ...

Zoes Eltern haben sich getrennt und sie zieht mit ihrer Mutter in eine Kleinstadt. Dort ist vor ungefähr einem Monat eine Jugendliche verschwunden und vor vielen Jahren ist schon mal ein Mädchen verschwunden, die 4jährige Schwester von Digby. Zoes Start an der Schule ist nicht so gut, aber immerhin trifft sie Digby, aber der macht sich dann schnell wieder rar, obwohl sie doch eigentlich gemeinsam an einem Projekt arbeiten sollen. Und wenn er auftaucht, gibt es immer Probleme - die beiden landen ziemlich schnell nach einem Einbruch auf der Polizeiwache, Zoe wird verletzt, verfolgt,...
Eine rasante Geschichte mit interessanten Protagonisten. Vor allem Philip Digby ist ein Fall für sich, der immer wieder mit neuen verrückten Einfällen auffällt und dem es jedes Mal wieder gelingt, Zoe für seine Zwecke einzuspannen und sie damit in Schwierigkeiten bringt. In welche Richtung sich die Geschichte entwickelt, möchte ich nicht verraten, aber es ist überraschend.
Der Autorin ist es gut gelungen mich mit der Geschichte zu fesseln und oft zum Schmunzeln zu bringen. Die Geschichte liest sich flüssig und ist logisch aufgebaut. Leider bleiben am Ende noch einige Fragen offen, die nach einer Fortsetzung schreien, die es hoffentlich bald geben wird.

Veröffentlicht am 21.04.2017

Charakterstudie

Kreuzfahrt
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Die Geschichte wird aus der Sicht von Meret erzählt, die an Jan schreibt. Meret macht mit ihrer Familie (ihr Mann Dres und ihre beiden Söhne Joachim und Antonín) in Italien. Dres und die Kinder sind am ...

Die Geschichte wird aus der Sicht von Meret erzählt, die an Jan schreibt. Meret macht mit ihrer Familie (ihr Mann Dres und ihre beiden Söhne Joachim und Antonín) in Italien. Dres und die Kinder sind am Strand, doch Meret hat sich auf die Terrasse eines Cafés oberhalb des Strandes zurückgezogen. Dort trifft sie auf Jan und die beiden spüren – zumindest aus Merets Sicht – sogleich eine gegenseitige Anziehung. Kurz darauf kommt Romy, Jans Frau, mit den beiden Söhnen Gustav und Ville dazu. Aus der Verabredung zu zweit am Abend wird ein Treffen der Familien – beide wohnen in Zürich und die Kinder sowie auch Romy und Dres kennen sich bereits. Man trifft sich in Zürich wieder und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Der ruhige Erzählstil von Mireille Zindel hat mir gut gefallen. Die Geschichte entwickelt sich nach und nach, oft passiert gar nichts Außergewöhnliches, der Leser hat teil am Leben von Meret, die sich über Vieles Gedanken macht. Es gibt noch eine unerwartete Wendung sowie ganz am Ende eine Überraschung. Mich hat das Buch überzeugt, allerdings darf man keine typische Seitensprung-Geschichte erwarten sondern eher eine Charakterstudie.

Veröffentlicht am 21.04.2017

na ja...

Witch Hunter
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Die sechzehnjährige Elizabeth Grey, eine Waise, wurde zur Hexenjägerin ausgebildet. Sie schwärmt für ihren Freund Caleb, der auch Hexenjäger ist, sich ihr aber nur freundschaftlich verbunden fühlt. Um ...

Die sechzehnjährige Elizabeth Grey, eine Waise, wurde zur Hexenjägerin ausgebildet. Sie schwärmt für ihren Freund Caleb, der auch Hexenjäger ist, sich ihr aber nur freundschaftlich verbunden fühlt. Um das zu vergessen, betrinkt sie sich und als sie zurück zum Palast kommt, fällt ihr ein Bündel Kräuter aus der Tasche. Kräuter, die eindeutig nach Hexerei aussehen und so wird Elizabeth in den Kerker geworfen und obwohl Caleb verspricht, sie da rauszuholen, geschieht dies nicht. Angeklagt wegen Hexerei stehen ihr der Scheiterhaufen und somit der Tod bevor, doch in letzter Minute wird sie gerettet - und auch noch von Nicolas Perevil, dem größten und meistgesuchten Hexenmeister Anglias...
Virginia Boecker hat eine interessante Geschichte geschrieben, die in einer Vergangenheit spielt, in die phantastische Elemente eingebaut wurden. Viele der Vorwürfe gegen Hexerei gab es wirklich, aber hier ist es so, dass die Hexenmeister auch wirklich Magie anwenden und sich mit Hilfe von Magie verstecken. Eine Liebesgeschichte mit einigem hin und her (in wen ist sie denn nun verliebt?) gibt es auch, aber diese wird nur angerissen und dann wird der Leser quasi vor vollendete Tatsachen gestellt. Das Buch beinhaltet viele interessante Ansätze, aber mir ging es oft nicht weit genug und die erwartete Spannung bei der Handlung blieb leider hinter den Erwartungen.

Veröffentlicht am 21.04.2017

Lotta Fiore ist wieder da

Mörderische Wahrheiten (Ein Carlotta-Fiore-Krimi 2)
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Endlich geht es weiter! Nach dem spannenden Ende von „Wiener Totenlieder“ wollte ich doch unbedingt wissen, wie es mit Lotta und Konrad weitergeht. Konrad hat überlebt, er war 18 Monate im Koma – und jetzt ...

Endlich geht es weiter! Nach dem spannenden Ende von „Wiener Totenlieder“ wollte ich doch unbedingt wissen, wie es mit Lotta und Konrad weitergeht. Konrad hat überlebt, er war 18 Monate im Koma – und jetzt ist er aufgewacht und hat Amnesie. Ungefähr zur selben Zeit wird ein junges Mädchen gefunden, ermordet und mit einem gelben T-Shirt und einer grauen Hose bekleidet und aufgetragenem pinkem Nagellack. Die Zurschaustellung erinnert an eine Mordserie vor 30 Jahren, aber der damalige Täter ist kurz zuvor im Gefängnis gestorben. Ausgerechnet Konrad hat damals in dem Fall ermittelt und Krump möchte ihn trotz seines angeschlagenen Zustands für die Ermittlung gewinnen…
Theresa Prammer ist auch mit ihrem zweiten Teil ein toller Kriminalroman gelungen. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich schwieriger als gedacht und der Leser rätselt mit Lotta mit. Die Auflösung ist überraschend, aber logisch nachvollziehbar. Es gibt ein Wiedersehen mit vielen Protagonisten aus dem ersten Teil und auch dieses Mal überzeugt die Autorin durch die liebevoll Gestaltung der Personen und der Ängste und Zweifel von Carlotta Fiore. Schade nur, dass das Buch viel zu schnell ausgelesen war. Obwohl ich noch nie in Wien war, ist mir die Stadt nun ein wenig bekannter geworden. Für Wienkenner ist es sicherlich noch schöner, die Schauplätze wieder zu erkennen.

Veröffentlicht am 21.04.2017

Nichts für mich

Bad Romeo - Wohin du auch gehst
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Ethan Holt und Cassandra Taylor sind die Protagonisten dieses Buches. Eine Zeitebene spielt 2007, die andere 2013. Die Ereignisse 2007 beginnen damit, dass Cassandra sich für die Schauspielschule der Grove ...

Ethan Holt und Cassandra Taylor sind die Protagonisten dieses Buches. Eine Zeitebene spielt 2007, die andere 2013. Die Ereignisse 2007 beginnen damit, dass Cassandra sich für die Schauspielschule der Grove bewirbt. Ihre Eltern sind von dieser Idee nicht so begeistert. Auch Ethan Holt bewirbt sich um einen Studienplatz, nun schon zum dritten Mal. Beide werden aufgenommen und die weiteren Ereignisse spielen sich im ersten Studienjahr ab. 2013 – Cassandra und Ethan wurden gecastet, bei einem Broadway Stück Romeo und Julia zu spielen. Cassandra hat schon überlegt, ihre Rolle abzusagen, weil sie Ethan Holt nicht wiedertreffen möchte, nachdem sie so von ihm enttäuscht wurde. Innerlich trauert sie ihm jedoch hinterher und fühlt sich weiterhin von ihm angezogen.

Leider war das Buch eine große Enttäuschung für mich. Es ging nicht so sehr um die Theaterwelt, auch die Geschichte der „Beziehung“ oder die Anziehung zwischen den beiden wurde nicht viel mit Inhalt gefüllt. Im Vordergrund stand immer wieder der Sex und sexuelle Fantasien, die ausgelebt wurden. Unwahrscheinlich fand ich zum Beispiel auch, dass eine 19jährige, die wohl recht hübsch ist, noch nie zuvor in ihrem Leben geküsst worden ist. Die Idee mit den zwei Zeitebenen klang interessant, aber war meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt.

Das Buch liest sich flott, der Schreibstil ist einfach gehalten, hat mich aber nicht überzeugen können. Es passiert mir einfach zu wenig und die Leser erfahren zu wenig über die Vergangenheit von Ethan, die ihn zu dem gemacht hat, der er ist. Klar, es gibt eine Begründung, aber die hat mich so nicht überzeugt. Sex und Alkohol spielen eine zu große Rolle; der Inhalt leidet darunter.