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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2022

Männi und Matte

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Und wieder einmal "entführt" uns Christiane Dieckerhoff nach Lübbenau in den Spreewald. Ich freue mich immer wieder sehr auf und über einen neuen Fall für Klaudia Wagner, die Zugereiste aus dem Ruhrgebiet, ...

Und wieder einmal "entführt" uns Christiane Dieckerhoff nach Lübbenau in den Spreewald. Ich freue mich immer wieder sehr auf und über einen neuen Fall für Klaudia Wagner, die Zugereiste aus dem Ruhrgebiet, die inzwischen sehr gut im Spreewald angekommen ist, was vor allem dem alten Schiebschick zu verdanken ist, eindeutig mein Liebling der Reihe. Dieses Mal dauert es ein wenig, bis eine Leiche auftaucht, aber umso rätselhafter ist die Geschichte um das Geschwisterpaar "Männie" und "Matte". Das Mädchen, "Männi" ist die Ältere, aber auch sie geht noch nicht zur Schule. "Matte" ist ein Kleinkind. Ihre Mutter lässt sie immer wieder tagelang alleine in der Wohnung und schließt sie ein. Diese Rückblicke sind mir sehr zu Herzen gegangen.
Klaudia muss mit Demel zusammenarbeiten, da Thang - mittlerweile Vater von Zwillingen - in Erziehungszeit ist. Da kommt es natürlich zu Spannungen. Dann wird eine Frau vermisst gemeldet, die Ereignisse überschlagen sich und auch das LKA wird wieder eingebunden, so dass wir auch wieder auf Meinert treffen.
Wieder einmal ein toller Krimi mit viel Lokalkolorit. Auch die persönlichen Hintergrundgeschichten kommen nicht zu kurz. Ich freue mich schon jetzt auf einen weiteren Fall.

Veröffentlicht am 10.07.2022

Lakshmis Geschichte

Die Hennakünstlerin
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Schon das Cover hat mir verraten, dass es sich hierbei um einen Roman handelt, der in Indien spielt und darum war ich sehr neugierig. Das Cover gefällt mir sehr.
Der Roman spielt in den 1950er Jahren. ...

Schon das Cover hat mir verraten, dass es sich hierbei um einen Roman handelt, der in Indien spielt und darum war ich sehr neugierig. Das Cover gefällt mir sehr.
Der Roman spielt in den 1950er Jahren. Während der Prolog aus Sicht der jüngeren Schwester geschrieben wird, steht jedoch Lakshmi im Mittelpunkt. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Dorf, wird sie im Alter von 15 Jahren verheiratet. Ihr Ehemann schlägt sie und behandelt sie schlecht; lediglich ihre Schwiegermutter stand immer zu ihr und hat ihr viel über Heilkunde beigebracht. Über Agra gelangt sie nach Jaipur und verziert wohlhabenden Inderinnen vorwiegend die Hände mit ihrer außergewöhnlichen Hennakunst. Dabei ist es von Vorteil, dass sie Brahmanin ist und nicht zu einer niedrigeren Kaste gehört. Allerdings muss sie sich immer unterordnen. Malik, ein Straßenjunge, wird zu ihrem Gehilfen. Er hat mir mit seinem Witz und seiner Geschicktheit sehr gut gefallen. Schon bald verändert sich Lakshmis Alltag und auch ihre Träume werden angepasst. Mit der Ankunft der jüngeren Schwester, von deren Existenz sie gar nichts wusste, hat sie Verantwortung für einen anderen Menschen. Unglaublich vielschichtig, berührend und eine Einführung in das Leben einer Frau in Indien in den 50er Jahren. Das Buch hat mir sehr gefallen.

Veröffentlicht am 10.07.2022

Die rote Kiste

Beifang
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Bei diesem Buch hat das Cover meine Aufmerksamkeit sofort erregt, weil es eine typische Ansicht einer Zechensiedlung aus dem Ruhrgebiet ist, wie es sie noch immer so oder so ähnlich an vielen Stellen gibt.
Martin ...

Bei diesem Buch hat das Cover meine Aufmerksamkeit sofort erregt, weil es eine typische Ansicht einer Zechensiedlung aus dem Ruhrgebiet ist, wie es sie noch immer so oder so ähnlich an vielen Stellen gibt.
Martin Simons nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, auf eine Aufarbeitung einer Familiengeschichte, aber auch in eine Geschichte des sich wandelnden "Ruhrpotts".
Franks Elternhaus wird verkauft und er sucht sich aus dem "Gerümpel" eine Kiste aus, die einmal seinem Großvater gehört hat - und da sein Vater Fragen über die Vergangenheit immer wieder aus dem Weg gegangen hat, begibt sich Frank nun auf eine Spurensuche. In diesen Gesprächen kommt immer mehr zu Tage, erfahren wir mehr über das harte Leben in einer Zechensiedlung, auf zu engem Raum mit viel zu vielen Menschen. Eine interessante multiperspektivische Geschichte, denn jeder der Befragten hat seine eigene Idee von der Vergangenheit. Eine Familiengeschichte und eine Geschichte des Ruhrgebiets.

Veröffentlicht am 10.07.2022

Toller Band

Keeper of the Lost Cities – Die Flut (Keeper of the Lost Cities 6)
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Ich habe mich schon so sehr auf den nächsten Band dieser Reihe gefreut und zum Glück erscheinen die Bänder auf deutsch ja relativ bald nacheinander, so dass die Wartezeit nicht allzu lange ist, auch wenn ...

Ich habe mich schon so sehr auf den nächsten Band dieser Reihe gefreut und zum Glück erscheinen die Bänder auf deutsch ja relativ bald nacheinander, so dass die Wartezeit nicht allzu lange ist, auch wenn ich nach dem Ende der Lektüre immer am liebsten sofort weiterlesen würde.
Auch dieses Cover ist wieder superschön geworden. Ich mag die unterschiedlichen Farben der Reihe und die Illustration gibt immer einen schönen Einstieg in den neuen Band und auf das, was uns hier wohl erwarten wird.
Die Geschichte und auch der Schreibstil sind wieder sehr gelungen. Man taucht mit jedem Band weiter in diese phantastische Welt ein.
Dieses Mal geht es mehr um Sophies menschliche Familie, ohne dass ihre "neue" Welt dabei vernachlässigt wird. Denn die Neverseen haben Sophies Eltern entführt.
Der Spannungsaufbau ist wieder einmal grandios, schon der Prolog wirft so viele Fragen auf. Aber auch im Verlauf des Buches kommt keine Langeweile auf. Eine tolle Reihe! Und der Cliffhanger ist zum Glück noch vertretbar und nicht allzu fies.

Veröffentlicht am 22.06.2022

Magisch

Das Antiquariat der verlorenen Dinge
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Clara darf in den Sommerferien ein Praktikum im Antiquariat von Tante Yvette machen, das mitten in der Altstadt von Lyon liegt. Seit dem Tod ihres geliebten Großvaters Papy Philippe, der eine Buchbinderwerkstatt ...

Clara darf in den Sommerferien ein Praktikum im Antiquariat von Tante Yvette machen, das mitten in der Altstadt von Lyon liegt. Seit dem Tod ihres geliebten Großvaters Papy Philippe, der eine Buchbinderwerkstatt geführt hat, war sie nicht mehr dort. Im Antiquariat trifft sie auf den mürrischen Théo, der ständig am Handy rumtippt und nur unfreundlich ist. Clara wusste bis dahin gar nicht, dass Yvette einen Neffen hat. Aber da ist noch so einiges, was Clara noch nicht weiß... Das zauberhafte Cover hat mich von Anfang an entzückt und neugierig gemacht. Und es bekommt eine große Bedeutung während des Romans. Die Geschichte beginnt mit einem kurzen Prolog in der Vergangenheit und wird dann aus Claras Sicht geschrieben. Unterbrochen wird die Geschichte immer wieder von zauberhaften und poetischen Texten über Bücher, Buchbinder und vielem mehr. So werden z.B. Bücher mit Schatztruhen verglichen, einem schönen Vergleich. Die Geschichte entwickelt eine tolle Dynamik und am liebsten wäre ich mit durch Lyon flaniert und auch die weiteren Orte. Ein Buch, bei dem am Ende alles gesagt wurde, auch wenn ich mir durchaus noch weitere Geschichten aus dieser Welt vorstellen kann.