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Veröffentlicht am 18.08.2025

Historische Fecht-Sports-Romance

Die Duellantin. Kein Herz ist unbesiegbar
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Fechten im Buch? Ja, bitte! Als jemand, der vor Ewigkeiten in einer Fecht-AG war (gefühlte 30 Jahre her – ich bin alt 😅), hat mich das richtig begeistert. Die Faszination für den Sport kam hier toll rüber! ...

Fechten im Buch? Ja, bitte! Als jemand, der vor Ewigkeiten in einer Fecht-AG war (gefühlte 30 Jahre her – ich bin alt 😅), hat mich das richtig begeistert. Die Faszination für den Sport kam hier toll rüber! Und: Eine „Sports Romance“, in der die Protagonistin dem Love Interest ebenbürtig ist? Lieben wir.

Eigenständige Protagonistinnen? Absolute Liebe! Ich mag es, wie Elena nicht auf einmal einen „Mutausbruch“ hat, sondern sich diesen Mut immer wieder zusammen suchen muss und so eine Charakterentwicklung hinlegt.

Was ich besonders schätze: Kein einfacher „Bösewicht“ bei der Liebesentscheidung. Manchmal reicht es, wenn Gefühle nicht erwidert werden – Herzschmerz gehört zum Leben dazu.

Was mich leider nicht ganz überzeugen konnte, war der emotionale Höhepunkt der Geschichte. Dieser hat mich nicht so stark berührt, wie es hätte sein können. Zudem hätte ich mir noch mehr Interaktionen und Dialoge zwischen Elena und ihrem Love Interest gewünscht, um die Chemie zwischen den beiden greifbarer zu machen

. Das Setting und die liebevoll gezeichneten Charaktere haben mich dennoch sehr angesprochen. Ich habe das Buch gerne und zügig gelesen, auch wenn der ganz große „Wow-Effekt“ für mich ausgeblieben ist.

PS: Wie schön ist bitte dieses Cover?! 😍


Eckdaten:
Genre Sports Romance
Alter Erwachsene
Bände Einzelband
Setting Mailand 1850
Erzähler Ich-Erzählerin

Für Fans von:
Historischen Liebesromanen
Sports Romance
Fechten
Mailand
Willensstarken Protagonisten
Mysteriösen Love Interests

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Absolutes Highlight!

Spark of the Everflame
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Dieses Buch war ein Überraschendes Highlight für mich

Nach einer kleinen Leseflaute, in der mir viele Bücher nur mittelmäßig gefallen haben, hat mich dieses Buch wieder voll mitgerissen. Der Schreibstil ...

Dieses Buch war ein Überraschendes Highlight für mich

Nach einer kleinen Leseflaute, in der mir viele Bücher nur mittelmäßig gefallen haben, hat mich dieses Buch wieder voll mitgerissen. Der Schreibstil ist so angenehm, dass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin.

„Meine Verzweiflung über den Verlust meiner Mutter war eine Tätowierung, die dauerhaft unter meine Haut geritzt war. Unsichtbar für die Welt, aber nie weit von der Oberfläche entfernt.“

Die Protagonistin Diem trifft teilweise Entscheidungen, die moralisch fragwürdig sind – und das weiß sie selbst auch. Trotzdem konnte ich sie in jeder Situation komplett verstehen, weil ihre Handlungen so nachvollziehbar geschrieben sind. Ein besonderes Highlight war für mich Diems herrlich respektlose Art, die mich mehr als einmal zum Lachen gebracht hat.

Auch die Nebencharaktere haben mich begeistert. Was anfangs wie eine klassische Aufteilung in Gut und Böse wirkt, wird schnell aufgebrochen. Es gibt so viele Graustufen, dass ich die verschiedenen Seiten teilweise nachvollziehen konnte. Solch vielschichtige Figuren machen für mich eine gute Geschichte aus.

Obwohl das Buch als Romantasy kategorisiert ist, steht der Fantasy-Anteil im ersten Buch klar im Vordergrund. Kann gut möglich sein, dass dies in den weiteren Teilen mehr ausgebaut wird.

Ich werde definitiv den nächsten Band lesen und wahrscheinlich die gesamte Reihe. Die Geschichte bietet genug Geheimnisse und Potenzial, um über mehrere Teile spannend zu bleiben – selbst wenn der Abschluss erst 2026 (!!!) erscheint.


Eckdaten:
Genre Dark Romantasy
Alter Erwachsene (!)
Bände Geplante Tetralogie
Setting High Fantasy Welt
Erzähler Ich-Erzählerin
Tropes Enemies to Lovers, Slow-Burn, Chosen One

Für Fans von:
Romantasy
Enemies to Lovers
Slow Burn Romance
Starker Protagonistinnen, die nicht ohne Fehler sind
Politik & Intrigen
komplexer Charaktere
moralischer Grauzonen
Rebellionserzählungen
Grimdark Fantasy

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Glamouröse Magie-Schule

House of Marionne
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Manchmal greife ich gerne zu Büchern mit jüngeren Protagonistinnen (bleibt bei Fantasy ja oft nicht aus), aber bei diesem hier fiel mir der Altersunterschied besonders auf. Wenn ich als fast 40-Jährige ...

Manchmal greife ich gerne zu Büchern mit jüngeren Protagonistinnen (bleibt bei Fantasy ja oft nicht aus), aber bei diesem hier fiel mir der Altersunterschied besonders auf. Wenn ich als fast 40-Jährige in die gleichen Situationen geraten wäre wie die Hauptfigur, hätte ich vermutlich alles erst einmal systematisch hinterfragt – und das wären dann wahrscheinlich 200 Seiten Info-Dump geworden. Die meisten Konflikte hätte es in meiner Version wohl nicht gegeben. Und eine Einladung zu einer verbotenen Underground-Party, wenn ich eigentlich für etwas Entscheidendes lernen müsste? Da wäre ich definitiv nicht hingegangen (wahrscheinlich wäre ich sowieso nicht hingegangen …).

Doch das ist der Punkt: Die Protagonistin ist jung, und genau das spiegelt sich auch in ihren Entscheidungen wider. Bei dem ganzen Hin-und-Her-Schubsen, dem Gaslighting durch ihre Mutter und Großmutter möchte man sie einfach nur in den Arm nehmen. Wahrscheinlich hätte ich mich als Jugendliche ähnlich verhalten.

Das Buch selbst ist eine Mischung aus der üblichen Zauberschule und absurden Benimmregeln. Es dreht sich viel ums Hübschsein : prächtige Kleider, glitzernde Diademe, schöne Menschen. Dazu kommen noch reiche Eliten, Adelstitel, Châteaus, Abschlussbälle und eine Geheimorganisation – das ganze Programm eben.

Leider hätte ich mir mehr World-Building gewünscht. Die Autorin scheint eine durchdachte Welt im Kopf zu haben, aber im Text kommt davon nur wenig rüber. Aspekte wie die Magieschulen, die Berufswelt oder die Art, wie Magie gewählt wird, hätten noch viel detaillierter ausgearbeitet werden können – eben in der Handlung und nicht teilweise im Anhang.

Alles in allem fand ich das Buch unterhaltsam, aber es hat mich nicht komplett überzeugt. Vielleicht liegt es daran, dass ich 25 Jahre über der Zielgruppe liege. Aber der richtigen Leserschaft – Jugendliche, die Spaß an Glamour, Magie und ein bisschen Drama haben – könnte es gefallen.

Eckdaten:
Genre Fantasy
Alter Young Adult
Bände Geplante Trilogie
Setting New Orleans, jedoch größtenteils im fiktiven “Chateau Soleil”
Erzähler Ich-Erzählerin

Für Fans von:
Magischen Internatsgeschichten
Dunkler und verbotener Magie
Enemies to Lovers
Geheimgesellschaften mit Intrigen
Glamourösen, luxuriösen Settings
Familiendynamiken mit Geheimnissen
Märchenhaftem Drama und Coming-of-Age

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Aus dem "Peter Grant" Universum

Eine Nachtigall in New York
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Als großer Fan der Peter-Grant-Reihe habe ich mich sehr auf das neueste Werk gefreut, auch wenn es „nur“ eine Novelle ist und Peter diesmal nicht im Mittelpunkt steht. Trotzdem: Ein neues Kapitel aus Ben ...

Als großer Fan der Peter-Grant-Reihe habe ich mich sehr auf das neueste Werk gefreut, auch wenn es „nur“ eine Novelle ist und Peter diesmal nicht im Mittelpunkt steht. Trotzdem: Ein neues Kapitel aus Ben Aaronovitchs magischem Universum – da musste ich einfach zugreifen!

Das Hörbuch hat mich dabei direkt begeistert. Der Sprecher bringt den Hauptcharakter Gussie wunderbar zur Geltung – seine arrogante, pikierte Art wird herrlich eingefangen, ohne ihn unsympathisch wirken zu lassen. Es macht richtig Spaß, ihm zuzuhören, und er verleiht der Geschichte eine lebendige Dynamik.

Zur Handlung: Auch Neueinsteiger können problemlos folgen, da die magischen Hintergründe gut erklärt werden. Doch Magie steht hier weniger im Fokus. Stattdessen handelt es sich um einen Kriminalfall, der in den 1920er Jahren in New York spielt, eingebettet in die Jazz-Clubs und die Musikindustrie jener Zeit. Besonders gelungen fand ich das Setting, das die Atmosphäre der damaligen USA – geprägt von Rassentrennung und gesellschaftlicher Ungleichheit – authentisch einfängt.

Allerdings liegt hier auch das Problem. Die Übersetzung verwendet für den Begriff „coloured“ eine Bezeichnung, die im deutschen Sprachraum als veraltet und verletzend gilt. Das hat mich beim Hören jedes Mal aus dem Fluss gerissen, und ich kann mir vorstellen, dass es gerade für betroffene Zuhörer*innen noch problematischer ist. Das ist besonders schade, da die Novelle wichtige Themen wie Rassismus, Klassismus und queere Identitäten aufgreift. Obwohl der Text gegenüber den dargestellten Diskriminierungen kritisch eingestellt ist, bleibt ein fader Beigeschmack, weil es an sprachlicher Sensibilität fehlt.

Abgesehen davon ist die Geschichte spannend und unterhaltsam, besonders für Fans der Reihe. Trotzdem fällt es mir schwer, sie uneingeschränkt weiterzuempfehlen – gerade wegen der erwähnten Übersetzungsproblematik. Vielleicht wäre hier ein sensibleres Lektorat angebracht gewesen, um den ansonsten gelungenen Eindruck abzurunden.

Eckdaten:
Genre Urban Crime Fantasy
Alter Erwachsene
Bände Novelle, Teil einer Buchreihe
Setting New York 20er Jahre
Erzähler Ich-Erzähler
Diversity LGBTQ+, BIPOC

Für Fans von:
Der Peter-Grant-Reihe
Magischer Kriminalfälle
Begeisterte für Jazz in den 1920er
Urban Fantasy in New York
Queerer Protagonisten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Sehr cozy Fantasy

Can’t Spell Treason Without Tea
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Manchmal braucht man einfach ein Buch, das sich wie eine warme Tasse Tee anfühlt – ein bisschen Magie, ein bisschen Alltag, und keine Bedrohung, die das Schicksal der Welt auf dem Spiel stehen lässt. Genau ...

Manchmal braucht man einfach ein Buch, das sich wie eine warme Tasse Tee anfühlt – ein bisschen Magie, ein bisschen Alltag, und keine Bedrohung, die das Schicksal der Welt auf dem Spiel stehen lässt. Genau das hat mich an der Idee von „Can’t spell treason without tea“ gereizt. Leider musste ich feststellen, dass cozy Fantasy für mich auch zu cozy sein kann.

Obwohl ich den Ansatz sehr schätze, dass sich die Geschichte um kleinere, persönliche Herausforderungen dreht, fehlte mir hier der gewisse Funke. Die Charaktere waren keineswegs unsympathisch, aber auch nicht so einprägsam, dass ich wirklich mit ihnen mitfiebern konnte. Selbst jetzt habe ich Schwierigkeiten, mich an ihre Namen zu erinnern. Besonders bei dem zentralen Paar hatte ich das Gefühl, dass die Chemie nicht so recht stimmen wollte – ihre Dynamik wirkte eher genervt als liebevoll, und ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie überhaupt zusammen sind.

Was ich jedoch positiv hervorheben möchte, ist die inklusive Darstellung eines Charakters mit Neo-Pronomen. Hen wurde konsequent korrekt gegendert, was nicht nur gut gemacht war, sondern auch eine Gelegenheit bot, sich an diese Pronomen im Lesefluss zu gewöhnen. Dieser Aspekt hat mich sehr gefreut und ist in der heutigen Literatur ein Schritt in die richtige Richtung.

Insgesamt ist „Can’t spell treason without tea“ ein Buch mit einer charmanten Grundidee und inklusiven Ansätzen, das aber für meinen Geschmack zu wenig Substanz hatte, um mich wirklich zu packen. Für Leser:innen, die eine absolut stressfreie Leseerfahrung suchen, könnte es dennoch genau das Richtige sein. Für mich persönlich bleibt es jedoch hinter anderen Werken des cozy Fantasy-Genres zurück.

Eckdaten:
Genre Cozy Fantasy
Alter Erwachsene
Bände 1. Teil einer Cozy Buchreihe
Setting Fantasy-Welt
Erzähler Erzähler, Kapitel folgen abwechselnd den Protagonistinnen
Diversität LGBTQ+ – Lesbische Protagonistinnen, non-binärer Nebencharakter

Für Fans von:
Cozy Fantasy
Queeren Charakteren
Lesbisches Pärchen als Protagonistinnen
Stressfeier magischer Alltag

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere