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Veröffentlicht am 14.06.2022

Eine wunderschöne, kurzweilige und märchenhafte Geschichte

Die erste Braut
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Was tut man nicht alles für seine kleine Schwester, wenn diese sich die Augen ausheult, weil sie zu einer Heirat gezwungen werden soll und was tut man nicht alles, um sein Land vor einem drohenden Krieg ...

Was tut man nicht alles für seine kleine Schwester, wenn diese sich die Augen ausheult, weil sie zu einer Heirat gezwungen werden soll und was tut man nicht alles, um sein Land vor einem drohenden Krieg zu bewahren?!

Elaine möchte, dass ihre kleine Schwester Helena den Menschen heiraten kann, den sie liebt. Deshalb macht sie sich heimlich, nur begleitet von ihrer Zofe Fanny, dem Lakaien und einem Kutscher auf den Weg nach Wondringham Castle, um an Stelle ihrer Schwester an der Brautschau teilzunehmen. Sie will das Herz eines der Prinzen für sich gewinnen und so ihr Heimatland retten.
Es darf jedoch niemand wissen, dass sie die Prinzessin des Nachbarlandes ist und inkognito an der Brautschau teilnimmt, denn Kandidatinen aus dem Ausland und vor allem aus dem verfeindetem Lemorien ist es nicht erlaubt, daran teilzunehmen.
Doch wie soll sie das Herz eines der vier Prinzen gewinnen, wenn sie bereits an der Aufnahmeprüfung zur Brautschau scheitert?
Elaine gibt jedoch nicht so schnell auf und versucht über Umwege ins Schloss zu kommen. Ihr Glück ist, dass dort gerade dringend Aushilfen gesucht werden und so landet die Prinzessin, anstatt in schönen Kleidern mit den anderen Bewerberinnen im Park zu flanieren, unter dem Namen Laney, als Magd im Schlossgarten.
Als sie sich auf die Suche nach dem Obergärtner macht, um Arbeitsanweisungen entgegenzunehmen, läuft sie einem gutaussehender jungen Mann in die Arme. Er stellt sich vor als Neffe, des Gärtners und schnell wird Elaine bewusst, dass er unbekannte Gefühle in ihr weckt. Doch die kann Laney so gar nicht gebrauchen, denn um einen Krieg zu verhindern und ihr Königreich nicht ins Unglück zu stürzen, muss sie das Herz einer der vier Prinzen erobern und ihn heiraten.

Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe. Alle Bände können jedoch unabhängig voneinander gelesen werden. Für mich war es das erste Buch der Autorin und es wird bestimmt nicht das letzte Buch gewesen sein.
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so richtig, in welche Genre die Geschichte passt. Es ist keine Fantasystory, aber schon ein Märchen und eine romantische Liebesgeschichte.

Das wunderschöne Cover wurde von Alexander Kopainski erstellt und gefällt mir sehr gut. Es ist mir sofort ins Auge gesprungen und sorgte dafür, dass ich einen zweiten Blick riskiert habe.
Der Klappentext machte mich dann neugierig auf die Geschichte und so stand schnell fest, dass ich es lesen möchte.

Zu Beginn gibt es ein Personenverzeichnis um den Überblick über die, doch recht zahlreichen Charaktere, nicht zu verlieren.
Der Schreibstil von Julianna Grohe gefällt mir sehr gut. Er ist sehr flüssig und lebendig und hat eine wunderschöne Leichtigkeit, ist dafür sorgt, dass man sich schnell in die Geschichte verliert.

Bereits auf der ersten Seite hat sie mich direkt in die Handlung hineingeworfen und ich beobachte Elaine dabei, wie sie die Bewerbung für die Brautschau ausfüllt.
Ich mag es sehr, wenn ich sofort in der Geschichte ankomme und die Autorin sich nicht mit langen Erklärungen aufhält. In den meisten Fällen sorgt es dafür, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen will, und so war es auch diesmal.

Ich verfolge die Geschichte zum großen Teil aus der Perspektive von Elaine, aber ab und zu gibt es auch Einblicke aus der Sicht von Alexander. Das hat mir gut gefallen, denn so bekam ich von beiden Seiten Einblicke in die Gefühle und Gedanken der Beiden.
Die Kapitel waren mir teilweise etwas zu lang, aber das ist Geschmackssache.

Elaine ist eine tolle Protagonistin und dass sie ihre Zukunft für ihre Schwester und ihr Land opfert, macht sie unheimlich liebenswert und sympathisch. Sie und auch Alexander sind mir schnell ans Herz gewachsen.
Während des ganzen Plots, liegt eine latente Spannung über der Geschichte und es knistert oft gewaltig zwischen den beiden Hauptprotagonisten.
Aber auch alle anderen Charaktere, wie Elaines Zofe Fanny, die unterschiedlichen Bewerberinnen oder die drei anderen Prinzen sind von der Autorin liebevoll ausgearbeitet worden und sehr facettenreich gestaltet. Zickereien sind genauso vorprogrammiert, wie ein Konkurrenzkampf um die Gunst der Prinzen.
Intrigen, die gesponnen werden, geben der Geschichte zusätzlich die richtige Würze und am Ende des Plots gibt es eine überraschende Wendung, die ich nicht habe kommen sehen.

Etwas irritiert hat mich lediglich, dass Elaine so lange gezögert hat, Alexander die Wahrheit zu erzählen, Sie hatte oft die Möglichkeit, es anzusprechen und ich habe jedes Mal gedacht: „Los Mädchen, erzähl es ihm endlich:“

Alles in allem ist „Die erste Braut“ eine wunderschöne, gefühlvolle, kurzweilige und märchenhafte Geschichte, den ich innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe. Wahrscheinlich wird es Leser geben, die bemängeln werden, dass ihnen das Buch nicht anspruchsvoll genug ist, aber ich habe mich sehr gut unterhalten und werde die Geschichten aus Wondringham Castle bestimmt weiter verfolgen.
Von mir gibt es deshalb verdiente 4, 5 Sterne, aufgerundet auf 5 Sterne.

Drachenmondverlag

DieersteBrautWondringhamCastle #JuliannaGrohe

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2022

Eine tolle Mischung aus spannender und düsterer Fantasy und emotionaler Romantasy

EMBER QUEEN
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“Ember Queen” von Laura Sebastian

Der große Showdown

Theo, die rechtmäßige Thronerbin von Astrea hat sich von der Aschekrone befreit und kommt ihrem Ziel, ihr Volk aus der Sklaverei zu befreien, immer ...

“Ember Queen” von Laura Sebastian

Der große Showdown

Theo, die rechtmäßige Thronerbin von Astrea hat sich von der Aschekrone befreit und kommt ihrem Ziel, ihr Volk aus der Sklaverei zu befreien, immer näher. Doch ihre ehemalige Herzensschwester Cress ist mittlerweile zu einer starken und grausamen Rivalin geworden, die auf Rache sinnt und nicht nur den Thron für sich beansprucht, sondern auch Prinz Søren in ihre Gewalt genommen hat.
Wird Theo es schaffen, mithilfe ihrer Feuermagie und einer Handvoll Rebellen, diese Schlacht zu gewinnen und sich ihrer ehemals besten Freundin zu stellen?

Das Cover fügt sich wunderschön in die Reihe ein und gefällt mir sehr gut.

Nachdem Band 2 für mich nicht ganz an Band 1 herankam, war ich nun sehr gespannt auf den dritten und finalen Teil der Reihe.
Gott sein dank musste ich nicht allzu lange darauf warten und deshalb fiel es mir auch nicht schwer, wieder in die Geschichte einzutauchen.
Die Autorin punktet wieder mit einer lebendigen und sehr atmosphärischen Schreibweise und versteht es, ihre Leser mit einer sehr ausdrucksstarken und bildhaften Art durch die Geschichte zu führen. Es fällt schwer, sich der Story zu entziehen.

Laura Sebastian hat mit Theo eine unheimlich starke Protagonistin erschaffen. Sie ist stolz, hat Mut, verfügt über eine kämpferische Haltung und hat im finalen Teil einen großen Sprung in ihrer Entwicklung gemacht. Sie agiert zielorientiert und es erinnert nichts mehr an die Ash Princess, die sie in Teil eins noch war.
Dadurch, dass ich die Geschichte aus ihrer Perspektive verfolgen konnte, fiel es mir nicht schwer, mich in sie hineinzuversetzen, ihre Handlungen nachvollziehen und ihren Gedanken und Emotionen zu folgen.
Die größte Veränderung hat jedoch Cress durchlaufen, denn sie ist zu einer völlig anderen Person geworden. War sie im ersten Teil noch die Herzensschwester von Ash, so ist sie nun ihre größte Feindin, die nur ein Ziel hat und das ist, Astrea zu regieren. Die Autorin hat diese Wandlung und die Beziehung zwischen Theo und Cress sehr glaubwürdig beschrieben und ich ziehe meinen imaginären Hut vor dieser Leistung.
Die Nebencharaktere wurden mit jedem Band wichtiger und sie sind, egal ob es sich um Blaise, Prinz Søren, Artemisia, Drachenfluch, Heron oder Erik handelte, wunderbar ausgearbeitet, sehr facettenreich und zu jeder Zeit absolut greifbar.
Begeistert hat Laura Sebastian mich auch wieder mit ihrem bildgewaltigern Setting, das sie sehr ausdrucksstark in Szene gesetzt hat.

Die Handlung ist teilweise düster und unvorhersehbare Wendungen und tolle Plot-Twists sorgen immer wieder dafür, dass die Geschichte nicht langweilig wird und es während der ganzen Zeit spannend bleibt. Endlich kommt auch die Feuermagie von Theo so richtig zum Einsatz.

Fazit
Laura Sebastian hat mit „Ember Queen“ einen tollen Abschluss der Fantasy-Trilogie geschrieben.
Die Reihe ist eine tolle Mischung aus spannender, düsterer Fantasy und emotionaler Romantasy, die ich Euch unbedingt ans Herz legen möchte.
Dafür gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Alle Bände der ASH PRINCESS-Reihe:
ASH PRINCESS (Band 1)
LADY SMOKE (Band 2)
EMBER QUEEN (Band 3)

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Veröffentlicht am 10.06.2022

Ein tolles Lesevergnügen

Eine Schwalbe im Sturm
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Als Lilly im Krankenhaus erwacht, weiß sie nicht wer sie ist und woher sie kommt.
Sie erfährt, dass ein kleiner Junge sie zufällig, bewusstlos in der Elbe treibend, entdeckt hat. Der einzige Hinweis auf ...

Als Lilly im Krankenhaus erwacht, weiß sie nicht wer sie ist und woher sie kommt.
Sie erfährt, dass ein kleiner Junge sie zufällig, bewusstlos in der Elbe treibend, entdeckt hat. Der einzige Hinweis auf ihre Herkunft ist eine kleine Kette, die sie um den Hals getragen hat. Auf dem kleinen Schwalbenanhänger ist eingraviert: Für Lilly von Joe.
Schnell ist, aufgrund ihrer Verletzungen klar, dass sie nicht freiwillig ins Wasser gesprungen ist und Kommissarin Frauke Krämer macht sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Ulf Roth an die Ermittlungen.
Wenn Lilly sich doch nur an irgendetwas erinnern könnte. Aber die Tage vergehen, ohne das ihr Gedächtnis zurückkommt oder dass eine Vermisstenanzeige eingeht, die auf sie passen würde.
Die Polizei steckt in einer Sackgasse und alle Ermittlungen laufen ins Leere.
Wer ist Lilly und wer ist der Täter, der dafür verantwortlich ist, dass sie schwer verletzt und bewusstlos in der Elbe trieb?
Lilly macht sich selbst auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und je öfter sie den Hafen besucht und durch das malerische Glücksstadt läuft, desto mehr Erinnerungen blitzen auf. Warum ist ihr die Stadt so vertraut? Und woher weiß sie zum Beispiel plötzlich was ein „Palstek“ ist und wie man einen Poller damit belegt?!
Unerwartete Hilfe erhält sie ausgerechnet von Fiete, dem alten, griesgrämigen Seebären, der in Glücksstadt ein kleines Geschäft mit Bootsausrüstungen betreibt.
Doch als sie endlich Licht in ihre Vergangenheit bringen kann, wird der Fall noch rätselhafter, denn Lilly erkennt die Frau, die sie einmal war, nicht mehr.

Für mich war es die erste Geschichte, die ich von der Autorin gelesen habe, doch es wird bestimmt nicht die Letzte gewesen sein. Ich habe mich sofort in diesen „Wohlfühlkrimi“ verliebt.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich, bevor ich dieses Buch gelesen habe, erstmal überlegen musste, was ein „Wohlfühlkrimi“ eigenlicht ist und was ihn ausmacht.
Was soll ich sagen? Jetzt weiß ich es.
Wenn Du es auch wissen möchtest, dann lese dieses Buch doch einfach. 

Ich bin zwar auch ein Nordlicht, aber ich komme aus dem schönen Ostfriesland, das noch eine ganze Ecke entfernt ist von Glückstadt. Bisher war mir diese kleine Hafenstadt nur vom Namen her bekannt, aber ich werde das wahrscheinlich bald einmal ändern und ihr einen Besuch abstatten.
Bereits auf dem Cover entdeckt man eine Zeichnung des Rantzau-Palais und in der Geschichte wirst Du, wenn Du Glückstadt kennst, Geschäfte, Restaurants und Gebäuden entdecken, die Dir nicht unbekannt sind.
Wir starten in die Geschichte mit dem kleinen Lexikon: Norddeutsch für Anfänger.
Mir waren Begriffe wie; Bangbüx, Döspaddel und Klüsen nicht unbekannt, aber wenn Du der norddeutschen Sprache nicht mächtig bist, solltest Du zwischendurch immer mal wieder zur ersten Seite blättern.

Johanna Benden hat es geschafft, mich in eine, für mich, völlig neue Genre zu entführen und zu begeistern.
Ihr Schreibstil ist wunderbar leicht, flüssig und sehr lebendig. Ich bin innerhalb weniger Seiten tief in die Geschichte eingetaucht.

Schon die Idee, dass eine junge Frau ihr Gedächtnis verloren hat und wahrscheinlich jemand nichts Gutes im Sinn hatte, als sie bewusstlos in die Elbe geworfen wurde, verspricht eine spannende Geschichte.
Die Autorin selbst nennt es einen Glücksstadt-Roman mit Krimi-Anteilen und die Beschreibung trifft es sehr gut.
Polizeiliche Ermittlungen, kauzige Figuren, ein verschmitzter norddeutscher Humor und Emotionen sorgen für eine perfekte Mischung.
Ich habe Lilly sofort ins Herz geschlossen und mit ihr gelitten. Ihre Emotionen und Gedanken waren gut nachvollziehbar und ich konnte mich gut in sie hineinfühlen. Aber auch alle anderen Figuren, wie zum Beispiel Fiete der alte Knurrhahn, sein kleiner intelligenter Enkel Fiete oder auch die kunterbunte Natascha sind tolle Charaktere, die vielschichtig, facettenreich und liebevoll gestaltet wurden. Sie verfügen über ausreichend Tiefe und man spürt, dass die Autorin viel Herzblut und Liebe in diese Geschichte gesteckt hat.
Die Rosmarintaler aus der Bücherstube habe ich übrigens gleich nachgebacken und ich muss sagen, dass sie süchtig machen! Probiert das Rezept unbedingt einmal aus!

Johanna Benden hat mir mit dem ersten Teil der Reihe „Eine Schwalbe im Sturm“ wunderschöne Lesestunden beschert. Die Geschichte hat einfach alles, was ein gutes Buch ausmacht. Sie ist spannend, emotional, hat Tiefe und besitzt einen herrlichen nordischen Humor. Ich kann sie Dir nur wärmstens ans Herz legen und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Von mir gibt es dafür verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.06.2022

Schöne Fantasy-Story für Jugendliche

Die Welt hinter den Zeilen
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Die 16-jährige Tamara ist, nachdem ihre Eltern früh durch einen Verkehrsunfall aus dem Leben geschieden sind, bei ihrem Onkel Henry aufgewachsen.
Sie liebt Bücher über alles und kann stundenlang in der ...

Die 16-jährige Tamara ist, nachdem ihre Eltern früh durch einen Verkehrsunfall aus dem Leben geschieden sind, bei ihrem Onkel Henry aufgewachsen.
Sie liebt Bücher über alles und kann stundenlang in der Bibliothek ihres Onkels verbringen, dem Wispern und Flüstern der Seiten lauschen und sich in fremde Welten entführen lassen.
Doch an ihrem 16. Geburtstag ändert sich plötzlich alles. Tamara erfährt, dass sie eine Zeilenspringerin ist und nicht nur das Flüstern aus den Büchern hört, sondern sogar darin reisen kann. Diese Fähigkeit hat aber auch seine Nachteile, denn es besteht immer die Gefahr, dass durch so eine Reise, der Verlauf der Geschichte verändert wird und so großer Schaden angerichtet wird
Ihre Aufgabe ist es, die Welt der Bücher und die Bibliothek des Lebens, in der sich die Lebensgeschichten aller Menschen befinden, zu beschützen.
Doch das ist gar nicht so einfach, denn Erebos, der Anführer der Schatten will die Welt ins Chaos stürzen und so mehr Macht erhalten. Um seinen Plan durchzuführen, entführt er Tamara und zwingt sie, den Verlauf der Geschichten zu ändern. Die Konsequenz wäre, dass die Bibliothek mit all seinen darin enthaltenen Lebensgeschichten zerstört und das gesamte Leben auf der Erde ausgelöscht würde.

Das Cover zeigt ein aufgeschlagenes Buch, aus dem Wirbel aufsteigen. Es hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen.

„Die Welt hinter den Zeilen“ ist das Debüt der Autorin. Ich bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen, denn ihr Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr lebendig. Sie führt ihre Leser gekonnt durch die Zeilen und auch, wenn es mir bei den Protagonisten etwas an Tiefe fehlte, hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen.
Doch nun zu unserer Hauptprotagonistin Tamara.
Seit ihrer Kindheit kennt sie das Wispern und Flüstern der Bücher und hat immer, ohne es zu hinterfragen, hingenommen, dass sie darüber nicht reden darf.
Erst an ihrem 16. Geburtstag erfährt sie nach und nach von ihrem Onkel und der Organisation die Wahrheit. Doch ich habe mir von dieser „Aufklärung“ etwas mehr versprochen. Denn nicht nur Tamara wird im Unklaren gelassen, sondern auch der Leser.
Dass sie vieles nicht hinterfragt, kann man mit ihrem Alter entschuldigen, aber gestört hat mich, dass sie ihre Freundin Leslie, als sie Hals über Kopf aus ihrem Haus flüchten müssen, keine Nachricht hinterlassen und sie scheinbar auch nicht vermisst hat. Sie ist Tamaras beste Freundin in der Schule gewesen und wurde anschließend nie wieder erwähnt.

Miljan hat ebenfalls für einige Fragen bei mir gesorgt.
Warum hat ihr Kinderfreund sich zum Beispiel nach und nach so verändert und den Kontakt zu Tamara völlig abgebrochen? Auch, dass er sich nach einem Gespräch mit Jannik (den er bis dato kaum kannte) plötzlich vom arroganten Schönling zum verständnisvollen Freund gewandelt hat, fand ich unglaubwürdig.
Erst als er Tamara bei ihrer Rettungsaktion begleitet und die Beiden sich näher kommen, wurde es besser und es fiel mir leichter, mich in die Beiden hineinzuversetzen.

Auch die Organisation hinterließ etliche Fragen bei mir. Warum sind Henry, Dr. Simmons und Andre, die selbst diese Fähigkeit nicht besitzen, überhaupt Mitglieder?
Und warum haben sie Tamara nicht viel früher informiert und sie auf ihre Aufgabe vorbereitet?
Schließlich wusste die Organisation, dass Erebos immer noch eine große Bedrohung für die Welt ist.
Im Handlungsverlauf gibt es spannende und ruhige Situationen und es kommt es zu einigen Überraschungsmomenten und unerwarteten Wendungen.
Allerdings ging es mir am Ende etwas zu schnell voran. Ein paar Seiten mehr hätten der Geschichte nicht geschadet.

Die Grundidee des Buches hat mir unheimlich gut gefallen und auch wenn es hier und da noch etwas stockt und es den Charakteren etwas an Tiefe fehlt, ist es alles in allem ein solides Debüt und ein schönes Fantasy-Buch, das ich vor allem der jüngeren Generation empfehlen kann.
Ich bin gespannt, was wir in Zukunft noch von der Autorin lesen werden.
Von mir gibt es dafür 3 Sterne und eine Leseempfehlung für die jüngere Generation.

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Veröffentlicht am 02.06.2022

Konnte mich leider nicht vollständig überzeugen

Das verratene Herz
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Das verratene Herz“ von Stefanie Hasse

Teil 2 der romantischen Fantasy-Dilogie »Die vier Göttergaben«

Sobald das Herz von Princepa Malena schmerzt, beginnt die Erde zu beben. Um dies zu verhindern und ...

Das verratene Herz“ von Stefanie Hasse

Teil 2 der romantischen Fantasy-Dilogie »Die vier Göttergaben«

Sobald das Herz von Princepa Malena schmerzt, beginnt die Erde zu beben. Um dies zu verhindern und das Reich vor dem Untergang zu retten, bleibt Princeps Valerian keine andere Wahl, als seinen Wunsch auf die göttliche Tontafel zu schreiben und Princepa Malena zur Gefühllosigkeit zu verdammen. Um zu verhindern, dass sich der grausame Fluch wiederholt, hatte Malena jedoch Vorkehrungen getroffen. Sie hat ihrer ersten Gardistin Circe den Eid abgenommen, sie und ihr ungeborenes Kind zu töten, sobald der Wunsch geschrieben ist.
Doch ihr Plan scheitert. Malena regiert ab sofort ihr Volk, ohne irgendwelche Gefühle zu empfinden und bereitet alles für einen Krieg vor.
Während Aries, der Vater ihres ungeborenen Kindes mit allen Mitteln, darum kämpft, die Gefühle und Emotionen seiner großen Liebe wieder zu wecken und damit alle Probleme zu lösen, versuchen ihr Bruder Princeps Valerian, sowie die Heilerin Taipa und Cheveyo mit aller Macht, einen Krieg zu verhindern und Malena aufzuhalten.
Doch dafür müssen alle vier Göttergaben vereint werden.

Das Cover hat zwar eine andere Farbe, ähnelt dem von Band 1 jedoch sehr. Es ist zwar schön, wenn die Bücher einer Reihe einen Wiedererkennungswert haben, aber zu sehr sollen sie sich meiner Meinung nach auch nicht gleichen. Aber das ist Geschmackssache und meine persönliche Meinung.
Am Ende gibt es ein Glossar und ein Personenregister, in dem die alten Gottheiten, ihre Göttergaben und alle Protagonisten vorgestellt werden.

Ich bin wieder gut in die Geschichte hineingekommen, denn es ist noch nicht so lange her, dass ich Band 1 gelesen habe.
Der flüssige und lebendige Schreibstil von Stefanie Hasse ist mir bekannt und auch in der Fortsetzung der Reihe punktet sie wieder mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise.
Was die Handlung betrifft, habe ich mich mit der Fortsetzung jedoch merklich schwerer getan.
Band eins endet damit, dass Valerian seinen Wunsch auf die göttliche Tontafel schreibt und sich der Fluch erfüllt. Zu Beginn des zweiten Teils beobachten wir diese Szene nochmals aus der Perspektive von Taipa bevor sich die Handlung nahtlos fortsetzt.

Wir verfolgen die Geschichte aus mehreren unterschiedlichen Blickwinkeln.
Zum einen begleiten wir Aries bei seinen Bemühungen, Malenas Erinnerungen zu wecken und sie und ihr gemeinsames Kind zu retten. Außerdem verfolgen wir die Handlung aus der Sicht von Taipa, Valerian, Malena und Caldera. Bei letzterer gibt es immer wieder Rückblenden, in denen wir sie bei ihrem Versuch, die Göttergaben zu vereinen begleiten.

Die Autorin hat sehr interessante und vielschichtige Charaktere erschaffen, aber ich hatte einige Probleme mit ihren. Bereits in Teil eins wurde ich mit vielen von ihnen nicht so richtig warm und es wurde in der Fortsetzung leider nicht besser.
Ich denke, dass es bei mir auch daran gelegen hat, dass die Geschichte aus sehr vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde und mit das teilweise etwas zu viel wurde.
Hinzu kam, dass es für mein Empfinden, viele langatmige Dialoge gab, die dem Plot die Dynamik und die Spannung nahmen.

Die Idee zu dieser Fantasy-Dilogie hat mir jedoch sehr gefallen und die Autorin punktet mit ihrem Schreibstil und ihrer tollen Ausdrucksweise.
Stefanie Hasse schreibt tolle Bücher, aber mit dieser Dilogie konnte sie mich leider nicht vollständig überzeugen, Es gibt jedoch bestimmt viele Leser, die begeistern von der Reihe sind.
Für „Das verratene Herz“ gibt es von mir 3 Sterne.

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