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Veröffentlicht am 31.05.2020

Eine gefühlvolle und ergreifende Geschichte

Zähl nicht meine Tage
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"Zähl nicht meine Tage"
von Saskia Louis

Triggerwarnung
Enthält Elemente, die triggern können, wie zum Beispiel: Suizidgedanken, Krankheiten, Depressionen, Tod, Verlust, Trauerbewältigung


Zum Inhalt
Am ...

"Zähl nicht meine Tage"
von Saskia Louis

Triggerwarnung
Enthält Elemente, die triggern können, wie zum Beispiel: Suizidgedanken, Krankheiten, Depressionen, Tod, Verlust, Trauerbewältigung


Zum Inhalt
Am Neujahrsmorgen beschließt Zoe, dass ihr Leben an Silvester enden soll. In diesen 365 Tage bis zum Tag X will sie drei Menschen glücklich machen, Gutes zu tun und ihre Schuld abarbeiten, bevor sie ihr Leben mit gutem Gewissen und ohne Reue beenden kann.
Um ihr Vorhaben umzusetzen, beschließt Zoe, ehrenamtlich in einer Klinik auf der Kinderkrebsstation und in einem Altenheim auszuhelfen.
Doch die kleine Mia, die sie auf der Kinderkrebsstation kennenlernt sucht lieber Hilfe bei ihrem Stoffdelfin "Herrn Konrad" und die resolute Sophia aus dem Altenheim lässt sich gar nichts sagen und weiß eh alles besser. Wie soll Zoe ihnen helfen, wenn sie ihre Hilfe nicht einfach dankend annehmen?
Um ihren Lebensunterhalt für die ihr verbleibende Zeit zu bestreiten, jobt sie nebenbei noch in der Poststelle einer Bank. Dort lernt sie den arroganten Banker Alex Ferra kennen und weil Zoe ja gutes tun will, versucht sie ihn zu einem "besseren" Menschen zu machen. Dieser bringt jedoch ihre Pläne völlig durcheinander, zeigt ihr dass das Leben lebenswert sein kann und lässt sie plötzlich wieder Dinge fühlen, an die sie eigentlich nicht mehr erinnert werden will.
Zoe will sich jedoch nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen und versucht konsequent und verbissen ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Alex bleibt jedoch hartnäckig und nach und nach bekommt die Schutzmauer, die Zoe um sich gezogen hat, langsam kleine Risse.

Für mich ist es das erste Buch das ich von der Autorin gelesen habe und sie hat mich mit ihrem angenehmen Schreibstil sehr schnell in den Bann gezogen.
Es liest sich leicht und flüssig und jeder einzelne Satz sorgt dafür, dass ich wissen will, wie es weitergeht.
Die Kapitel sind aus der Sicht von Zoe geschrieben und beginnen immer mit einem Brief, den sie an Claire schreibt und in dem sie ihre Gedanken über den Verlust ihrer Freundin beschreibt.
Ihre Sehnsucht nach Claire ist in jedem Augenblick regelrecht greifbar und ich konnte ihre Emotionen und Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Man sollte allerdings schon wissen, was Depressionen mit einem Menschen machen können um die, für manche vielleicht unverständlichen Reaktionen von Zoe zu verstehen.
Die Autorin hat sie und alle anderen Charaktere wunderbar facettenreich und sehr authentisch geformt. Sie sind greifbar, tiefgründig herausgearbeitet und ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühlslagen versetzen und ihre Handlungen und Emotionen nachvollziehen, einerlei ob es sich dabei um Zoe, Mia, Sophia oder Alex handelte. In Alex habe ich mich sofort verliebt und selbst Schwester Victoria hat gezeigt, dass sie vielschichtig ist und mich überraschten kann.

Saskia Louis beschreibt die Sehnsucht, die Zoe nach Claire hat, den Zwiespalt ihrer Gefühle Alex gegenüber und ihre Unsicherheit sehr gefühlvoll.
Ich ertappe mich dabei, dass mir die Tränen über das Gesicht laufen, weil die Geschichte so unglaublich emotional ist und auch, weil mich der leise, feine Humor der Autorin so begeistert. Besonders die teilweise scharfzüngigen Dialoge zwischen Sophia und Zoe sowie zwischen Alex und Zoe geben der Story die richtige Würze.
Bis zum Ende bleibt es spannend, denn man weiß nicht, welchen Weg sie gehen wird und ob es wirklich für alle ein Happy End geben kann.

Fazit
"Zähl nicht meine Tage" ist eine traurige, aber auch wunderschöne, gefühlvolle und ergreifende Geschichte, die mich bis zur letzten Seite berührt, zum Nachdenken angeregt und restlos begeistert hat.
Legt die Taschentücher bereit und nehmt das Buch in die Hand! Für mich ist es eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr und bekommt volle 5/5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2020

Ein ungewöhnlicher Start in die Fantasy-Trilogie

Buch / Der verstoßene Prinz
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Der verstoßene Prinz - Eine andere Liebesgeschichte" Teil 1 der Trilogie
von Alexandra Demmer-Bracke

Eine Fantasy-Reihe dieser Art habe ich bisher noch nicht gelesen

Das Los entscheidet, wen du heiraten ...

Der verstoßene Prinz - Eine andere Liebesgeschichte" Teil 1 der Trilogie
von Alexandra Demmer-Bracke

Eine Fantasy-Reihe dieser Art habe ich bisher noch nicht gelesen

Das Los entscheidet, wen du heiraten sollst – Was aber, wenn dein Herz eine andere Entscheidung trifft?
Jazmin ist siebzehn Jahre alt und lebt in Undersea, einer Welt, die sich unter einer Kuppel in den Tiefen des Meeres befindet.
In ihrer Welt ist es üblich, das die Jungen und Mädchen mit siebzehn/achtzehn Jahren durch eine Verlosung einem Partner zugewiesen und mit ihm verheiratet werden.
Doch Jazmin möchte lieber selbst entscheiden wen sie heiratet und mit wem sie Kinder bekommt. Bei den Vorbereitungen für die Verlosung trifft sie auf Nick. Er ist aus einem anderen Teil von Undersea angereist und soll auch an der Verlosung teilnehmen.
Nick ist, wie Jazmin, nicht begeistert von dieser Regelung. Die Beiden verlieben sich schnell ineinander und mit der Hilfe von Jasmins Mutter können sie mit der Deep Trans aus Undersea flüchten und schaffen es zurück auf die Erde.
Doch diese wurde vor über hundert Jahren von einem Zauberer in Besitz genommen und ist nicht mehr die Erde, die die Menschen kennen. Es kommt zu einem Kampf zwischen Gut und Böse... einem Kampf zwischen zwei Brüdern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ich habe das Buch auf Lovlybooks entdeckt und mich sofort in das Cover verliebt. Es ist ein richtiger Eyecatcher! Als ich dann den Klappentext und die Leseprobe gelesen hatte, war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss und habe mich sehr gefreut, als ich bei der Leserunde dabei sein durfte.
Ich bin auch sehr schnell in die Geschichte eingetaucht. Der leichte und sehr flüssige Schreibstil machte es mir aber auch sehr leicht. Die Seiten flogen nur so dahin.
Jazmin ist eine sehr sympathische Propagonistin und ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühle und Empfindungen hineinversetzen. Nick ist natürlich mein Lieblingspropagonist. Er hat mich mit seiner sehr speziellen Augenfarbe sofort in den Bann gezogen und ich konnte Jazmin gut verstehen, als sie ihm doch sehr schnell verfallen ist.
Natürlich gibt es auch Figuren, die mir nicht sympathisch waren. Jazmin's Vater George hat seine Sympathiepunkte sehr schnell verspielt und auch Ben konnte mich nicht auf Dauer begeistern. Doch genau das macht eine gute Fantasyreihe ja auch aus.
Die Autorin hat alle Charaktere sehr bildhaft und detailliert beschrieben. Egal ob es sich um die sympathischen Figuren wie Jazmin, Nick , Amber und Ada oder die weniger sympathischen wie George oder Ben handelte, ich fand es sehr spannend zu beobachten, wie sie sich entwickeln.
Im ersten Teil der Geschichte befinden wir uns in Undersea.
Ich konnte mir allerdings nicht so richtig vorstellen, wie es dort aussieht. Es wäre schön gewesen, wenn das Setting etwas ausführlicher und genauer beschrieben worden wäre.

Im zweiten Teil des Buches befinden wir uns auf der Erde und hüpfen mit den Propagonisten von einem Märchen ins nächste. Das hat mich zu Beginn sehr irritiert. Ich hatte zuerst das Gefühl, ein Kinderbuch zu lesen, denn eine Fantasy-Geschichte dieser Art kannte ich bisher nicht. Außerdem fand ich es merkwürdig, dass nicht nur Jazmin und Nick auf der Erde ankamen, sondern auch einige andere Figuren plötzlich dort auftauchten.
Doch ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und war sehr gespannt darauf, wie sich dieses "etwas andere Märchen"km entwickelt und ob Jazmin und Nick den alten Fluch besiegen und den Kampf um die Liebe gewinnen.
Es handelt sich bei dieser Fantasyreihe um eine Trilogie und der erste Teil endet natürlich mir einem Cliffhanger. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und gebe für den ersten Teil gute 4 /5 Sternen ⭐⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Ein schönes Debüt und ein ruhiger Auftakt der Fantasyreihe

Verfolgt von Sturm und Macht (Sturmwanderer 1)
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"Verfolgt von Sturm und Macht" von July Winter
Ein schönes Debüt und ein ruhiger Auftakt

Danielle lebt in Silvaron, einer Region Rokariens und führt gemeinsam mit ihren Vater Maxime das "Gasthaus zum ...

"Verfolgt von Sturm und Macht" von July Winter
Ein schönes Debüt und ein ruhiger Auftakt

Danielle lebt in Silvaron, einer Region Rokariens und führt gemeinsam mit ihren Vater Maxime das "Gasthaus zum goldenen Hirsch". Ihr Bruder ist im Krieg gefallen und auch ihre Mutter lebt nicht mehr. Alleine würde ihr Vater die Arbeit nicht schaffen und um ihn zu entlasten, hat Danielle sogar auf die Heirat mit einem wohlhabenden Kaufmann verzichten.
Jeder Tag ist geprägt von harter Arbeit, aber Danielle hat Unterstützung durch Catia, die ihr als Küchenhilfe unter die Arme greift und außerdem ihre beste Freundin ist.
Sie ist mit ihrem Leben zufrieden, doch dann trifft eines Abends ein mysteriöser, einsilbiger Fremder im Wirtshaus ein. Und als dieser nach einem Überfall plötzlich völlig mittellos ist, bietet Danielle ihm ohne lange zu überlegen an, im Wirtshaus auszuhelfen um Geld zu verdienen. Auch wenn sie nichts von diesem geheimnissvollen Fremden weiß, ist sie von ihm und seiner rätselhaften Art, fasziniert und ahnt nicht, dass er ihr Leben ziemlich schnell auf den Kopf stellen wird.

Ich brauchte etwas Zeit um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, doch ich merkte schnell, dass er perfekt an das Setting angepasst ist. Die Ausdrucksweise der Autorin ist sehr lebendig und als ich erstmal im Lesefluss drin war, konnte ich das Buch so schnell nicht wieder zur Seite legen, da es sich sehr leicht und flüssig liest. July Winter hat mit ihren bildhaften Beschreibungen für Kopfkino gesorgt und ich hatte das Gefühl mitten im Geschehen zu sein.
Sehr gut gefallen hat mir auch der Perspektivenwechsel zwischen Danielle und Dereck (Brix). So konnte ich die Emotionen und Gefühle der Beiden gut nachvollziehen und mich in sie hineinversetzen.
Danielle war mir sofort sympathisch und ich habe sehr schnell gemerkt, dass sie eine starke und eigenständige Propagonistin ist, mit einem angenehmen Wesen und einer hilfsbereiten Art.
Dereck mochte ich zu Beginn überhaupt nicht. Ich fand ihn furchtbar arrogant und überheblich. Doch nachdem er das einfache Leben der Dorfbewohner kennenlernt, verändert sich sein "Denken" nach und nach und er lässt es zu, dass man hinter seine Mauern blickt. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte unheimlich schnell weiter und ich lerne den verschlossen, distanzierten Mann plötzlich von einer anderen, sensiblen Seite kennen.
Es ist der Autorin wunderbar gelungen, seine innere Zerrissenheit zu vermitteln.
Auch die vielen tollen Nebenfiguren haben mir gut gefallen.
Ob es sich um ihren etwas ruppigen Vater Maxime, ihre flippige Freundin Catia, der resoluten Köchin Binette oder den verantwortungsvollen Cedric handelt, die Autorin hat mit ihnen interessierte Charaktere geschaffen die sich perfekt in die Geschichte einfügen und genügend Tiefe haben. Ich habe über den ständigen Schlagabtausch von Danielle und Brix geschmunzelt und das Schicksal von Yanis beweint.
Gewünscht hätte ich mir etwas mehr Spannung. Ich kann nachvollziehen, dass es sich beim ersten Teil der Reihe um eine Art "Einführung" handelt und die Propagonisten und ihre Hintergrundgeschichten erstmal vorgestellt werden, aber zwischendurch gab es Abschnitte, die einfach zu langatmig waren.
Im Prolog beginnt es sehr vielversprechend, doch dann zieht sich die Phase des "Kennenlernens" einfach zu lange hin. Ich habe die ganze Zeit auf den großen Knall gewartet.

Fazit
Ich kann kaum glauben, dass es sich um das Debüt der Autorin handelt!
Und auch wenn man im ersten Teil noch keine High-Fantasy findet, ist July Winter ein Debüt gelungen, dass neugierig macht auf den zweiten Teil.
Ich ahne schon, was es mit dem Epilog auf sich hat und werde deshalb wohl nicht mehr lange mit der Fortsetzung warten.
Für das Debüt gibt es 4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Eher Familiendrama als Thriller

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ...

"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ein altes Haus gekauft, es umgebaut und eine Pension eröffnet. Doch der Start in die Selbstständigkeit erweist sich als schwierig, denn die Probleme sind mit dem Eintreffen der ersten Gäste nicht verschwunden.
Das Zusammenleben mit ihrer Mutter gestaltet sich problematisch und Aiden, der immer noch mit einer schweren Krise zu kämpfen hat, sitzt lieber im Schlafzimmer am Schreibtisch anstatt Kirsty bei der Arbeit zu unterstützen.
Und dann treffen am Eröffnungswochenende auch noch mehr Familienmitglieder als Gäste ein. Es tauchen nicht nur Kirstys Bruder Nathan und seine Frau Julia auf. Ihre Mutter hat Kirstys Cousine Selena und ihre kranke Tochter Ruby eingeladen, obwohl sie weiß, dass Kirsty seit 17 Jahren nicht mehr mit ihr spricht. Der Grund dafür sind die vielen Lügen, die Selena immer wieder in die Welt gesetzt hat und auch jetzt hat sie etliche Geschichten im Gepäck. Stimmt es wirklich, dass ihr Mann sie misshandelt und sie deshalb Schutz bei ihnen sucht?
Doch das ist nicht das einzige Problem, vor dem Kirsty plötzlich steht, denn scheinbar hat jeder im Haus Geheimnisse.
Jeden Tag liegen verwelkte Blumen vor der Tür, es geschehen merkwürdigen und unheimliche Dinge und Selena wird das Opfer eines Verbrechens.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Bereits im Prolog wird es spannend und wir werden Zeuge des Mordes an Selena. Doch dann springt die Handlung ein ganzes Stück zurück und wir begleiten die Familie vom ersten Tag des Einzuges an. Die Spannung vom Prolog ist leider auch sehr schnell wieder verflogen und wir müssen bis zur Hälfte des Buches warten, um wieder an dem Punkt der Geschichte zu landen, an dem wir gestartet sind.
In der Zwischenzeit dreht sich alles um die zahlreichen Probleme, die die Hausbewohner und Gäste mit sich selbst und anderen haben. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es in der ganzen Geschichte nicht eine einzige Person, die keine Probleme hat.
Kirsty erweckt auf mich nicht den Eindruck, als ob sie die perfekte Gastgeberin ist und in ihrem neuen Job aufgeht. Doch ich denke, die Beiden sind vor der Vergangenheit geflüchtet und haben sich schnell davon überzeugen lassen, dass dieses Projekt das Richtige für sie ist.
Aiden kämpft immer noch mit seiner Vergangenheit und verbringt die Tage am liebsten an seiner Schreibmaschine, und auch die Töchter verhalten sich merkwürdig. Amelia zieht sich immer mehr zurück und redet kaum noch und Evie glaubt, dass es Geister im Haus gibt und redet mit einer kaputten Porzellanpuppe, die sie im Haus gefunden hat. Sie alle, Kirstys Mutter und alle anderen Gäste der Pension haben irgendwie etwas zu verbergen.
Die Autorin hat sehr interessante Charaktere geschaffen, die sich gut in die Geschichte einfügen.
Wir verfolgen die Handlung aus der Sicht von Kirsty. Damit habe ich allerdings auch nur ihre Gefühle und Emotionen kennengelernt und sie bleibt die einzige Charaktere, in die ich mich richtig hineinversetzen konnte.
Kirsty ist eine sympathische Propagonistin, die mir manchmal schon leid getan hat, denn sie hat es nicht leicht und wird mit vielem alleine gelassen.

Die Handlung plätschert leider lange Zeit vor sich hin und erst nach dem Mord an Selina wird es spannend.
Alle haben auf eine Art und Weise ein Motiv und ich habe lange Zeit gerätselt, wer dafür verantwortlich ist. Es gab etliche Wendungen und irgendwie habe ich immer vermutet, dass Aidens Vergangenheit noch eine wichtige Rolle spielen würde. Ob das so ist, werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.
Das Ende hat mich schon sehr überrascht.

Fazit
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand es auch sehr gut, dass es keine brutalen und blutigen Szenen ihn der Geschichte gibt.
Bei einem Thriller erwarte ich allerdings Dramatik und Gänsehautfeeling. Hier hatte ich jedoch den Eindruck das es sich eher um ein Familiendrama handelt und nicht um einen Thriller.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch die fehlende Spannung in der ersten Hälfte der Geschichte.
Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für alle, die leichte "Psychothriller" mögen oder ein Familiendrama ohne Brutalität und viel Blutvergießen.
Vielen lieben Dank für die Bereitstellung des Rezesionsexemplars.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Eher Familiendrama als Thriller

VERGESSEN - Nur du kennst das Geheimnis
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"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ...

"Vergessen - Nur du kennst das Geheimnis" von Claire Douglas

Kirsty und Aiden wollen mit ihren beiden Töchtern Amelia und Evie in Wales neu anfangen. Mit der Unterstützung von Kirstys Mutter haben sie ein altes Haus gekauft, es umgebaut und eine Pension eröffnet. Doch der Start in die Selbstständigkeit erweist sich als schwierig, denn die Probleme sind mit dem Eintreffen der ersten Gäste nicht verschwunden.
Das Zusammenleben mit ihrer Mutter gestaltet sich problematisch und Aiden, der immer noch mit einer schweren Krise zu kämpfen hat, sitzt lieber im Schlafzimmer am Schreibtisch anstatt Kirsty bei der Arbeit zu unterstützen.
Und dann treffen am Eröffnungswochenende auch noch mehr Familienmitglieder als Gäste ein. Es tauchen nicht nur Kirstys Bruder Nathan und seine Frau Julia auf. Ihre Mutter hat Kirstys Cousine Selena und ihre kranke Tochter Ruby eingeladen, obwohl sie weiß, dass Kirsty seit 17 Jahren nicht mehr mit ihr spricht. Der Grund dafür sind die vielen Lügen, die Selena immer wieder in die Welt gesetzt hat und auch jetzt hat sie etliche Geschichten im Gepäck. Stimmt es wirklich, dass ihr Mann sie misshandelt und sie deshalb Schutz bei ihnen sucht?
Doch das ist nicht das einzige Problem, vor dem Kirsty plötzlich steht, denn scheinbar hat jeder im Haus Geheimnisse.
Jeden Tag liegen verwelkte Blumen vor der Tür, es geschehen merkwürdigen und unheimliche Dinge und Selena wird das Opfer eines Verbrechens.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen.
Bereits im Prolog wird es spannend und wir werden Zeuge des Mordes an Selena. Doch dann springt die Handlung ein ganzes Stück zurück und wir begleiten die Familie vom ersten Tag des Einzuges an. Die Spannung vom Prolog ist leider auch sehr schnell wieder verflogen und wir müssen bis zur Hälfte des Buches warten, um wieder an dem Punkt der Geschichte zu landen, an dem wir gestartet sind.
In der Zwischenzeit dreht sich alles um die zahlreichen Probleme, die die Hausbewohner und Gäste mit sich selbst und anderen haben. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es in der ganzen Geschichte nicht eine einzige Person, die keine Probleme hat.
Kirsty erweckt auf mich nicht den Eindruck, als ob sie die perfekte Gastgeberin ist und in ihrem neuen Job aufgeht. Doch ich denke, die Beiden sind vor der Vergangenheit geflüchtet und haben sich schnell davon überzeugen lassen, dass dieses Projekt das Richtige für sie ist.
Aiden kämpft immer noch mit seiner Vergangenheit und verbringt die Tage am liebsten an seiner Schreibmaschine, und auch die Töchter verhalten sich merkwürdig. Amelia zieht sich immer mehr zurück und redet kaum noch und Evie glaubt, dass es Geister im Haus gibt und redet mit einer kaputten Porzellanpuppe, die sie im Haus gefunden hat. Sie alle, Kirstys Mutter und alle anderen Gäste der Pension haben irgendwie etwas zu verbergen.
Die Autorin hat sehr interessante Charaktere geschaffen, die sich gut in die Geschichte einfügen.
Wir verfolgen die Handlung aus der Sicht von Kirsty. Damit habe ich allerdings auch nur ihre Gefühle und Emotionen kennengelernt und sie bleibt die einzige Charaktere, in die ich mich richtig hineinversetzen konnte.
Kirsty ist eine sympathische Propagonistin, die mir manchmal schon leid getan hat, denn sie hat es nicht leicht und wird mit vielem alleine gelassen.

Die Handlung plätschert leider lange Zeit vor sich hin und erst nach dem Mord an Selina wird es spannend.
Alle haben auf eine Art und Weise ein Motiv und ich habe lange Zeit gerätselt, wer dafür verantwortlich ist. Es gab etliche Wendungen und irgendwie habe ich immer vermutet, dass Aidens Vergangenheit noch eine wichtige Rolle spielen würde. Ob das so ist, werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.
Das Ende hat mich schon sehr überrascht.

Fazit
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich fand es auch sehr gut, dass es keine brutalen und blutigen Szenen ihn der Geschichte gibt.
Bei einem Thriller erwarte ich allerdings Dramatik und Gänsehautfeeling. Hier hatte ich jedoch den Eindruck das es sich eher um ein Familiendrama handelt und nicht um einen Thriller.
Mein größter Kritikpunkt ist jedoch die fehlende Spannung in der ersten Hälfte der Geschichte.
Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für alle, die leichte "Psychothriller" mögen oder ein Familiendrama ohne Brutalität und viel Blutvergießen.
Vielen lieben Dank für die Bereitstellung des Rezesionsexemplars.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere