Zwischen Freundschaft, Misstrauen und Täuschung
Eine von unsNach einem Hausbrand zieht Gina mit ihrer Familie in das leerstehende Haus ihrer alten Freundin Annie, die gerade verreist ist. Schon kurz nach dem Einzug steht Mary vor der Tür, die sich als Annies Haushälterin ...
Nach einem Hausbrand zieht Gina mit ihrer Familie in das leerstehende Haus ihrer alten Freundin Annie, die gerade verreist ist. Schon kurz nach dem Einzug steht Mary vor der Tür, die sich als Annies Haushälterin ausgibt. Gina ist zunächst skeptisch, nimmt die Hilfe der Fremden aber trotzdem an. Während sich die neue Situation im Haus zuspitzt, wird schnell klar, dass Mary eigene Pläne verfolgt. In Rückblenden erfährt man außerdem mehr über Ginas Jugendclique, alte Geheimnisse und eine verhängnisvolle Nacht, die noch immer Schatten wirft.
Die Idee hat mir richtig gut gefallen und der Einstieg war vielversprechend. Es herrscht von Beginn an eine bedrückende Atmosphäre und ich wollte unbedingt wissen, was hinter Mary steckt. Leider hat sich die Handlung für meinen Geschmack zu vorhersehbar entwickelt. Viele Wendungen habe ich schon früh geahnt, und die Reaktionen der Figuren wirkten auf mich oft unlogisch oder zu naiv. Besonders Gina habe ich manchmal einfach nicht verstanden. Trotzdem ließ sich das Buch flüssig lesen und einige Szenen konnten mich auch fesseln. Der Showdown war zwar spannender, aber insgesamt nicht ganz überzeugend.
Ein Psychothriller mit guter Grundidee, der für mich aber zu durchschaubar war. Trotz der Schwächen möchte ich mehr von Samantha Hayes lesen, da mir der Stil grundsätzlich gefallen hat. Für Fans von Freida McFadden könnte die Geschichte interessant sein, wenn man über die Vorhersehbarkeit hinwegsehen kann. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.