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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2020

Hatte mehr erwartet

Die Frauen von Richmond Castle
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England in den 1920er Jahren: Die junge Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, erhält die Chance, für sechs Monate in der Redaktion der örtlichen Zeitung zu arbeiten, ihr Traum geht zumindest für eine ...

England in den 1920er Jahren: Die junge Ishbel Christina Camberwell, genannt Blue, erhält die Chance, für sechs Monate in der Redaktion der örtlichen Zeitung zu arbeiten, ihr Traum geht zumindest für eine begrenzte Zeit in Erfüllung. Zur selben Zeit rettet sie eine junge Frau vor dem Ertrinken und bietet ihr anschließend an, ihr zur Seite zu stehen, als sie erfährt, dass Delphine auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann ist. Die beiden Frauen freunden sich an, und für Delphine scheint sich endlich eine glückliche Wendung zu ergeben. Doch auch das scheinbar glückliche Leben von Blues Familie ist sehr fragil...

Tracy Rees hat einen angenehmen Schreibstil, sehr schnell gelingt es der Autorin, die Leserin in die Geschichte hineinzuziehen. Dabei wickelt sie die Erzählung abwechselnd aus der Sicht der Protagonistinnen ab und gibt so Einblicke in die Gedankenwelt von Delphine, Blue und Midge, Blues Stiefmutter. Allerdings gelang es mir nicht immer, die Motive der Frauen nachzuvollziehen. Der zeitliche Rahmen ist mit den Goldenen Zwanzigern interessant gewählt, allerdings hätte ich gern etwas mehr Hintergrund gehabt. Ich würde das Buch weniger in die Rubrik „Historischer Roman“ als vielmehr „Frauenroman“ einordnen.

So ist die Geschichte ganz nett zu lesen, aber so wirklich beeindrucken konnte sie mich nicht. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen und kann das Buch nur verhalten weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Todesfälle mit blauen Rosen

Eisige Dornen (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 4)
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Der Tod des Fußballstars Hendrik Borg sieht zunächst aus wie ein Selbstmord, auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Doch als noch mehrere Todesfälle mit blauer Rose aufgefunden werden, wird klar, dass ...

Der Tod des Fußballstars Hendrik Borg sieht zunächst aus wie ein Selbstmord, auf seiner Brust liegt eine blaue Rose. Doch als noch mehrere Todesfälle mit blauer Rose aufgefunden werden, wird klar, dass diese in irgendeiner Art zusammenhängen müssen. Psychiaterin Nathalie Svensson wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Was haben diese Toten gemeinsam, warum mussten sie sterben? Und wo wird der Killer als nächstes zuschlagen?

Dies ist bereits der vierte Fall mit der Psychiaterin Nathalie Svensson, die zu den Ermittlungen der Polizei hinzugezogen wird. Und so ist zwar der Fall in sich abgeschlossen, es wird aber schnell klar, dass zwischen den Ermittlern bereits in den vorhergehenden Bänden einiges gelaufen ist. Während ich mich mit dem Vorgängerband sehr schwer getan hatte, fiel es mir diesmal leichter, in die Geschichte hineinzufinden. So war es ein Vergnügen, mit den Ermittlern nach den Motiven des Täters zu suchen, vor allem in Verbindung mit der Geschichte aus der Vergangenheit, die an den Anfang des Buches gestellt ist und im Verlauf der Seiten immer wieder weiter verfolgt wird. Die Verwicklungen sind glaubwürdig dargestellt, zum Schluss führen alle Ergebnisse zu einem überraschenden Schluss. Manches war zwar auch etwas langatmig geraten, insgesamt aber ergibt sich ein ordentlicher Krimi, dem ich gerne 4 von 5 Sternen gebe und den ich gerne weiter empfehle. Am besten aber liest man die Reihe in chronologischer Reihenfolge.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Ein realistisches Szenario zur Himmelsscheibe von Nebra

Die Kinder von Nebra
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Nebra vor 4000 Jahren: Die Menschen stehen unter der Willkür des Fürsten Orkon, der sich weniger für das Volk als vielmehr für sich selbst interessiert. Sein Sohn Arrak agiert noch despotischer als der ...

Nebra vor 4000 Jahren: Die Menschen stehen unter der Willkür des Fürsten Orkon, der sich weniger für das Volk als vielmehr für sich selbst interessiert. Sein Sohn Arrak agiert noch despotischer als der Vater. Dabei hat er es auf die junge Priesterin Rana abgesehen, doch sie schwört, die Menschen von dieser dunklen Herrschaft zu befreien. Die bronzene Scheibe, die ihr Vater geschmiedet hat und den Sternenhimmel zeigt, wird in Ranas Händen eine große Hilfe, steht sie doch für die Göttin des Lichts.

Als Ende der 1990er Jahre die Himmelsscheibe von Nebra gefunden wurde, wurde schnell klar, dass sie ein großes Geheimnis birgt. Der Autor Ulf Schiewe stützt sich auf die bisherigen Kenntnisse der Forschung und hat um die Scheibe eine dramatische Geschichte gewoben, die voller Spannung und auf dem Hintergrund sorgfältiger Recherchen ein mögliches Szenario der damaligen Zeit entwirft. Beeindruckend ist es, wie hier Geschichte erfahrbar gemacht wird: Nicht nur die Protagonisten werden ausführlich dargestellt, sondern auch die Zeit und die örtlichen Gegebenheiten, in der die Geschichte spielt. Eine Karte, ein Personenregister sowie ein Glossar helfen dem Leser, sich gut in die Geschehnisse hineindenken zu können. Die Bedeutung der Scheibe sowie ihre (mögliche) Entstehung sind eindrucksvoll beschrieben.

Mir fiel es schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen, es konnte mich gleich auf den ersten Seiten fesseln und in die Geschichte hineinziehen. Deshalb empfehle ich es unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Spannend-witzige Ermittlungen auf Borkum

Mordseeluft
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Caro Falk ist in Trennung von ihrem Ehemann und geht mit Sohn Justus auf eine Mutter-Kind-Kur auf Borkum. Doch neben Gesprächsgruppe und sonstigen Anwendungen gibt es gleich eine Überraschung für sie: ...

Caro Falk ist in Trennung von ihrem Ehemann und geht mit Sohn Justus auf eine Mutter-Kind-Kur auf Borkum. Doch neben Gesprächsgruppe und sonstigen Anwendungen gibt es gleich eine Überraschung für sie: In der Strandsauna findet Caro morgens den toten Chefarzt der Klinik vor. Da die Polizei von einem Unfall ausgeht, macht sich Caro so ihre eigenen Gedanken. Und zusammen mit ihrem Schwiegervater Hinnerk und mit Türsteher Jan beginnt sie zu ermitteln. Es gibt so einiges, was sie da herausfindet…

Obwohl Caro ihre eigenen Probleme hat – frisch getrennt, enttäuscht von einem Ehemann, der sie hintergangen hat, ohne Geld und ohne Beruf -, stürzt sie sich begeistert in die Ermittlungen um den toten Chefarzt der Klinik, denn da scheint so einiges nicht zu stimmen. Dafür hat sie ein besonderes Näschen, das erkennt der Leser schnell. Mit viel Situationskomik (die Möwe, die sie gleich zu Beginn der Fahrt nach Borkum gleich zweimal trifft, ist hier nur der Anfang) und viel Humor erzählt die Autorin Christine Drews unter ihrem Pseudonym Emmi Johannsen einen eher unblutigen, dafür aber spannenden und witzigen Krimi rund um die Nordseeinsel Borkum, so dass man beim Lesen nicht nur begeistert miträtselt, sondern noch eine gute Schippe Urlaubsgefühl erhält. Der Plot ist gut ausgefeilt, und so habe ich mich mit Vergnügen auf Coras Ermittlungen einlassen können.

Mich hat das Buch gleich auf den ersten Seiten begeistern können, das hat sich durchgehalten bis zur letzten Seite. Nun bin ich schon neugierig auf weitere Ermittlungen mit Cora Falk und Jan Akkermann… Deshalb gibt es von mir selbstverständlich alle 5 möglichen Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Bei Kenntnis der Vorgängerbände wohlkomponierter Thriller

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Der ehemalige Polizist Finlay Shaw liegt tot in einem Zimmer, eine Pistole in der Hand. Selbstmord offensichtlich, denn Türen und Fenster sind verriegelt. Doch William Fawkes, genannt Wolf, ist sich sicher: ...

Der ehemalige Polizist Finlay Shaw liegt tot in einem Zimmer, eine Pistole in der Hand. Selbstmord offensichtlich, denn Türen und Fenster sind verriegelt. Doch William Fawkes, genannt Wolf, ist sich sicher: Hier liegt ein Mord vor! So gut kennt er seinen väterlichen Freund, dieser würde niemals Selbstmord begehen. Und Wolf schwört, den Täter aufzudecken…

Dies ist der dritte Fall mit dem Ermittlungsteam um Wolf, Emily Baxter, Alex Edmund, Polizeichef Christian Bellamy und Commander Geena Vanita. Für mich war es der zweite Band, den ich gelesen habe. Dabei habe ich es sehr schwer gehabt, in die Handlung zu finden: durch die vielen Ermittler, von denen ich nicht mehr genau wusste, welche Geschichten sie bisher gemeinsam haben. Ich musste sogar erstmal überlegen, wer denn wem wohlgesonnen ist und wenn nein, warum eben nicht. Wenn das überstanden ist, findet sich der Leser allerdings in einem wohlkomponierten Thriller, der sich auch mal in Situationskomik ausschütten kann und mit einigen Actionsszenen aufwartet.

Mit Verweis darauf, diese Geschichte unbedingt in der chronologischen Reihenfolge der Bände zu lesen (und am besten kurz hintereinander), kann ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen und vergebe starke 3 von 5 Sternen.

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