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Veröffentlicht am 27.07.2022

Bekanntes Konzept, aber mit besonderer eigener Note

Legend Academy. Fluchbrecher
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Protagonistin der Geschichte ist Graylee, ein junges Mädchen mit allerlei Schwierigkeiten im Leben, wie ihrer Außenseiterstellung in der Schule und regelmäßigen Polizeibesuchen. Besonders ist jedoch eine ...

Protagonistin der Geschichte ist Graylee, ein junges Mädchen mit allerlei Schwierigkeiten im Leben, wie ihrer Außenseiterstellung in der Schule und regelmäßigen Polizeibesuchen. Besonders ist jedoch eine außergewöhnliche Fähigkeit, die auch der Grund dafür ist, dass sie irgendwann durch ihre Vertrauenslehrerin an die Swanlake Academy geschickt wird, ein Internat für Mythen. Diese sind Nachkommen von einer der 7 übrig gebliebenen Sagengestalten, wie Selkies, Sirenen, Chimären, Walküren, Odinssöhnen, Minotauren und Gorgonen. Hier soll Graylee erfahren, welches Mythenerbe sie in sich trägt. Doch bald schon verschwinden Schüler und ein alter Fluch scheint wieder aktiv zu sein, der in nicht allzu ferner Zukunft sein erstes Opfer fordern soll.

Generell würde ich sagen, dass dies ein bekanntes Konzept ist. Eine Schule mit übernatürlichen Wesen bzw. deren Kindern, irgendein Gegner oder Fluch, der auf dem Ort lastet. Das hatten wir alles schon. Dennoch hat Nina MacKay hier ein eigenes neues Werk geschaffen, das mich völlig in seinen Bann gezogen hat. Es macht Freude mit Graylee mitzufiebern, wenn sie den Rätseln der Schule detektivisch auf den Grund geht. Dabei stellen sich in Band 1 eigentlich mehr Fragen als aufgelöst werden. Noch immer bleibt die Ungewissheit über Graylees Fähigkeiten und Herkunft und was ist damals passiert an der Swanlake Academy passiert. Von den Geheimnissen, die das Internat zu bieten hat, haben wir erst einen Ansatz lüften können.
Und wer ist der Unbekannte, den Graylee immer zu sehen glaubt?

Graylee selbst war mir dabei von Anfang an sympathisch. Selbstbewusst und energisch, aber auch freundlich und loyal. Schön wie sie immer wieder an Sinclair denkt und sich nach ihm sehnt.
Hudson ist da grundsätzlich nicht viel anders, aber von seiner Vergangenheit gezeichnet und viel distanzierter. Eben wie Graylee schon sagt ein bisschen der Klischee-Typ der Geschichte. Teilweise kann ich aber seine Handlungen und Vorbehalte den Wendigos über nicht verstehen, aber das kommt ja vielleicht noch im zweiten Band.
Ornella ist ja eine meiner Lieblinge, original Gossip-Girl, aber mit gutem Herz. Ich freue mich aber gerade bei ihr auf mehr in Teil 2. Ich bin gespannt, ob sie noch eine schöne Charakterentwicklung vollzieht.
Lediglich die Lehrer kann ich bisher allesamt nicht ausstehen. Irgendwie sind die merkwürdig ignorant und absolut unempathisch, was einfach alles betrifft.
Und was hat alle Welt bloß gegen diese süßen Kolibris.

Insgesamt kann ich dieses Buch aber nur empfehlen und besonders der aufregende Cliffhanger am Ende macht definitiv Lust auf mehr. Ich freue mich schon total auf die Fortsetzung, in der dann hoffentlich alle Fragen beantwortet werden, und werde sie auf jeden Fall lesen, sobald sie rauskommt.

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Würdiges Finale mit Gefühlsachterbahn

Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
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Der Kampf gegen das Chaos nimmt endlich so richtig Fahrt auf. Der Kaiser mag tot sein, aber es ist noch lange nicht vorbei. Amaias Status als goldene Erbin wird noch immer nicht anerkannt und die Konflikte ...

Der Kampf gegen das Chaos nimmt endlich so richtig Fahrt auf. Der Kaiser mag tot sein, aber es ist noch lange nicht vorbei. Amaias Status als goldene Erbin wird noch immer nicht anerkannt und die Konflikte zwischen den den Fürsten stören die Ordnung und öffnen dem Chaos weiter die Tür. Wie lange kann Noár dem Chaos, das in ihm wütet da noch widerstehen. Die einzige Rettung scheint ein neues Juwel der Macht, welches Amaia aber nur mithilfe aller Fürstenhäuser erlangen kann.

Nach wenigen Tagen bin ich nun mit der ganzen Reihe durch und ich kann gar nicht in Worte fassen, was diese Geschichte alles in mir ausgelöst hat.
Es gab so schlimme Schicksalsschläge, dass ich zwischendurch kurz davor war, das Buch abzubrechen, um meinen Herzschmerz zu beenden. Ein Glück, dass ich dann doch bis zum Ende dabei geblieben bin, denn ich hab zwar geweint, wie schon lange nicht mehr bei einem Buch, aber ich war auch wahnsinnig glücklich und tief berührt über das emotionale Ende und manchmal musste ich sogar herzlich lachen bei der sturköpfigen Eigensinnigkeit mancher Reiche. Ein wenig Wehmut ist geblieben, aber Julia hat da ein fantastisches Finale geschaffen und das Ende ist durch und durch gelungen. Irgendwie ist das der beste Ausgang, den man sich erhoffen konnte.

Ich liebe es, dass endlich auch die anderen Fürstenkinder eine wichtige Rolle in der Geschichte und zumindest etwas mehr Tiefe bekommen haben.
Auch dass Wolkenprinz Ifa hier noch mehr von sich zeigen durfte als seine arrogante Kaltherzigkeit, hat mich tief berührt.
Und was ist Faheena denn bitte für ein schöner Ort. Die Gemeinschaft der Faheen und besonders ihr Fürst Ilion, den wir ja schon kurz in Band 2 kennenlernen durften, hat es mir besonders angetan.

Der dritte Teil ist wirklich ein Abschluss für alle noch offen gebliebenen Fragen.
Endlich werden Amaia alle Fragen um ihre mysteriöse Vergangenheit beantwortet und auch über die Vergangenheit Cassardims selbst wird eine berührende Geschichte erzählt.
Der Schattenhof und die Silberfeste führen ihre langersehnte Schlacht,
die Liebe zwischen Amaia und Noár findet ihren Höhepunkt
und all das mitten im verzweifelten Kampf gegen das Chaos.

Wenn eine Geschichte ein absolut episches Ende hat, dann die Geschichte um Amaia und Noár und um Cassardim.

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Nervenaufreibende Fortsetzung Cassardims

Cassardim 2: Jenseits der schwarzen Treppe
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Nachdem Amaia sich im ersten Teil größtenteils im goldenen Berg behaupten musste und dort ja auch ordentlich gelitten hat, geht es im zweiten Teil an den Schattenhof, Noárs Heimat.
Auch dort wird es leider ...

Nachdem Amaia sich im ersten Teil größtenteils im goldenen Berg behaupten musste und dort ja auch ordentlich gelitten hat, geht es im zweiten Teil an den Schattenhof, Noárs Heimat.
Auch dort wird es leider nicht einfacher. Stattdessen treten neue Gegner auf den Plan, die entweder durch Manipulation oder eigene Willensstärke zur Bedrohung werden.
Aber auch auf ein paar altbekannte Gesichter und neue Freunde darf man sich freuen.

Also das offensichtlichste zuerst: das Cover. Zum ersten Band ein enormer Fortschritt, aber auch hier nicht so ganz der Stil, der mir gefällt. Immerhin aber direkt schonmal ein erster Eindruck, was uns erwartet - die Schwarze Treppe zum Schattenreich, düster und gefährlich.

Die Geschichte war ja wieder mal ein auf und ab. Im wandernden Wald ist es so schon mit Moe und auch seine Eltern sind mir wahnsinnig sympathisch. Und denn geht alles schief, nur weil Amaia so eine gute Seele ist und ihren ehemaligen Bruder so liebt. Kein Vorwurf. Ich liebe Amaia dafür, aber in Cassardim verdammt dich ein gutes Herz, glaube ich, zu ewigem Unglück.
Trotzdem hat das natürlich auch sehr positive Seiten.
wir lernen endlich Noárs Heimat kennen und noch mehr seiner Freunde und Vertrauten.
Ganz ehrlich, wer hat die lieben, aber zuweilen auch etwas verrückten Pash, Rhome, Junos und die anderen aus Noárs Kreis nicht ins Herz geschlossen.
Dazu noch Nox und Flummel von der tierischen Fraktion und man hat die besten Freunde die man sich wünschen kann.
Und die kann man am Schattenhof wahrlich gut gebrauchen, denn Schwäche kannst du dir an diesem Ort schlicht nicht erlauben.

Allerdings wird die Liebe und das Vertrauen zwischen Amaia und Noár im Laufe der Geschichte auf eine echte Probe gestellt und Amaia muss so viel durchmachen. Sie wurde in diese Welt und die ganzen Intrigen einfach so reingeschmissen. Ihr wird erzählt, sie sei die Wolkenprinzessin, dann ist sie auf einmal doch die goldene Erbin, von allen wird sie zurückgewiesen und verleugnet und sie ist natürlich auch noch Schuld an alledem.
Die Frage nach ihrer Vergangenheit, die Nacht der Rebellion und der Konflikt zwischen den Cassarden um die Zukunft des Kaiserthrons ist wieder mal unglaublich fesselnd und herzergreifend.

Und das Ende? Ganz ehrlich, ganz gemein von Julia Dippel uns mit so einem Cliffhänger zurückzulassen.

Ich kann nur sagen, es lohnt sich, in Cassardim einzutauchen und sich von der fantastischen Welt und den verschiedenen facettenreichen Charakteren mitreißen zu lassen.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Aufregender Einstieg in meine neue Lieblingsreihe

Cassardim 1: Jenseits der goldenen Brücke
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Ich muss sagen, ich bin absolut begeistert. In den letzten Tagen, habe ich die ganze Reihe so schnell verschlungen, dass ich nur hoffen kann, die einzelnen Handlungsabschnitte jetzt noch im Kopf ordnen ...

Ich muss sagen, ich bin absolut begeistert. In den letzten Tagen, habe ich die ganze Reihe so schnell verschlungen, dass ich nur hoffen kann, die einzelnen Handlungsabschnitte jetzt noch im Kopf ordnen zu können.

Aber fangen wir mit dem Cover an. Dazu muss ich nämlich leider sagen, dass mir das wirklich so gar nicht zusagt. Aus der Trilogie finde ich dieses Cover mit Abstand am schlimmsten. Ich habe mir die Reihe auch nur genauer angeguckt, weil ich zuerst auf den zweiten Band gestoßen bin. Hätte ich nur den ersten Teil gesehen, hätte die Reihe mich wahrscheinlich nie für sich gewonnen.

Umso schöner, dass mich die Handlung so überzeugen konnte, dass ich die Reihe um Cassardim mittlerweile zu meinen Lieblingsbüchern zähle.
Der Schreibstil von Julia Dippel hat mir wahnsinnig gut gefallen und auch die Stimme von Yara Blümel hat mich beim Lesen quasi verzaubert. Ich konnte mich dabei so richtig in die Geschichte fallen lassen.

Ich gestehe, am Anfang war ich noch nicht allzu überzeugt. Die kühle Distanz und Abschätzigkeit, die irgendwie gefühlt alle Amaia gegenüber an den Tag gelegt haben, wie die Eltern und die Wolkenfürstin, hat mich einfach aufgeregt. Wahrscheinlich aber einfach nur, weil ich Amaia so mag.
Aber als Noár, Amaia und ihre Geschwister endlich in Cassardim angekommen sind, war ich echt fasziniert. Die Welt wirkte so fantastisch und facettenreich. Auch die doch sehr poetischen Namen der einzelnen Reiche, die ich anfangs für etwas albern übertrieben gehalten habe, sind mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen.
Dass dort alles auf dem Willen der Cassarden beruht und es letzten Endes jede Sekunde nur um die eigene Willensstärke geht, finde ich eine coole Idee, die mich inspiriert und mir zeigt, was alles möglich sein kann, wenn man den Willen dazu hat (wenn auch nicht so in der Form wie in Cassardim).

Amaia ist mir richtig ans Herz gewachsen. Sie tat mir die ganze Zeit so Leid. Immer wieder wurde ihr ganzes Weltbild, ihre Identität und Vergangenheit wieder übern Haufen geschmissen und ließ sie nur mit Fragen zurück. Ich habe mir für sie gewünscht, dass sie endlich ankommen darf.
Noár ist so der Charakter, den ich gar nicht anders kann als zu lieben. Er ist mysteriös, undurchschaubar, kaltherzig oder doch eher gutmütig. Man blickt lange nicht durch, worauf er es wirklich abgesehen hat. Sowas liebe ich.
Die Dynamik zwischen den beiden fand ich großartig und ich liebe die zwei, genau wie die quirlige Maris, den gutmütigen Zeremonienmeister und natürlich die treue Zoe, obwohl Nox vielleicht doch eigentlich auf Platz eins steht?
Ich war wirklich begeistert und Fan von allen Charakteren (naja außer Safarma, Fidrin und ein bisschen Ifa).

Das Buch war ein toller Einstieg in diese völlig neue Welt und nachdem man den schwankenden Anfang hinter sich gebracht hat, wurde ich nur noch so mitgerissen von lustigen Lachanfällen über ernsthaftes mitfiebern bis hin zum traurigen Schluchzer. Alles ist dabei . Es war super interessant und von mir bekommt jeder eine ganz klare Leseempfehlung.

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