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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2020

Ein weiteres Abenteuer von Leontin und seinen Freunden

Leontin und das Geheimnis der Vulkaninsel
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Als es im sonst so angenehm warmen Pangaland auf einmal eisig kalt wird, machen sich der Dinosaurier Leontin und seine Freunde auf die Suche nach der Ursache dafür.
Schnell werden sie fündig - der Vulkan ...

Als es im sonst so angenehm warmen Pangaland auf einmal eisig kalt wird, machen sich der Dinosaurier Leontin und seine Freunde auf die Suche nach der Ursache dafür.
Schnell werden sie fündig - der Vulkan auf der Insel vor der Küste scheint erloschen zu sein. Doch was steckt dahinter?
Die vier Freunde machen sich auf den Weg zur Vulkaninsel und das Abenteuer beginnt...



"Leontin und das Geheimnis der Vulkaninsel" ist der zweite Band aus der Leontin-Reihe, kann allerdings unabhängig vom Vorgänger gelesen werden.

Ich beginne mal mit den Illustrationen. Wie schon in Band 1 sind diese wieder wunderbar gelungen. Farbenfroh, kindgerecht und voller kleiner Details zum Anschauen. Auch der Innenumschlag ist ein absoluter Hingucker.
Ein kleiner Kritikpunkt: Die Bilder der Pingobären passen nicht immer ganz zu den Beschreibungen im Text, aber das tat der Lesefreude keinen Abbruch.

Das Abenteuer der vier Freunde ist wieder sehr spannend und vermittelt einige schöne Botschaften zu Freundschaft und Akzeptanz. Humorvolle Szenen haben hier zudem für den ein oder anderen Lacher gesorgt.
Die Dinge, die ich im ersten Band noch kritisiert habe, sind in diesem Buch ausnahmslos verbessert worden. Unter anderem kommt der Sprachfehler der Flugsaurierin Magda weniger häufig vor, was die Lesbarkeit extrem verbessert. Und auch die ständig würgende Würgeschlange Karl hält sich damit diesmal zurück.

Das Ergebnis ist ein tolles, kindgerechtes Abenteuer, das mich und meine vierjährige Tochter begeistert hat. Gerne mehr davon!

Veröffentlicht am 26.11.2020

Berührende und emotionale Liebesgeschichte

Remember Me, Rome
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Ich gebe zu, ich lasse mich sehr vom Aussehen beeinflussen, wenn ich nach interessanten Büchern Ausschau halte. Daher bin ich direkt auf "Remember me, Rome" aufmerksam geworden. Das Cover gefällt mir hier ...

Ich gebe zu, ich lasse mich sehr vom Aussehen beeinflussen, wenn ich nach interessanten Büchern Ausschau halte. Daher bin ich direkt auf "Remember me, Rome" aufmerksam geworden. Das Cover gefällt mir hier sehr gut und passt von der Gestaltung auch perfekt zu einem Liebesroman. Kleine Details wie die Softtouch-Oberfläche und der hervorgehobene, glänzende Titel geben dem Buch ein hochwertiges Aussehen.

Zum Glück passt aber nicht nur das Äußere, sondern auch der Inhalt. "Remember me, Rome" ist der erste Teil einer Dilogie und konnte mich gleich in mehreren Punkten überzeugen.

Da wäre zum einen die Figurengestaltung.
Rome und Sloan sind ganz wundervolle Protagonisten, sympathisch, vielschichtig und voller liebevoller kleiner Details, die ihnen Tiefe geben. Besonders gut hat mir gefallen, wie empathisch die Autorin mit der Besonderheit der Protagonistin umgeht: Diese leidet unter Panikattacken. Sarah Stankewitz schafft es, das ohne Klischees erschreckend realistisch darzustellen, was mich tief bewegt hat. Es steckt so viel mehr hinter dieser Diagnose als ich immer dachte.
Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen Rome und Sloan erfolgt auch in genau dem richtigen Tempo und es ist toll zu lesen, wie gut Rome diese Beziehung tut. Da sind sehr viele bewegende Momente dabei. Man fiebert richtig mit den beiden mit und an den tragischen Stellen hatte ich das ein oder andere Mal sogar Tränen in den Augen, so bewegend sind sie beschrieben.
Übrigens sind nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren toll ausgearbeitet. Auch sie haben ihre Eigenheiten und Schwächen, was sie sehr sympathisch macht.

Ein weiterer gelungener Punkt bei diesem Buch sind die tollen Ortsbeschreibungen der Autorin. Sie hat es geschafft, das ich Landschaften und Städte richtig vor mir gesehen habe und Irland auf meine Liste der Orte, die ich einmal besuchen möchte, gesetzt habe. Ein richtiger Sehnsuchtsort.

Nicht zuletzt hat mir auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Flüssig, bildhaft und an vielen Stellen auch humorvoll - besser geht es nicht. Einmal angefangen möchte man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen.

Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen. Es ist so viel mehr als ein klassischer 0815-Liebesroman und lässt einen tief berührt zurück. Ein wunderbares Buch, in diesem Genre sogar mein Jahreshighlight.
Ich kann das Erscheinen von Band 2 jedenfalls kaum noch abwarten!

Veröffentlicht am 15.11.2020

Toller Weltenbau und spannende Geschichte - genau das richtige für Liebhaber der High Fantasy!

Die Weltportale (Band 1)
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Eleonora ist die Tochter einer Elfe und eines Magiers, eine seltene Verbindung. Schon seit ihrer Kindheit schlägt ihr deshalb Ablehnung entgegen. Als Eleonoras Kräfte immer stärker werden, beschließt sie, ...

Eleonora ist die Tochter einer Elfe und eines Magiers, eine seltene Verbindung. Schon seit ihrer Kindheit schlägt ihr deshalb Ablehnung entgegen. Als Eleonoras Kräfte immer stärker werden, beschließt sie, sich an der Akademie der Magier ausbilden zu lassen.
Dort hat sie nicht nur mit der Ablehnung ihrer Mitschüler zu kämpfen, sondern kommt auch einem Geheimnis auf die Spur, das alles verändern wird. Eine dunkle Macht bedroht die Akademie und Eleonoras gesamte Welt - und nur sie kann sie aufhalten...



Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Band der "Weltportal"-Reihe und gleichzeitig um das Schreibdebüt der Autorin B.E. Pfeiffer.

Als erstes möchte ich hier den wunderbaren Weltenbau hervorheben, der für mich schon ein Markenzeichen der Autorin ist. Verschiedene Völker, Legenden, alte Geschichten und viele kleine Details lassen die Welt unglaublich lebendig und magisch wirken. Dabei sind abseits des "Fantasy-Mainstreams" auch einige neue Ideen dabei, was mir sehr gut gefallen hat. Anderes hingegen wirkt schon bekannt, wie zum Beispiel die Akademie der Magie - hier kam ein wenig "Harry Potter"-Feeling auf, was ich aber positiv und nicht negativ finde. Eine Karte vorne im Buch hilft bei der Orientierung.

Setting und Idee der Geschichte haben mich also vollkommen begeistert und auch am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen. Der ist fesselnd, atmosphärisch und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Beim Lesen rätselt man mit der Protagonistin mit und einige unerwartete Wendungen bringen Spannung in die Geschichte.

Auch die Protagonisten an sich sind sympathisch. Das häufige Element der Dreieicksbeziehung hat mich nicht gestört, ich mag das tatsächlich ganz gern. Vor allem, wenn die beiden männlichen Protagonisten, so wie hier, sehr gegensätzlich sind. Was mich aber etwas gestört hat ist die Figurengestaltung an sich, sowie deren Entwicklung, vor allem die der Hauptfigur Eleonora. Diese ist zum Beispiel in vielen Szenen einfach viel zu nett, dann reagiert sie wieder naiv und teilweise kindisch. Ich kenne allerdings mittlerweile viele (auch aktuelle) Bücher von B.E. Pfeiffer und bin mir deshalb sicher, dass das einfach der fehlenden (Schreib)Erfahrung geschuldet ist - immerhin handelt es sich hier um ihr Debüt.
Durch die spannende Geschichte wird das für mich sowieso ausgeglichen, so dass ich definitiv auch die Folgebände lesen werde.

Wer High Fantasy mag, dem wird dieses Buch bestimmt gefallen, daher gibt es von mir 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 09.11.2020

Eine tolle Mischung aus Spannung, Liebe und Historie

Die Erben von Seydell - Das Gestüt
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London, 1947: Die junge Witwe Elisabeth steht plötzlich alleine und mit einem Berg voller Schulden da. Rettung verspricht der Verkauf eines Gestüts in Deutschland, das sie geerbt hat. Doch der ihr unbekannte ...

London, 1947: Die junge Witwe Elisabeth steht plötzlich alleine und mit einem Berg voller Schulden da. Rettung verspricht der Verkauf eines Gestüts in Deutschland, das sie geerbt hat. Doch der ihr unbekannte Miterbe blockt jeden Kontakt mit Elisabeth ab. Was wohl dahinter steckt? Langsam kommt Elisabeth dem Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur...



"Die Erben von Seydell- Das Gestüt" ist der Auftakt einer Trilogie. Da ich Familiensagas sehr gerne lese, und hier auch noch ein Bezug zu Pferden vorkommt, war ich gleich neugierig auf das Buch.

Direkt von Anfang an hat mich der lebendige Schreibstil mitgenommen, so dass ich den Roman kaum zur Seite legen konnte. Tolle Figuren, die im Laufe des Buchs eine richtige Wandlung durchmachen, viele kleine Geheimnisse, die sich erst später (oder sogar erst in den Folgebänden) auflösen und eine Menge Dramatik machen das Buch unglaublich spannend. Die Liebesgeschichte(n) und das Pferdethema haben genau die richtigen Textanteile, dass alles atmosphärisch, aber nicht überladen wirkt.

Die Handlung wechselt immer zwischen 1947 und dem Ende des 19. bzw. Beginn des 20. Jahrhunderts. Der vergangene Handlungsstrang nimmt dabei deutlich mehr Textanteile ein, dennoch bleiben beide Teile spannend und man kommt auch nicht aus der Handlung raus. Etwas, das nicht jedes Buch mit Zeitsprüngen schafft.

Historische Hintergründe werden immer mal wieder eingestreut, nehmen aber nicht Überhand. Für mich war das genau richtig. Es handelt sich hier eben um eine Familiensaga und nicht um einen reinen Historischen Roman. Besonders gefallen haben mir die starken weiblichen Charaktere in diesem Buch, die sich auch gegen Konventionen ihrer Zeit durchsetzen. Da bin ich auf die weitere Entwicklung in den Folgebänden gespannt.

Teil zwei erscheint bereits im Januar und ich werde ihn definitiv lesen. Für "Die Erben von Seydell - Das Gestüt" kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen!

Veröffentlicht am 30.10.2020

Fantasy trifft auf Naturwissenschaften

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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Die 17-jährige Emilia lebt in Rom und ist eine ganz normale Schülerin, bis sie bei einem Ausflug auf das rätselhafte Voynich-Manuskript stößt. Niemand kann es lesen - außer ihr.
Wenig später erfährt Emilia ...

Die 17-jährige Emilia lebt in Rom und ist eine ganz normale Schülerin, bis sie bei einem Ausflug auf das rätselhafte Voynich-Manuskript stößt. Niemand kann es lesen - außer ihr.
Wenig später erfährt Emilia auch wieso: Sie ist die Nachfahrin einer mächtigen Silberalchemistin! Gemeinsam mit dem attraktiven Goldalchemisten Ben versucht Emilia die Geheimnisse des Manuskripts zu entschlüsseln. Doch sie sind nicht die einzigen, die sich dafür interessieren. Auch der Quecksilberorden hat ein Auge auf das Manuskript geworfen und sie haben nichts Gutes damit im Sinn....



Ich muss zugeben, als ich mit diesem Buch angefangen habe, war ich erst einmal verwirrt. Viele Figuren, komplizierte Erklärungen der Alchemisten und eine Menge Chemie - das hat mich fast ein wenig abgeschreckt. Zum Glück geht es aber der Protagonistin Emilia genauso, so dass ich genau nachvollziehen konnte, wie sie sich fühlt. Und nach ein paar Kapiteln war ich dann ganz im Buch angekommen.

Zum Glück, denn das Buch ist wirklich toll!
Da wäre zunächst einmal der Schauplatz Rom. Kira Licht beschreibt alles ganz wundervoll und die Orte existieren so tatsächlich. Man könnte also bei seinem nächsten Rom-Besuch Emilias "Reise" nachvollziehen, etwas, was ich bei einem Buch immer sehr faszinierend finde. Bei vielen kleinen Szenen kommt sogar ein wenig Urlaubsstimmung auf.

Dann ist da die Idee an sich. Die verschiedenen Logen der Alchemisten, deren Fähigkeiten, die eine Mischung aus Magie und Naturwissenschaften sind, und der Kampf mit Elementen - etwas vergleichbares habe ich noch nie gelesen! Ich bin immer begeistert, wenn ich im Fantasy-Bereich einmal etwas ganz neues lese.
Die Handlung ist auch durchgängig spannend mit einigen überraschenden Wendungen. Tatsächlich konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Auch die Protagonistin Emilia ist sehr sympathisch. Sie wirkt auf mich jugendlich, selbstbewusst und hat einige interessante Eigenschaften, wie ihre Liebe zur Kryptographie.

Das einzige, was ich bemängeln kann, ist, dass für mich die Anziehung zwischen Emilia und Ben anfangs nicht so gut rüberkam. Ben benimmt sich die ganze Zeit abweisend und herrisch, was irgendwann fast schon anstrengend wurde. Erst im letzten Drittel des Buchs hat mich die Beziehung zwischen den beiden dann überzeugt. Es wurde romantisch und man hat endlich dieses Prickeln gespürt.

Insgesamt bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung von mir und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung. Noch eine Warnung an alle, die Cliffhanger hassen: Wartet mit dem Lesen, bis alle Teile erschienen sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre