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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2021

guter Plot

Die verschwundenen Studentinnen
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Als die Traumatherapeutin Mariana von ihrer Nichte Zoe um Hilfe gebeten wird, zögert diese nicht eine Sekunde und eilt an die Universität von Cambridge, um Zoe beizustehen. Eine Kommilitonin ist ermordet ...

Als die Traumatherapeutin Mariana von ihrer Nichte Zoe um Hilfe gebeten wird, zögert diese nicht eine Sekunde und eilt an die Universität von Cambridge, um Zoe beizustehen. Eine Kommilitonin ist ermordet worden und Zoe geht es schlecht. Mariana will den Täter zur Strecke bringen und beginnt, Fragen zu stellen. Doch scheinbar kommt sie dem Täter zu nahe – und bringt sich selbst in Gefahr.
Ich fand etwas schwer in das Buch. Die griechischen Tragödien, die vielen Namen und Sebastians Schicksal - das erschwerte den Einstieg etwas. Als aber Mariana endlich an der Uni eintrifft war ich begeistert und konnte das Buch fast nicht mehr zur Seite legen. Leider hat die Spannung dann gegen Ende wieder etwas nachgelassen, bevor dann aber der Plot kam, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Ich beurteile ein Buch immer danach, ob ich es in einem Rutsch durchlese oder ob ich es öfter zur Seite lege. Bei den Studentinnen war es leider so, dass ich es nicht in einem Schwung lesen konnte. Vor allem die ganzen Ausführungen über die griechische Mythologie fand ich schwer, weil mich das noch nie interessiert hat. Ein klein wenig konstruiert fand ich die Handlung dann auch. Wie sich Mariana auf den Professor einschießt, das hatte schon etwas Manisches. Hier hätte ich mir dann vielleicht ein anderes Ende gewünscht.
Die Charaktere kamen mir irgendwie nicht so richtig nahe, lediglich Fred – warum es den aber gab, weiß ich nicht- fand ich erfrischend und von ihm hätte ich gerne mehr gelesen.
Verdächtige gibt es viele und das Buch lädt zum Mitraten ein.
Fazit: eigentlich eine gute Story, aber teilweise etwas langgezogen.

Veröffentlicht am 06.07.2021

Toller Auftakt

Die Verlorenen
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Endlich etwas Neues von einem meiner Lieblingsschriftsteller.
Simon Beckett ist bekannt durch seine Hunter-Krimis, nun geht er neue Wege und ich war gespannt, ob mich das Buch genauso fesseln kann, wie ...

Endlich etwas Neues von einem meiner Lieblingsschriftsteller.
Simon Beckett ist bekannt durch seine Hunter-Krimis, nun geht er neue Wege und ich war gespannt, ob mich das Buch genauso fesseln kann, wie die Reihe.
Bereits der Einstieg ins Buch ist sehr gut gelungen, man klebt förmlich an den Seiten, spürt Jonahs Verzagtheit und leidet mit Nadine. Beckett schildert die Szene am Hafen so dramatisch, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Die Spannung bleibt bis zum Ende hoch und viele Wendungen und Überraschungen machen das Buch mehr als kurzweilig.
Allerdings ist das Buch auch nichts für schwache Nerven, denn Beckett schon seine Leser nicht und scheut auch nicht vor brutalen Szenen zurück. Aber wie schon bei der Hunter-Reihe gilt: Wo Beckett drauf steht, ist kein Schmusekrimi drin.
Jonah, der vor 10 Jahren seinen Sohn Theo verloren hat, war mir gleich sympathisch. Der Arme! Was muss der alles mitmachen. Jonah ist quasi Einzelkämpfer im Buch, es gibt wenig andere Charaktere, zumindest keine, die so viel Raum einnehmen, dass man sich groß ein Urteil über sie bilden könnte. Lediglich die beiden Polizisten, von denen ich Bennett gleich mochte,
Das Ende ist offen und bietet viel Raum für eine Fortsetzung.
„Die Verlorenen“ ist der Auftakt einer neuen Reihe, die ich sehr gerne weiterverfolgen werde. Vielleicht wird Theo ja noch gefunden?

Veröffentlicht am 02.07.2021

Wohnungstausch mit Hindernissen

Hier wohnt das Glück
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Sylvia Fuchs sucht das Glück. Sie ist mit ihrem Leben in Berlin nicht mehr richtig zufrieden und plant einen Haustausch mit Arne, der im äußersten Norden in einem Schäferwagen wohnt. So richtig romantisch ...

Sylvia Fuchs sucht das Glück. Sie ist mit ihrem Leben in Berlin nicht mehr richtig zufrieden und plant einen Haustausch mit Arne, der im äußersten Norden in einem Schäferwagen wohnt. So richtig romantisch und entschleunigend stellt Sylvie sich den Urlaub vor und nach anfänglichen Startschwierigkeiten gefällt es ihr auch gut im beschaulichen Angelby. Zu gut?
Dagmar Hansen hat einen locker-leichten Liebesroman geschrieben, der mit liebevollen Charakteren, einer herrlichen Landschaft und viel Lokalkolorit punkten kann. Auch die Handlung konnte mich überzeugen. Wie aufgeschlossen die Dorfbewohner Sylvie aufnehmen und wie schnell sie sich dadurch in der Fremde wohlfühlt. Ein wenig schnell ging mir der Flirt mit Arne, aber mit über 60 ist man sich wohl eher seiner Gefühle sicher.
Das Buch bringt aber auch zum Schmunzeln. Gerade der zerstreute Arne und seine Fotos an Sylvie fand ich witzig. Oder die Wildschweinfamilie und natürlich „Sabine, Sybille…“ Wobei das am Ende doch ein wenig nervig war. Auch Ida fand ich als Charakter sehr anziehend, ein typischer Teenager, aber wenn es drauf ankommt das Herz am rechten Fleck,
Fazit: ein schöner Sommerroman, der fast Lust auf einen Wohnungstausch macht.

Veröffentlicht am 02.07.2021

tolles Buch

Enna Andersen und der trauernde Enkel
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Enna Andersen bin ich vor ein paar Monaten quasi zufällig über den Weg gelaufen, aber seitdem verfolge ich ihre Bücher mit Begeisterung.
Das Team um Hauptkommissarin Enna Andersen rollt Cold Cases auf ...

Enna Andersen bin ich vor ein paar Monaten quasi zufällig über den Weg gelaufen, aber seitdem verfolge ich ihre Bücher mit Begeisterung.
Das Team um Hauptkommissarin Enna Andersen rollt Cold Cases auf und ist damit recht erfolgreich. An ihrem neuen Fall scheinen sich die 4 aber die Zähne auszubeißen. Es lässt sich einfach kein Verdächtiger festnageln. Zudem werden Teile des Teams noch bedroht. Nur ganz langsam kommt das Team hinter die Hintergründe. Und dann geht alles Schlag auf Schlag.
Wieder einmal bin ich begeistert durch die Handlung galoppiert. Die Autorin schreibt so lebensecht und mitreißend, da mag man das Buch gar nicht zur Seite legen. Einzig die Beziehung zwischen Enna, ihrem Sohn und Aaron bringt ein wenig Ruhe ins Buch, die man auch dringend benötigt, um Atem zu holen.
Durch die Bedrohungslage von Ennas Sohn bekommt das ganze Buch noch mehr Brisanz und Spannung. Lediglich die Einmischung einer Bevölkerungsschicht am Ende hat mir nicht ganz gepasst; die Handlung hat dies aber schlüssig und plausibel abgerundet.
Fazit: Ich könnte Enna Andersen und ihr Team noch viele Stunden begleiten, leider hatte auch dieses Buch einmal ein Ende.

Veröffentlicht am 20.06.2021

Roadmovie

Rache
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Endlich geht es weiter. Nach dem Cliffhanger im letzten Buch, als Jane erfährt, dass die Beschützer ihres Sohnes tot sind, musste man jetzt lange auf die Fortsetzung warten.
Jane setzt alles daran, zu ...

Endlich geht es weiter. Nach dem Cliffhanger im letzten Buch, als Jane erfährt, dass die Beschützer ihres Sohnes tot sind, musste man jetzt lange auf die Fortsetzung warten.
Jane setzt alles daran, zu ihrem Sohn zu kommen und ihn zu retten. Doch wie soll es die meistgesuchte Frau Amerikas schaffen, den abgelegenen Ort zu erreichen, ohne dass sie verfolgt wird? Gar nicht so einfach, aber Jane meistert fast jede ausweglose Situation.
Schon der Beginn ist rasant und mitreißend. Die Handlung gliedert sich anfangs in zwei Teile: Janes Weg zu ihrem Sohn und die Verfolgung ihrer Schwiegereltern, die zur Aussage, wo sich Travis aufhalten könnte, gezwungen werden sollen. Beide Stränge sind mehr als spannend, denn die Verfolger haben jede Menge Technik zur Verfügung, die ihnen die Suche erleichtert. Das hat mir auch sehr gut gefallen, denn a) macht es die Handlung noch spannender und b) kommen die Verfolger auch mal gut weg und werden nicht als dumm oder unfähig dargestellt.
Was ich ein wenig schade finde: dieses Buch dreht sich rein um das Wiedersehen von Mutter und Sohn und bringt die eigentliche Handlung – die Verschwörung und deren Aufdeckung, sowie die Beweise und Rettung Janes und Rückkehr in ein normales Leben – nicht voran. Von dem Buchtitel „Rache“ hatte ich mir hier schon einen Fortgang, wenn ich nicht das Ende erwartet.
Aber da ich die listige Jane sehr gerne begleite, bekomme ich jetzt wohl noch eine Chance, ihre Flucht, bzw. Jagd noch einmal mitzuerleben.
Fazit: rasantes „Road-Movie“, das spannend unterhält, aber die Handlung der Reihe nicht wesentlich voranbringt.