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Haruka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2026

Sanfte Geschichte mit besonderer Atmosphäre

Der vergessene Wald
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"Der vergessene Wald" von Sharon Gosling war für mich eine richtig schöne, atmosphärische Lektüre. Der Schreib- und Erzählstil haben mir sehr gefallen: Man kommt schnell in die Geschichte hinein, liest ...

"Der vergessene Wald" von Sharon Gosling war für mich eine richtig schöne, atmosphärische Lektüre. Der Schreib- und Erzählstil haben mir sehr gefallen: Man kommt schnell in die Geschichte hinein, liest flüssig und schnell. Die Beschreibungen sind bildhaft ohne langatmig zu sein. Besonders mochte ich die Stimmung des Buches. Sie ist leicht magisch, mysteriös und geheimnisvoll, aber trotzdem noch alltäglich und realistisch.
Saskia mochte ich als Protagonistin. Sie ist hilfsbereit, aufopferungsvoll und hat ein gutes Herz. Ihr Durchhaltevermögen und ihr Kampf für ihre Sache haben sie für mich sehr sympathisch gemacht. Ihre Vergangenheit und die emotionale Belastung, die sie mit sich trägt, werden sehr glaubwürdig rübergebracht.
Owen hat anfangs klare Vorurteile gegenüber Saskia. Er sieht in ihr eine reiche, verwöhnte und weltfremde Frau und kommt gar nicht auf die Idee, dass auch sie kein sorgenloses Leben führt. Diese Spannung zwischen dem Bild, das er von ihr hat, und dem, was wirklich in ihr steckt, fand ich gut umgesetzt.
Was mir ebenfalls gefallen hat: Es gibt einige interessante und überraschende Entwicklungen, obwohl das Buch eher "gemütlich" ist. Gleichzeitig bleibt es aber ein Buch, das sich angenehm lesen lässt und eine gewisse Wärme ausstrahlt.
Alles in allem ist "Der vergessene Wald" eine schöne Mischung aus Neuanfang, Geheimnissen und besonderer Atmosphäre. Kein Buch, das mich komplett umgehauen hat, aber definitiv eines, das ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Eine bittersüsse Liebesgeschichte über Timing und Formen von Liebe

People in Love
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"People in Love" von Claire Daverley ist eine ruhige, gefühlvolle und bittersüsse Geschichte über Liebe, verpasste Chancen, Entscheidungen und die Frage "was wäre wenn…?".
Claire Daverley schafft es, innere ...

"People in Love" von Claire Daverley ist eine ruhige, gefühlvolle und bittersüsse Geschichte über Liebe, verpasste Chancen, Entscheidungen und die Frage "was wäre wenn…?".
Claire Daverley schafft es, innere Konflikte und komplizierte Gefühle so zu beschreiben, dass man beim Lesen immer wieder innehält und mit den Figuren mitfühlt. Sehr interessant fand ich, dass manche Kapitel in der Du-Perspektive geschrieben sind. Das war für mich anfangs etwas ungewohnt, hat aber auf emotionaler Ebene gut funktioniert.
Die Figuren sind nicht perfekt, sie handeln manchmal widersprüchlich oder frustrierend menschlich. Anfangs mochte ich zB Freya, Noras Mutter. Sie ist direkt, sagt klar, was sie denkt, und scheut sich nicht davor, unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Im Laufe der Geschichte wurde sie mir allerdings zunehmend unsympathischer, weil sie sehr selbstgerecht und egozentrisch wirkt. Robin hingegen mochte ich wirklich gerne. Er bringt mit seiner fröhlichen, optimistischen und enthusiastischen Art eine Wärme in die Geschichte, die mir sehr gefallen hat.
Emotional hat mich das Buch nicht durchgehend gleich stark gepackt, aber eine Szene gegen Ende hat mich zerstört. Diese Gefühlsachterbahn!
Das Buch zeigt schön, dass Liebe nicht immer einfach oder eindeutig ist. Manchmal reicht Liebe allein nicht aus, manchmal kommt sie zur falschen Zeit, etc.
Für mich war "People in Love" eine schöne Lektüre für zwischendurch: melancholisch und menschlich. Nicht ganz ein 5-Sterne-Buch, weil es mir stellenweise etwas zu ruhig war. Aber insgesamt habe ich es gerne gelesen und es hat definitiv Momente, die nachklingen.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Wunderschön erzählte Geschichte

Die Meerglas-Schwestern
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Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Schon der Prolog ist eindrücklich, episch und gefühlvoll und setzt sofort die besondere Stimmung des Buches: Hier geht es um eine Geschichte, die Vergangenheit, ...

Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Schon der Prolog ist eindrücklich, episch und gefühlvoll und setzt sofort die besondere Stimmung des Buches: Hier geht es um eine Geschichte, die Vergangenheit, Familiengeheimnisse, Schmerz und Hoffnung miteinander verbinden.
Besonders schön fand ich die Idee, dass die vier Schwestern nach Blumen benannt wurden: Iris, Rose, Lily und Daisy. Das hat für mich direkt etwas Zartes und Märchenhaftes in die Geschichte gebracht. Wiederkehrende Themen im Buch sind: Verlust, Pflichtgefühl, Trauma und wie stark die Vergangenheit das Leben der nächsten Generationen prägen kann.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was mir sehr gefallen hat. Iris’ Handlung fand ich besonders berührend. Sie ist noch jung, naiv und unerfahren, aber gleichzeitig trägt sie schon so viel Verantwortung auf ihren Schultern. Aus Pflichtbewusstsein unterdrückt sie ihre eigenen Wünsche und Gefühle, auch wenn es ihr das Herz bricht. Ihre Reise und die Geschichte um den unheilvollen Opal-Ring haben eine sehr intensive, schicksalhafte Atmosphäre.
Auch Roz’ Geschichte in der Gegenwart hat mich emotional abgeholt. Ihr Leben ist stark geprägt von traumatischen Erfahrungen. Man kann ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Die Parallelen zwischen den beiden wurden auf subtile Weise gut rübergebracht. Ich mochte ihre Entwicklungen sehr. Beide müssen über ihren eigenen Schatten springen und lernen, ihre Gefühle zuzulassen und auszusprechen. Auch die übrigen Figuren mochte ich sehr und habe auch mit ihnen mitgefühlt.
Was ich an dem Buch besonders geliebt habe, war die Atmosphäre. Obwohl die Geschichte in der modernen Welt spielt, hat sie stellenweise etwas Mysteriöses, fast Magisches. Man ist beim Lesen wirklich versucht, selbst an einen Fluch zu glauben. Dazu kommt der wunderschöne, bildhafte und atmosphärische Erzählstil, der die Geschichte lebendig macht und gleichzeitig Spannung erzeugt.
Auf dem Klappentext wird zwar mit einer grossen Liebesgeschichte geworben, aber so habe ich das Buch nicht unbedingt empfunden. Es gibt Liebe, aber für mich stand sie nicht im Mittelpunkt. Und das war völlig in Ordnung. Viel stärker ging um Familie, alte Wunden, Schuld, Verlust, Mut und die Frage, ob man sich von der Vergangenheit befreien kann.
Insgesamt handelt es sich hierbei um eine gefühlvolle, spannende und wunderschön erzählte Geschichte mit berührenden Ereignissen, authentischen Figuren und einer ganz besonderen Stimmung. Für mich war es ein rundum gelungenes Buch, das mich emotional erreicht und bei dem ich bis zum Schluss mitgefiebert habe.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Süss, romantisch und zum Wohlfühlen

Picking Daisies on Sundays
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"Picking Daisies on Sundays" war für mich ein sehr süsses, unterhaltsames und herzerwärmendes Buch, das mich trotz kleiner Kritikpunkte mit einem richtig wohligen Gefühl zurückgelassen hat.
Daisy, beziehungsweise ...

"Picking Daisies on Sundays" war für mich ein sehr süsses, unterhaltsames und herzerwärmendes Buch, das mich trotz kleiner Kritikpunkte mit einem richtig wohligen Gefühl zurückgelassen hat.
Daisy, beziehungsweise Dani, mochte ich von Anfang an sehr. Sie ist tollpatschig, verträumt und steht sich mit ihren Selbstzweifeln oft selbst im Weg. Das machte sie für mich aber auch so menschlich und liebenswert.
Mit Levi hatte ich anfangs etwas Mühe. Nach vier Jahren Funkstille wieder aufzutauchen und so zu tun, als wäre zwischen ihnen nie etwas passiert, fand ich zuerst ziemlich unfair. Je mehr man jedoch erfährt, desto mehr sieht man ihn mit anderen Augen. Die Nebenfiguren und die familiären Momente haben mir ebenfalls gefallen.
Besonders schön fand ich die vielen kleinen romantischen Momente zwischen Daisy und Levi. Ihre Dynamik ist süss, vertraut und voller unausgesprochener Gefühle. Manche Szenen haben mich richtig zum Lächeln gebracht, bei anderen habe ich sie innerlich angeschrien.
Leider waren viele Wendungen vorhersehbar, und manchmal war es mir ein bisschen zu dick aufgetragen, dass Levi wirklich von absolut allen angehimmelt wird und als unglaublich attraktiv gilt. Trotzdem haben die süssen Szenen, die unterhaltsamen Dialoge und die warme Atmosphäre das für mich wieder wettgemacht.
Besonders süss fand ich übrigens auch das Cover und den Farbschnitt mit den Gänseblümchen.
Alles in allem ist "Picking Daisies on Sundays" eine sehr süsse, gefühlvolle und lockere Romance über unausgesprochene Gefühle, Selbstzweifel, zweite Chancen und den Mut, ehrlich zu sich selbst zu sein. Es ist ein Buch, das mich am Ende mit einem warmen, zufriedenen Gefühl zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Wundervolle Welt, tolle Handlung, unreife Lovestory

Seamere College 1. Strange Familiars
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"Strange Familiars" war für mich ein Buch mit richtig guten Ideen, einem spannenden magischen Setting und einigen emotionalen Momenten, auch wenn mich nicht alles überzeugen konnte.
Der Schreibstil ist ...

"Strange Familiars" war für mich ein Buch mit richtig guten Ideen, einem spannenden magischen Setting und einigen emotionalen Momenten, auch wenn mich nicht alles überzeugen konnte.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten und ich war von Anfang an in der Geschichte drin. Das lag sicher auch daran, dass ich Tiere sehr mag: eine magische Welt mitten in England, ein College für magische Tiermedizin.
Diese Handlung rund um die Tiere und die Magieüberladung fand ich wirklich interessant. Man merkt ausserdem, dass die Autorin Tierärztin ist, denn die Beschreibungen der Behandlungen wirken sehr authentisch und detailreich, ohne trocken zu werden. Szenen mit kranken oder verletzten Tieren haben mich berührt.
Die Handlung rund um die Magieüberladung fand ich spannend. Diese Spannung steigert sich sogar im Laufe des Buches und es gibt interessante Wendungen und Enthüllungen.
Womit ich allerdings deutlich Mühe hatte, war die Dynamik zwischen Gwendolynne und Harrisford. Die beiden sind angeblich 24 und 25, aber ihre Interaktionen wirkten auf mich oft eher wie bei Teenagern, aber auch nur wegen Gwendolynne. Dieses ständige Gezanke, Missverstehen und die mangelhafte Kommunikation waren mir stellenweise einfach zu unreif. Gwendolynne hat diese sehr klischeehafte "Ich mag keine Menschen, ich bin anders als die anderen"-Art, und manche Szenen mit ihr waren ehrlich gesagt zum Fremdschämen.
Harrisford hingegen mag ich. Am Anfang wirkt er zwar sehr arrogant und selbstgefällig, und auch sein Hintergrund mit dem reichen, gefühlskalten Vater ist ziemlich klischeehaft. Aber im Laufe der Geschichte bekommt er mehr Tiefe und seine Charakterentwicklung ist authentisch und überzeugend.
Die Liebesgeschichte selbst hat mich, hauptsächlich wegen Gwendolynne, leider nicht abgeholt. Die Anziehung zwischen den beiden ist zwar irgendwann plötzlich spürbar, aber durch Gwendolynnes kindisches Verhalten konnte ich überhaupt nicht mitfühlen.
Alles in allem ist "Strange Familiars" für mich ein unterhaltsamer, flüssig geschriebener Auftakt mit einem tollen Setting und einer spannenden Handlung. Darum würde ich die Fortsetzung dann gerne lesen, auch wenn mich die Liebesgeschichte kalt gelassen hat.

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