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Veröffentlicht am 21.03.2022

Eine warmherzige Geschichte über Freundschaft

Drei Frauen, vier Leben
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Die drei Freundinnen Alex, Jule und Friederike haben sich nach dem Tod ihrer Freundin Marie wieder angenähert und auch deren Lebensgefährtin Hannah in ihren Kreis aufgenommen.
Als Jules Tochter Pia erfährt, ...

Die drei Freundinnen Alex, Jule und Friederike haben sich nach dem Tod ihrer Freundin Marie wieder angenähert und auch deren Lebensgefährtin Hannah in ihren Kreis aufgenommen.
Als Jules Tochter Pia erfährt, dass sie von einer Affäre schwanger ist, halten die Frauen gut zusammen und suchen nach Unterstützungsmöglichkeiten für Pia.


Meine Meinung:
Ich hatte das Vorgängerbuch „Drei Frauen am See“ bereits mit großem Vergnügen gehört und habe mich deshalb sehr gefreut, dass es eine Fortsetzung aus der Feder von Dora Heldt gibt.
Schnell war ich wieder im Thema und habe mich über ein „Wiedersehen“ mit den liebgewonnenen Freundinnen sehr gefreut. Die Geschichte war sehr gut und spannend zu hören, da es bei allen Frauen neue Entwicklungen gab – ob beruflich oder privat, in aktuellen Beziehungen oder zur Historie ihrer Familie… Egal ob Alex, Jule, Friederike oder Hannah – bei allen gibt es Interessantes zu erfahren und man kann mitleiden oder mitfiebern.
Durch Pias Schwangerschaft gab es einen schönen roten Faden, der sich durch die gesamte Geschichte zog und allen Figuren gut verbunden hat. Das Ende fand ich ganz besonders schön, weil es die Geschichte sehr gelungen abrundet.
Besonders gut gefallen hat mir, dass auch diese Geschichte wieder extrem warmherzig erzählt wird, wodurch man sich total gut mit den Frauen identifizieren kann und das Hören einfach nur genießt.

Gelesen wird die Geschichte von der Sprecherin insgesamt auch recht gelungen, so dass das Wohlfühlerlebnis auch hierdurch abgerundet wird.


Fazit:
Dieses tolle Hörbuch zu der warmherzigen Wohlfühlgeschichte kann ich nur wärmstens empfehlen.


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Veröffentlicht am 15.03.2022

Berührend erzählt und erschreckend aktuell

Ursula und die Farben der Hoffnung
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Ursula zeichnet und malt schon seit ihrer Kindheit leidenschaftlich gern und empfindet sogar Gefühle in Form von Farben. In der Sommerfrische lernt sie die etwas ältere Vera Dehmel kennen und freundet ...

Ursula zeichnet und malt schon seit ihrer Kindheit leidenschaftlich gern und empfindet sogar Gefühle in Form von Farben. In der Sommerfrische lernt sie die etwas ältere Vera Dehmel kennen und freundet sich mit ihr an. Durch ihre Freundin lernt sie die Welt der Kunst kennen und kommt mit faszinierenden Persönlichkeiten in Kontakt – nicht zuletzt mit Veras Bruder Heinrich, für den Ursula bald mehr empfindet als nur Freundschaft.
Während Ursula sich dank der Rückdeckung der Dehmels traut, sich bei der Kunstakademie in Berlin zu bewerben, und sie dort in die Meisterklasse für Buchdruck und Illustration aufgenommen wird, bricht der erste Weltkrieg aus und auch Heinrich wird eingezogen…


Meine Meinung:
Schon den ersten Teil über Paula Dehmel habe ich sehr gerne gelesen und ich habe mich sehr gefreut, dass nun der zweite Teil dieser Familiensaga erschienen ist und ich wieder etwas Zeit mit den Mitgliedern der Familie Dehmel verbringen konnte.
Ursula als Protagonistin in diesem zweiten Teil der Saga war mir von Anfang an sympathisch und ich habe ihre Entwicklung sehr gerne verfolgt und mit ihr mitgefiebert und mitgelitten.
Dank der gewohnt flüssigen und gleichzeitig plastisch-atmosphärischen Erzählweise von Ulrike Renk war ich sehr schnell mitten im Geschehen und hatte das Gefühl, Ursula sehr gut kennenzulernen im Laufe der Handlung. So habe ich mich mit ihr gefreut, als sie Vera und Heinrich Dehmel kennengelernt hat, als sie sich in ihrer Kunst immer weiterentwickelt hat, über die verschiedenen Künstlerinnen und Künstler eine ganz neue Welt kennengelernt hat und insgesamt mit viel Mut und Zuversicht ihren Weg gegangen ist. Das war sicherlich sehr modern für ihre Zeit und umso beachtlicher, dass sie sich nicht davon hat abbringen lassen.
Gleichzeitig war ich mit den Figuren ganz entsetzt über den Ausbruch des ersten Weltkriegs und die Schrecken und Einschränkungen, die dieser erste große Krieg mit sich gebracht hat. Oft musste ich schlucken, weil ich zu oft an die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine erinnert wurde.
Es macht mich richtig traurig zu sehen, dass manche Menschen offenbar gar nichts aus der Geschichte gelernt haben.

Neben den liebevoll und warmherzig gezeichneten Figuren, die mir beim Lesen sehr nah gekommen ist, hat es mir auch sehr gut gefallen, welche Einblicke man in die Kunstszene und entsprechende Arbeitsweisen bekommt. Das wird von der Autorin genauso liebevoll und im Detail beschrieben wie die große Wäsche in einem Aushalt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, so dass man sich alles sehr plastisch vorstellen kann.
Grundsätzlich besticht auch dieser Roman wieder durch die fundierte Recherche und die sehr gute Vermittlung des Lebensgefühls zu der Zeit. Man kann sich wirklich gut vorstellen, wie der Alltag der Menschen in Deutschland vor und während des ersten Weltkriegs aussah.

Darüber hinaus ist es fast schon unheimlich, welche Parallelen sich zu den aktuellen Geschehnissen zeigen.


Fazit:
Ich habe es sehr genossen, Zeit mit der warmherzig gezeichneten Person Ursula zu verbringen. Die Geschichte – die auf wahren Begebenheiten beruht – hat mich sehr berührt und wird mich sicherlich noch lange beschäftigen. Ich kann es gar nicht abwarten, bis die nächsten Teile der Saga erscheinen, denn es sind noch einige Fragen offen geblieben.


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Veröffentlicht am 11.03.2022

Toll recherchiert und berührend erzählt

Der Salon. Wunder einer neuen Zeit
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In den 1950er Jahren wechselt die junge Friseurin Leni aus dem dörflichen Friseursalon ihrer Mutter in den angesagtesten Salon in der Großstadt München und kommt somit ihrem Traum von einem eigenen Salon ...

In den 1950er Jahren wechselt die junge Friseurin Leni aus dem dörflichen Friseursalon ihrer Mutter in den angesagtesten Salon in der Großstadt München und kommt somit ihrem Traum von einem eigenen Salon etwas näher.
Ihr Bruder Hans quält sich durch das Medizinstudium, das sich der im Krieg verschollene Vater so für ihn gewünscht hätte, auch wenn er viel lieber Musik machen würde. In einem Jazzclub, wo er Trompete spielt, verliebt er sich in das ehemalige Modell Charlotte. Sie ist in einer sehr unglücklichen Ehe gefangen und soll ihrem Mann unbedingt einen Erben gebären…


Meine Meinung:
Der Roman von Julia Fischer wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Dadurch kommt man allen, sehr liebevoll und warmherzig gezeichneten, Figuren sehr nahe. Leni, Hans, seine Freund und Charlotte waren mir gleich sehr sympathisch und ich habe mit ihnen gelitten und mitgefiebert, wodurch ich gemerkt habe, wie nahe ich ihnen bereits nach kurzer Zeit gekommen war.
Durch die Erzählung aus den unterschiedlichen Perspektiven bekommt die Geschichte auch eine sehr gelungene Dynamik und als Leser:in bekommt man ein sehr rundes Bild von den Ereignissen, aber auch von den Zusammenhängen.

Neben der gewohnt herzerwärmenden Erzählweise, die ich an allen Romanen von Julia Fischer so sehr schätze, hat mir bei diesem historischen Roman auch sehr gut gefallen, welche Einblicke man in die spannende Zeit der 1950er Jahre bekommen hat. Zum einen ist die Rolle der Frau in der Ehe und in der Familie – gerade in Deutschland – sehr konservativ, zum anderen waren für Frauen (gerade wenn sie verwitwet oder alleinstehend waren oder die Ehemänner sie unterstützen) in Einzelfällen auch Dinge möglich. So führte Lenis Mutter ihren Friseurladen selbstständig als Meisterin, eine Freundin von Hans studierte ebenfalls Medizin und Leni konnte sich neben ihrer Arbeit im Friseursalon auch mit selbstgemachten Kosmetika verwirklichen.
Anhand dieser ganz konkreten Menschen kann man sich sehr gut vorstellen, wie der Alltag der Menschen zu der Zeit aussah.

Darüber hinaus fand ich auch die Einblicke in das Friseurhandwerk sehr spannend. Aber nicht nur das wird thematisiert, sondern auch das Studentenleben gerade im medizinischen Bereich, studentische Verbindungen und Corps sowie die Jazzmusikszene in München.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Recherchearbeit mit dem Buch verbunden war, weil so unglaubliche viele Bereiche der Gesellschaft so unglaublich authentisch dargestellt werden.


Fazit:
Der warmherzig und berührend erzählte Roman ist für mich ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr. Ich kann es überhaupt nicht abwarten, bis der zweite Teil erscheint und wir erfahren, wie es mit Leni und Charlotte und Co. weitergeht!


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Veröffentlicht am 11.03.2022

Wunderschöne unterhaltsame und persönliche Reisegeschichten

Und dann kommt das Meer in Sicht
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Tamina Kallert erzählt in neun Kapiteln von ihren verschiedenen Reisen für die Sendung Wunderschön!
Sie verbindet diese Erzählungen auch mit ganz persönlichen Begegnungen und Erlebnissen auch mit ihrer ...

Tamina Kallert erzählt in neun Kapiteln von ihren verschiedenen Reisen für die Sendung Wunderschön!
Sie verbindet diese Erzählungen auch mit ganz persönlichen Begegnungen und Erlebnissen auch mit ihrer Familie.
So gibt es kuriose Episoden genauso wie beeindruckende und berührende.


Meine Meinung:
Mich hat die Erzählweise von Tamina Kallert sofort eingefangen, denn der Schreibstil ist flüssig, schnörkellos und gleichzeitig unterhaltsam. Man merkt sofort, wie warmherzig die Moderatorin ist, deren Sendung Wunderschön! ich mir seit vielen, vielen Jahren bereits sehr gerne ansehe.
Die neun Kapitel fand ich sehr kurzweilig und ich habe einiges über die verschiedenen Reiseziele und die typische Landschaft, vor allem aber einzelne besondere Menschen dort gelernt. Auch wie die Sendung produziert wird, war sehr gut beschrieben.

Besonders beeindruckt hat mich jedoch, wie viel Persönliches die Autorin von sich und ihrer Familie preisgibt. Das hatte ich nach dem Klappentext gar nicht unbedingt erwartet und ich fand es wirklich bewundernswert. Es gehört schon sehr viel Mut dazu, sich auch Schwäche einzugestehen und z.B. über eine vorübergehende Arbeitslosigkeit ihres Mannes zu schreiben. Sehr positiv und mutmachend war, wie sie damit umgegangen ist.
Insofern war das Buch nicht nur kurzweilig und unterhaltsam, sondern mehr als das.


Fazit:
Ich habe Tamina Kallert durch dieses Buch von einer ganz anderen Seite kennengelernt und fand nicht nur die Reisegeschichten toll, sondern auch wie man an ihrem Leben ausschnittweise teilhaben konnte.


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Veröffentlicht am 11.03.2022

Nette Geschichte für zwischendurch mit viel Nordseeflair

Ein Fest im kleinen Friesencafé
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Nachdem Julia das kleine Friesencafé auf Föhr eröffnet hat, muss sich nun zeigen, ob sich das Café auch während der Nebensaison trägt.
Da käme ihr ein großes Fest mit Musik und Tanz, Essen und Trinken ...

Nachdem Julia das kleine Friesencafé auf Föhr eröffnet hat, muss sich nun zeigen, ob sich das Café auch während der Nebensaison trägt.
Da käme ihr ein großes Fest mit Musik und Tanz, Essen und Trinken und vielen fröhlichen Gästen gerade Recht. Vielleicht bringen die Vorbereitung sie auch Bürgermeister Finn-Ole wieder näher?
Parallel besuchen Oma Anita und Hark einen Tanzkurs im kleinen Friesencafé, der sie auch vor so manche Herausforderung stellt…


Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Janne Mommsen, weil sie mich lesend immer so schön an die Nordsee versetzen und einen netten kleinen Urlaub auf Föhr verbringen kann.
Auch in diesem Buch hat mir das Nordseeflair wieder besonders gut gefallen, denn man kann mit Julia und Finn-Ole und Hark viele Orte auf Föhr, Amrum oder sogar vor Helgoland besuchen.

Darüber hinaus fand ich es schön, mit liebgewonnen Personen wie Julia oder Oma Anita wieder etwas Zeit zu verbringen und zu sehen, was aus dem kleinen Friesencafé geworden ist.

Das Buch erzählt eine nette kleine Geschichte und ist sehr nett nebenher zu lesen.


Fazit:
Wer eine leichte schnell zu lesende Lektüre mit Nordsee-Feeling sucht, ist hier richtig.

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