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Veröffentlicht am 27.12.2020

Krasser Roman über die Welt von Computerspielen

88 Namen
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John Shu hat eine Firma, mit der er seinen Kunden die Begleitung bei anspruchsvollen Computerspielen anbietet. Als ein neuer Auftrag ihm eine große Geldsumme bringen soll und der Kunde sehr an den nordkoreanischen ...

John Shu hat eine Firma, mit der er seinen Kunden die Begleitung bei anspruchsvollen Computerspielen anbietet. Als ein neuer Auftrag ihm eine große Geldsumme bringen soll und der Kunde sehr an den nordkoreanischen Diktator erinnert, kommt John mit seinem Team ganz schön ins Schwitzen…


Meine Meinung:
Ich bin in der Gamer-Welt so gar nicht zu Hause, bin aber dank der guten Erläuterungen im Roman und auch im Glossar sehr gut in die Handlung hineingekommen. Der Roman ist wirklich sehr speziell und abgedreht und man lernt einiges über Computerspiele.
Dank der unterschiedlichen Charaktere und der Möglichkeiten, sich im Internet andere Identitäten zuzulegen, ist der Roman unglaublich vielschichtig und wartet mit einem sehr gelungenen Spannungsbogen bis zum Schluss auf. Das Ende war für mich wirklich überraschend, aber durchaus passend und stimmig.
Letztlich stimmt die Geschichte auch sehr nachdenklich, denn im Internet weiß man nie, mit wem man es wirklich zu tun hat und jeder / jede kann sich ein anderes Geschlecht, einen anderen Hintergrund oder eine ganz andere Identität zulegen.
Darüber hinaus hat das Buch mit gut gefallen, weil es sehr rasant geschrieben und kurzweilig zu lesen ist.


Fazit:
Dieser Roman über die Welt von Computerspielen und Identitäten im Internet ist sehr speziell, unterhaltsam zu lesen und nachdenklich stimmend.

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Veröffentlicht am 21.12.2020

Roman über eine faszinierende Persönlichkeit, der leider sein Potential nicht vollständig ausschöpft

Grace. Das Mädchen mit den weißen Handschuhen
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Grace Kelly ist Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin, als der monegassische Fürst Rainier um ihre Hand anhält. Nun wird sie Fürstin Gracia Patricia von Monaco, Mutter von drei Kindern und engagiert sich ...

Grace Kelly ist Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin, als der monegassische Fürst Rainier um ihre Hand anhält. Nun wird sie Fürstin Gracia Patricia von Monaco, Mutter von drei Kindern und engagiert sich für wohltätige Zwecke.
Buchstäblich ein Leben wie aus dem Bilderbuch. Aber ist sie auch glücklich?


Meine Meinung:
Der umfangreiche Roman über das Leben von Grace Kelly spielt auf verschiedenen zeitlichen Ebenen. Anfangs war ich ganz begeistert von der Erzählweise und ich habe mich beim Lesen richtig wohlgefühlt. Nach ungefähr einem Drittel änderte sich dieses Leseerlebnis bei mir jedoch, da ich das Gefühl hatte, die Handlung ziehe sich wie Kaugummi.
Nach der Hälfte des Romans hat der Spannungsbogen wieder ein wenig die Kurve gekriegt, aber das Wohlfühlgefühl vom Anfang hat sich beim weiteren Lesen leider nicht mehr eingestellt.

Mit Grace Kelly bin ich nicht so richtig warm geworden und darüber hinaus hat es mich ein wenig gestört, dass der Roman weit mehr fiktive Elemente hatte, als die Realität widerzuspiegeln.

Es gab zwar interessante Episoden und durchaus interessant zu lesende Abschnitte, in denen die Zerrissenheit von Grace ein wenig herüberkam.
Insgesamt bliebt der Roman aber zu zäh erzählt und zu wenig ansprechend.


Fazit:
Der Roman ist aus meiner Sicht mittelprächtig. Er startet sehr vielversprechend, hat aber leider insgesamt meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen können. Meines Erachtens hätte die Autorin noch mehr Potential gehabt, dem vielschichtigen und tiefgründigen Charakter der Protagonistin gerecht zu werden.

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Veröffentlicht am 18.12.2020

Super recherchiert und toll dargestellt – macht Lust auf einen Urlaub in Franken

Franken Reiseführer Michael Müller Verlag
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Der Reiseführer von Ralf Nestmeyer ist aufgeteilt in 10 Regionen – z.B. die Region rund um Nürnberg, die Rhön oder die Fränkische und Hersbrucker Schweiz.
Innerhalb der Regionen werden verschiedene Orte ...

Der Reiseführer von Ralf Nestmeyer ist aufgeteilt in 10 Regionen – z.B. die Region rund um Nürnberg, die Rhön oder die Fränkische und Hersbrucker Schweiz.
Innerhalb der Regionen werden verschiedene Orte mit ihren Sehenswürdigkeiten, ihrer Geschichte vorgestellt und es werden praktische Tipps zu Unterkünften, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten gegeben.
Neben einer Faltkarte im Maßstab 1 : 500.000 gibt es diverse kleinere Karten zu einzelnen Orten und Details.


Meine Meinung:
Die Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag gefallen mir grundsätzlich sehr gut, weil sie gut recherchiert sind, super Tipps haben und auch noch ansprechend gestaltet sind.
Dieser Führer zur Region Franken vereint diese Vorzüge in bester Weise.
Schon beim Durchblättern war ich ganz begeistert und habe Lust bekommen in den Führer hineinzuschmökern. Dank der gut strukturierten Aufteilung in die 10 Regionen und innerhalb dieser nach einzelnen Orten (mit Angaben zu Sehenswürdigkeiten und praktischen Tipps) kann man sich schnell und problemlos zurechtfinden. Wenn man etwas sehr Spezielles sucht, hilft auch das sehr gute Register.

Die Beschreibungen sind kurz, knackig und mit ganz leicht und angenehm humorvoll. Gleichzeitig merkt man, dass sich der Autor extrem gut auskennt und super recherchiert hat. Für die Gegenden, die ich schon besucht habe (z.B. Nürnberg), kann ich bestätigen, dass die wesentlichen Punkte beschrieben werden und die richtigen Schwerpunkte gesetzt werden.
Auch die Tipps sind aktuell und halten das, was sie versprechen. Gut gefallen haben wir darüber hinaus auch die Infokästen, denn sie sind relevant und wirklich informativ.

Dank der sehr schönen Bilder von netten Fachwerkhäusern, schönen Ortskernen, Burgen und Naturdenkmälern habe ich beim Lesen und Durchblättern direkt Lust bekommen, wieder einmal einen Urlaub in Franken einzuplanen.
Der Führer macht wirklich schöne Stimmung!


Fazit:
Wieder ein gelungener Reiseführer aus dem Michael Müller Verlag, der richtig Lust auf Franken macht. Für mich absolut führend auf dem Markt!

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Veröffentlicht am 18.12.2020

Sehr zäh und nichtssagend – wird leider dem Potential des Themas nicht gerecht

Die Krone der Schöpfung
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Die Protagonistin glaubt, an Corona zu leiden. Sie erlebt die Pandemie und schreibt Zombie-Geschichten für Amazon. Die Zahlen der Infizierten steigen weiter. Die Protagonistin kümmert sich um Mann, Liebhaber ...

Die Protagonistin glaubt, an Corona zu leiden. Sie erlebt die Pandemie und schreibt Zombie-Geschichten für Amazon. Die Zahlen der Infizierten steigen weiter. Die Protagonistin kümmert sich um Mann, Liebhaber und Mutter…


Meine Meinung:
Das kleine Büchlein erschien mir aufgrund des aktuellen Themas zur Corona-Pandemie erstmal sehr vielversprechend, denn wir alle haben ja unsere Erfahrungen seit spätestens März mit dem Virus gemacht. Wir haben die verschiedenen Vorgaben und Verordnungen erlebt, die unser Leben bestimmt haben, wir haben das Ansteigen der Zahlen erlebt etc. etc.
Daher war ich sehr neugierig auf das Buch.

Beim ersten Reinlesen fand ich es sehr spannend, dass die Autorin ganz kurze Kapitel nutzt, die meist nicht länger als eine halbe Seite sind. Sie wechselt damit Themen ab rund um Corona und z.B. zu der Zombie-Geschichte, die sie für Amazon schreibt.

Je länger ich las, desto weniger fasziniert war ich allerdings. Der Inhalt war ohne Belang, zäh und – gerade was die COVID-19 Situation anging – so oberflächlich, dass wir alle mehr und interessanter darüber erzählen könnten.
Die Zombie-Geschichten habe ich zum Schluss nur noch überschlagen und mich regelrecht bis ans Ende des Buchs gequält.
Zum Glück hatte es nicht mehr Seiten.


Fazit:
Dieses Büchlein war trotz des vielversprechenden Themas sicherlich mit das schlechteste, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Spart Euch die Zeit! Schreibt lieber selber etwas über Eure Erlebnisse mit der Pandemie.

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Dicht erzählter und spannender historischer Roman über zwei Schwestern

Das schwarze Gold des Südens
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Die Schwestern Amalie und Elise könnten unterschiedlicher nicht sein:
Während Elise mit ihrer großen Liebe nach Paris durchbrennt, heiratet Amalie aus Pflichtbewusstsein für das väterliche Lakritz-Unternehmen ...

Die Schwestern Amalie und Elise könnten unterschiedlicher nicht sein:
Während Elise mit ihrer großen Liebe nach Paris durchbrennt, heiratet Amalie aus Pflichtbewusstsein für das väterliche Lakritz-Unternehmen einen Mann, den sie nicht liebt.
Während Amalie im heißen Kalabrien alles für das Fortbestehen des Unternehmens tut, verliebt auch sie sich in den falschen Mann…


Meine Meinung:
Ich war von Anfang an in der Geschichte gefangen, da sie sehr lebendig im Wechsel aus der Sicht der Schwestern Amalie und Elise erzählt wird. Richtig Fahrt nahm die Geschichte auf, als Amalie nach Italien reiste – erst nach Venedig, dann nach Kalabrien – und Elise sich gleichzeitig in Paris einlebt.
Die Schauplätze werden unglaublich eindringlich und authentisch dargestellt, so dass man sich als Leser(in) zur Eiffelturmbaustelle oder in eine Patisserie oder ins heiße und unwirtliche Kalabrien versetzt fühlt. Hieran merkt man auch die unglaublich fundierte Recherche der Autorin, die z.B. zeit- und ortstypische Getränke (wie „Coca“ in Paris aus aufgelöstem Lakritz mit Zitrone) immer wieder erwähnt.

Sehr gut gefallen hat mir auch das Thema Lakritz, das im Mittelpunkt des Romans steht, denn ich habe hierüber viel Neues lernen können und es zieht sich durch die Geschichte wie ein roter Faden.

Darüber hinaus hat die Geschichte einen sehr gelungenen Spannungsbogen. Ich wurde immer wieder mit überraschenden Wendungen konfrontiert, die aber alle durchaus nachvollziehbar und nicht überzogen waren.
Dazu passend entwickeln sich die beiden so unterschiedlichen Schwestern auch sehr glaubwürdig im Laufe des Romans, was mir sehr gut gefallen hat.

Am Ende werden alle Fäden zusammengeführt und man bleibt als Leser(in) mit einem guten Gefühl zurück. Wirklich eine runde Sache!


Fazit:
Wer spannende und fundiert recherchierte historische Romane mit authentischen Figuren mit Entwicklungspotential mag, ist hier genau richtig. Darüber hinaus hat mich beim Lesen dank der tollen Schauplätze auch das Fernweh gepackt!

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