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Veröffentlicht am 02.01.2019

Nette Geschichte fürs Herz

Herz in Reparatur
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Emma lebt in Kalifornien, wo sie fürs Fernsehen, meist hinter den Kulissen, arbeitet. Leider hat sich ihr „perfect match“ Carl, der doch intellektuell so gut zu ihr passte, von ihr getrennt, um mit einer ...

Emma lebt in Kalifornien, wo sie fürs Fernsehen, meist hinter den Kulissen, arbeitet. Leider hat sich ihr „perfect match“ Carl, der doch intellektuell so gut zu ihr passte, von ihr getrennt, um mit einer jungen künstlichen Schönheit zusammenzukommen.
Zu allem Überfluss soll sie sich nun noch um den Baseballstar Matt kümmern, der eine eigene Sendung moderieren soll, aber davon so überhaupt keine Ahnung hat.
Auf Matts Initiative hin schließen die beiden einen Deal: Emma bringt ihm Moderieren bei und im Gegenzug zeigt er ihr, wie man sich den Mann seiner Träume angelt.


Meine Meinung:
Ich kannte bisher kein Buch der Autorin und hatte mir eine nette romantische Geschichte erhofft. Diese Hoffnung wurde auch erfüllt, denn mit den beiden Protagonisten Emma und Matt lernte ich sofort zwei sympathische Charaktere kennen, die viel Potential mitbrachten.
Emma war zwar anfangs sehr naiv und unbeholfen, dazu eher steif und von sich selbst eingenommen, aber sie entwickelte sich glücklicherweise im Laufe des Romans weiter.

Auch der Plot war recht nett gehalten, wenn auch ein wenig vorhersehbar. Aber die Ansiedlung der Geschichte in Kalifornien entschädigt, denn die Beschreibungen sind sehr gut und authentisch. Einige Schilderungen waren auch herrlich witzig, so dass ich beim Lesen immer mal wieder kichern musste.

Einzig gestört haben mich die zum Teil etwas hölzerne und aufgesetzt wirkende Erzählweise, die meinen Lesefluss ab und zu etwas gehindert hat.

Ansonsten hat das Buch meine Erwartungen erfüllt.


Fazit:
Wer eine leichte (ggf. vorhersehbare) romantische Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier richtig.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Ein richtiges Gute-Laune-Buch

Wir zwei auf Wolke sieben
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Von jetzt auf gleich wird Lea von ihrem Freund Sebastian, mit dem sie gerade erst zusammengezogen ist, verlassen. Und nicht nur das – er nimmt auch noch das Geld von ihrem Sparbuch mit und lässt nur seinen ...

Von jetzt auf gleich wird Lea von ihrem Freund Sebastian, mit dem sie gerade erst zusammengezogen ist, verlassen. Und nicht nur das – er nimmt auch noch das Geld von ihrem Sparbuch mit und lässt nur seinen verwöhnten Kater zurück. Dank der Vermittlung ihrer besten Freundin bekommt Lea jedoch sehr kurzfristig einen Traumjob bei einem Frauenmagazin, der sie in die angesagtesten Hauptstädte Europas führt, wo sie die neuesten Kosmetiktrends ausprobieren und für die Leserinnen beschreiben soll. Doch was ist mit der Liebe?


Meine Meinung:
Ich hatte mir ein locker-leichtes Gute Laune-Buch erhofft und diese Hoffnung wurde auch nicht enttäuscht. Dank des flüssigen, leichten Schreibstils bin ich sofort in die Handlung reingekommen. Von Anfang an gab es so lustige, abstrus beschriebene Szenen, dass ich des Öfteren schmunzeln oder laut lachen musste.
Lea ist sehr sympathisch gezeichnet, allerdings ist sie anfangs doch sehr naiv und weiß gar nicht, was sie will. Im letzten Drittel des Buches zeigt sie jedoch eine deutliche Entwicklung, die mir sehr gut gefallen hat. Sie wird viel erwachsener und erkennt – in jeder Hinsicht – was sie will.
Nur im mittleren Drittel hatte das Buch für mich einige kleine Schwächen, da mir hier Leas Entwicklung ein wenig gefehlt hat und sich die Handlung nicht weiterbewegt hat.
Doch das Ende hat mich dafür mehr als entschädigt.


Fazit:
Wer nette kurzweilige Unterhaltungslektüre sucht, ist mit diesem Roman von Anja Rauter gut bedient.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 19.12.2018

Spannend bis zum Umfallen

Das Herrenhaus im Moor
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Laura ist seit 13 Jahren glücklich mit ihrem Mann Frank, Privatkundenvorstand bei einer Bank in Düsseldorf, zusammen, als dieser plötzlich bei einem Autounfall ums Leben kommt.
Die völlig aus der Bahn ...

Laura ist seit 13 Jahren glücklich mit ihrem Mann Frank, Privatkundenvorstand bei einer Bank in Düsseldorf, zusammen, als dieser plötzlich bei einem Autounfall ums Leben kommt.
Die völlig aus der Bahn geworfene Laura verliert zu allem Unglück auch noch ihren Job und reist dann recht überstürzt nach England, in Franks Heimat, denn sie vermutet, dass hinter seinem Tod mehr steckt als nur ein Unfall.
Je länger sie in der Gegend um das Dartmoor und das Exmoor „ermittelt“, desto mehr erfährt sie über Verwicklungen in der Familiengeschichte ihres Mannes, die über 100 Jahre zurückliegen.


Meine Meinung:
Die Geschichte wird auf zwei zeitlichen Ebenen aus zwei Perspektiven erzählt: Die eine Perspektive ist Lauras in der Gegenwart, die ihre Ermittlungen in England anstellt. Die andere Perspektive stammt von Victoria aus Franks Familie, die um 1900 in der Gegend lebte. Sie hat kurz vor ihrer Volljährigkeit ihren Vater verloren und steht nun unter der Vormundschaft ihres Onkels. Der will scheinbar das große Anwesen, das Victoria einmal erben soll, an sich bringen und schreckt dafür vor nichts zurück.

Der Roman hat mich von Anfang an gefesselt und durch die kurzen Kapitel in den wechselnden Perspektiven konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen.
Nicht alle Personen sind immer vollständig tiefgründig gezeichnet, aber mit Victoria gibt es eine sehr starke Protagonistin, die es mir sehr angetan hat. Ich habe mit ihr so stark mitgelitten, wie schon lange nicht mehr in einem Buch.
Auch bei anderen Charakteren werden gewisse Charakterzüge angelegt, die ich sehr interessant und zum großen Teil auch stimmig fand.

Darüber hinaus hat mir auch das Setting in den alten Herrenhäusern in den englischen Mooren auch sehr gut gefallen.
Man fühlte sich sofort an die Orte versetzt und hörte alte Böden knarren und den Wind heulen…


Fazit:
Diesen spannenden Roman kann ich allen wärmstens empfehlen, die eine kurzweilige Unterhaltungslektüre mit Niveau und Hintergrund suchen.

Veröffentlicht am 12.12.2018

Sehr fundiert recherchierter, spannender historischer Roman

Der Hexenjäger
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Die Geschichte spielt im Elsass um 1484.
Susanna wächst in einer Familie mit zwei Brüdern auf. Sie muss einen Schicksalsschlag hinnehmen, als ihre Mutter stirbt und ein Suizidverdacht besteht. Dann soll ...

Die Geschichte spielt im Elsass um 1484.
Susanna wächst in einer Familie mit zwei Brüdern auf. Sie muss einen Schicksalsschlag hinnehmen, als ihre Mutter stirbt und ein Suizidverdacht besteht. Dann soll sie noch mit einem Mann verheiratet werden, denn sie nicht liebt.

Der Mönch Heinrich auf der anderen Seite, Prior des lokalen Klosters und Inquisitor des Papstes und auch Susannas Beichtvater, ist davon besessen, „Hexen“ aufzuspüren und eine Richtlinie vorzugeben, was Hexen ausmachen und wie man sie als solche erkennen kann…
Dazu arbeitet er an seinem großen „Werk“, dem Hexenhammer.


Meine Meinung:
Der historische Roman von Astrid Fritz zeichnet sich wieder einmal durch eine sehr fundierte Recherche und historische Genauigkeit aus, die ich so nicht bei vielen historischen Romanen erlebt habe. Man merkt beim Lesen durch und durch, dass die Fakten stimmig sind und auch noch viel mehr Stoff im Hintergrund liegt, ohne dass die Autorin mit erhobenem Zeigefinger belehrend schreibt oder man das Gefühl hat, dass die Fakten übertrieben dargestellt werden.
Die Darstellung ist einfach insgesamt sehr stimmig in eine spannende Handlung eingebettet.

Während die Beweggründe von Heinrich, der eine historisch Persönlichkeit ist, sehr glaubwürdig und nachvollziehbar dargestellt werden, ist auch die Verknüpfung mit der fiktiven Geschichte von Susanna, die stellvertretend für viele Frauen ihrer Zeit steht, sehr gut dargestellt. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und lässt sich insgesamt sehr flüssig lesen.
Durch verschiedene kurze Abschnitte mit Perspektivwechseln und Rückblenden ist die Darstellung immer sehr lebendig und gewährt weiterführende Einblicke und Hintergründe. Sehr gut gefallen haben mir zum Beispiel die Episoden aus Heinrichs Kindheit, die ein sehr aufschlussreiches Licht auf ihn werfen.

Susanna habe ich als Person sofort liebgewonnen, denn sie wird – auch in ihrer Entwicklung – sehr sympathisch und reflektiert dargestellt.


Fazit:
Die Lektüre war für mich insgesamt ein Genuss, denn der Roman hat in idealer Weise eine spannende Geschichte mit historisch fundierten Fakten verbunden.

Veröffentlicht am 12.12.2018

Nette Idee, mittelmäßig umgesetzt

All die schönen Tage
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Stella führt seit ihrer Jugend eine Kartei, in der sie alle ihre schönsten Momente nach Tagen geordnet festhält.
Vor allem die Momente mit ihrem Freund Max füllen in ihrer Teenagerzeit die Kartei, bis ...

Stella führt seit ihrer Jugend eine Kartei, in der sie alle ihre schönsten Momente nach Tagen geordnet festhält.
Vor allem die Momente mit ihrem Freund Max füllen in ihrer Teenagerzeit die Kartei, bis Max ihr Vertrauen enttäuscht und sie nichts mehr mit ihm zu tun hat.
Nun ist Stella erwachsen, erfolgreiche Ärztin, die in der Chirurgie arbeitet, als sie Max eines Tages wiedertrifft.
Sofort ist die alte Anziehung wieder da, aber wie wird Stella über den Vertrauensbruch hinwegkommen…?


Meine Meinung:
Die Idee für den Buchaufbau mit dem Kästchen, dass all die Karten mit den schönen Momenten enthält, ist wirklich ganz zauberhaft. Daher hat mich das Buch auch sofort angesprochen, da ich eine schöne romantische Geschichte fürs Herz erwartet habe.

In der Umsetzung lässt das Buch allerdings einiges zu wünschen übrig.
Zunächst einmal habe ich den roten Faden in der Handlung vermisst, da die Episoden inhaltlich und zeitlich hin- und herspringen und man die Motivation dahinter nicht wirklich verstehen kann.
Zum anderen bleiben die Figuren blass und ihre Beweggründe werden nicht wirklich motiviert.
Beispielsweise trieb mich die ganze Zeit die Frage um, wie Stella mit dem Vertrauensbruch durch Max umgehen kann und wie es überhaupt damals dazu kommen konnte. Diese Frage wurde für mich gar nicht zufriedenstellend beantwortet.

Auf der anderen Seite gibt es einige nette Nebenkriegsschauplätze, die zwar recht liebevoll erzählt werden – zum Beispiel rund um ein portugiesisches Kaffee, aber eigentlich gar nichts mit der Handlung zu tun haben.

Auch der Erzählfluss und das Erzähltempo passten für mich durch das ständige Hin- und Herspringen ohne roten Faden nicht so wirklich.

Insgesamt wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt.


Fazit:
Das Buch beruht zwar auf einer schönen Idee und ist optisch ganz nett gestaltet, allerdings hat es in der Umsetzung deutliche Schwächen.