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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2022

Der Schleifenmörder

Perfect Day
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Bis jetzt war ich von den Büchern der Autorin begeistert. Mit dieser Geschichte konnte ich aber nicht so recht warm werden.
Das Cover ist wie immer schlicht gehalten in weiß-schwarz-rot und hat dadurch ...

Bis jetzt war ich von den Büchern der Autorin begeistert. Mit dieser Geschichte konnte ich aber nicht so recht warm werden.
Das Cover ist wie immer schlicht gehalten in weiß-schwarz-rot und hat dadurch einen Wiedererkennungswert. Die Handlung wird in unterschiedlichen Erzählsträngen, Perspektiven und Zeitebenen erzählt. Der Einstieg in das Buch
begann sehr vielversprechend.
Im Beisein seiner 24jährigen Tochter Ann wird der Philosophieprofessor Walter Lesniak verhaftet. Er soll in den letzten vierzehn Jahren im Umland von Berlin zehn kleine Mädchen getötet haben. Mit roten Schleifen kennzeichnen den Weg zu den Leichen. Aber Ann glaubt nicht an die Schuld ihres Vaters. Alleinerziehend war er ihr Ein und Alles. Verzweifelt will sie den wahren Mörder finden.
Ziemlich schnell war ich genervt von ihrem unüberlegtem und kopflosen Handeln. Sie tappt von einem Fettnäpfchen ins Andere, stößt Menschen die es gut mit ihr meinen vor den Kopf. Kann kaum noch unterscheiden zwischen Fiktion und Realität. Auch von den anderen Protagonisten konnte mich keiner so richtig überzeugen. Die Handlung fand ich teilweise überzogen und unglaubwürdig. Zu viele Zufälle spielten eine Rolle.
Trotz einiger Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten, war allerdings von der Autorin besseres gewohnt.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Der Kinderfänger von Berlin

Im Auge des Zebras
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Cover und Titel fielen mir gleich ins Auge. Es soll der Auftakt einer neuen großen Thriller-Reihe sein, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass mir einiges an Vorwissen fehlte.
Die Geschichte spielt ...

Cover und Titel fielen mir gleich ins Auge. Es soll der Auftakt einer neuen großen Thriller-Reihe sein, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass mir einiges an Vorwissen fehlte.
Die Geschichte spielt in Berlin und wird in mehreren Erzählsträngen und Zeitebenen erzählt. Man bekommt unter anderem einen Einblick in die kranke Psyche des Täters. Ich empfand die Handlung als ziemlich unruhig und die Ermittlung kam nicht so richtig in Fahrt. Die Kommissarin war eher um Hilfe bei der Lösung des Falls bemüht, als zu ermitteln. Erst ein Krimineller muss sie auf die richtige Spur bringen.
In verschiedenen Orten werden zeitgleich 7 Jungen entführt, kurz darauf die Eltern ermordet. Am Tatort findet man überall die gleiche DNA. Die Tat zeigt Parallelen zu einem Fall, der zwanzig Jahre zurückliegt. Olivia Holzmann Kommissarin beim LKA ist allein auf sich gestellt. Ihr Mentor Severin Bösherz hat sich zurückgezogen und die ehemalige Kommissarin Esther Wardy möchte mit ihrem damaligen Fall nichts mehr zu tun haben.
Die Handlung beginnt gleich super spannend, plätscherte allerdings dann so dahin. Die Protagonisten fand ich alle nicht sympathisch. Olivia die trotz Dringlichkeit des Falles noch genug Zeit hat, für Aktivitäten mit dem Freund. Bösherz mit seinen hellseherischen Fähigkeiten, war für mich zu weit hergeholt. Das Geplänkel mit seinem Sohn fand ich überflüssig. Es gab Szenen die konnte ich so gar nicht nachvollziehen. Schade ich hatte mir von dem Buch mehr versprochen.

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Veröffentlicht am 26.12.2021

Ein teuflisches Spiel

Thirteen
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Das Cover finde ich passend für den 540 Seiten dicken Thriller. Man muss allerdings genau hinsehen, um zu erkennen, was es darstellen soll.
Die Geschichte spielt in New York. Strafverteidiger Eddie Flynn ...

Das Cover finde ich passend für den 540 Seiten dicken Thriller. Man muss allerdings genau hinsehen, um zu erkennen, was es darstellen soll.
Die Geschichte spielt in New York. Strafverteidiger Eddie Flynn (ehemaliger Trickbetrüger) soll den Hollywood Schauspieler Robert (Bobby) Solomon verteidigen. Der soll seine Frau und seinen Mitarbeiter umgebracht haben, beteuert aber seinen Unschuld. Der wahre Mörder spielt ein teuflisches Spiel. Der Serienmörder Joshua Kane will sich unter die Geschworenen mischen um einen Unschuldigen zu verurteilen. Und der Weg dorthin ist blutig.
Das Buch wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Der Leser verfolgt die mörderischen Machenschaften des Killers und die Bemühungen des Verteidigers. Schon die ersten Seiten nahmen mich gefangen. Die tolle Idee und die Umsetzung, einfach Klasse. Eine logisch aufgebaute Story. Viele Irrungen und Wendungen sorgen für die nötige Spannung. Der Leser taucht ein, in die Abgründe des amerikanischen Rechtssystem. Die Protagonisten wurden gut beschrieben, Eddie und der Richter Harry waren mir gleich sympathisch.
Dieser Thriller war für mich der Beste in den letzten Monaten. Den Autoren werde ich mir auf jeden Fall merken und hoffe auf weitere Fälle für Eddie Flynn.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Bereit zu töten

Die falsche Zeugin
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Das Cover gefällt mir gut, es passt zu dem 590 Seiten dicken Thriller, düster und geheimnisvoll. Der Klappentext verspricht spannende Stunden. Ein Buch voller Emotionen, mit Themen wie Corona, Kindesmisshandlung, ...

Das Cover gefällt mir gut, es passt zu dem 590 Seiten dicken Thriller, düster und geheimnisvoll. Der Klappentext verspricht spannende Stunden. Ein Buch voller Emotionen, mit Themen wie Corona, Kindesmisshandlung, Pädophilie, Drogensucht, Vergewaltigung und Mord. Der Leser gewinnt Einblick in gestörte Seelen. Die Geschichte wird teilweise in zwei Handlungsstränge erzählt, Gegenwart und Vergangenheit. Sie ist flüssig zu lesen, der Spannungsbogen baut sich langsam auf.
Die beiden Schwestern Leight und Callie stehen im Vordergrund. Eine schreckliche Tat in der Teenagerzeit schweißt sie noch mehr zusammen. Während die Ältere Karriere als Strafverteidigerin macht, ist die Jüngere seit Jahren drogenabhängig. Eines Tages bekommt Leight den Auftrag einen Vergewaltiger zu verteidigen. In ihm erkennt sie den Jungen wieder, bei dem sie und ihre Schwester babysitten waren. Andrew will unbedingt sie als seine Verteidigerin. Er lässt Bemerkungen fallen, weiß also genau, was die Schwestern vor 23 Jahren getan haben.
Der Charaktere der Schwestern sind sehr unterschiedlich. Während sich die Ältere aus dem Sumpf befreien konnte, zerbricht die Jüngere an ihrer Vergangenheit. Eine gute Story mit spannendem Aufbau, teilweise hart an der Grenze zum Erträglichem. In der Mitte allerdings sehr langatmige Passagen, für einen Laien nicht immer zu verstehen.
Trotzdem von mir eine klare Leseempfehlung nicht nur für Fans der Autorin.

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Veröffentlicht am 27.11.2021

Auch Mütter sind nur Menschen

Mach dich locker
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10 Jahre nach dem ersten Roman der Autorin ist dieser jetzt der Neuste. Schon das lustige Titelbild lässt auf eine humorvolle Geschichte schließen. Und der Leser wird in dieser Beziehung nicht enttäuscht. ...

10 Jahre nach dem ersten Roman der Autorin ist dieser jetzt der Neuste. Schon das lustige Titelbild lässt auf eine humorvolle Geschichte schließen. Und der Leser wird in dieser Beziehung nicht enttäuscht. Viele lustige Sprüche und Anekdoten passend in den Text eingebunden. Dieser lässt sich leicht und locker lesen und verspricht unterhaltsame Stunden.

Marie, fast vierzig arbeitet als Food-Designerin, ist mit Alex einem Anwalt verheiratet. Hat zwei Kinder Robin 14 und Lilly 7. Sie hat ihr Leben in allen Bereichen perfekt durchgeplant. Arbeitet strikt nach Liste, gönnt sich keine Freizeit und kein Vergnügen, auch Mann und Kinder müssen nach Plan funktionieren. Dann wird sie von einem Hexenschuss ausgebremst und lernt gleichzeitig die etwas chaotische und lebenslustige Babette kennen. Langsam beginnt sie sich zu fragen, ob der Perfektionismus wirklich glücklich macht. Sie muss lernen, ihre Macken abzulegen, auch weil ihre Familie anfängt zu rebellieren und ihr Mann beginnt, sich für Babette zu interessieren.

Obwohl einiges überspitzt rüberkommt, werden sich in dieser Geschichte sicher einige Frauen wiedererkennen, die jeden Tag den Spagat zwischen Job und Familie hinbekommen müssen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, mich oft zum Lachen gebracht und mich bestens unterhalten. Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung.

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