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Veröffentlicht am 16.07.2019

First comes love … und dann das Leben?

First Comes Love
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Bei „First Comes Love“ handelt es sich um die Neuauflage der 2012 erschienen Hardcoverausgabe „Dylan & Gray“. Schön finde ich, dass der Originaltitel übernommen wurde. Andererseits könnte der Hinweis, ...

Bei „First Comes Love“ handelt es sich um die Neuauflage der 2012 erschienen Hardcoverausgabe „Dylan & Gray“. Schön finde ich, dass der Originaltitel übernommen wurde. Andererseits könnte der Hinweis, dass es sich um eine Neuauflage handelt, präsenter sein, da das doch etwas irreführend ist.

Das Cover gefällt mir ganz gut. Die Farbgebung ist gut gelungen, aber alles in allem stellt es für mich jetzt keine Besonderheit dar. Es spiegelt toll das Setting wieder: Wüste, Saguaro-Kaktus, Roadtrip.

Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da mit der männlichen Sicht begonnen wurde. Es handelt sich hier um einen Perspektivenwechsel von den beiden Hauptprotagonisten Dylan und Gray, der für mich nicht unbedingt notwendig ist, aber auch nicht weiter stört. Ich habe mir mit den Namen schwer getan, da Dylan als Mädchenname und Gray als Jungenname verwendet wurde und ich es eher umgekehrt gewohnt bin. Das war schon stark verwirrend für mich. Davon abgesehen hatte ich keinerlei Probleme mit dem Schreibstil, der mir ganz gut gefallen hat.

Die beiden Protagonisten sind charakterlich komplett verschieden. Ich persönlich konnte mich auch eher mit dem männlichen Protagonisten, Gray, identifizieren, da er eher ruhig und verschlossen ist. Mit Dylans Art kam ich nicht wirklich klar; generell ist mir ihr Charakter etwas blass geblieben, da man kaum was von ihr erfahren hat und auch kaum Einblicke in ihre Vergangenheit bekommen hat. Allerdings habe ich gesehen, dass es auf Englisch wohl eine Fortsetzung gibt und ich hoffe, dass wir hier mehr von ihr erfahren werden. Beziehungsweise hoffe ich generell, dass im Zuge der Neuveröffentlichung prinzipiell auch die Fortsetzung erscheinen wird.

Ich fand das Buch etwas schwierig. Der Einstieg hat mir eigentlich gut gefallen, auch wenn das Setting – also die karge Landschaft – nicht ganz so meins sind. Die Mitte des Buches fand ich wirklich schön und die Seiten sind nur so dahingeflogen. Und ich habe definitiv einiges für mein Leben mitgenommen. Ich finde, im Buch gibt es einige wichtige Botschaften, über die man definitiv nachdenken muss.
Das letzte Drittel fand ich dann etwas schwierig und vor allem mit Dylans Art bin ich da schwer klargekommen. Ihre Handlungen waren für mich nicht nachvollziehbar und ich war wohl ähnlich verwirrt wie Gray. Auch das Ende hat mich schwer verwirrt, da es doch etwas sehr offen für meinen Geschmack war. Aber mittlerweile weiß ich auch über die Fortsetzung Bescheid, die ich lesen werde um hoffentlich meine Fragen beantwortet zu bekommen.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Willkommen in 2057

Die Unvollkommenen
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Die Unvollkommenen von Theresa Hannig hat mir gut gefallen. Da ich direkt davor den ersten Band der Reihe „Die Optimierer“ gelesen hatte, kam ich gut in die Geschichte hinein und hatte keinerlei Verständnisprobleme. ...

Die Unvollkommenen von Theresa Hannig hat mir gut gefallen. Da ich direkt davor den ersten Band der Reihe „Die Optimierer“ gelesen hatte, kam ich gut in die Geschichte hinein und hatte keinerlei Verständnisprobleme. Auch wenn man den Band unabhängig vom ersten Band lesen kann, finde ich es doch besser mit den Optimierern zu starten, da sonst einfach viele Informationen fehlen.
Das Cover hat mir dabei auch sehr gut gefallen. Ich persönlich mag es lieber als Band 1, weil darauf ein Gesicht abgebildet ist und ich generell Menschen auf Covern bevorzuge.

Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gefallen, auch wenn es mich nicht ganz so sehr begeistern und überraschen konnte, wie Band 1, da ich einfach mit ausgefallenen Wendungen gerechnet hatte und sie mich auch nicht so überzeugen konnten wie Band 1. Vor allem ging es mir gegen Ende generell viel zu schnell und meiner Meinung ist es auch etwas zu offen (wie auch in Band 1). Aber das bleibt dann wohl der Fantasie des Lesers überlassen. Auf jeden Fall bleibt man dadurch noch einige Zeit in der Geschichte gefangen, weil man sich die verschiedensten Szenarien zusammen spinnt, wie es weitergehen könnte.

Die Charaktere mochte ich auch gerne. Man lernt Lila näher kennen, die man auch schon im ersten Band getroffen hat. Hier spielt sie die Hauptperson. Eoin wurde auch schon erwähnt und hat in diesem Teil eine größere Rolle, wobei ich seine Motive teilweise wirklich nicht durchschauen konnte. Samson ist quasi ein neuer Mensch geworden (mehr oder weniger) und kaum mehr wieder zu erkennen. (Wobei seine Wandlung natürlich begründet und auch nachvollziehbar ist.)

Fazit: Eine gute Fortsetzung die zwar nicht ganz an Band 1 heranreicht, aber sich sehr gut und schnell lesen lässt und definitiv auch zu unterhalten weiß. (Vom erschreckenden Zukunftsbild natürlich abgesehen ;)

Veröffentlicht am 23.03.2019

Feuerdämonen, ein Turnier und ein charmanter Leibwächter

Die letzte Königin - Das schlafende Feuer
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Das Cover gefällt mir sehr gut. Es bleibt auf jeden Fall im Auge und spiegelt das Wesentliche um Kalinda wieder. Der orientalischen Touch mit dem schönen Sari und den Henna-Tattoos und ihr Tonikum kommen ...

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es bleibt auf jeden Fall im Auge und spiegelt das Wesentliche um Kalinda wieder. Der orientalischen Touch mit dem schönen Sari und den Henna-Tattoos und ihr Tonikum kommen gut zur Geltung. Des Weiteren besticht das Cover vor allem durch die schönen Farben. Die Innengestaltung weiß auch zu überzeugen; zieren die Kapitelanfänge schöne, ornamentähnliche Details.

Der Schreibstil ist sehr gelungen, sehr bildhaft, detailreich und vor allem die Wortwahl hat mir sehr gut gefallen. Generell mag ich es sehr gerne, wenn Geschichten in Ich-Perspektive verfasst sind, da kann ich mich besser in die Protagonistin hineinversetzen.

Kalina ist eine tolle Heldin. Sie ist in einer Schwesternschaft aufgewachsen, ohne zu wissen, woher sie eigentlich kommt. Zum Glück bleibt dieses Geheimnis nicht geheim und dabei kommt die ein oder andere, überraschende Wahrheit ans Licht.
Kali soll die Schwesternschaft verlassen, um die hundertste Ehefrau von Rajah Tarek zu werden, von dem sie allerdings alles andere als angetan ist. Dabei muss sie ihre beste Freundin Jaya zurücklassen. Ein Wiedersehen zwischen den beiden habe ich mir richtig herbeigesehnt.
Deven hat mir gut gefallen, auch wenn er mir teilweise etwas blass erschien. Ich hoffe, dass er im Folgeband mehr in den Fokus rutscht.

Die Liebesgeschichte hatte ein gutes Tempo, die Bande haben sich langsam entwickelt. Mitunter aber auch ein bisschen zu langsam für meinen Geschmack. Auch hier hoffe ich, dass dieser Teil in der Fortsetzung etwas ausgebaut wird.

Insgesamt überrascht die Handlung mit tollen Wendungen, wo man sich teilweise nicht sicher sein konnte, wer Freund oder Feind ist. Auch endet das Buch an einer gemeinen Stelle, auch wenn es jetzt nicht der Mega-Cliffhanger ist. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die im Sommer erscheinen wird.

Veröffentlicht am 06.10.2018

Wenn die Kirschblüten blühen …

Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ war mein erstes Buch von Renée Ahdieh und definitiv nicht mein letztes.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Generell mag ich Mädchen auf Titelbildern, dazu noch die romantischen ...

„Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ war mein erstes Buch von Renée Ahdieh und definitiv nicht mein letztes.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Generell mag ich Mädchen auf Titelbildern, dazu noch die romantischen Details, die zarte Farbgebung und Gestaltung … perfekt! Jedenfalls fast ;) Etwas an das Setting angepasst hätte es schon sein dürfen. Ich finde auch, dass z.B. ein Kimono sehr viel passender gewesen wäre.

Als Japanophile mag ich das Setting natürlich ausgesprochen gerne. Auch habe ich mit den Kanji, den speziellen Begriffen, der Intonation oder den Suffixen deswegen keine Probleme und schmälert so meinen Lesegenuss in keinster Weise. Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein Glossar wo alle erwähnte Begriffe Erklärung finden.

Über ihren Schreibstil musste ich echt Staunen. Ihre Wortwahl, ihre Formulierungen sind so galant; fast schon poetische Ausführungen die uns durch ihre Geschichte leiten. Bis jetzt habe ich eigentlich kaum einen vergleichbaren Stil kennengelernt.
Die Protagonistin fand ich sympathisch. Sie ist eine toughe Protagonistin und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Ab und zu, vor allem anfangs, fand ich ihre Entwicklung oder besser gesagt „Verwandlung“ aber etwas zu schnell.
Die Liebesgeschichte, die etwas im Hintergrund blieb, fand ich sehr süß. Davon werden wir hoffentlich im folgenden Teil mehr sehen.
Die Nebencharaktere fand ich soweit auch interessant, wenn auch großteils nicht sehr sympathisch. Vor allem wird man sehr lange im Dunkeln gelassen, weil man nicht weiß, welches Spiel hier gespielt wird und wem man vertrauen kann. Dafür waren die einzelnen Personen wirklich sehr gut charakterisiert, man konnte sie ganz klar voneinander unterscheiden, da alle spezielle Eigenschaften aufweisen konnten.

Im Großen und Ganzen war ich wirklich sehr zufrieden und freue mich schon auf den nächsten Band bzw. die nächsten Werke der Autorin. „Zorn und Morgenröte“ steht schon in den Startlöchern.

Veröffentlicht am 31.07.2018

Stille und Nichtwörter

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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„Die Wahrheit über Dinge die einfach passieren“ ist ein tiefgründiges, gefühlvolles Werk, das mich tief berührt hat.
Die richtigen Worte für diese Lektüre zu treffen fällt mir echt schwer. Vor allem da ...

„Die Wahrheit über Dinge die einfach passieren“ ist ein tiefgründiges, gefühlvolles Werk, das mich tief berührt hat.
Die richtigen Worte für diese Lektüre zu treffen fällt mir echt schwer. Vor allem da die richtigen Worte – das was man sagt, oder eben nicht sagt – eine große Rolle in dem Buch spielen.

Ich liebe das Cover, das aus dem Englischen übernommen wurde, sehr. Ich mag die Ruhe und Gelassenheit, die es ausstrahlt. Prägnant ist auch die große Qualle, die eine wichtige Rolle in dem Jugendroman spielt. Das Cover, das wie unter Wasser wirkt, strahlt die Stille aus, die dort herrscht. Stille, die auch im Buch ein großes Thema darstellt.

Die Protagonistin Suzy hat sich nach einem Ereignis dazu entschlossen nicht mehr zu sprechen, da sie der Meinung ist, dass zu Schweigen weniger kaputt machen könne, als Worte es tun.
Sie hat es wirklich nicht leicht im Leben und mehr als einmal tat sie mir furchtbar Leid. Wie sie teilweise von ihrer besten Freundin, Franny, die zu Beginn des Buches verstorben ist, behandelt wurde, hat sie nicht verdient. Und auch nicht von den anderen Klassenkameraden. Der einzige der ihr nicht im Weg steht, ist ihr Laborpartner Justin.

Suzy quält sich mit der Frage, warum ihre Klassenkameradin gestorben ist. Sie wollte antworten auf die Frage finden und dabei ist sie auf Quallen gestoßen. Sie glaubt, dass diese Tierchen vielleicht etwas mit dem Tod ihrer Klassenkameradin zu tun haben könnten und beginnt über diese Tiere genauere Nachforschungen anzustellen. Suzy konnte sich einfach nicht damit abfinden, dass „Dinge einfach so passieren“. Und ehrlich gesagt, kann ich das auch nicht. Sie war auf der Suche nach einem Weg, um mit dem Tod ihrer ehemaligen Freundin klarzukommen.

Ich finde es interessant, dass sich die Autorin dafür entschieden hat, Quallen in ihrem Buch zu behandeln. Man kann viel über diese besonderen und eigenartigen Lebewesen lernen. Generell finde ich, dass einem das Buch viel gibt, und dass man viel für sein eigenes Leben mitnehmen kann.