Profilbild von Hiki

Hiki

Lesejury Star
offline

Hiki ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hiki über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2025

Kometenhafter Aufstieg?

Stars
0

Ich liebe das Cover! Irgendwie erinnert mich das Mädchen an Dakota Johnson.

Generell hat mir das Roman-Debüt von Katja Kullmann ganz gut gefallen. Ihre anderen Bücher kenne ich aber leider noch gar nicht. ...

Ich liebe das Cover! Irgendwie erinnert mich das Mädchen an Dakota Johnson.

Generell hat mir das Roman-Debüt von Katja Kullmann ganz gut gefallen. Ihre anderen Bücher kenne ich aber leider noch gar nicht.

Mit der Protagonistin kann man sich anfangs eigentlich ganz gut identifizieren. Langweiliger, alltäglicher Bürotrott, Zuverdienst nebenher. Die große Karriere lässt auf sich warten. Das wars dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten ;)
Nach einem etwas langwierigen Start kann man gut die Entwicklung der Hauptprotagonistin verfolgen. Das Buch ist leicht und verständlich geschrieben, weswegen man der Geschichte gut folgen konnte. Mir haben aber etwas die emotionale Tiefe gefehlt, für mich hätte es kitschiger sein dürfen. Auch bin ich mir noch unschlüssig wie ich mit dem Ende umgehen soll.

Alles in allem kann man aber nicht viel meckern. Man muss auch kein Fan von Astrologie sein, um sich für die Geschichte begeistern zu können. Vielmehr geht es um die Charakterentwicklung von Carla, der man wirklich gut folgen kann.

Ich finde, das Buch ist sehr kurzweilig, und passt in jeden Urlaubskoffer ;) Alles in allem habe ich es ganz gerne gelesen, es hat mich aber leider auch nicht nachhaltig beeindruckt.

Veröffentlicht am 21.05.2025

Gut geeignet für Einsteigerinnen

Frauen trainieren anders. Fitness und Sport im Einklang mit deinen Hormonen
0

Als leidenschaftliche Leserin und Hobbysportlerin war ich sofort neugierig auf Tabea Lorchs „Frauen trainieren anders“. Allein die Tatsache, dass es ein eigenständiges Buch zum frauenspezifischen Training ...

Als leidenschaftliche Leserin und Hobbysportlerin war ich sofort neugierig auf Tabea Lorchs „Frauen trainieren anders“. Allein die Tatsache, dass es ein eigenständiges Buch zum frauenspezifischen Training gibt, ist schon ein Gewinn und finde ich echt toll, denn obwohl Frauen die Hälfte der Bevölkerung stellen, stammen laut Lorch lediglich 6–7 % der sportwissenschaftlichen Studien ausschließlich von und mit Frauen – eine erschreckend kleine Basis, auf der wir unsere Trainingspläne bauen. Das Werk rückt uns und damit die für lange Zeit vernachlässigte Zielgruppe in den Mittelpunkt und signalisiert damit dringend nötige Repräsentation im Fitnessbereich.



Positiv hervorzuheben ist der deutliche Appell an uns Frauen, sich nicht allein auf Ausdauer-, sondern vor allem auch auf Krafttraining zu konzentrieren. Wenn Lorch schreibt, „Kraftsport ist der Sport, den keine Frau ignorieren sollte“, trifft sie einen wunden Punkt vieler Fitnessratgeber, die uns weibliche Leserinnen noch immer Richtung Endlos-Cardio schicken. Ihr Plädoyer für schwere Gewichte, technische Sauberkeit und Progression ist praxisnah, motivierend und gerade für Einsteigerinnen gut nachvollziehbar. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.



Doch je tiefer man in die Kapitel eintaucht, desto mehr stolpert man über ungestützte Behauptungen. Die Literaturliste am Ende ist überraschend kurz, und oft bleiben Aussagen ohne direkten Quellennachweis. Ein Beispiel ist der Vergleich, dass gestresste Frauen eher Fett ansetzen, während gestresste Männer Fett verlieren – eine These, die sich weder mit der steigenden Prävalenz von Übergewicht noch mit gängigen stressphysiologischen Modellen deckt. Ebenso wirken einige Zahlen, etwa zur empfohlenen täglichen Kalorienzufuhr, eher für Hochleistungssportlerinnen als für durchschnittlich aktive Frauen berechnet. Hier hätte eine stärkere Verankerung in der aktuellen Studienlage oder zumindest ein kritischer Verweis auf die Spannbreite individueller Bedürfnisse gutgetan.



Stilistisch liest sich das Buch flüssig: Lorch kombiniert persönliche Story-Times, Trainingspläne und Exkurse zu Themen wie Beckenbodentraining oder Menopause. Das macht die Lektüre angenehm kurzweilig, lässt jedoch gleichzeitig den Eindruck entstehen, dass hier vor allem die Meinung der Autorin statt ein wirklich breiter Konsens der Sportwissenschaft dargeboten wird.



Unterm Strich empfehle ich „Frauen trainieren anders“ allen Leserinnen, die ein motivierendes Einstiegswerk suchen und sich ausdrücklich fürs zyklus- oder lebensphasenbasierte Training interessieren. Als Inspirationsquelle funktioniert das Buch hervorragend; wer jedoch valides, detailliert belegtes Wissen erwartet, sollte mit einer gewissen Portion Skepsis weiterlesen und die genannten Richtwerte mithilfe zusätzlicher Fachliteratur oder professioneller Beratung verifizieren.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Auftakt der Heist-Reihe

Heiress Takes All
0

"Heiress takes all" ist der erste Teil der Heist-Reihe von Emily Wibberley und Austin Siegemund-Broka und hat mir ganz gut gefallen. Es fällt mir aber etwas schwer, das Buch zu beurteilen.

Die Ausgangslage ...

"Heiress takes all" ist der erste Teil der Heist-Reihe von Emily Wibberley und Austin Siegemund-Broka und hat mir ganz gut gefallen. Es fällt mir aber etwas schwer, das Buch zu beurteilen.

Die Ausgangslage ist spannend: Eine verstossene Erbin. Eine Luxushochzeit und ein Millionen-Diebstahl.
Olivia, 17, wurde zusammen mit ihrer Mutter von ihrem Vater verstoßen. Statt ein Leben in Saus und Braus zu führen, muss sie jetzt schauen, wie sie über die Runden kommt. Währenddessen plant ihr Vater schon die nächste Hochzeit. Olivia lässt das aber nicht auf sich sitzen, sondern plant einen Coup mit einer handverlesenen Diebescrew. Ob das mal gut geht?

Mich hat die Aufmachung sofort an die Inheritance-Reihe von Jennifer Lynn Barnes erinnert. Da ich diese Bücher aber (noch) nicht gelesen habe, aber generell Interesse an der Thematik habe, habe ich gleich die Gelegenheit genutzt. Generell finde ich die Ausstattung sehr gelungen und ansprechend gestaltet. Ich mag die Farbkombination sehr.

Ich liebe Coups bzw. Heists ja seit Brooklyn 99. Ich mag es, wenn etwas gut durchdacht und mit einem WOW-oder Aha-Erlebnis einhergeht.

Mich hat das Buch dahingehend jetzt zwar nicht vom Hocker gerissen, dennoch finde ich, dass es ganz gut gelöst wurde. Was ich noch gerne mochte, war der Schreibstil. Ich hatte zwar ein paar Startschwierigkeiten, habe dann aber trotzdem gerne weitergelesen.
Alles in allem habe ich mir aber etwas anderes erwartet. Ich hatte mit mehr Spannung und mehr Romance gerechnet und eigentlich mit weniger Selbstfindung. Versteht mich nicht falsch, es hat ihrer Charakterentwicklung gutgetan, aber das war nicht das, was ich mir von der Geschichte erwartet habe. Dadurch, dass die Protagonisten aber noch sehr jung sind, hätte ich aber wohl damit rechnen müssen.

Generell finde ich es auch cool, dass es einen 2. Teil gibt, bin aber noch nicht sicher, ob ich diesen auch lesen werde.

Veröffentlicht am 13.04.2025

Wunderschöne Romantasy

A Fragile Enchantment
0

Ich habe „A Fragile Enchantment“ sehr gerne gelesen.
Optisch ist es natürlich eine Augenweide und besticht durch sein wunderschönes Cover und den dazupassenden Farbschnitt.

Auch wenn das Buch in Erzählperspektive ...

Ich habe „A Fragile Enchantment“ sehr gerne gelesen.
Optisch ist es natürlich eine Augenweide und besticht durch sein wunderschönes Cover und den dazupassenden Farbschnitt.

Auch wenn das Buch in Erzählperspektive geschrieben wurde, konnte es mich sehr schnell fesseln und begeistern. Normalerweise lese ich lieber in der Ich-Perspektive, weil man sich dadurch den Charakteren näher fühlt. Ich hätte es aber schade gefunden, wenn ich dieses Buch wegen dieser Präferenz verpasst hätte. Es lohnt sich also definitiv über den Tellerrand zu blicken.
Ein bisschen hat mich das Buch durch seinen Vibe bzw. poetischen Schreibstil an Divine Rivals erinnert, welches ebenfalls in der Erzählperspektive gehalten wurde. Inhaltlich unterscheiden sich beide Bücher natürlich gravierend, aber wenn jemand ein ähnliches Feeling beim Lesen sucht, ist dort ebenfalls gut aufgehoben.

Die Protagonistin war bedingt mein Fall. Manche Entscheidungen konnte ich nicht so gut nachvollziehen. Aber umso mehr war ich von Kit begeistert. Ich liebe solch Charaktere wie ihn. Vor allem mochte ich auch seine Charakterentwicklung.
Das Buch besticht vor allem durch seine vielen unterschiedlichen Charaktere. Der Plot war auch ganz interessant, hätte hier und da aber gerne etwas detaillierter und länger ausgearbeitet sein können. Vor allem auch gegen Ende hin ging mir vieles viel zu schnell. Auch hätte ich mir an ein paar Stellen andere Ausgänge gewünscht. Allen voran natürlich eine Fortsetzung. Dadurch dass zum Schluss noch die meisten Handlungsstränge ein Ende gefunden haben, befürchte ich leider, dass es bei einem Einzelband bleiben wird.

In einem Buch soll natürlich nie der Spice im Vordergrund stehen, doch in diesem Fall fand ich es sehr schade, dass dieser nicht ausgearbeitet wurde, weil die Tension definitiv gepasst hätte und es wirklich richtig gut hätte werden können.

Großteils habe ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen, mit ein paar kleinen Anpassungen/Änderungen hätte es perfekt werden können.
Dennoch finde ich das Buch sehr empfehlenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.03.2021

Mehr als ein Roadtrip

A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer
0

Mir hat dieser dritte Band der Reihe gut gefallen. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, hatte ich nicht das Gefühl mich nicht auszukennen. Das Vorwort half auch bei der Orientierung und gibt einen ...

Mir hat dieser dritte Band der Reihe gut gefallen. Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, hatte ich nicht das Gefühl mich nicht auszukennen. Das Vorwort half auch bei der Orientierung und gibt einen kleinen Überblick über das bisherige Geschehen wieder.

Das Cover finde ich ganz in Ordnung, wobei mir die Silhouette von Tory mit dem sehnsüchtigen Blick in die Ferne besser gefällt, als die Gesichter. Die beiden Jugendlichen sprechen mich nicht so sehr an. Die Farbkomposition wiederum mag ich sehr.

Der Einstieg fiel mir leicht und auch mit dem Schreibstil konnte ich mich schnell anfreunden. Es wird sich nicht unnötig viel mit unwichtigen Details aufgehalten, sondern direkt von einem Geschehen ins nächste geworfen.

Den Roadtrip, der dann mehr war als ein bisschen Sightseeing, fand ich cool und abwechslungsreich. Man lernt tolle Orte kennen. Vor allem bekommt man dabei, gerade dieses Jahr, noch heftigeres Fernweh und Sehnsucht als sonst. Man wünscht sich, selbst vor Ort zu sein, wenn auch nicht mitten in diesem Geschehen ;)

Ich mochte die Charaktere. Sid und Chiara waren für mich ja genauso neu, wie alle anderen. Aber ich fand die beiden, ebenso Tory, von Anfang an sympathisch und abenteuerlich. Wenn auch Chiara mit ihrer Art etwas anstrengend auf mich von Zeit zu Zeit gewirkt hat. Chan war okay, hätte mir jetzt aber auch nicht gefehlt. Emily und Laith fand ich interessant, vor allem, da ich beide sehr lange nicht einschätzen konnte.

Die Geschichte war teilweise heftiger als erwartet und konnte mich total in seinen Bann ziehen. Auch die dezent umrissene Flüchtlingsthematik fand ich sehr bedrückend. Freiheit war auch ein zentrales Grundthema des Romans.

Kurzum ein abwechslungsreicher Roman, der sich gut lesen lässt und neben schönen Seiten, auch das ein oder andere ernste Thema behandelt. Eine gute Mischung und ein schönes Leseerlebnis, gerade zu diesen Zeiten.