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Veröffentlicht am 14.06.2020

Miesbert’s großer Hunger

Miezbert
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Auf dieses süße Kinderbuch bin ich eher zufällig gestoßen. Aber das hübsch Illustrierte Cover mit dem ulkigen Kater hat mich sofort angesprochen. Vor allem, da er mich ein bisschen an das Internet-Phänomen ...

Auf dieses süße Kinderbuch bin ich eher zufällig gestoßen. Aber das hübsch Illustrierte Cover mit dem ulkigen Kater hat mich sofort angesprochen. Vor allem, da er mich ein bisschen an das Internet-Phänomen „Grumpy Cat“ erinnert hat.

„Miezbert und der Knurrmagentag“ ist ein sehr süßes Kinderbuch. Die Illustrationen sind wirklich schön gestaltet. Die Geschichte ist sehr einfach gestrickt, daher ist es gut für unsere Jüngsten geeignet. Der Verlauf und die Bilder sind sehr eindeutig und schlüssig, aber vor allem sehr herzig.

Die Geschichte beginnt damit, dass Miezbert ohne Frühstück mit seinem Freund Piep spielen geht. Aber je mehr der Hunger zunimmt, desto stinkiger wird seine Laune und auch wenn ihm seine Freunde helfen wollen, indem sie ihm allerlei zu Futtern anbieten, so entspricht doch nichts davon seinem Geschmack. Ob sie seinen Hunger besiegen werden können?

Ich habe die Bilder und die Geschichte sehr genossen, auch fand ich das Format des Buches ganz praktisch. Das einzige Manko für mich ist der relativ geringe Umfang von nur 32 Seiten, sodass man in wenigen Minuten durch ist, aber darüber kann man hinwegsehen. ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2020

Unvollständig

Seelenschnitte
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„Seelenschnitte“ von Claudia Giesdorf ist … heftig. Es ist ein sehr emotionales, aufwühlendes Buch, das mich mitunter stark mitgenommen hat. Und das passiert mir wirklich selten. Das hat mich schockiert. ...

„Seelenschnitte“ von Claudia Giesdorf ist … heftig. Es ist ein sehr emotionales, aufwühlendes Buch, das mich mitunter stark mitgenommen hat. Und das passiert mir wirklich selten. Das hat mich schockiert. Aber auf positive Art und Weise.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde es sehr stimmig, obwohl man bei dem abgebildeten Mädchen vielleicht eine etwas jüngere Protagonistin erwartet.

Die Wortwahl der Autorin ist sehr detailliert und bildhaft. Wahrlich wortgewandt jongliert sie uns durch die doch etwas verworrene Geschichte. Der Anfang des Buches weckt das Interesse und auch wenn der Schreibstil sehr durchdacht und gut ist, ist mir der Einstieg in die Story etwas schwer gefallen, da es sich nicht leicht und flüssig liest. Was aber auch beabsichtigt ist, denn das Buch ist auch alles andere, als eine leichte Geschichte für Zwischendurch. Man muss sich Zeit nehmen, das ganze auf sich wirken lassen und versuchen, die Protagonistin wirklich zu verstehen.
In Ich-Perspektive leitet uns die Autorin durch Victorias Geschichte. Deswegen, und da die Protagonistin zerbrochen wirkt, ist es ab und zu schwierig ihren Gedankensprüngen zu folgen. Auch wenn sie oft schlüssig wiedergegeben werden, ist es definitiv kompliziert. Man spürt diese innerliche Zerrissenheit.
Die Geschichte wartet mit einigen genialen Wendungen auf und führt einen des Öfteren in die Irre. Oft weiß man nicht, was wahr ist und was nicht. Aber mit der Auflösung hatte ich auf keinen Fall gerechnet. Das fand ich gut gemacht und wirklich intelligent gelöst. Hut ab. Gut fand ich auch, dass das Ende rund und abgeschlossen war. Fast ging ich von einem offenen Ende aus. Und auch wenn ich es mag zu spekulieren, ist es mir doch lieber, ich hab ein eindeutiges Ende vorliegen.

Ich weiß nicht, ob ich die Protagonistin, Victoria, mag. Einerseits leidet man sehr viel mit ihr und gerade junge Mütter werden bei der Lektüre wohl paranoid werden. Andererseits ist sie oft sehr extrem, was ich zwar nachvollziehen, aber nicht selbst erleben möchte. Wenn man das Buch fertig liest, kann man ihr Handeln aber auch zu 100% verstehen.

Das Buch ist eine aufwühlende, mitreißende, verwirrende Geschichte, mit einer Protagonistin, die von einer ganz selbstverständlichen Furcht getrieben wird: Die Angst vor dem Verlust des eigenen Kindes.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Nicht selten klebte ich an den Seiten, weil ich wissen musste, wie es weitergeht. Aber mindestens genauso oft, war mir die Geschichte zu heftig, dass ich sie erstmal kurz weglegen und das Gelesene verdauen musste. Wer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle steht, und sich vor düsteren Themen nicht zurückschrecken lässt, sollte unbedingt einen Blick auf diesen Psychothriller riskieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2020

Süßes Kinderbuch, aber ein paar fragwürdige Bilder werden vermittelt

Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche
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„Irmelina Geisterkind“ ist eigentlich ein ganz süßes Buch und lässt sich sehr gut und schnell lesen. Wenn man drinnen ist, kommt man fast nicht mehr raus. Es hatte aber auch seine Schattenseiten für mich, ...

„Irmelina Geisterkind“ ist eigentlich ein ganz süßes Buch und lässt sich sehr gut und schnell lesen. Wenn man drinnen ist, kommt man fast nicht mehr raus. Es hatte aber auch seine Schattenseiten für mich, da mir die Botschaft dahinter bzw. die Bilder die den Kindern übermittelt werden, mir nicht so gut gefallen haben.

Die Covergestaltung hingegen ist sehr süß, auch die Illustrationen gefallen mir, auch wenn es deutlich mehr hätten sein dürfen. Vor allem am Anfang hätte ich mir welche gewünscht, da es viele Motive gegeben hätte, die sich toll geeignet hätten. Auch wäre es eine Hilfe gewesen sich Juna oder Moritz von Anfang an besser vorstellen zu können.

Eine Karte vom Ort hätte ich auch cool gefunden. Vor allem für Kinder denke ich, ist das auch ganz praktisch, damit man sich die örtlichen Gegebenheiten besser vorstellen kann.

Irmelina ist 10 Jahre alt, als ihr die Aufgabe zuteil wird, sich um die Dorfeiche zu kümmern. Wenig begeistert vernachlässigt sie all ihre Aufgaben, verlässt den Baum, was eigentlich nur im Notfall erlaubt ist und freundet sich mit dem Menschenkind Juna an, was eigentlich strengstens verboten ist.

Juna war mir zunächst nicht so sympathisch, da sie Moritz gegenüber sehr abweisend und einfach nur unfair war, statt dass sie ehrlich zu ihm ist. Auch Irmelina hat mir in ihrer Verantwortungslosigkeit nicht so gut gefallen.
Natürlich lernen beide weibliche Protagonisten dazu, aber die große Lehre blieb aus. Im Gegenteil, am Ende werden die beiden für ihre Unachtsamkeiten noch belohnt, was ich nicht okay fand, da den Kindern ein falsches Bild vermittelt wird. (Aber vielleicht bin ich da auch etwas zu streng, da ich noch keine eigenen Kinder habe.)

Etwas mehr Moral hätte der Geschichte gut getan. Da hier hauptsächlich Frauenpower herrscht, ist die Lektüre wohl auch eher für Mädchen geeignet. (Jungs sind natürlich auch herzlich eingeladen die beiden kennenzulernen, habe aber von mehreren gehört, dass sie sich schlechter für die Geschichte begeistern ließen.)

  • Spaß
Veröffentlicht am 05.04.2020

Auf der Suche nach dem Wunschpilz

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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„Max und Mux und der Riesenwunschpilz“ hat mir gut gefallen. Das Cover hatte mich zunächst eigentlich gar nicht so angesprochen, aber die Illustrationen im Buch haben es mir schon sehr angetan. Ich mochte ...

„Max und Mux und der Riesenwunschpilz“ hat mir gut gefallen. Das Cover hatte mich zunächst eigentlich gar nicht so angesprochen, aber die Illustrationen im Buch haben es mir schon sehr angetan. Ich mochte diese Detailverliebtheit und vor allem diese vielen kleinen Mäuse. Das Design von Max und Mux war nicht ganz mein Fall, aber sie passen sehr gut ins Gesamtbild.

Das Überformat finde ich ganz cool, da es auch relativ einfach zu halten ist und die Seiten sich weit öffnen lassen, sodass man die coolen und abgefahrenen Illustrationen gänzlich begutachten kann. Am meisten haben mir dabei die kleinen Details und die Vielfältigkeit der Bilder gefallen. Die verspielte Schriftart rundet das Bild sehr gut ab, war aber nicht immer ganz einfach zu lesen.

Die Story an sich konnte mich komplett überzeugen. Für ein Kinderbuch (nicht abwertend gemeint) hat es mich wirklich überraschen können. Zunächst lernt man natürlich die beiden Protagonisten kennen und wie sie leben. Bis Max eines Tages eine Entdeckung macht. Er findet ein übergroßes Pilzbuch. Vor allem der blau-weiße Wunschpilz hat es den beiden angetan, da er angeblich Wünsche erfüllen soll. Auf ihrer Reise werden die beiden begleitet von Hansi, dem Hund und Erika, dem Eichhörnchen.
Auf welche Gefahren und Hindernisse die beiden dabei stoßen, gilt es herauszufinden. Ob ihr großer Wunsch wohl in Erfüllung geht?
Die Wendungen gegen Ende fand ich absolut genial gemacht und wäre selber nicht auf sowas draufgekommen. Das Buch ansich ist abgeschlossen. Aber einiges ist offen geblieben und deutet stark auf eine Fortsetzung hin, die ich sehr gerne lesen, erleben und vorlesen würde.

  • Spaß
Veröffentlicht am 08.09.2019

Wenn das Wasser versiegt …

Die Quellen von Malun - Blutgöttin
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„Blutgöttin – Die Quellen von Malun“ von Daniela Winterfeld hat mir super gut gefallen.
Das Cover finde ich sehr schön, auch wenn es jetzt nicht unbedingt etwas Besonderes darstellt, aber das Farbschema ...

„Blutgöttin – Die Quellen von Malun“ von Daniela Winterfeld hat mir super gut gefallen.
Das Cover finde ich sehr schön, auch wenn es jetzt nicht unbedingt etwas Besonderes darstellt, aber das Farbschema ist gelungen. Den Titel wiederum finde ich mega gut.

Das Thema Wasser bzw. Wasserverschwendung ist (nicht nur) in der Literatur gerade ein sehr aktuelles Thema. Neben Erin Lenaris’ Ring-Chroniken und „Dry“ von Neal und Jarrod Shusterman, gesellt sich nun auch Blutgöttin in die Reihe. Erin Lenaris’ Werk fand ich gut und von Dry hab ich überwältigende Stimmen gehört, und da mich das Thema sehr neugierig macht, wusste ich, dass auch „Blutgöttin“ unbedingt gelesen werden muss.

„Blutgöttin“ unterscheidet sich vor allem an seinem Fantasy-Aspekt von den anderen beiden Geschichten. Die Handlung spielt auf Ruann, wo das Wasser langsam versiegt. Im Großreich Sapion ist es längst verschwunden, sodass die Sapioner Kriege gegen die Nachbarreiche führen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht mehrerer Protagonisten. Am liebsten mochte ich dabei Feyla, eine Politikertochter, die langsam merkt, wie es wirklich um Ruann steht. Gleich darauf folgt für mich Dorgen. Seine Geschichte hat mich am meisten interessiert. Als erstes lernen wir Alia kennen, die ich auch noch recht interessant finde. Am wenigsten hatte mir leider der Erzählstrang von Tailin gefallen. Normalerweise mag ich es ja nicht, wenn man so vielen Perspektiven folgt (im nächsten Teil angeblich noch mehr), und teilweise war es hier auch ein bisschen problematisch für mich, weil ich immer am liebsten bei der jeweiligen Person weitergelesen hätte bzw. vor allem bei meinen Lieblingsprotas. Weil ich unbedingt wissen wollte, wie ihre Reise weitergeht. Aber da sich die Handlungsstränge auch überschneiden, sollte man alles in richtiger Reihenfolge lesen, auch wenn man gerne mal hier oder da weiter blättern möchte ;) Denn normalerweise bevorzuge ich einen linearen Erzählstil, in dem ich nur einer Person folge. Aber ab und zu liebe ich so High Fantasy-Geschichten wo sich die verschiedenen Handlungsstränge überschneiden und dann zu einem großen Ganzen auflösen.

Der Schreibstil gefiel mir auch gut. Er war auf jeden Fall sehr bildlich. Einige grausige Szenen befinden sich auch im Buch, auch wenn es sich in Grenzen hält, ist es nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter. Wenn man das aber wie ich ist, darf man sich das einfach nicht zu bildlich vorstellen.

Leider sind die einzelnen Erzählstränge am Ende ziemlich offen (immerhin ist das Buch noch nicht abgeschlossen), aber ein paar kleine Auflösungen hätten mich schon gefreut. So ist man irgendwie mitten in der Handlung sitzen gelassen worden und bis der nächste Band erscheint, dauert es noch ein Weilchen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Fantasie
  • Lesespaß