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Veröffentlicht am 22.04.2021

Atemberaubende, actionreiche und emotionale Reise

Eine tödliche Einheit
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Inhalt:
Kolt »Racer« Raynor und sein Delta-Force-Team sollen den amerikanischen Präsidenten während einer NATO-Mission in Griechenland beschützen.
Als der Präsident gerade eingetroffen ist, passiert das ...

Inhalt:
Kolt »Racer« Raynor und sein Delta-Force-Team sollen den amerikanischen Präsidenten während einer NATO-Mission in Griechenland beschützen.
Als der Präsident gerade eingetroffen ist, passiert das Unvorstellbare: Die Kugel eines Attentäters reißt den griechischen Premierminister aus dem Leben.
Raynor erkennt den Mörder an seiner grausigen Handschrift: eine Kugel durch das linke Auge seines Ziels. So tötet nur Rasim Miric.
Die Jagd nach dem Attentäter endet, als Miric sich anscheinend selbst in die Luft sprengt.
Aber Raynor glaubt nicht an den Tod des Scharfschützen. Er ist überzeugt, dass Mirics Amoklauf gerade erst beginnt …

Meinung:
Kolt Raynor und sein Delta-Force-Team sind dieses Mal in Griechenland, um dort den Besuch des amerikanischen Präsidenten zu begleiten. Der Schutz des Präsidenten steht dabei an erster Stelle. Umso fürchterlicher ist es daher, dass beim Treffen des amerikanischen Präsidenten mit dem griechischen Premierminister ein Anschlag verübt wird. Der griechische Premierminister wird dabei von einem Attentäter grausig erschossen. Denn die Kugel hat genau das linke Auge des Mannes getroffen. Für Raynor steht sofort fest, dass es sich bei dem Attentäter nur um seinen alten Erzfeind Rasim Miric handeln kann. Kein anderer tötet seine Opfer auf diese Weise. Doch bei der anschließenden Flucht sprengt sich Miric selbst in die Luft. So zumindest die offizielle Variante. Raynor ist sich jedoch sicher, dass der Selbstmord von Miric nur vorgetäuscht wurde und sich der Mann auf freiem Fuß befindet. Und so beginnt eine packende Verfolgungsjagd.

Dies ist der fünfte und letzte Band der Kolt-Raynor-Serie von Autor Dalton Fury. Ich selbst habe zwar noch keinen vorherigen Band der Reihe gelesen, dies war jedoch beim Lesen des fünften Bandes überhaupt kein Problem. Denn Dalton Fury lässt die Leser immer wieder an Geschehnissen aus der Vergangenheit teilhaben. Als Leser erfährt man häppchenweise was Kolt Raynor in seiner Vergangenheit erlebt hat. Ich kann daher diesen Band auch Quereinsteigern, wie ich einer bin, rundherum empfehlen.

Da das Augenmerk der Geschichte auf der Beziehung zwischen Raynor und Miric liegt, gibt es immer wieder Passagen im Buch in denen die Geschichte in die Vergangenheit springt. Hier werden dem Leser Szenen aus den früheren Begegnungen von Raynor und Miric präsentiert. So kann man sich in beide Charaktere sehr gut hineinversetzen und versteht die Spannungen zwischen ihnen noch besser.
Im Laufe der Handlung kommt es daher zu sehr dramatischen, aber auch emotionalen Auseinandersetzungen zwischen Raynor und seinem Erzfeind.

Die Geschichte ist daher nichts für zartbesaitete Gemüter. Es gibt viele Gefechte, Schusswechsel und Kampfszenen. Es fließt Blut und wie im wahren Leben überleben am Ende nicht alle. Mich haben die realitätsnahen Beschreibungen sehr gepackt und es war traurig mitanzusehen wie Raynor in diesem finalen Band von liebgewonnenen Kameraden Abschied nehmen muss.

Dabei gibt es in diesem Buch viele Informationen rund um die Arbeit von Delta-Force-Einheiten. Mich hat vor allen Dingen fasziniert, dass Autor Dalton Fury (hierbei handelt es sich um ein Pseudonym) selbst Delta-Force-Kommandant war. Fury war ranghöchster Offizier in der Schlacht um Tora Bora und hat mit der Veröffentlichung seines Buches „Kill bin Laden“ für ordentlich aufsehen gesorgt.
Mich persönlich hat die Vorbemerkung des Herausgebers der amerikanischen Ausgabe dieses fünften Raynor Bandes sehr bewegt und gefangengenommen.
Denn Dalton Fury hat beim Schreiben dieses Buches bereits gewusst, dass er Krebs hat.

So kommt es, dass die Abenteuer von Kolt Raynor in diesem Finale einen für mich würdigen Rahmen finden. Auch das Ende ist in meinen Augen sehr realistisch dargestellt, lässt einen als Leser jedoch auch nicht die Hoffnung verlieren.

Fazit:
Kolt Raynor und sein Delta-Force-Team nahmen mich in ihrem persönlichen Finale mit auf eine atemberaubende, actionreiche und emotionale Reise. Die Einblicke in das Leben einer Delta-Force-Einheit waren höchst interessant. Dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Gemüter, für mich persönlich war es jedoch ein packendes Actionabenteuer.
Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Dieses zweite Meeresabenteuer braucht sich vor seinem Vorgänger nicht zu verstecken

Rick Nautilus - Gefangen auf der Eiseninsel
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Inhalt:
Vom Leuchtturm ihrer Lieblingsinsel aus machen Rick, Ava und Emilio eine unglaubliche Entdeckung: Ein riesiger Frachter, der eben noch auf dem Ozean trieb, verschwindet urplötzlich! Hat ihn der ...

Inhalt:
Vom Leuchtturm ihrer Lieblingsinsel aus machen Rick, Ava und Emilio eine unglaubliche Entdeckung: Ein riesiger Frachter, der eben noch auf dem Ozean trieb, verschwindet urplötzlich! Hat ihn der Nebel verschluckt? Daran glauben die drei Freunde nicht. Es muss mehr dahinter stecken. Aber was? Mit ihrer Nautilus steuern sie hinaus aufs offene Meer, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen!

Meinung:
Rick, Ava und Emilio beobachten vom Leuchtturm ihrer Lieblingsinsel aus, wie ein riesiger Frachter plötzlich mitten auf dem Ozean verschwindet. Wie kann dies sein? Hat der komische Nebel den Frachter etwa verschluckt? Voller Neugierde machen sich die drei Freunde auf den Weg zur Unglücksstelle. Doch was Rick, Ava und Emilio dort finden übersteigt ihre bisherige Vorstellungskraft.


Nachdem mir der erste Band von Rick Nautilus und seinen Freunden großen Spaß bereitet hat, wollte ich so schnell es geht wieder in die Welt von Rick, Ava und Emilio eintauchen.
Vorab möchte ich sagen, dass man die beiden Geschichten auch unabhängig voneinander lesen kann. Denn jede Story ist in sich abgeschlossen. Zudem baut der zweite Teil nicht auf dem ersten Teil auf. Daher bietet sich auch für Quereinsteiger dieser zweite Band perfekt an.

Schon nach wenigen Sätzen war ich wieder zwischen den Zeilen des Buches gefangen. Aufgrund der geringen Seitenanzahl wird dem Leser ab der ersten Seite einfach ein enorm hohes Erzähltempo geboten. Ich bin mir sicher, dass dies vor allen Dingen die Zielgruppe ansprechen wird. Aber auch ich konnte mich dem Lesesog nur schwer entziehen.

In diesem zweiten Band dreht sich dieses Mal alles um die Eiseninsel und deren Bewohner. Rick, Ava und Emilio treffen auf Kapitän Poseidon und seine durchtriebene Ehefrau Amphitrite. Und diese Beiden haben es wirklich faustdick hinter den Ohren. Sie treiben ein schreckliches Spiel mit den Kindern und verfolgen dabei sehr ehrgeizige Pläne.
Mir hat die Entwicklung der Geschichte super gut gefallen. Denn dieses Mal lernt der Leser eine ganz andere Seite des wilden Ozeans kennen. So ist die Handlung sehr abwechslungsreich und dynamisch. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, ich würde hier einen billigen Abklatsch des ersten Bandes lesen.

Empfohlen wird die Reihe für junge Leser ab 8 Jahren. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Geschichte auch ältere Kinder begeistern wird. Denn die Spannungselemente sind auf jeden Fall gegeben. Und auch ein wenig Grusel kommt in diesem zweiten Band auf. Dieser sprengt jedoch nie den Rahmen, sondern sorgt dafür, dass man einfach am Ball bleiben möchte.

Auch dieser zweite Band darf natürlich nicht ohne die tollen Illustrationen von Timo Grubing daherkommen. Schon alleine das Cover ist ein absoluter Hingucker und fängt das Abenteuerfeeling perfekt ein. Aber auch die Zeichnungen im Buch untermalen das Meeressetting und die spannenden Szenen perfekt.

Fazit:
Dieses zweite Meeresabenteuer braucht sich vor seinem Vorgänger nicht zu verstecken. Viel mehr wird es noch spannender und aufregender. Ich persönlich hatte wahnsinnig viel Spaß mit Ricks, Avas und Emilios neuestem Abenteuer. Leinen los, würde ich sagen, denn ich kann es kaum erwarten das nächste Abenteuer der Freunde in den Händen zu halten. Für mich ist dieser zweite Band im Endeffekt sogar noch ein klein wenig besser als der ohnehin schon überragende erste Band.
Ich vergebe 5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Dieser Buchschatz bewegt den Leser dazu sich selbst zu hinterfragen

Versuchen
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Inhalt:
Woher weiß man, was möglich ist, wenn man es nicht versucht? Dies ist eine Geschichte für alle, die sich jemals wie Anfänger gefühlt haben, Zweifel hatten oder sich sorgten, nicht gut genug zu ...

Inhalt:
Woher weiß man, was möglich ist, wenn man es nicht versucht? Dies ist eine Geschichte für alle, die sich jemals wie Anfänger gefühlt haben, Zweifel hatten oder sich sorgten, nicht gut genug zu sein. Es ist eine Geschichte für diejenigen, die beim Ausprobieren von etwas Neuem den Schmerz erlebt haben, dass es nicht so ausgefallen ist, wie sie es sich erhofft haben. In vielerlei Hinsicht ist es eine Geschichte für jeden von uns. Denn irgendwann in unserem Leben scheitern wir alle. Misserfolg kann enttäuschend und sogar niederschmetternd sein, aber die Geschichte endet nicht dort. Weil das Scheitern so viel mehr zu bieten hat. Es ist ein notwendiger Schritt, um zu lernen, zu wachsen, besser zu werden. Es kann uns zeigen, wie sehr wir etwas wollen - und wie hart wir bereit sind, daran zu arbeiten. Es fordert uns heraus, mutig zu sein, sich ein Herz zu fassen und es erneut zu versuchen. Und ja, es wird Zeiten geben, in denen man sich selbst in Frage stellt. Vielleicht möchte man aufgeben. Aber wenn man daran glaubt, wenn man übt und weitermacht, kann man erstaunliche Dinge tun.

Meinung:
Ein Junge spricht einen Bildhauer zu seinen Werken an. Der Junge ist ganz begeistert vom Talent des Bildhauers und seinen Fähigkeiten so schöne Dinge entstehen zu lassen. Er selbst traut sich dies bei weitem nicht zu. Doch der Bildhauer ermutigt den Jungen sich auszuprobieren und immer weiter zu üben. Denn nur wer sich auch etwas traut, kann aus seinen Fehlern lernen und besser werden. Und so gibt der Junge sich eine Chance und lernt viel über sich und seine Fähigkeiten.

Von Autor Kobi Yamada und seinem Titel „Vielleicht“ hatte ich schon so viel Positives gehört, dass ich bei diesem neuen Titel nun unbedingt erfahren wollte, ob die ganzen Lobeshymnen gerechtfertigt sind.
Eigentlich war geplant das Buch mit meinem 5-jährigen Sohn zu lesen. Doch dieser war vom Zeichenstil so überhaupt gar nicht begeistert und wollte das Buch partout nicht lesen.
Und so vertiefte ich mich alleine in die Geschichte.

Nach dem Lesen der Geschichte kann ich die Altersempfehlung absolut nachvollziehen. Denn das Buch dürfte für Kinder unter sechs Jahren nur schwer zu greifen und zu verstehen sein. Ich bin mir sicher, dass mein Sohn den Sinn der Geschichte und seine tollen Botschaften nicht im richtigen Maße verstanden hätte. Von daher ist „Versucht“ ein Titel, bei dem man auf jeden Fall auf die Altersempfehlung vertrauen sollte.

Der Zeichenstil von Elise Hurst ist sehr gefühlvoll und ein wenig poetisch skizziert. Die meisten Bilder sind in schwarz-weiß gehalten, nur ab und an verirrt sich auch mal ein grüner oder roter Farbtupfer auf die Bilder. Für mich hat der Zeichenstil absolut Wiedererkennungswert.

Die Geschichte an sich erzählt viel darüber Dinge auszuprobieren. Es geht vor allem darum aus seinen Fehlern zu lernen und an ihnen zu wachsen. Nur so kann man sich stetig verbessern.
Mir hat es unglaublich gut gefallen, wie der Bildhauer den Jungen dazu ermutigt Dinge auszuprobieren. Dieser zweifelt im Verlauf der Handlung zwar immer wieder an seinem Können, doch auch hier ermutigt und prägt der Bildhauer ihn. Der Bildhauer zeigt dem Jungen, dass dieser stolz auf seine Fehler sein kann. Er zieht zudem Vergleiche dazu, wie es damals war, als der Junge versucht hat Laufen zu lernen. Denn auch dies hat nicht beim ersten Mal geklappt, sondern war ein langwieriger Prozess. Dennoch hat sich auch hier der Junge nie entmutigen lassen.

All diese wundervollen Botschaften haben mein Herz als Leser berührt und bewegt. Der Titel „Versuchen“ sagt einfach schon so viel über dieses wundervolle Buch aus.

Fazit:
„Versuchen“ ist auf jeden Fall keine leichte Kost. Dieser Buchschatz bewegt den Leser dazu sich selbst zu hinterfragen, ob man an manchen Stellen im Leben nicht zu schnell aufgegeben hat, anstatt Dinge einfach mal auszuprobieren. Für Kinder ab 6 Jahren, aber genauso für Erwachsene, hält diese Geschichte einfach sehr schöne und bedeutsame Worte parat.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Sonne, Sommer, Urlaub auf einer Nordseeinsel und ein echter Kriminalfall

Club der frechen Möwen
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Inhalt:
Ferienzeit und die Urlaubskasse ist leer! Stella und Rosalie rechnen schon mit einem Urlaub auf Balkonien, aber zum Glück hat eine Kollegin ihrer Mutter auf einer Nordseeinsel ein Ferienhaus geerbt ...

Inhalt:
Ferienzeit und die Urlaubskasse ist leer! Stella und Rosalie rechnen schon mit einem Urlaub auf Balkonien, aber zum Glück hat eine Kollegin ihrer Mutter auf einer Nordseeinsel ein Ferienhaus geerbt und keine Zeit, selbst hinzufahren. Also geht es zusammen mit Familienkater Kasimir auf Reisen. Doch schon die Ankunft im »Haus Sturmmöwe« ist abenteuerlich.Wie gut, dass Stella und Rosalie schon neue Freunde gefunden haben: Nachbarsjunge Enno sowie die ungleichen Cousinen Naima und Elin. Gemeinsam gründen die fünf den Club der frechen Möwen. Bei einem ihrer Streifzüge finden sie heraus, dass in letzter Zeit immer wieder Robbenjunge von der nahegelegenen Aufzuchtstation verschwinden. Sie beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen, und finden sich bald mitten in einem spannenden Inselabenteuer.

Meinung:
Gemeinsam mit ihrer Mutter Paula und dem Familienkater Kasimir machen die Schwestern Stella und Rosalie Urlaub auf einer Nordseeinsel. Eine Bekannte der Familie hat ihnen ihr Ferienhaus „Sturmmöwe“ zur Verfügung gestellt. Als die Familie die „Sturmmöwe“ zum ersten Mal betritt, wird ihnen klar, dass das Haus nicht mehr wirklich in Schuss gehalten wurde. Die Wasserleitungen sind schon ziemlich alt und aufgrund des Sandes verklemmen die Rohre des Öfteren. Aber auch die Gasflasche für den Herd ist leer. Doch zum Glück erhalten Paula, Stella und Rosalie Unterstützung von ihren Nachbarn. Nachbarsjunge Enno zeigt den beiden Mädchen zudem die Insel. Dabei treffen die Drei auf die beiden Mädchen Naima und Elin. Schnell werden die fünf Kids zu einem eingeschweißten Team und als es darum geht einem Robbenfänger auf die Schliche zu kommen, wartet auch der erste Kriminalfall auf die Kinder.

Kinderbücher die an der Nordsee und bestenfalls sogar auf einer Nordseeinsel spielen, müssen von mir einfach gelesen werden. Ich liebe das Meer und bin ein großer Fan der ostfriesischen Inseln. Aber genauso sehr mag ich die Bücher von Autorin Usch Luhn. Von daher musste ich gar nicht lange überlegen, als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe.

Und so war ich bereits ganz begeistert von der Fährüberfahrt zur Insel. Denn Usch Luhn fängt das Nordseefeeling bereits ab diesem Punkt ganz zauberhaft ein. Gerade in den aktuellen Zeiten, wo man nicht reisen darf, ist dieses Buch ein schöner Aufheller und die Vorfreude wächst, endlich wieder in die Ferne reisen zu dürfen.

Aber nicht nur das Setting war nach meinem Geschmack, auch der Mix aus Kriminalfall, Natur- und Umweltschutz sowie die Freundschaft unter den Kids traf genau meinen Nerv. Denn dadurch entspinnt sich eine wahnsinnig abwechslungsreiche und peppige Geschichte für Kinder ab 8 Jahren. Die große Schrift, die leicht verständliche Sprache und die vielen Bilder sind zudem ein guter Punkt, um vielleicht auch den ein oder anderen Lesemuffel für die Geschichte begeistern zu können. Dabei eignet sich die Geschichte perfekt für Mädchen als auch für Jungs, denn die angesprochenen Themen dürften für jedes Kind ansprechend sein.

Der Kriminalfall konnte auch mich als Erwachsene überzeugen. Die Bösewichte sind nicht sofort ab der ersten Seite ersichtlich und man ist mit Feuereifer dabei dem Geheimnis um die verschwundenen Robbenjungen auf die Schliche zu kommen. Wie nebenbei lernen die jungen Leser auch noch den richtigen Umgang mit Heulern, die plötzlich mutterseelenallein an einem Strand auftauchen.

Auch bei den verschiedenen Charakteren innerhalb des Clubs der frechen Möwen dürfte für jeden Leser ein absoluter Lieblingscharakter mit dabei sein. Denn die Kinder sind doch sehr unterschiedlich. Ich mochte die teilweise sehr forsche Namina wirklich sehr gerne. Aber auch Enno, der Hahn im Korb, war mir super sympathisch.

Die Illustrationen von Daniela Kunkel transportieren das Nordseefeeling perfekt zu dem Leser nach Hause. Man möchte am liebsten sofort seine Sachen packen, um ebenfalls Urlaub an der Nordsee zu machen.

Fazit:
Auch das neueste Werk von Autorin Usch Luhn war wieder ganz nach meinem Geschmack. Sonne, Sommer, Urlaub auf einer Nordseeinsel und ein echter Kriminalfall lassen keine Wünsche offen. Nicht nur für Leser ab 8 Jahren ist daher das Abenteuer der frechen Möwen mehr als nur gute Unterhaltung.
Von mir gibt es daher 5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.04.2021

Ein dynamisches und interessantes Team wird dem Leser in der Alien Academy geboten

Alien Academy
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Inhalt:
Cody wacht in seinem Zimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern – an gar nichts! Alles was er erfährt ist, dass er heute auf eine neue Schule gehen soll: Die Alien Academy! Vielleicht findet ...

Inhalt:
Cody wacht in seinem Zimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern – an gar nichts! Alles was er erfährt ist, dass er heute auf eine neue Schule gehen soll: Die Alien Academy! Vielleicht findet er dort heraus, woher er kommt und was es mit dem mysteriösen Unfall auf sich hat, bei dem er sein Gedächtnis verloren hat? Gemeinsam mit seinen Alien-Mitschülern Loff, Brocken, Fluffy, Tripto und NRG versucht Cody herauszufinden, was geschehen ist. Denn außer Welten- und Zahlenkunde muss es doch etwas geben, dass einen Hinweis darauf geben könnte, woher sie alle kommen und warum ihnen keiner Antworten geben will …

Meinung:
Cody wacht morgens in seinem Zimmer auf und kann sich an nichts erinnern. Seine Eltern teilen ihm mit, dass dies an dem Unfall liegt, den er vor einigen Wochen gehabt hat. Komisch nur, dass seine Eltern so ganz anders aussehen als er selbst. Noch merkwürdiger wird das Ganze, als Cody an seinem ersten Tag auf der neuen Schule, der Alien Academy, feststellt, dass alle anderen Mitschüler ebenfalls einen Unfall hatten und ihr Gedächtnis verloren haben. Cody versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Mit an seiner Seite sind seine Alien-Mitschüler Brocken, Loff, Tripto, Fluffy und NRG.

Ein neues Buch von Autor Jochen Till und Illustrator Raimund Frey wollte ich natürlich unbedingt lesen. Da ich Aliens als Thema immer sehr faszinierend finde, freute ich mich riesig auf dieses Buch.

Als Leser lernt man zu Beginn den jungen Cody kennen. Der leider seine Erinnerungen verloren hat und für den dieser Tag etwas ganz Besonderes und Neues ist. Die Alien Academy wirkt auf Cody zunächst sehr einschüchternd. Überall laufen Roboter herum und der ganze Tagesablauf unterliegt einem genauen Zeitplan. Doch Cody findet schnell Freunde an der Schule, die unterschiedlicher allerdings nicht sein könnten.

Da alle Kinder an der Schule total unterschiedlich vom Äußeren sind, ergibt sich dadurch eine kunterbunte Truppe.
Cody selbst ist ein Mensch und weiß nicht so wirklich was er davon halten soll, dass seine Eltern so anders aussehen und Cody sein Gedächtnis verloren hat. Doch er bohrt nach und stellt Fragen.
Brocken hingegen ist von der Größe her zwar ein Riese, doch innerlich sehr von Zweifeln und Ängsten zerfressen. In Cody findet er daher eine mentale Unterstützung.
Loff hingegen wirkt wie eine unterkühlte Amphibie und kann nicht allzu lange ohne Wasser überleben.
Mein heimlicher Liebling ist der flauschige kleine Kerl Fluffy, der sich eigentlich viel Älter als 13 Jahre fühlt.
NRG hat etwas roboterhaftes an sich und ist ziemlich intelligent.
Wohingegen Tripto eher wie eine Raupe daher kommt und leider keine Geschmacksnerven besitzt.
Und dann hätten wir da noch Darius, wenn dieser seinen Helm vom Kopf abnimmt, dann droht das absolute Chaos.

Diese so unterschiedliche und bunte Truppe sorgt für ein harmonisches Gefühl beim Lesen. Es entstehen einige lustige Dialoge und man lässt sich sehr gerne in diese Geschichte hineinfallen.

Aber auch der Spannungsfaktor kommt hier nicht zu kurz. Denn der Leser und Cody ahnen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht. Wird es Cody gelingen hinter das Rätsel zu kommen?

Jochen Till und Raimund Frey sind für mich ein unschlagbares Team. Wo der eine fantastische und lustige Geschichten schreibt, skizziert der andere einfach absolut geniale Bilder. Besonders begeistert bin ich von der schwarz-weiß-blau Gebung der Illustrationen in diesem Buch. Ich finde es grandios, dass ein wenig Farbe ins Spiel bzw. die Illustrationen gekommen ist.

Das Ende der Geschichte macht große Lust darauf zu erfahren wie die Story mit Cody und seinen Freunden weitergehen wird.

Fazit:
Bücher von Jochen Till sind immer etwas ganze Besonderes. Und so konnte mich der Autor auch mit seinem neuesten Werk der "Alien Academy" überzeugen. Als Leser möchte man gerne hinter das Geheimnis des "Unfalls" und des Erinnerungsverlustes der Schüler der Alien Academy kommen. Zudem wurde hier ein sehr dynamisches und interessantes Team an unterschiedlichen Charakteren kreiert.
Von mir gibt es daher sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

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